Technische Daten
| Modellbezeichnung | DEEBOT mini BLUE EU (DJX11) |
|---|---|
| Gerätetyp | Saug-Wisch-Roboter mit Omni-Station |
| Saugkraft | 9.000 Pa (Herstellerangabe) |
| Maße Roboter | Ø 268 × 99,8 mm laut Datenblatt (Produktbeschreibung nennt 28,6 cm Breite) |
| Höhe der Station | 38,5 cm |
| Navigation | LDS-Laser, TrueMapping 2.0 |
| Hinderniserkennung | nach vorn gerichtete Linienlaser, Kantenabstands- und Absturzsensoren |
| Kartierung | 100 m² in 6 Minuten (Herstellerangabe) |
| Reinigungsmodi | Saugen, Wischen, Saugen und Wischen |
| Wischsystem | OZMO Turbo 2.0, zwei rotierende Hochdruckplatten |
| Hauptbürste | ZeroTangle 2.0, dreifache V-Struktur mit Kammzähnen |
| Teppicherkennung | Ja |
| Überwindbare Hindernishöhe | 17 mm |
| Staubbehälter im Roboter | 150 ml |
| Stationsfunktionen | Absaugen in Staubbeutel, Moppwäsche, Warmlufttrocknung, Wasser nachfüllen |
| Moppwäsche mit Warmwasser | Nein (laut Datenblatt) |
| Mopp-Trocknung | Heißluft 45 °C |
| Frischwassertank | 2,6 Liter (abnehmbar) |
| Schmutzwassertank | 1,7 Liter |
| Akku | Lithium-Ionen, 3.200 mAh, 16,6 V (rund 53 Wh) |
| Laufzeit | bis 150 Minuten (leiser Modus, nur Saugen) |
| Lautstärke Reinigung | 55 dB |
| Lautstärke Absaugvorgang | 70 dB |
| Steuerung | Ecovacs-Home-App, Sprachassistenten |
| UVP | 499 € |
Unsere Rezension
Der Deebot Mini ist Ecovacs Antwort auf ein Platzproblem: Omni-Stationen bauen normalerweise 50 Zentimeter und höher, diese hier bleibt bei 38,5 Zentimetern und behält Absaugung, Moppwäsche und Warmlufttrocknung. Bezahlt wird das mit der Saugkraft, denn 9.000 Pa sind der niedrigste Wert im aktuellen Ecovacs-Programm. Grundlage dieser Einordnung sind das Ecovacs-Datenblatt, die Produktangaben des Herstellers, die Händlerlistungen und der Vergleich innerhalb der Serie.
Das spricht dafür
- Mit 38,5 cm die flachste Omni-Station im Ecovacs-Programm, damit auch unter Wandschränken und in Nischen aufstellbar
- Volle Stationsausstattung trotz der Baugröße: Absaugen in einen Beutel, Moppwäsche, Warmlufttrocknung mit 45 °C, Wasser nachfüllen
- Zwei rotierende Wischplatten mit Anpressdruck, das wirksamere Prinzip gegenüber geschleppten Wischtüchern
- 55 dB im Betrieb: der niedrigste Lautstärkewert der aktuellen Ecovacs-Modelle
- Straßenpreis rund 230 bis 260 € für eine Ausstattung, die sonst ab etwa 350 € beginnt
- Frischwassertank abnehmbar, 2,6 Liter reichen für mehrere Wischläufe
Das spricht dagegen
- Die Station wäscht die Mopps laut Datenblatt ohne Warmwasser, bei der T50-Serie sind 75 °C ausdrücklich ausgewiesen
- 9.000 Pa sind rund ein Drittel des Werts, den Ecovacs für die eigene Mittelklasse angibt
- Hinderniserkennung arbeitet mit Linienlasern ohne Kamera, flache Gegenstände wie Kabel und Socken erkennt sie schlechter
- 99,8 mm Bauhöhe wegen des LiDAR-Turms: unter flache Möbel kommt der Roboter nicht
- Ecovacs weist weder Beutelvolumen der Station noch Ladezeit oder Roboter-Gewicht aus
- Widersprüchliche Maßangaben: Datenblatt 26,8 cm Durchmesser, Produktbeschreibung und Handel nennen 28,6 cm
Die Station ist das eigentliche Produkt
Omni-Stationen leisten viel: Sie saugen den Staubbehälter des Roboters in einen Beutel ab, waschen die Wischpads, trocknen sie und füllen Frischwasser nach. Dafür brauchen sie Platz, und zwar in der Höhe. Typische Vertreter dieser Klasse bauen zwischen 45 und 58 Zentimetern, weil Beutelkammer, zwei Wassertanks und Waschwanne übereinander liegen.
Der Deebot Mini bleibt bei 38,5 Zentimetern und behält alle vier Funktionen. Das klingt nach wenig Unterschied und entscheidet in der Praxis über den Stellplatz. Unter einem Wandschrank in der Küche sind oft 40 bis 45 Zentimeter frei, in einer Garderobennische ähnlich viel. Genau dort passt diese Station hin, während die Konkurrenz in den Flur wandert und dort sichtbar bleibt.
Der Roboter selbst ist ebenfalls kompakt, und hier weichen die Angaben auseinander: Die Spezifikationstabelle nennt 268 Millimeter Durchmesser, die Produktbeschreibung von Ecovacs und die Händlerlistungen sprechen von 28,6 Zentimetern Breite. Wir geben beide Werte an, weil sich der Widerspruch aus den Quellen nicht auflösen lässt. Für die Planung ist die Höhe der wichtigere Wert, und die ist mit 99,8 Millimetern eindeutig.
Was Ecovacs offen lässt: Breite und Tiefe der Station stehen in keiner Quelle, ebenso wenig das Volumen des Staubbeutels. Bei dieser Bauhöhe bleibt für die Beutelkammer wenig Raum, ein Vergleich mit den 3 Litern des Deebot T30e Omni ist deshalb kaum realistisch. Rechne mit häufigeren Beutelwechseln als bei den großen Stationen.
9.000 Pa: wo die Grenze liegt
Ecovacs gibt die Saugkraft mit 9.000 Pa an. Innerhalb des eigenen Programms ist das der Schlusspunkt: Der T50 Omni Gen2 steht bei 21.000 Pa, der T30e Omni bei 25.000 Pa, die aktuelle T90-Serie nennt sogar 30.000 Pa.
Pascal beschreibt den Unterdruck am Gebläse unter Herstellerbedingungen. Eine genormte Messung dafür gibt es bei Saugrobotern nicht, weshalb Zahlen nur innerhalb einer Marke vergleichbar sind. Innerhalb von Ecovacs ist die Aussage aber klar.
Praktisch heißt das: Auf Hartboden, Fliesen, Vinyl und Laminat reichen 9.000 Pa. Dort liegt der Schmutz obenauf, und die Bürste schiebt ihn zur Absaugöffnung. Auf Kurzflorteppich fehlt die Reserve, die Sand und feinen Staub aus der Faserbasis holt. Bei Hochflor wird es zusätzlich zur Frage der Antriebsleistung, weil der Roboter dort erst einmal fahren muss. Woran das im Zweifel scheitert, steht im Ratgeber Saugroboter fährt nicht auf Teppich; welche Teppiche empfindlich auf Bürste und Feuchtigkeit reagieren, klärt Saugroboter macht Teppich kaputt.
Zur Saugkraft gehört die Kehrseite: 55 dB sind der niedrigste Lautstärkewert der aktuellen Ecovacs-Modelle, ein T30e Omni liegt bei 64,6 dB. Wer den Roboter abends laufen lässt, während im Nebenzimmer jemand liest, merkt diesen Unterschied deutlicher als die fehlenden Pascal. Nur der Absaugvorgang in der Station ist mit 70 dB kurz laut.
Zwei rotierende Wischplatten statt Schleppmopp
Beim Wischen greift Ecovacs zum besseren Prinzip. Das OZMO-Wischsystem Turbo 2.0 arbeitet mit zwei rotierenden Platten, die mit Anpressdruck über den Boden fahren. Der Unterschied zu einem geschleppten Wischtuch ist mechanisch: Ein Tuch verteilt Feuchtigkeit und nimmt gelösten Schmutz auf, eine drehende Platte bringt zusätzlich Reibung ein und löst damit angetrocknete Flecken überhaupt erst.
Ecovacs beschreibt den Ablauf als fünfstufige Reinigung und nennt den Anpressdruck nicht in Newton, was den Vergleich mit anderen Modellen verhindert. Die Bauart selbst ist die Aussage: Rotierende Doppelplatten sind in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Welche Systeme es sonst gibt und wo ihre Stärken liegen, ordnet der Ratgeber Wischroboter: Walze oder Mopp ein.
Die Wischpads hängen fest an ihren Platten. Ein Anheben für Teppich weist Ecovacs nicht aus, wohl aber eine Teppicherkennung. Praktisch bedeutet das: Teppichflächen gehören in der App als Sperrzone markiert, sobald du den Wischmodus nutzt.
Wo Ecovacs spart: die Moppwäsche bleibt kalt
Der deutlichste Sparpunkt steht als klares Nein im Datenblatt. Bei Warmwasser-Moppreinigung trägt der Deebot Mini den Wert “Nein” ein. Gewaschen wird mit kaltem Wasser, warm ist nur die anschließende Trocknung mit 45 °C.
Diese Trennung ist wichtiger, als sie klingt. Die Warmlufttrocknung erledigt den Job, für den sie da ist: Sie verhindert, dass feuchte Pads in der Station vor sich hin gären. Der typische Muffelgeruch bei Wischrobotern entsteht aus stehender Feuchtigkeit, und dagegen hilft Trocknung zuverlässig. Was in den Ursachen sonst noch steckt, steht im Ratgeber Wischroboter stinkt beim Wischen.
Heißes Waschwasser leistet etwas anderes: Es löst Fett. Auf einem Küchenboden mit Spritzern vom Kochen bleibt bei kalter Wäsche ein Teil des Fetts im Pad, wandert in den Schmutzwassertank und setzt sich dort ab. Die T50-Serie bewirbt an dieser Stelle ausdrücklich 75 °C. Wer überwiegend Wohnräume wischt, merkt den Unterschied wenig. Wer die Küche zum Hauptrevier macht, plant den Pad-Wechsel öfter ein.
Zweiter Sparpunkt ist die Hinderniserkennung. Der Mini kombiniert LDS-Laser mit nach vorn gerichteten Linienlasern. Das ergibt eine präzise Karte und einen sauberen Abstand zu Möbeln. Eine Kamera mit Objekterkennung, bei Ecovacs unter der Bezeichnung AIVI geführt, gibt es hier nicht. Flache Objekte am Boden sind die Schwachstelle jedes reinen Lasersystems: Ladekabel, Socken und Tierspielzeug liegen unter der Höhe, die ein Linienlaser sauber auflöst. Ein aufgeräumter Boden vor dem Start löst das Problem, kostet aber genau die Bequemlichkeit, für die man einen Roboter kauft. Für Haushalte mit Hund kommt ein zweites Risiko dazu, das der Ratgeber Hundekot im Saugroboter behandelt.
Die Haar-Konstruktion: ZeroTangle 2.0
An der Hauptbürste sitzt die Technik, die im Alltag am häufigsten über Frust entscheidet. ZeroTangle 2.0 fasst drei Elemente zusammen: Borsten in einem Winkel von 45 Grad, eine V-förmige Spiralbürste, die Haare zur Bürstenmitte zieht, und dort V-förmig angeordnete Kammzähne, die sie abstreifen. Die Haare landen so in der Absaugöffnung statt um die Bürstenachse gewickelt.
Ecovacs gibt an, mit Haaren bis 25 Zentimeter Länge geprüft zu haben, und nennt eine Verwicklung von nahezu null Prozent. Solche Angaben sind Laborwerte und sagen wenig über gemischtes Material aus Haaren, Fusseln und Tierhaaren. Die Geometrie stimmt trotzdem, und sie ist bei einem Gerät dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.
Vollständig wartungsfrei bleibt keine Bürste. Nach einigen Wochen lohnt der Blick auf die seitlichen Lagerstellen, dort sammelt sich Material, das keine Bürstenform wegkonstruiert. Die Seitenbürste hat beim Mini keine eigene Anti-Wickel-Technik, sie bleibt also das Bauteil, das du regelmäßig von Hand befreist.
Was der Akku im Alltag trägt
Der Akku hat 3.200 mAh bei 16,6 Volt, das ergibt rund 53 Wattstunden. Ecovacs nennt bis zu 150 Minuten Laufzeit, gemessen im leisen Modus beim reinen Saugen. Das ist der Bestwert und die günstigste Betriebsart.
Für die Praxis lohnt eine Gegenrechnung: Beim gleichzeitigen Saugen und Wischen arbeiten Gebläse, Wasserpumpe und zwei Wischmotoren, dazu kommt eine höhere Saugstufe. Realistisch bleibt davon deutlich weniger übrig. Für Wohnungen bis etwa 80 Quadratmeter genügt das für einen Durchgang. Bei größeren Flächen ist der begrenzende Faktor ohnehin nicht der Akku, weil der Roboter selbstständig zur Station fährt, nachlädt und die Reinigung fortsetzt.
Die Ladezeit weist Ecovacs nicht aus, was bei diesem Punkt ärgerlich ist: Zusammen mit der Laufzeit ergibt sie erst, wie lange ein unterbrochener Lauf insgesamt dauert. Lässt die Laufzeit nach einigen Jahren spürbar nach, ist das normale Zellalterung. Ob sich ein Tausch lohnt, klärt der Ratgeber Saugroboter-Akku wechseln.
Zur Navigation gehört ein Wert, der die Startphase betrifft: 100 Quadratmeter in 6 Minuten gibt Ecovacs für den Kartierungslauf an. Der erste Lauf ist damit nach einer Viertelstunde erledigt, danach arbeitet der Roboter raumweise nach Plan.
Preis und laufende Kosten
Die UVP steht bei 499 € und ist für die Kaufentscheidung ohne Bedeutung, im Ecovacs-Shop selbst ist das Modell derzeit nicht lieferbar. Im Handel liegt der Roboter zwischen etwa 230 und 260 €. Diese Spanne ist die eigentliche Nachricht dieser Rezension: Eine Station mit Absaugung, Moppwäsche und Warmlufttrocknung beginnt bei Ecovacs ansonsten bei rund 350 €.
Beim Verbrauchsmaterial kommen über das Jahr ungefähr 50 bis 80 € zusammen. Coolblue führt ein Pflegeset mit zwei Seitenbürsten, einer Hauptbürste und drei Filtern für 44,90 € sowie Wischpads im Viererpack für 28,90 €; Ecovacs verkauft ein Ersatzset für 45 € und antibakterielle Staubbeutel separat. Für die Pads empfiehlt Coolblue einen Wechsel alle drei bis sechs Monate. Dass die Station in einen Beutel absaugt statt in einen Behälter, ist dabei ein Vorteil für Allergiker, weil beim Entleeren kein Feinstaub aufgewirbelt wird. Welche Rolle die Filterklasse dabei spielt, ordnet der Ratgeber Staubsauger-Filter für Allergiker ein.
Einordnung gegen die Nachbarmodelle
| Modell | Saugkraft | Bauhöhe | Station | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Deebot Mini (dieses Modell) | 9.000 Pa | 99,8 mm | 38,5 cm hoch, kalte Moppwäsche | ab ca. 262 € |
| Deebot T50 Omni Gen2 | 21.000 Pa | 81 mm | 75 °C Moppwäsche | ab ca. 379 € |
| Deebot T30e Omni | 25.000 Pa | 100,35 mm | 3-l-Beutel, rund 90 Tage | ab ca. 349 € |
| Deebot X9 Pro Omni | 16.600 Pa | 98 mm | Walzenmopp mit Dauerspülung | ab ca. 389 € |
Die Tabelle zeigt den Handel klar: Rund 90 bis 130 € Aufpreis bringen die doppelte bis dreifache Saugkraft und heiße Moppwäsche. Sie bringen aber auch eine Station, die 10 bis 20 Zentimeter höher baut. Beim T50 Omni Gen2 kommt als eigenes Argument die flache Bauform des Roboters mit 81 Millimetern dazu.
Fazit: für wen der Deebot Mini passt
Der Deebot Mini ist die richtige Wahl, wenn dein Zuhause überwiegend Hartboden hat und der Stellplatz niedrig ist. Für eine Küchennische unter dem Hängeschrank oder eine flache Garderobe gibt es im Ecovacs-Programm derzeit keine Alternative mit vollständiger Omni-Station. Dass er dabei mit 55 dB der leiseste aktuelle Deebot ist, macht ihn zusätzlich zum passenden Gerät für kleine Wohnungen, in denen man während des Laufs anwesend ist. Zum Straßenpreis von rund 260 € ist die Ausstattung für diese Klasse ungewöhnlich vollständig.
Weniger passend ist er bei viel Teppich und bei fettigen Küchenböden. 9.000 Pa lassen auf Kurzflor Sand zurück, und die kalte Moppwäsche kommt gegen Fett nur begrenzt an. Wer beides braucht, findet im Deebot T50 Omni Gen2 die deutlich stärkere Kombination und zahlt dafür rund 120 € mehr plus zusätzliche Stationshöhe. Wer Kabel und Kleinteile dauerhaft auf dem Boden liegen hat, sollte zu einem Modell mit Kamera-Hinderniserkennung greifen.
Häufige Fragen
Wie klein ist die Station des Ecovacs Deebot Mini wirklich?
Ecovacs gibt die Höhe mit 38,5 Zentimetern an und nennt sie die kleinste Omni-Station der Marke. Zum Vergleich: Vergleichbare Stationen mit Absaugung und Moppwäsche liegen meist zwischen 45 und 58 Zentimetern. Die 38,5 Zentimeter entscheiden darüber, ob die Station unter einen Wandschrank, in eine Garderobennische oder unter ein Sideboard passt. Breite und Tiefe weist Ecovacs nicht aus, plane deshalb den Stellplatz nach dem Roboter-Durchmesser plus Rangierraum.
Wie stark saugt der Deebot Mini?
Das Datenblatt nennt 9.000 Pa. Innerhalb des Ecovacs-Programms ist das der niedrigste Wert: Der T50 Omni Gen2 kommt auf 21.000 Pa, der T30e Omni auf 25.000 Pa. Auf Hartboden und Fliesen reichen 9.000 Pa für Staub, Krümel und Haare aus, weil dort die Bürste die Arbeit macht. Auf Kurzflorteppich fehlt die Reserve, die tief zwischen den Fasern sitzenden Sand herausholt.
Wäscht die Station die Wischpads mit heißem Wasser?
Nein. Im Datenblatt steht bei "Warmwasser-Moppreinigung" ausdrücklich "Nein". Gewaschen wird mit kaltem Wasser aus dem Frischwassertank, warm ist nur die Trocknung mit 45 °C. Bei fettigen Küchenböden ist das der spürbarste Unterschied zur T50-Serie, die mit 75 °C wäscht. Für Staub, Straßenschmutz und Tierhaare genügt kalte Wäsche, solange die Trocknung läuft.
Wie lange läuft der Akku und wie groß ist die Fläche?
Der Akku hat 3.200 mAh bei 16,6 Volt, das entspricht rund 53 Wattstunden. Ecovacs nennt bis zu 150 Minuten im leisen Modus beim reinen Saugen. Rechne für gleichzeitiges Saugen und Wischen in mittlerer Stufe mit deutlich weniger. Für Wohnungen bis etwa 80 Quadratmeter genügt das in einem Durchgang, bei größeren Flächen kehrt der Roboter zur Station zurück, lädt nach und macht dort weiter, wo er aufgehört hat.
Kommt der Deebot Mini über Türschwellen?
Ecovacs gibt 17 Millimeter überwindbare Hindernishöhe an. Damit schafft er flache Übergangsprofile zwischen Räumen und dünne Teppichkanten. Höhere Holzschwellen, wie sie in Altbauten üblich sind, bleiben eine Grenze. Miss die höchste Schwelle in deiner Wohnung nach, bevor du auf einen Durchgang durch die ganze Etage planst.
Was bedeutet ZeroTangle 2.0 beim Deebot Mini?
ZeroTangle 2.0 ist Ecovacs Bezeichnung für eine Hauptbürste mit dreifacher V-Struktur: schräg im 45-Grad-Winkel angeordnete Borsten, eine V-förmige Spiralbürste, die Haare zur Mitte zieht, und V-förmig angeordnete Kammzähne, die sie dort abstreifen. Ecovacs gibt an, mit Haaren bis 25 Zentimeter Länge getestet zu haben. Für Haushalte mit langen Haaren oder Hund ist das die relevanteste Konstruktion am ganzen Gerät, weil sie das wöchentliche Freischneiden der Bürste erspart.
Wie gut erkennt der Deebot Mini Hindernisse?
Die Navigation läuft über einen LDS-Laser im Turm, ergänzt um nach vorn gerichtete Linienlaser und Kantenabstandssensoren. Damit kartiert er zuverlässig und umfährt Möbelbeine, Türrahmen und Stuhlbeine. Eine Kamera mit Objekterkennung fehlt, wie sie teurere Ecovacs-Modelle unter dem Namen AIVI führen. Flache Gegenstände am Boden, also Ladekabel, Socken und Tierspielzeug, erkennt ein reines Lasersystem schlechter. Räum den Boden vor dem Lauf frei, dann fällt der Unterschied kaum auf.
Welche laufenden Kosten fallen an?
Verbrauchsmaterial sind Staubbeutel für die Station, Wischpads, Filter sowie Haupt- und Seitenbürsten. Coolblue führt ein Pflegeset mit zwei Seitenbürsten, einer Hauptbürste und drei Filtern für 44,90 € sowie Wischpads im Viererpack für 28,90 €, bei Ecovacs kostet das Ersatzset 45 €. Die Pads empfiehlt Coolblue alle drei bis sechs Monate zu wechseln. Über ein Jahr gerechnet landest du damit bei ungefähr 50 bis 80 € zusätzlich.
Passt der Roboter unter Möbel?
Der LiDAR-Turm bringt den Roboter auf 99,8 Millimeter Bauhöhe. Unter Betten und Sofas mit mindestens 11 Zentimetern Bodenfreiheit kommt er, unter flache Sideboards und Waschtische nicht. Wer diese Flächen mitreinigen lassen will, braucht einen Roboter mit versenktem Laser wie den T50 Omni Gen2 mit 81 Millimetern.
Lohnt sich der Preis von rund 260 Euro?
Die UVP von 499 € spielt keine Rolle, real bewegt sich der Roboter zwischen etwa 230 und 260 €. Für dieses Geld bekommst du eine vollständige Omni-Station, die sonst erst ab etwa 350 € beginnt. Der Aufpreis auf ein Mittelklasse-Modell bringt vor allem mehr Saugkraft und Warmwasser-Moppwäsche. Bleibt dein Zuhause überwiegend Hartboden und ist der Stellplatz niedrig, ist der Mini die passendere Wahl.