Technische Daten
| Modellbezeichnung | Kärcher AD 4 Premium (Bestellnummer 1.629-731.0, EAN 4054278242064) |
|---|---|
| Gerätetyp | Aschesauger mit Trockensaugfunktion, beutellos |
| Nennleistungsaufnahme | 1.000 W |
| Saugleistung | 190 W |
| Unterdruck | 240 mbar |
| Luftmenge | 48 l/s |
| Behältergröße | 17 l |
| Behältermaterial | Metall, Pull-&-Push-Verschlusssystem |
| Filtersystem | einteilige Kassette aus Flachfaltenfilter (Polyester, flammhemmend) und Metall-Grobschmutzfilter, dazu Abluftfilter |
| Filterabreinigung | ReBoost, per Knopfdruck bei geschlossenem Behälter |
| Saugschlauch | 1,7 m, ummanteltes Metall |
| Saugrohre | 2 Stück à 0,5 m, Edelstahl, Nennweite 35 mm |
| Bodendüse | flammhemmend, für Hartböden |
| Handrohr | abgeschrägt, für Ecken im Brennraum |
| Anschlusskabel | 4 m |
| Aktionsradius | ca. 7 m (Kabel, Schlauch und Rohre zusammengerechnet) |
| Maximale Aschetemperatur | 40 °C (laut Datenblatt testberichte.de) |
| Blasfunktion | keine |
| Nasssaugen | nicht zulässig |
| Schalldruckpegel | 73 dB(A) |
| Gewicht ohne Zubehör | 5,5 kg |
| Maße (L × B × H) | 365 × 330 × 565 mm |
| Ausstattung | Transportrollen, stoßfester Umlaufschutz, Haltegriff am Behälter, Anlehn- und Parkposition, Kabelhaken, Zubehöraufbewahrung, Ablagefläche für Kleinteile |
| Farbe | Schwarz/Gelb |
| Markteinführung | 2017 |
| Unverbindliche Preisempfehlung | 154,99 € |
| Fachtest-Urteile | testberichte.de 1,6 (gut) aus 3 Tests; selbst ist der Mann 12/2017 „gut" (4 von 5 Punkten); zwei weitere Tests ohne Endnote |
| Kundenbewertung | 4,4 von 5 Sternen aus 5.075 Meinungen (testberichte.de, Quelle Amazon.de) |
Unsere Rezension
Der AD 4 Premium ist Kärchers größerer der beiden kabelgebundenen Aschesauger und deckt zwei Aufgaben ab: kalte Asche aus Kaminöfen, Pelletöfen und Grills sowie groben Trockenschmutz in Keller, Garage und Werkstatt. Die Besonderheit gegenüber einem normalen Staubsauger liegt im Material: Behälter, Schlauch und Düsen sind aus Metall oder flammhemmendem Kunststoff, der Handgriff hat einen elektrostatischen Schutz. Dazu kommt eine Filterabreinigung per Knopfdruck, die bei Asche der entscheidende Komfortpunkt ist. Grundlage der Einordnung sind die Kärcher-Produktseite mit vollständiger Datentabelle, die Datenblätter und Testzusammenfassungen von testberichte.de sowie der Vergleich mit dem kleineren AD 2.
Das spricht dafür
- Die Filterabreinigung arbeitet bei geschlossenem Behälter: Du steckst den Schlauch in den Abreinigungsanschluss und drückst dreimal, der Filter wird freigeblasen und die Saugkraft kehrt zurück
- 17 Liter Behältervolumen reichen für mehrere Kaminfüllungen am Stück, ein Kaminofen wirft je Entaschung grob 1 bis 3 Liter Asche ab
- Bodendüse und zwei Edelstahl-Saugrohre gehören zum Lieferumfang, damit ist das Gerät ohne Nachkauf auch Werkstatt- und Kellersauger
- Der Metallbehälter und der metallummantelte Schlauch nehmen dem Gerät die Brandgefahr, die Kunststoffsauger bei Restglut haben
- Der Abluftfilter sitzt als zweite Stufe hinter dem Flachfaltenfilter, Flugasche ist genau die Fraktion, die sonst wieder in den Raum gelangt
- Transportrollen, Anlehn- und Parkposition sowie Zubehöraufbewahrung machen aus dem Sauger ein Gerät, das man neben dem Ofen stehen lassen kann
- Das abgeschrägte Handrohr kommt in die Ecken des Brennraums, ohne dass Du das Rohr verkanten musst
- Die Filterkassette wird in einem Stück entnommen und ausgeklopft, Flachfaltenfilter und Metall-Grobschmutzfilter hängen zusammen
- Mit 113,85 € liegt der Straßenpreis rund 40 Euro unter der UVP von 154,99 €
Das spricht dagegen
- Fachtest-Kritik am Filter: selbst ist der Mann bemängelt in Ausgabe 1/2020, dass der Lamellenfilter recht schnell verstopft und der Behälter dadurch nicht gut gefüllt wird
- Eine Vorabscheidung per Zyklon fehlt, die gesamte Flugasche landet direkt auf dem Faltenfilter
- Nasssaugen ist ausdrücklich nicht zulässig, feuchte Asche oder Kaminruß mit Restfeuchte setzen den Filter sofort zu
- Eine Blasfunktion gibt es nicht, für das Ausblasen des Grills oder der Werkbank brauchst Du ein anderes Gerät
- Der Aktionsradius von rund 7 Metern zwingt bei größeren Kellern zur Verlängerungsschnur, das Kabel misst nur 4 Meter
- Mit 5,5 kg und 56,5 cm Höhe ist der Sauger deutlich sperriger als der AD 2, im kleinen Hauswirtschaftsraum fällt das auf
- Die Leistungsangaben widersprechen sich zwischen Hersteller und Handel: Kärcher nennt 1.000 W Nennleistungsaufnahme und 190 W Saugleistung, Händlertexte und das Datenblatt von testberichte.de führen durchgehend eine 600-Watt-Turbine
- Der Original-Flachfaltenfilter KFI 7420 kostet rund 32 Euro, das sind gut 28 Prozent des Gerätepreises
Warum Asche einen eigenen Sauger braucht
Ein Haushaltsstaubsauger scheitert an Kaminasche gleich an zwei Stellen, und beide sind der Grund für die Existenz dieser Gerätegattung.
Das erste Problem ist die Restglut. Asche isoliert so gut, dass unter einer scheinbar kalten Oberfläche noch Stunden später Glutnester sitzen. In einem Kunststoffbehälter mit Papierbeutel wird daraus ein Schwelbrand im Hauswirtschaftsraum. Der AD 4 Premium hält dagegen: Metallbehälter, metallummantelter Saugschlauch, flammhemmende Bodendüse und Filtermaterial sowie ein Handgriff mit elektrostatischem Schutz.
Das zweite Problem ist die Korngröße. Flugasche ist so fein, dass sie sich als geschlossene Schicht auf ein Filtervlies legt. Ein normaler Staubsauger verliert deshalb nach einem halben Behälter spürbar Saugkraft, und der Rest der Asche geht durch die Abluft zurück in den Raum. Warum das Filterthema bei Asche so dominant ist, ordnet der Ratgeber Aschesauger-Filter ständig verstopft ein.
Kärcher beantwortet beides mit einem einteiligen Filtersystem plus Abreinigung per Knopfdruck. Genau das ist die Funktion, an der sich dieses Gerät im Alltag messen lassen muss.
Die Abreinigung per Knopfdruck: wie ReBoost arbeitet
Am Gehäuse sitzt neben dem normalen Saugstutzen ein zweiter Anschluss mit einer Taste daneben. Der Ablauf dauert zehn Sekunden: Schlauch umstecken, Knopf dreimal drücken, Schlauch zurückstecken.
Technisch nutzt das Gerät dabei die eigene Saugströmung, um den Flachfaltenfilter von der Reinseite her freizublasen. Die abgelöste Asche fällt zurück in den Behälter, der dabei geschlossen bleibt. Das ist der praktische Kern: Du musst den Behälter nicht öffnen, um die Saugkraft wiederherzustellen, und genau das Öffnen ist bei Asche der Moment, in dem eine Staubwolke entsteht.
Das Filtersystem selbst ist einteilig. Flachfaltenfilter aus flammhemmendem Polyester und Metall-Grobschmutzfilter sitzen in einer Kassette, die sich mit einem Griff entnehmen und ausklopfen lässt. Dahinter sitzt zusätzlich ein Abluftfilter, der die feinste Fraktion abfängt, bevor die Luft zurück in den Raum geht. Die Wege für die gründliche Reinigung, also Ausklopfen, Ausblasen und Auswaschen, stehen im Ratgeber Aschesauger-Filter reinigen.
Eine Grenze bleibt: Eine Vorabscheidung per Zyklon hat das Gerät nicht. Die gesamte Flugasche trifft direkt auf den Faltenfilter, die Abreinigung verlängert nur das Intervall, bis Du ihn in die Hand nehmen musst.
40 Grad: die wichtigste Zahl auf dem Datenblatt
Die maximale Aschetemperatur von 40 °C ist der Wert, der über Sicherheit und Filterstandzeit gleichzeitig entscheidet.
Für die Sicherheit heißt das: mindestens 24 Stunden nach dem letzten Abbrand warten, bei einem großen Grundofen oder einem Speicherofen eher 48. Die Oberfläche einer Ascheschicht fühlt sich lange vor ihrem Kern kalt an. Die flammhemmenden Materialien des AD 4 Premium sind ein Sicherheitsnetz für den Fall, dass eine einzelne Partikel übersehen wurde. Die Temperaturgrenze bleibt davon unberührt.
Für den Filter heißt es etwas anderes: Warme Asche ist fast immer feuchte Asche. Beim Abkühlen zieht sie Luftfeuchtigkeit, und feuchte Asche haftet am Filtervlies, statt sich abklopfen zu lassen. Wer zu früh saugt, hat nach einer Behälterfüllung einen dichten Filter, den auch die Abreinigungstaste nicht mehr rettet.
Genau hier liegt die Erklärung für die Kritik aus dem Fachtest weiter unten: Ein schnell verstopfender Faltenfilter ist bei diesem Gerätetyp fast immer ein Feuchtigkeitsproblem.
17 Liter, 7 Meter, 5,5 Kilogramm: die Alltagsmaße
Drei Zahlen entscheiden darüber, wie oft Du beim Arbeiten unterbrichst.
Der 17-Liter-Behälter klingt großzügig und ist es auch. Ein Kaminofen wirft je Entaschung grob 1 bis 3 Liter Asche ab, abhängig von Holzart und Abbrandmenge. Du saugst damit etwa sechs bis zehn Ofenfüllungen, bevor geleert werden muss. Der Behälter öffnet über ein Pull-&-Push-Verschlusssystem, ein Haltegriff am Behälter sorgt fürs Entleeren ohne Schmutzkontakt.
Der Aktionsradius von rund 7 Metern setzt sich aus 4 Metern Kabel, 1,7 Metern Schlauch und zweimal 0,5 Metern Saugrohr zusammen. Für den Weg von der Steckdose zum Kaminofen reicht das in den meisten Wohnzimmern. Für eine Garage mit einer einzigen Steckdose am Tor wird es knapp, dort gehört eine Verlängerungsschnur dazu.
5,5 Kilogramm ohne Zubehör sind für ein Gerät dieser Bauart normal, machen es aber sperrig: 365 × 330 × 565 Millimeter füllen ein gutes Stück Abstellkammer. Transportrollen und ein stoßfester Umlaufschutz gleichen das teilweise aus, weil Du den Sauger rollen statt tragen kannst und er beim Anstoßen am Türrahmen keine Kerbe hinterlässt.
Der Zweitnutzen: Trockensauger für Keller und Werkstatt
Der Unterschied zwischen “Aschesauger” und “Asche- und Trockensauger” steckt bei diesem Modell buchstäblich im Karton.
Kärcher legt zwei Edelstahl-Saugrohre à 0,5 Meter und eine flammhemmende Bodendüse bei. Damit steht ein vollwertiger Trockensauger für Hartböden bereit, ohne dass Du Zubehör nachkaufen musst. Das ist der Grund, warum dieses Gerät bei Kaminbesitzern häufig zwei Aufgaben übernimmt: Asche in der Heizsaison, Sägespäne und Bohrstaub im Rest des Jahres.
Die Fachtests greifen genau diesen Punkt auf. Das Magazin selbst ist der Mann hebt in Ausgabe 12/2017 hervor, dass das Gerät “dank Zubehör auch als Trockensauger für Hartböden” funktioniert, und nennt als Schwäche allein das fehlende Nasssaugen.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Nasssaugen ist ausdrücklich nicht zulässig, der Sauger ist kein Nass-Trockensauger der WD-Reihe. Und eine Blasfunktion fehlt, für das Ausblasen von Grillrost oder Werkbank brauchst Du ein anderes Werkzeug.
Was die Fachtests sagen, und was sich widerspricht
Die Datenlage zu diesem Gerät ist für die Preisklasse ungewöhnlich breit, weil es seit 2017 am Markt ist.
testberichte.de vergibt 1,6 (gut) und stützt sich dabei auf drei Tests. Als Stärken nennt die Redaktion gute Saugleistung, einfachen Filteraustausch sowie ein kompaktes und flexibles Gerät, als einzige Schwäche den hohen Preis. Dazu kommen 5.075 Kundenmeinungen mit 4,4 von 5 Sternen, eine Stichprobe dieser Größe zeigt verlässlich, dass es kein verbreitetes Serienproblem gibt.
Die drei zugrunde liegenden Tests fallen unterschiedlich aus:
| Quelle | Erschienen | Urteil | Kernaussage |
|---|---|---|---|
| selbst ist der Mann 12/2017 | 17.11.2017 | „gut” (4 von 5) | kompakt und wendig, 7 m Reichweite, Filterreinigung, auch Trockensauger; Schwäche: kein Nasssauger |
| Test ohne Magazin-Endnote | 17.11.2018 | ohne Endnote | hochwertige Verarbeitung, sehr gute Reinigungsleistung, gute Filterung |
| selbst ist der Mann 1/2020 | 13.12.2019 | ohne Endnote | Lamellenfilter verstopft recht schnell, Behälter dadurch nicht gut gefüllt, Reinigung eine dreckige Angelegenheit |
Die Kritik aus 1/2020 ist der ehrlichste Punkt in dieser Sammlung und deckt sich mit der Physik der Gerätegattung: Ohne Zyklon-Vorabscheidung trägt der Faltenfilter die gesamte Flugasche. Wer die Abreinigungstaste konsequent während des Saugens nutzt und nur trockene, kalte Asche aufnimmt, verschiebt das Problem deutlich nach hinten. Der Ratgeber Aschesauger ohne Filter ordnet ein, was eine Zyklonstufe tatsächlich leistet.
Ein Widerspruch in den Leistungsangaben gehört offengelegt: Die Kärcher-Datentabelle nennt 1.000 W Nennleistungsaufnahme und 190 W Saugleistung, während das Datenblatt von testberichte.de und praktisch alle Händlertexte von einer 600-Watt-Turbine sprechen. Vergleichbar sind ohnehin nur Unterdruck (240 mbar) und Luftmenge (48 l/s), und diese beiden Werte nennt allein der Hersteller. Kleinere Abweichungen gibt es auch beim Gewicht, 5,5 kg laut Kärcher gegen 5,3 kg im Datenblatt, und beim Geräusch, 73 dB(A) laut Kärcher gegen 80 dB in einer Händlerlistung.
Wo der AD 4 Premium spart
Drei Punkte fehlen diesem Gerät, und alle drei sind bewusste Einordnungen im Sortiment.
Kein Zyklon. Geräte mit Fliehkraft-Vorabscheidung trennen die grobe Fraktion ab, bevor die Luft den Filter erreicht. Kärcher setzt stattdessen auf die Abreinigungstaste. Das ist die einfachere Lösung und funktioniert, verlangt aber Mitarbeit.
Kein Nasssaugen. Wer Asche und Wasser in einem Gerät braucht, landet bei der WD-Reihe, die dann allerdings die flammhemmenden Materialien nicht mitbringt.
Keine feinere Filterstufe als Standard. Der Abluftfilter fängt viel ab, eine ausgewiesene HEPA-Stufe oder eine Staubklasse nach EN 60335-2-69 hat das Gerät nicht. Für gelegentliche Kaminasche reicht das, bei einem Pelletofen als Hauptheizung oder mit Allergikern im Haushalt lohnt der Blick in den Ratgeber Aschesauger mit HEPA-Filter.
Alternativen im Vergleich
Kärchers Aschesauger-Reihe besteht aktuell aus drei Geräten. Zwei davon sind auf dieser Seite einzeln besprochen.
| Gerät | Behälter | Schlauch | Saugleistung | Zubehör | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kärcher AD 4 Premium (dieses Modell) | 17 l Metall | 1,7 m | 190 W | Bodendüse, 2 Edelstahlrohre, Rollen | ab ca. 114 € | 4,1 / 5 |
| Kärcher AD 2 | 14 l Metall | 1,2 m | 190 W | nur Schlauch und Filter | ab ca. 100 € | 3,6 / 5 |
Das dritte Gerät der Reihe ist der AD 2 Battery auf der 18-Volt-Akkuplattform. Er ist mit 3,9 Kilogramm der leichteste der drei und braucht keine Steckdose, was im Garten am Grill der entscheidende Vorteil ist. Der Preis dafür steht im Datenblatt: 45 W Saugleistung und 95 mbar Unterdruck sind rund ein Viertel der Kabelgeräte, dazu kommen 13 bis 25 Minuten Laufzeit je Akkuladung. Das Set kostet aktuell rund 174 Euro und ist damit das teuerste Gerät der Reihe.
Zwischen AD 4 Premium und AD 2 entscheidet weniger der Behälter als das Zubehör. Die 14 Euro Aufpreis kaufen Bodendüse, zwei Edelstahlrohre, einen 50 Zentimeter längeren Schlauch und Transportrollen. Wer den Sauger ausschließlich am Kaminofen einsetzt, braucht davon wenig. Wer ihn auch im Keller oder in der Werkstatt haben will, bekommt beim AD 4 Premium das deutlich bessere Verhältnis.
Fazit: für wen der AD 4 Premium passt
Der Kärcher AD 4 Premium ist die richtige Wahl für Haushalte mit regelmäßig genutztem Kamin- oder Pelletofen, die den Sauger im Sommer auch in Keller, Garage oder Werkstatt einsetzen wollen. Für rund 114 Euro bekommst Du einen 17-Liter-Metallbehälter, eine Filterabreinigung, die den Behälter geschlossen lässt, einen Abluftfilter als zweite Stufe und mit Bodendüse plus Edelstahlrohren ein komplettes Trockensauger-Zubehör. Die Verarbeitung aus Metall und flammhemmendem Material ist bei Asche die Grundlage dafür, dass ein übersehenes Glutnest folgenlos bleibt.
Zwei Gruppen sind woanders besser aufgehoben. Wer nur eine kleine Feuerstelle entascht und kein Trockensaugzubehör braucht, spart mit dem AD 2 Geld und vor allem Stellfläche. Und wer Asche mit Restfeuchte oder nasse Verschmutzungen aufnehmen will, braucht einen Nass-Trockensauger, weil das dem AD 4 Premium ausdrücklich verboten ist. Für alle anderen zählt eine Regel mehr als jedes technische Datum: mindestens 24 Stunden Abkühlzeit vor dem Saugen, und die Abreinigungstaste schon während der Arbeit nutzen statt erst danach.
Häufige Fragen
Darf ich mit dem AD 4 Premium noch warme Asche saugen?
Nein. Das Datenblatt nennt 40 Grad als maximale Aschetemperatur, und diese Grenze ist ernst gemeint. Die flammhemmenden Materialien sind eine zweite Sicherheitsebene für den Fall, dass eine einzelne Glutnest-Partikel übersehen wurde. Als Faustregel gilt: Nach dem letzten Abbrand mindestens 24 Stunden warten, bei einem großen Grundofen eher 48. Asche isoliert hervorragend und hält Glut darunter länger heiß, als die Oberfläche vermuten lässt.
Wie funktioniert die Filterabreinigung genau?
Am Gehäuse sitzt neben dem Saugstutzen ein zweiter Anschluss mit einem Knopf daneben. Du steckst den Saugschlauch dort hinein und drückst den Knopf dreimal. Das Gerät nutzt die eigene Saugkraft, um den Flachfaltenfilter von der Reinseite her freizublasen, die gelöste Asche fällt zurück in den Behälter. Der Behälter bleibt dabei zu. Kärcher nennt das ReBoost, und es ist der Grund, warum das Gerät über einen längeren Einsatz Saugkraft hält.
Reichen 17 Liter für eine Heizsaison?
Für eine ganze Saison nicht, für mehrere Entaschungen am Stück schon. Ein Kaminofen wirft je nach Holzart und Abbrand grob 1 bis 3 Liter Asche pro Entaschung ab, ein Pelletofen mit Aschekasten weniger. Damit kommst Du auf etwa sechs bis zehn Ofenfüllungen, bevor der Behälter voll ist. Wichtig ist die Füllstandsmarke: Ein bis obenhin gefüllter Behälter drückt die Asche in den Filter.
Kann ich den AD 4 Premium auch als normalen Staubsauger nutzen?
Als Trockensauger für Hartböden ja, als Wohnungsstaubsauger eher nicht. Im Lieferumfang liegen eine flammhemmende Bodendüse und zwei Edelstahl-Saugrohre mit 35 Millimeter Nennweite, damit saugst Du Keller, Garage, Werkstatt und die Fläche vor dem Ofen. Für Teppich fehlt eine Bürstwalze, und mit 73 dB(A) und 5,5 Kilogramm ist das Gerät für die tägliche Wohnungsreinigung zu laut und zu sperrig.
Was unterscheidet den AD 4 Premium vom AD 2?
Drei Dinge: Der Behälter fasst 17 statt 14 Liter, der Schlauch ist 1,7 statt 1,2 Meter lang, und im Karton liegen Bodendüse plus zwei Edelstahl-Saugrohre, die dem AD 2 komplett fehlen. Dazu kommen Transportrollen, eine Parkposition und ein stoßfester Umlaufschutz. Bei Saugleistung (190 W) und Filtersystem sind beide Geräte gleich. Der Preisunterschied liegt bei rund 14 Euro.
Wie oft muss ich den Filter reinigen oder tauschen?
Ausklopfen gehört nach jedem Einsatz dazu, die Abreinigungstaste nutzt Du besser schon währenddessen. Eine gründliche Reinigung mit Druckluft oder Wasser lohnt alle fünf bis zehn Behälterfüllungen. Getauscht wird der Flachfaltenfilter erst, wenn das Vlies mechanisch beschädigt ist oder sich die Falten dauerhaft zugesetzt haben. Bei sauberer Pflege hält er mehrere Heizsaisons.
Was kostet der AD 4 Premium im Unterhalt?
Der Original-Flachfaltenfilter KFI 7420 liegt bei rund 32 Euro, der Abluftfilter mit der Nummer 2.863-262.0 bei etwa 7,50 Euro. Beide sind reinigbar und keine Verbrauchsartikel im engeren Sinn. Beutel braucht das Gerät nicht, es arbeitet beutellos. Wer nur die Heizsaison über saugt, kommt damit auf Folgekosten von deutlich unter 10 Euro im Jahr.
Kann ich mit dem Gerät Kaminruß aus dem Ofenrohr saugen?
Aus dem Brennraum und vom Ofenrohr-Boden ja, sobald alles kalt und trocken ist. Die Reinigung des Schornsteins selbst bleibt Sache des Schornsteinfegers, und feuchter Glanzruß gehört generell nicht in einen Aschesauger: Er verklebt den Faltenfilter in einem einzigen Durchgang. Trockene, staubige Rußschichten sind dagegen genau das, wofür das Filtersystem gebaut ist.
Braucht der AD 4 Premium einen HEPA-Filter?
Für gelegentliche Kaminasche im Privathaushalt genügt die vorhandene Kombination aus Flachfaltenfilter und Abluftfilter. Sinnvoll wird eine feinere Stufe, wenn ein Pelletofen als Hauptheizung läuft oder Allergiker im Haushalt leben. Entscheidend ist dabei weniger die Filterklasse als die Dichtheit des Gehäuses, weil Flugasche jeden Spalt findet.
Ist das Gerät noch aktuell?
Es ist seit 2017 auf dem Markt und steht weiter im aktuellen Kärcher-Sortiment mit eigener Produktseite und vollständiger Datentabelle. Die Aschesauger-Reihe umfasst derzeit genau drei Geräte: AD 2, AD 2 Battery und AD 4 Premium. Eine lange Modelllaufzeit ist bei dieser Gerätegattung eher ein Vorteil, weil Filter und Ersatzteile breit verfügbar sind.