Saugroboter mit Wischfunktion · Ecovacs

Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone (Saugroboter mit Wischfunktion)

  • OmniCyclone-Station ohne Staubbeutel: 1,6-Liter-Zyklonbehälter, laut Ecovacs rund 48 Tage bis zum Leeren
  • FocusJet: zwei Sprühdüsen behandeln angetrocknete Flecken vor dem Wischen vor
  • 22.000 Pa Saugkraft bei 22 Litern Luftstrom pro Sekunde
  • OZMO Roller 3.0: 27 cm breite Wischwalze mit durchgehender Frischwasserspülung
  • PowerBoost Charging Plus lädt laut Ecovacs 13 Prozent Akku in drei Minuten

Preise: Stand 18.08.2026, ohne Gewähr

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Rezension der dein-staubsauger.de-Redaktion · Veröffentlicht am 17. August 2026

Ecovacs DEEBOT X12 OmniCyclone

Technische Daten

Modellbezeichnung DEEBOT X12 OmniCyclone (DEX35)
Gerätetyp Saug-Wisch-Roboter mit beutelloser Omni-Station
Saugkraft 22.000 Pa bzw. 0,22 bar (Herstellerangabe)
Luftstrom 22 l/s (BLAST-Gebläse)
Wischsystem OZMO ROLLER 3.0, 27 cm breite Wischwalze
Walzenspülung kontinuierlich mit Frischwasser während der Fahrt
Fleckenvorbehandlung FocusJet, zwei Sprühdüsen mit Fleckenerkennung
Mopphub 15 mm
Schwellenüberwindung 24 mm mit Mopp, mehrstufig bis 40 mm (TruePass)
Navigation dToF-LiDAR
Hinderniserkennung AIVI 3D 4.0
Teppicherkennung Ultraschall
Kantenreinigung TruEdge 3.0, luftgefederte Rolle mit 25,8 mm Reichweite
Hauptbürste ZeroTangle 4.0, luftgeführtes Flügelrad
Maße Roboter 353 × 351 × 98 mm
Gewicht Roboter 5,5 kg (Händlerangabe)
Staubbehälter im Roboter 0,25 l
Station OmniCyclone, beutellos mit Zyklonabscheidung
Staubbehälter Station 1,6 l, laut Ecovacs rund 48 Tage
Maße Station 380 × 493 × 465 mm (Händlerangabe)
Frischwassertank 3,5 l
Schmutzwassertank 2,7 l
Moppwäsche Warmwasser mit 63 °C
Mopp-Trocknung Heißluft, wählbar 2, 3 oder 4 Stunden
Akku Lithium-Ionen, 4.000 mAh, 17,8 V (rund 71 Wh)
Ladezeit 2 Stunden 25 Minuten
Schnellladung PowerBoost Charging Plus, 13 % in 3 Minuten
Maximale Saugdauer 350 Minuten (Händlerangabe)
Lautstärke 64,4 dB
Steuerung Ecovacs-Home-App, Sprachassistent AGENT YIKO 2.0
EAN 6970135039623

Unsere Rezension

Der Deebot X12 OmniCyclone ist Ecovacs aktuelles Flaggschiff und setzt an genau der Stelle an, die bei Omni-Stationen bisher laufende Kosten verursacht hat: Statt eines Staubbeutels sammelt eine Zyklonstufe den Schmutz in einem 1,6 Liter fassenden Behälter. Dazu kommen zwei Sprühdüsen, die angetrocknete Flecken vor dem Wischen anlösen, und ein Antriebspaket mit 22.000 Pa bei 22 Litern Luftstrom pro Sekunde. Grundlage dieser Einordnung sind das Ecovacs-Datenblatt, die Händlerlistungen bei Coolblue und Amazon sowie ein veröffentlichter Fachtest.

Das spricht dafür

  • Beutellose Station: Der Zyklonbehälter fasst 1,6 Liter und entfällt als laufender Kostenposten, laut Ecovacs rund 48 Tage bis zum Leeren
  • Quick-Clean-Schaberring reinigt Behälterwand und Filternetz, ohne dass man den Staub anfassen muss
  • FocusJet sprüht angetrocknete Flecken gezielt vor, das leistet in dieser Form kaum ein Wettbewerber
  • 22.000 Pa und 22 l/s Luftstrom: beide Kennzahlen liegen auf Flaggschiff-Niveau, viele Konkurrenten weisen nur eine davon aus
  • OZMO Roller 3.0 mit 27 cm Walzenbreite und durchgehender Frischwasserspülung
  • ZeroTangle 4.0 arbeitet mit luftgeführtem Flügelrad statt reiner Bürstengeometrie
  • Moppwäsche mit 63 °C und wählbare Trocknungsdauer von 2, 3 oder 4 Stunden

Das spricht dagegen

  • 999 Euro sind ein hoher Einstieg: Ecovacs verkauft mit dem X9 Pro Omni bereits für unter 400 Euro einen Walzenmopp mit Dauerspülung
  • Der veröffentlichte Fachtest von smarthomeassistent.de misst rund 2,6 Minuten pro Quadratmeter und 94 Minuten für den Wischdurchgang, das bedeutet in großen Wohnungen mehrere Ladepausen
  • Derselbe Test bewertet die Eckenreinigung als schwach, trotz TruEdge 3.0
  • Die im Test gemessene Steigfähigkeit von 2,2 cm liegt unter dem Herstellerwert von 2,4 cm, hochflorige Teppiche bereiten Probleme
  • 98 mm Bauhöhe: unter Sideboards mit weniger als 10 cm Bodenfreiheit kommt er nicht
  • Die Station braucht mit 49,3 cm Breite und 46,5 cm Höhe einen echten Stellplatz
  • Bei Amazon liegt aktuell nur das teurere Care-Complete-Paket im Angebot, der Standardpreis läuft über Ecovacs und Coolblue

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,5
Ausstattung 5,0
Saugleistung 4,5
Wischleistung 4,5
Navigation und Hinderniserkennung 4,5
Station und Wartungsaufwand 5,0

Gesamtwertung: 4,5 / 5

Die Station ist die eigentliche Neuerung

Omni-Stationen haben sich in den letzten Jahren zum Standard entwickelt: absaugen, Mopp waschen, Mopp trocknen, Frischwasser nachfüllen. Ein Detail blieb bei fast allen gleich, nämlich der Staubbeutel im Absaugteil. Er ist praktisch, weil man den Staub nie sieht, und er ist ein laufender Posten.

Der X12 ersetzt ihn durch eine Zyklonstufe. Die abgesaugte Luft wird in der Station in eine schnelle Kreisbewegung versetzt, die Fliehkraft schleudert die Partikel nach außen an die Behälterwand, und sie fallen nach unten in den Sammelbehälter. Es ist dasselbe Prinzip, das beutellose Handstaubsauger seit Jahren nutzen, und es hat dieselben Stärken und Schwächen. Wie ein Zyklon im Detail arbeitet und warum das Filternetz dahinter trotzdem Pflege braucht, steht im Ratgeber Zyklon-Staubsauger: Filter reinigen.

Der Behälter fasst 1,6 Liter, Ecovacs nennt daraus abgeleitet rund 48 Tage bis zum Leeren. Diese Zahl gilt für einen durchschnittlichen Haushalt und verkürzt sich bei Haustieren deutlich. Zum Vergleich: Der Beutel im Deebot T30e Omni fasst 3 Liter und hält entsprechend länger, kostet dafür aber jedes Mal Geld.

Neu ist ein Detail, das im Alltag mehr zählt, als es klingt: der Quick-Clean-Schaberring. Beim Herausziehen des Behälters streift er die Innenwand und das Filternetz mechanisch ab. Genau an dieser Stelle sind beutellose Systeme sonst unangenehm, weil man beim Leeren in eine Staubwolke greift.

Die Rechnung dazu ist überschaubar. Staubbeutel für Omni-Stationen liegen je nach Anbieter bei rund 3 bis 5 Euro. Bei sechs bis neun Beuteln im Jahr sind das 20 bis 40 Euro jährlich, über fünf Jahre also 100 bis 200 Euro. Das erklärt einen Teil des Aufpreises. Der größere Teil steckt in der Sensorik und im Wischsystem.

FocusJet: der Sprühkopf vor der Walze

Wischroboter scheitern regelmäßig an derselben Sache: angetrocknete Flecken. Ein Kaffeetropfen, der zwei Stunden lag, löst sich nicht in dem Moment, in dem eine feuchte Walze darüberfährt. Reinigung braucht neben Feuchtigkeit auch Zeit, und ein Roboter im Durchgang bringt davon eine halbe Sekunde mit.

FocusJet setzt genau hier an. Zwei Sprühdüsen an der Front geben gezielt Wasser auf eine Stelle ab, die die Kamera als Fleck erkannt hat. Der Roboter fährt weiter, kommt zurück und arbeitet die vorbehandelte Stelle mit der Walze ab. Aus einer halben Sekunde Kontaktzeit wird damit eine Einwirkzeit von einigen Sekunden bis Minuten.

Die Funktion ist in dieser Form bei kaum einem Wettbewerber zu finden und sie löst ein reales Problem. Wie weit die Fleckenerkennung trägt, hängt an der Kamera und am Kontrast des Flecks zum Boden, und dazu liegen keine unabhängigen Messungen vor. Die Mechanik dahinter ist jedenfalls schlüssig.

22.000 Pa bei 22 Litern Luftstrom

Die meisten Hersteller nennen bei Saugrobotern nur eine Zahl: den Unterdruck in Pascal. Ecovacs gibt beim X12 beide relevanten Größen an, und das ist der aussagekräftigere Weg.

Unterdruck beschreibt die Kraft, mit der ein Partikel vom Untergrund gelöst wird. Er entscheidet darüber, ob Sand aus der Basis einer Teppichfaser herauskommt. Luftstrom beschreibt die Menge Luft pro Zeit und entscheidet darüber, ob der gelöste Schmutz auch tatsächlich ins Gerät transportiert wird. Ein Gerät mit hohem Unterdruck und kleinem Luftstrom löst viel und transportiert wenig.

Mit 22.000 Pa und 22 l/s liegt der X12 bei beiden Werten auf Flaggschiff-Niveau. Zum Einordnen: Der Deebot X9 Pro Omni nennt 16.600 Pa bei 16,3 l/s, der T30e Omni 25.000 Pa ohne Luftstromangabe. Innerhalb des Ecovacs-Programms bedeutet das eine ausgewogenere Auslegung als bei den Modellen, die nur den Pascal-Wert nach oben treiben.

Eine Einschränkung gilt für alle diese Zahlen: Eine genormte Messvorschrift für Saugroboter existiert nicht, die Werte entstehen unter Herstellerbedingungen. Vergleichbar sind sie deshalb vor allem innerhalb einer Marke.

Bei Hochflorteppich stößt der Roboter laut dem Fachtest von smarthomeassistent.de trotzdem an Grenzen, und das ist eine Antriebs- statt einer Saugfrage. Welche Faktoren dort zusammenkommen, ordnet der Ratgeber Saugroboter fährt nicht auf Teppich ein.

OZMO Roller 3.0: die Walze mit Dauerspülung

Beim Wischen setzt Ecovacs auf eine durchgehende Textilwalze von 27 Zentimetern Breite, die während der Fahrt fortlaufend mit Frischwasser gespült und abgestreift wird. Das Schmutzwasser geht direkt in den Sammeltank.

Der Vorteil gegenüber rotierenden Pads liegt in der Sauberkeit der Arbeitsfläche. Ein Pad nimmt Schmutz auf und wird dabei selbst zunehmend schmutziger, bis es den Schmutz eher verteilt. Eine dauergespülte Walze arbeitet über die ganze Fahrt mit weitgehend sauberer Oberfläche. Bei aufgenommener Flüssigkeit ist der Unterschied am größten, weil die Walze sie direkt abstreift.

Rotierende Pads haben ihrerseits einen Punkt: Sie drücken punktuell stärker und kommen mit einzelnen eingetrockneten Stellen teils besser zurecht. Genau diese Lücke schließt beim X12 die FocusJet-Vorbehandlung. Welche Wischsysteme es sonst gibt und wo ihre jeweiligen Stärken liegen, klärt der Ratgeber Wischroboter: Walze oder Mopp.

Der Mopphub von 15 Millimetern hebt die nasse Walze auf Teppich an, damit sie dort keinen Wasserschaden anrichtet. Gewaschen wird die Walze in der Station mit 63 °C warmem Wasser, getrocknet mit Heißluft über wählbare 2, 3 oder 4 Stunden. Die Warmwasserwäsche ist der Punkt, der Fett aus dem Textil holt, und die Trocknung der Punkt, der muffigen Geruch aus feuchten Wischtextilien verhindert.

Was die Reinigungszeit im Alltag bedeutet

Hier liegt die deutlichste Schwäche, und sie kommt aus einem veröffentlichten Fachtest. smarthomeassistent.de misst für den Wischdurchgang 94 Minuten und rechnet daraus rund 2,6 Minuten pro Quadratmeter. Die Gesamtnote dort lautet 2,4, mit ausdrücklicher Kritik an den langen Laufzeiten.

Was das konkret heißt, zeigt eine einfache Hochrechnung:

WohnflächeReinigungsdauer bei 2,6 min/m²Ladepausen
50 m²rund 2 Stunden 10 Minutenin der Regel keine
80 m²rund 3 Stunden 30 Minuteneine wahrscheinlich
120 m²rund 5 Stunden 10 Minutenein bis zwei

Der Grund für die Langsamkeit liegt in der Gründlichkeit: FocusJet-Vorbehandlung, mehrfache Kantendurchgänge und die Dauerspülung der Walze kosten Zeit. Für einen Roboter, der nachts oder während der Arbeitszeit läuft, spielt das keine Rolle. Wer ihn vor Besuch losschickt, plant besser mit dem Doppelten dessen, was ein schnelleres Modell braucht.

Der Akku mildert das ab, aber er löst es nicht. 4.000 mAh bei 17,8 Volt ergeben rund 71 Wattstunden, was für diese Klasse ordentlich ist. Ecovacs nennt bis zu 350 Minuten maximale Saugdauer, ein Bestwert aus dem leisesten Modus beim reinen Saugen. Im kombinierten Betrieb mit Wischen und Sprühfunktion liegt der Verbrauch erheblich höher, und genau das kritisiert der Fachtest als hohen Akkuverbrauch pro Quadratmeter.

Gegen die Ladepausen hilft PowerBoost Charging Plus: Ecovacs gibt 13 Prozent Ladung in drei Minuten an. Der Roboter setzt nach kurzem Nachladen also weiter fort, statt zweieinhalb Stunden zu stehen.

Kanten, Schwellen und Bauhöhe

TruEdge 3.0 arbeitet mit einer luftgefederten Rolle, die bis 25,8 Millimeter an die Wand heranfährt, ergänzt um eine feststehende Seitenbürste. Auf dem Papier ist das die stärkste Kantenfunktion, die Ecovacs bisher gebaut hat.

Der Fachtest bewertet die Eckenreinigung trotzdem als schwach. Das ist keine Überraschung und trifft alle runden Roboter gleichermaßen: In einer 90-Grad-Ecke bleibt konstruktionsbedingt ein Zwickel übrig, den kein rundes Gehäuse erreicht. Eine ausfahrende Rolle verkleinert diesen Rest, sie beseitigt ihn nicht. Wer viele Ecken und wenig Fläche hat, sollte diese Einschränkung einkalkulieren.

Bei den Schwellen nennt Ecovacs 24 Millimeter mit montiertem Mopp und über die mehrstufige TruePass-Funktion bis 40 Millimeter. Der Fachtest misst 2,2 Zentimeter. Für Türschwellen und Teppichkanten üblicher Bauart reicht das, bei Altbauschwellen wird es eng.

Die Bauhöhe von 98 Millimetern ist der Wert, den man vor dem Kauf mit dem Zollstock prüft. Unter Sideboards und Betten mit weniger als zehn Zentimetern Bodenfreiheit kommt der X12 nicht. Wer diese Flächen mitreinigen will, braucht einen flacheren Roboter wie den Deebot T50 Omni Gen2 mit 81 Millimetern.

Für die Station gilt dasselbe mit anderen Zahlen: 38,0 × 49,3 × 46,5 Zentimeter nach Händlerangabe. Das ist ein Möbelstück, für das ein Platz an einer Wand mit Steckdose eingeplant werden will.

Wo der Preis herkommt

999 Euro ist eine Ansage, auch für ein Flaggschiff. Der Blick ins eigene Programm macht die Einordnung schwierig: Ecovacs verkauft den X9 Pro Omni mit Walzenmopp und Dauerspülung derzeit für unter 400 Euro, den T50 Omni Gen2 für rund 380 Euro.

Was die zusätzlichen 600 Euro kaufen, lässt sich benennen:

Ob dieses Paket den Aufpreis trägt, hängt am Haushalt. Wer Beutel als Ärgernis empfindet und viel Hartboden mit häufigen Flecken hat, bekommt hier zwei Antworten, die es anderswo so nicht gibt. Wer vor allem Teppich saugt und selten wischt, findet den größeren Teil des Nutzens in deutlich günstigeren Modellen.

Ein Blick auf den Vorgänger lohnt ebenfalls: Der X11 OmniCyclone steht mit derselben Stationsidee bei rund 799 Euro im Ecovacs-Shop. Er verzichtet auf FocusJet und die aktuellen Bürsten- und Sensorstufen, sammelt aber genauso beutellos.

Alternativen im Vergleich

ModellSaugkraftStationBesonderheitPreisBewertung
Deebot X12 OmniCyclone22.000 Pa, 22 l/sbeutellos, 1,6 l ZyklonFocusJet-Sprühdüsenca. 999 €4,5
Deebot X9 Pro Omni16.600 Pa, 16,3 l/sBeutel, Walzenwäsche 75 °CWalzenmopp mit Dauerspülungca. 389 €4,3
Deebot T50 Omni Gen221.000 PaBeutel, Omni-Funktionen81 mm flach, passt unter Möbelca. 379 €4,1
Dreame X50 Ultra Complete20.000 PaBeutel, Omni-FunktionenHubbeine für hohe Schwellenca. 749 €4,7

Die Tabelle zeigt die Lage klar. Beim reinen Preis-Leistungs-Verhältnis liegen die Mittelklasse-Modelle vorn, weil sie 80 Prozent der Funktion für 40 Prozent des Preises bringen. Der X12 verkauft eine bestimmte Idee, und die heißt: Diese Station soll man über Jahre nur leeren und sonst in Ruhe lassen.

Beim Dreame X50 Ultra Complete lohnt der direkte Vergleich für alle, die Schwellen im Weg haben: Dessen ausfahrbare Hubbeine überwinden Hindernisse, an denen jeder normal gefederte Roboter scheitert.

Für wen sich der X12 OmniCyclone lohnt

Passt gut, wenn du überwiegend Hartboden hast, häufig wischst und den Roboter nachts oder während der Arbeitszeit laufen lässt. Die Kombination aus Dauerspülung, Warmwasserwäsche und Fleckenvorbehandlung ist auf Fliesen, Vinyl und versiegeltem Holz das aktuell durchdachteste Paket bei Ecovacs. Wer zusätzlich keine Lust auf Beutelnachschub hat, bekommt hier genau die Antwort darauf.

Passt schlecht, wenn du eine große Wohnfläche schnell gereinigt haben willst, viel Hochflorteppich liegen hast oder Möbel mit weniger als zehn Zentimetern Bodenfreiheit reinigen lassen möchtest. In diesen drei Fällen bringen die Stärken des X12 wenig ein, während seine Schwächen jeden Durchgang begleiten.

Zum Nachrechnen für Sparfüchse: Wer den X9 Pro Omni für unter 400 Euro nimmt und die Beutelkosten von 20 bis 40 Euro im Jahr einplant, steht auch nach fünf Jahren noch deutlich unter dem Kaufpreis des X12. Wer den Aufpreis begründen will, argumentiert also über die Technik, während die eingesparten Beutel nur einen kleinen Teil davon tragen.

Fazit

Der Deebot X12 OmniCyclone ist das technisch vollständigste Gerät, das Ecovacs derzeit anbietet. Die beutellose Zyklonstation ist eine echte Weiterentwicklung, weil sie einen laufenden Kostenposten streicht und mit dem Schaberring auch die unangenehme Seite beutelloser Systeme entschärft. FocusJet löst ein Problem, an dem Wischroboter seit Jahren scheitern.

Der Preis bleibt der Punkt, an dem die Entscheidung fällt. 999 Euro stehen gegen ein eigenes Programm, das für weniger als die Hälfte bereits Walzenmopp und Omni-Station bietet. Dazu kommen die langen Reinigungszeiten aus dem Fachtest, die bei großen Wohnungen ins Gewicht fallen.

Die Empfehlung fällt damit differenziert aus: Für Haushalte mit viel Hartboden, regelmäßigen Flecken und der Bereitschaft, den Roboter unbeaufsichtigt lange laufen zu lassen, ist der X12 die derzeit stimmigste Ecovacs-Wahl. Alle anderen finden im X9 Pro Omni oder im T50 Omni Gen2 den deutlich besseren Gegenwert pro Euro.

Häufige Fragen

Was bedeutet OmniCyclone beim Deebot X12?

OmniCyclone bezeichnet die beutellose Absaugstation. Statt den Schmutz in einen Wegwerfbeutel zu blasen, trennt eine Zyklonstufe die Partikel durch Fliehkraft aus der Luft und sammelt sie in einem festen Behälter mit 1,6 Litern Volumen. Ecovacs gibt rund 48 Tage bis zum Leeren an. Ein Schaberring reinigt beim Entleeren die Behälterwand und das Filternetz, damit man den Staub nicht anfassen muss.

Wie viel spart die beutellose Station gegenüber Beutelmodellen?

Staubbeutel für Omni-Stationen kosten je nach Anbieter etwa 3 bis 5 Euro pro Stück. Bei einem Wechsel alle sechs bis acht Wochen sind das rund sechs bis neun Beutel im Jahr, also grob 20 bis 40 Euro jährlich. Über fünf Jahre summiert sich das auf 100 bis 200 Euro. Diese Rechnung erklärt den Aufpreis der X12-Station allerdings nur zum Teil, der größere Anteil geht auf Sensorik und Wischtechnik.

Was macht FocusJet beim Deebot X12 OmniCyclone?

FocusJet sind zwei Sprühdüsen an der Front des Roboters. Erkennt die Kamera einen angetrockneten Fleck, sprüht der Roboter gezielt Wasser darauf, lässt es kurz einwirken und fährt die Stelle danach mit der Wischwalze ab. Der Nutzen liegt in der Physik des Wischens: Eingetrocknete Rückstände lösen sich über Zeit und Feuchtigkeit, und genau die bringt ein einzelner Überfahrt-Wischgang sonst nicht mit.

Wie laut ist der Deebot X12 OmniCyclone?

Ecovacs gibt 64,4 dB für den Roboter an. Das entspricht dem Niveau der übrigen Ecovacs-Flaggschiffe und liegt in der Größenordnung eines normalen Gesprächs. Deutlich lauter wird es beim Absaugvorgang in der Station, der allerdings nur wenige Sekunden dauert. Der beutellose Zyklon ändert daran nichts, weil die Lautstärke am Gebläse der Station entsteht.

Wie groß darf die Wohnung sein?

Ecovacs nennt bis zu 350 Minuten maximale Saugdauer, das ist der Bestwert im leisesten Modus beim reinen Saugen. Im kombinierten Saug- und Wischbetrieb liegt der Verbrauch deutlich höher. Der veröffentlichte Fachtest von smarthomeassistent.de misst rund 2,6 Minuten pro Quadratmeter. Für 80 Quadratmeter bedeutet das grob dreieinhalb Stunden inklusive der Ladepausen, in denen der Roboter zur Station zurückkehrt und danach weitermacht.

Kommt der Deebot X12 über Türschwellen?

Ecovacs gibt 24 Millimeter mit montiertem Mopp an, über die mehrstufige TruePass-Funktion bis 40 Millimeter. Der Fachtest von smarthomeassistent.de misst in der Praxis 2,2 Zentimeter, also etwas weniger als der Herstellerwert. Für übliche Türschwellen und Teppichkanten reicht das, bei hohen Altbauschwellen oder dickem Hochflor stößt der Roboter an seine Grenze.

Passt der Roboter unter niedrige Möbel?

Der Roboter misst 353 × 351 × 98 Millimeter. Mit 98 Millimetern liegt er auf der üblichen Bauhöhe für Geräte mit LiDAR-Turm. Unter Möbel mit weniger als 10 Zentimetern Bodenfreiheit kommt er nicht. Wer flache Sideboards oder Betten mit niedrigem Rahmen hat, braucht ein Modell mit eingelassenem Sensor, etwa den Deebot T50 Omni Gen2 mit 81 Millimetern Bauhöhe.

Muss der Zyklonbehälter der Station gereinigt werden?

Ja, das ist der Preis für die eingesparten Beutel. Der Behälter wird beim Erreichen der Füllmarke geleert, und das Filternetz dahinter setzt sich mit der Zeit mit Feinstaub zu. Ecovacs hat dafür den Quick-Clean-Schaberring integriert, der Wand und Netz beim Herausziehen mechanisch abstreift. Zusätzlich lohnt in längeren Abständen eine gründliche Reinigung des Filters, wie sie bei jedem Zyklonsystem anfällt.

Wie unterscheidet sich der X12 OmniCyclone vom X11 OmniCyclone?

Der X11 OmniCyclone steht als Vorgänger mit derselben beutellosen Stationstechnik im Programm und kostet bei Ecovacs rund 799 Euro. Der X12 legt bei den Kernwerten nach: 22 Liter Luftstrom pro Sekunde, die Wischwalze in der Version OZMO Roller 3.0, ZeroTangle 4.0 an der Hauptbürste und die FocusJet-Sprühdüsen. Wer auf die Fleckenvorbehandlung verzichten kann, findet im X11 die günstigere Tür zur selben Stationsidee.

Was ist der Unterschied zwischen der Standard- und der Care-Complete-Variante?

Das Gerät ist identisch, der Unterschied liegt im Lieferumfang. Care Complete bündelt den Roboter mit einem Verschleißteil-Paket und kostet bei Ecovacs 1.099 Euro statt 999 Euro. Bei Amazon findet sich derzeit vor allem diese Paketvariante. Wer den Standardpreis sucht, wird bei Ecovacs selbst und bei Coolblue fündig.

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