Ein Dampfreiniger kommt mit einem Beutel voller Düsen, Bürsten und Tücher, und die Anleitung erklärt meist nur, wie man sie aufsteckt. Welcher Aufsatz an welche Stelle gehört, folgt aber einer einfachen Logik: Je kleiner die Austrittsfläche, desto konzentrierter der Dampf, und je härter die Borste, desto empfindlicher reagiert die Oberfläche. Hier steht jeder Aufsatz mit seinem Einsatzgebiet, seinen Grenzen und den Extras, die sich lohnen.
Das Prinzip: Fläche gegen Konzentration
Alle Aufsätze eines Dampfreinigers bekommen denselben Dampf aus demselben Schlauch. Was sie unterscheidet, ist die Fläche, auf die sie ihn verteilen, und die Mechanik, die sie dazulegen.
Die Punktstrahldüse bündelt den Dampf auf einen Querschnitt von wenigen Millimetern. Kärcher schreibt in den Anleitungen der SC-Reihe, dass die Reinigungswirkung umso höher ist, je näher die Düse an der verschmutzten Stelle sitzt, weil Temperatur und Dampfmenge direkt am Austritt am höchsten sind. Schon wenige Zentimeter Abstand verteilen den Strahl und kühlen ihn ab.
Die Bodendüse verteilt dieselbe Dampfmenge auf eine Fläche von der Breite eines Wischmopps. Ihre Wirkung entsteht aus Wärme, Feuchtigkeit und dem Mikrofasertuch, das den gelösten Schmutz aufnimmt. Zwischen beiden Extremen liegen Handdüse und Bürsten.
Daraus folgen drei Grundregeln für die Wahl:
- Große, glatte Flächen bekommen einen großen Aufsatz mit Tuch. Das Tuch nimmt den gelösten Schmutz direkt auf.
- Kleine, schwer erreichbare Stellen bekommen die Punktstrahldüse, bei festem Belag mit Bürste.
- Je empfindlicher die Oberfläche, desto weicher der Aufsatz: Überzug vor Nylonbürste, Nylonbürste vor Messing.
Die Aufsätze im Überblick
Die Tabelle fasst die Einsatzgebiete zusammen, wie Kärcher sie in den Anleitungen der SC-EasyFix-Reihe beschreibt. Bei anderen Herstellern heißen vergleichbare Teile anders, bei Polti etwa Dampflanze, Dampfkonzentrierer, Dreiecksdüse und Nylonrundbürste. Das Prinzip bleibt dasselbe.
| Aufsatz | Einsatz laut Kärcher | Grenzen |
|---|---|---|
| Dampfpistole ohne Aufsatz | Falten aus hängender Kleidung (10–20 cm Abstand), Tuch eindampfen zum feuchten Staubwischen | kein direkter Strahl auf Möbel |
| Punktstrahldüse | schwer zugängliche Stellen, Fugen, Armaturen, Abflüsse, Waschbecken, WCs, Jalousien, Heizkörper | nimmt gelösten Schmutz nicht auf |
| Powerdüse (auf Punktstrahldüse) | hartnäckige Verschmutzungen, Ausblasen von Ecken und Fugen | wie Punktstrahldüse |
| Rundbürste klein | hartnäckige Verschmutzungen | kann empfindliche Flächen zerkratzen |
| Rundbürste groß | Waschbecken, Duschwanne, Badewanne, Küchenspüle | kann empfindliche Flächen zerkratzen |
| Fugenbürste | enge Spalten, etwa zwischen Fensternischen und Kurbeln | nur für schmale Bereiche |
| Handdüse mit Überzug | kleine abwaschbare Flächen, Duschkabinen, Spiegel | Überzug regelmäßig wechseln |
| Bodendüse mit Tuch | abwaschbare Wand- und Bodenbeläge wie Stein, Fliesen, PVC | vorher an unauffälliger Stelle testen |
| Teppichgleiter | Teppiche auffrischen | schwache Stufe, max. 5 s je Stelle, nicht auf Hochflor |
Die einzelnen Aufsätze im Detail folgen unten. Wichtiger als die Liste ist der Blick auf den Raum, in dem die meisten davon zum Einsatz kommen.
Das Bad als Landkarte: wo welcher Aufsatz arbeitet

Im Bad kommen fast alle Aufsätze zum Einsatz. Die Regel dahinter: Fläche mit Tuch, Detail mit Strahl, fester Belag mit Bürste.
Das Badezimmer ist der Raum, für den die meisten Dampfreiniger-Aufsätze entworfen wurden. Glatte, wasserfeste Oberflächen, Fett- und Seifenfilm, Fugen und Ecken, die ein Wischmopp nicht erreicht: Hier spielt der Dampf seine Stärken aus.
Eine Grenze gibt es auch im Bad. Kalk auf Fliesen und Armaturen löst der Dampf nicht, denn Calciumcarbonat ist in heißem Wasser genauso unlöslich wie in kaltem. Kärcher empfiehlt deshalb, starke Kalkablagerungen vorher mit einem geeigneten Reinigungsmittel etwa fünf Minuten einwirken zu lassen und danach abzudampfen.
Punktstrahldüse und Powerdüse
Die Punktstrahldüse ist das Basisteil fast aller Detailarbeiten. Sie sitzt direkt auf der Dampfpistole oder am Ende eines Verlängerungsrohrs, und auf sie werden die kleinen Aufsätze gesteckt. Allein eingesetzt, ist sie das Werkzeug für alles, was schmal, verwinkelt oder schwer erreichbar ist: Armaturen, Abflüsse, den Spalt zwischen Waschbecken und Wand, Jalousielamellen, die Zwischenräume von Heizkörpern.
Der konzentrierte Strahl hat eine Eigenheit, die man kennen sollte: Er löst Schmutz, nimmt ihn aber nicht auf. Was die Düse aus einer Fuge bläst, landet daneben. In der Praxis hältst du deshalb ein Tuch in der anderen Hand oder wischst direkt danach mit der Handdüse nach.
Die Powerdüse ist ein Vorsatz für die Punktstrahldüse, der den Strahl noch stärker bündelt. Kärcher nennt sie für hartnäckige Verschmutzungen und zum Ausblasen von Ecken und Fugen. Am Heizkörper ist sie nützlich, weil sie Staub aus den Zwischenräumen treibt, in die keine Bürste passt. Worauf du dabei achten musst, steht im Ratgeber Heizkörper reinigen mit Wasser, der auch den Dampfeinsatz am Heizkörper behandelt.
Rundbürsten: Nylon, groß und Messing
Rundbürsten werden auf die Punktstrahldüse gesteckt und kombinieren den Dampfstrahl mit mechanischer Reibung. Das ist die richtige Wahl, sobald der Schmutz festsitzt, also bei Seifenresten in Fugen, angetrocknetem Fett am Herd oder Belag im Abfluss.
Die kleine Rundbürste mit Nylonborsten ist die Standardbürste. Sie passt in Fliesenfugen, an Armaturenfüße und in die Ecken der Dusche. Kärcher warnt ausdrücklich, dass die Bürste empfindliche Flächen zerkratzen kann, und hält sie von solchen Flächen fern. Hochglanzlack, weiches Acryl und beschichtete Oberflächen gehören dazu.
Die große Rundbürste deckt mehr Fläche ab und ist für große, abgerundete Flächen gedacht: Waschbecken, Duschwanne, Badewanne, Küchenspüle. Auch hier gilt die Kratzwarnung, bei Acrylwannen ist die Handdüse mit weichem Überzug die schonendere Wahl.
Die Messingbürste ist ein Zubehörteil für die harten Fälle. Kärcher beschreibt das Rundbürstenset mit Messingborsten für hartnäckige Verschmutzungen und Verkrustungen, als Beispiele nennt der Hersteller Backofenroste und Kochfelder. Auf empfindlichen Oberflächen wie Holz oder Kunststoff hat sie nichts verloren. Für den Backofen selbst, also den Innenraum mit seiner Emaille, bleibt es bei Punktstrahldüse und Handdüse. Welche Zonen im Ofen Dampf vertragen, zeigt der Ratgeber zum Ofen mit Dampfreiniger reinigen.
Seit 2024 führt Kärcher zusätzlich eine Powerbürste mit besonders robustem Borstenmaterial, das sich unter Druck nicht wegbiegt. Sie liegt in der Härte zwischen Nylon und Messing und ist für eingetrockneten Schmutz gedacht.
| Bürste | Borste | geeignet für | ungeeignet für |
|---|---|---|---|
| Rundbürste klein | Nylon | Fugen, Armaturen, Ecken, Abfluss | Hochglanz, Acryl, Beschichtungen |
| Rundbürste groß | Nylon | Waschbecken, Wannen, Spülen | weiches Acryl, Beschichtungen |
| Powerbürste | robuste Kunststoffborste | eingetrockneter Schmutz | empfindliche Flächen |
| Rundbürste Messing | Messing | Backofenroste, Kochfelder, Verkrustungen | Holz, Kunststoff, empfindliche Flächen |
Fugenbürste und XXL-Fugenbürste
Für Fugen gibt es zwei Wege. Die kleine Rundbürste auf der Punktstrahldüse arbeitet Fuge für Fuge und kreisend, das dauert bei einer ganzen Fliesenwand. Die Fugenbürste im Lieferumfang vieler Kärcher-Geräte ist nach Herstellerbeschreibung für enge Spalten gedacht, etwa zwischen Fensternischen und Kurbeln in der Wand.
Die XXL-Fugenbürste aus dem Zubehör hat eine besonders lange Bürstenleiste und ein flexibles Gelenk. Sie fährt eine Fuge in einem Zug entlang und ist bei großen Fliesenflächen der schnellere Weg. Die Bürstenleisten lassen sich tauschen, wenn sie abgenutzt sind.
Bei den Fugen selbst gibt Kärcher in der FAQ eine differenzierte Auskunft. Intakte Zementfugen gehen durch Dampf nicht schneller kaputt, bei porösen Fugen kann dagegen Feuchtigkeit unter die Fuge gelangen, und dann droht Schimmel. Silikonfugen dürfen laut Kärcher nur kurz abgedampft werden, weil der heiße Dampf das Silikon angreifen kann. Welche Mittel Fugen sonst sauber bekommen, steht im Ratgeber zum Fugen reinigen im Bad.
Handdüse und Fensterdüse
Die Handdüse ist eine kleine, flache Düse, über die ein Überzug aus Mikrofaser oder Frottee gezogen wird. Sie verteilt den Dampf auf eine handtellergroße Fläche und nimmt den gelösten Schmutz direkt im Überzug auf. Kärcher nennt sie für kleine abwaschbare Flächen, Duschkabinen und Spiegel. Sie ist außerdem der schonendste Aufsatz für alles, was keine Bürste verträgt.
Wichtig ist der Überzug. Er nimmt den Schmutz auf, und ein verschmutzter Überzug verteilt ihn wieder. Kärcher empfiehlt, Tücher und Überzüge bei höchstens 60 Grad zu waschen, ohne Weichspüler und ohne Trockner. Weichspüler legt einen Film auf die Fasern, der ihre Saugfähigkeit mindert.
Die flexible Handdüse aus dem Zubehör hat Seitenflügel, die sich laut Kärcher bis 45 Grad verstellen und an gewölbte Flächen anpassen. Sie ist für Waschbecken und Badewannen gedacht, wo die starre Handdüse nur mit der Kante aufliegt.
Die Fensterdüse kombiniert die Dampfdüse mit einer Abziehlippe. Sie löst den Schmutz auf der Scheibe und zieht das Kondenswasser direkt ab. Kärcher hat die Lippe 2024 flexibler gemacht, damit auch bodentiefe Fenster und steile Winkel gelingen. Zwei Hinweise aus der Anleitung gelten für jede Art der Glasreinigung mit Dampf: den Strahl nie auf versiegelte Stellen des Fensterrahmens richten, und bei niedrigen Außentemperaturen die ganze Scheibe erst leicht eindampfen, damit keine Spannungen im Glas entstehen.
Bodendüse und Tücher
Die Bodendüse ist der größte Aufsatz und der mit der meisten Einsatzzeit. Sie trägt ein Mikrofasertuch, das per Klettband haftet, und verteilt den Dampf gleichmäßig unter dem Tuch. Kärcher nennt als geeignete Beläge abwaschbare Wand- und Bodenbeläge wie Steinböden, Fliesen und PVC-Böden.
Die Anleitung verlangt vor dem ersten Einsatz einen Test an einer unauffälligen Stelle mit kleinster Dampfmenge, weil Hitze und Feuchtigkeit Schäden verursachen können. Für Laminat und Parkett ist die Bodendüse keine gute Idee, auch wenn manche Gerätehersteller versiegelte Böden auf niedriger Stufe zulassen. Der Dampf dringt in die Fugen und lässt den Holzwerkstoff darunter quellen. Die Bodenhersteller schließen Dampf meist aus, Details stehen im Ratgeber Laminat reinigen und pflegen. Beim Stichwort PVC lohnt ein zweiter Blick: Kärcher nennt pauschal PVC-Böden. Die Hersteller von Vinyl-Designbelägen sehen das meist strenger und schließen Dampf aus, weil die Hitze PVC aufweicht und bei verklebten Belägen den Kleber lösen kann. Freigegeben ist Dampf dort nur, wenn es im Datenblatt der Serie steht, und im Zweifel gilt die Pflegeanleitung des Bodens, wie der Ratgeber Vinylboden reinigen und pflegen erklärt.
Für die Tücher gibt es je nach Hersteller mehrere Varianten: weiche Mikrofaser für glatte Böden, gröbere Tücher für stärkere Verschmutzung, Polti führt zusätzlich Tücher mit Kantenschutz. Wie weit ein Tuch reicht, hängt an der Verschmutzung. Sobald es sichtbar grau ist, verteilt es den Schmutz, und dann kommt ein frisches auf die Düse. Zwei oder drei Tücher im Wechsel machen das ohne Pause möglich.
Teppichgleiter
Der Teppichgleiter ist ein Kunststoffschlitten, in den die Bodendüse samt Tuch einrastet. Er hält das Tuch auf Abstand zum Flor und lässt die Düse über den Teppich gleiten. Kärcher beschreibt den Zweck klar: Teppiche auffrischen.
Die Anleitung knüpft das an eine Reihe von Bedingungen. Der Teppich muss vorher abgesaugt und von Flecken befreit sein, gearbeitet wird mit schwacher Dampfstufe, der Dampf darf höchstens fünf Sekunden auf eine Stelle zielen, und auf hochflorigen Teppichen hat der Gleiter nichts verloren. Vorher gehört ein Test an einer unauffälligen Stelle dazu. Außerdem warnt Kärcher, dass sich der Gleiter beim Bedampfen erhitzt, und verlangt festes Schuhwerk beim Abnehmen.
Warum ein Dampfreiniger keine Teppich-Grundreinigung leistet und welche Teppiche Dampf gar nicht vertragen, erklärt der Ratgeber zum Teppichboden mit Dampf reinigen.
Die Dampfpistole ohne Aufsatz
Die Dampfpistole selbst ist auch ein Werkzeug. Kärcher nennt zwei Einsätze ohne Aufsatz: Kleidung glätten, indem du hängende Kleidungsstücke aus 10 bis 20 Zentimetern bedampfst, und feucht Staub wischen, indem du ein Tuch kurz eindampfst und damit über Möbel gehst.
Der zweite Punkt ist der richtige Weg für alles, was Dampf nicht direkt verträgt. Die Anleitungen sind hier eindeutig: Dampf kann Wachs, Möbelpolitur, Kunststoffbeschichtungen, Farbe und den Umleimer von Kanten lösen. Lackierte oder kunststoffbeschichtete Küchen- und Wohnmöbel, Türen und Parkett werden deshalb nie direkt bedampft. Das eingedampfte Tuch bringt Wärme und wenig Feuchtigkeit, ohne dass der Strahl eine Kante erreicht.
Für die Textilpflege bietet Kärcher zusätzlich einen Dampfglätter-Aufsatz an, der das entstehende Kondenswasser in einem separaten Tank sammelt, sowie ein Dampfbügeleisen für ausgewählte Modelle.
Verlängerungsrohre und Ordnung
Zwei Verlängerungsrohre liegen fast jedem Gerät bei. Sie gehören zwischen Pistole und Bodendüse, lassen sich aber auch für die Punktstrahldüse oder die Handdüse nutzen, wenn du an Fliesen über Kopfhöhe oder hinter die Toilette kommen willst. Kärcher bietet für längere Distanzen zusätzliche Rohre an.
Beim Wechsel eines Aufsatzes gilt immer dieselbe Reihenfolge: Dampfhebel mit der Kindersicherung sperren, dann die Entriegelungstaste drücken und die Teile trennen. Die Aufsätze sind direkt nach dem Einsatz heiß, und in den Düsen steht Kondenswasser. Ein Aufbewahrungsbeutel oder das Zubehörfach am Gerät verhindert, dass kleine Teile wie Powerdüse oder Rundbürsten verloren gehen.
Wie der ganze Einsatz abläuft, vom Befüllen über das Aufheizen bis zum Abstellen, steht im Ratgeber Dampfreiniger richtig benutzen.
Fazit
Die Wahl des Aufsatzes folgt zwei Fragen. Erstens: Wie groß ist die Fläche? Große, glatte Flächen bekommen Bodendüse oder Handdüse mit Tuch, kleine und verwinkelte Stellen die Punktstrahldüse. Zweitens: Wie fest sitzt der Schmutz und wie empfindlich ist die Oberfläche? Fester Belag auf robustem Untergrund bekommt eine Bürste, alles Empfindliche einen weichen Überzug oder das eingedampfte Tuch.
Mit dieser Logik brauchst du die Liste nach dem ersten Einsatz nicht mehr. Die Messingbürste bleibt für Roste und Kochfelder reserviert, der Teppichgleiter fürs Auffrischen, und lackierte Möbel bekommen nie den direkten Strahl.
Häufige Fragen
Welcher Aufsatz ist für Fliesenfugen am besten?
Die Punktstrahldüse mit aufgesteckter kleiner Rundbürste. Der konzentrierte Dampfstrahl weicht den Belag in der Fuge auf, die Bürste nimmt ihn mechanisch heraus. Kärcher bietet zusätzlich eine XXL-Fugenbürste mit langer Bürstenleiste und flexiblem Gelenk an, die bei großen Fliesenflächen schneller ist. Die Punktstrahldüse ohne Bürste eignet sich zum Ausblasen, nimmt den gelösten Schmutz aber nicht auf.
Womit reinige ich Spiegel und Duschwände mit dem Dampfreiniger?
Mit der Handdüse samt Mikrofaser- oder Frotteeüberzug. Kärcher nennt die Handdüse ausdrücklich für kleine abwaschbare Flächen, Duschkabinen und Spiegel. Für große Glasflächen gibt es eine Fensterdüse mit Abziehlippe, die das Kondenswasser direkt mitnimmt. Bei Kälte draußen empfiehlt Kärcher, die ganze Scheibe erst leicht einzudampfen, damit keine Spannungen im Glas entstehen.
Welcher Aufsatz ist für die Badewanne und das Waschbecken?
Die große Rundbürste. Kärcher empfiehlt sie für große abgerundete Flächen wie Waschbecken, Duschwanne, Badewanne und Küchenspüle. Bei Acrylwannen und empfindlichen Beschichtungen ist Vorsicht geboten, weil Bürsten laut Kärcher empfindliche Flächen zerkratzen können. Dort ist die Handdüse mit weichem Überzug die schonendere Wahl, ebenso die flexible Handdüse, deren Seitenflügel sich an Rundungen anpassen.
Wofür ist die Messingbürste gedacht?
Für hartnäckige, eingebrannte Verschmutzungen auf unempfindlichen Flächen. Kärcher nennt als Beispiele Backofenroste und Kochfelder. Auf Holz, Kunststoff und anderen empfindlichen Oberflächen hat sie nichts verloren, weil die Metallborsten dort Kratzer hinterlassen. Für Armaturen und verchromte Flächen bleibt die Nylonbürste die richtige Wahl.
Kann ich mit dem Dampfreiniger Teppich reinigen?
Mit dem Teppichgleiter lässt sich Teppich auffrischen, für eine Grundreinigung reicht das nicht. Kärcher schreibt vor, den Teppich vorher zu saugen, mit schwacher Dampfstufe zu arbeiten, den Dampf höchstens fünf Sekunden auf eine Stelle zu richten und den Gleiter nicht auf hochflorigen Teppichen zu verwenden. Vorher gehört ein Test an einer unauffälligen Stelle dazu.
Was macht die Powerdüse anders als die Punktstrahldüse?
Die Powerdüse wird auf die Punktstrahldüse gesteckt und bündelt den Dampf zu einem noch schärferen Strahl. Kärcher empfiehlt sie für hartnäckige Verschmutzungen und zum Ausblasen von Ecken und Fugen. Grundsätzlich gilt bei beiden Düsen: Je näher die Düse an der Oberfläche ist, desto höher ist die Wirkung, weil Temperatur und Dampfmenge direkt am Austritt am höchsten sind.
Brauche ich für Möbel einen eigenen Aufsatz?
Nein, dafür ist gar kein Aufsatz vorgesehen. Lackierte oder kunststoffbeschichtete Oberflächen wie Küchen- und Wohnmöbel oder Türen sollen laut Kärcher nicht direkt bedampft werden, weil Dampf Wachs, Politur, Beschichtungen und verleimte Kanten lösen kann. Der vorgesehene Weg: Du dampfst ein Tuch kurz mit der Dampfpistole ein und wischst damit über die Fläche.
Passen Aufsätze anderer Hersteller auf meinen Dampfreiniger?
In der Regel nicht. Kärcher, Polti und andere Hersteller verwenden eigene Steckverbindungen und Rohrdurchmesser. Kärcher gibt an, dass das aktuelle Zubehör mit allen aktuellen Geräten der eigenen Reihe kompatibel ist. Nachbau-Zubehör von Drittanbietern gibt es für verbreitete Modelle, dort lohnt der Blick auf die ausdrückliche Kompatibilitätsliste.