Technische Daten
| Modellbezeichnung | Omni C20 (T2280G11) |
|---|---|
| Gerätetyp | Saug-Wisch-Roboter mit All-in-One-Station |
| Saugkraft | 7.000 Pa (Herstellerangabe) |
| Bauhöhe Roboter | 85 mm |
| Maße Roboter | 328 × 334 × 85 mm |
| Maße Basisstation | 330 × 289 × 460 mm |
| Gewicht Roboter | 3,3 kg |
| Navigation | iPath-Lasernavigation mit Kartenerstellung |
| Wischsystem | MopMaster, 180 U/min, 6 N Anpressdruck |
| Mopp-Anhebung | 10,5 mm |
| Bürsten | Rollbürste und Seitenbürste mit Pro-Detangle Comb |
| Staubbehälter im Roboter | 0,25 Liter |
| Staubbeutel in der Station | 3,1 Liter, laut eufy rund 60 Tage |
| Frischwassertank | 2,5 Liter |
| Schmutzwassertank | 2,4 Liter |
| Stationsfunktionen | Absaugen, Moppwäsche, Trocknung, Wasser nachfüllen, selbstreinigende Bodenplatte |
| Laufzeit | bis 160 Minuten |
| Ladezeit | bis 330 Minuten |
| Lautstärke | 58 dB |
| Maximale Schwellenhöhe | 18 mm |
| Teppicherkennung | vorhanden |
| Steuerung | eufy-Clean-App, nur 2,4-GHz-WLAN |
| UVP | 599 € |
Unsere Rezension
Der Omni C20 ist eufys Antwort auf ein konkretes Problem: Die meisten Roboter mit voller Waschstation bauen zu hoch für Sofas und Sideboards. Mit 85 Millimetern kommt der C20 dorthin, wo Modelle mit LiDAR-Turm scheitern, und bringt trotzdem eine Station mit, die den Mopp wäscht und trocknet. Bezahlt wird das mit der niedrigsten Saugkraft dieser Preisklasse. Grundlage dieser Einordnung sind die eufy-Herstellerangaben, das Datenblatt bei testberichte.de und die Händlerlistung.
Das spricht dafür
- 85 mm Bauhöhe: fährt unter Sofas und Sideboards, an denen höhere Roboter hängenbleiben
- Station übernimmt vier Aufgaben, inklusive Moppwäsche und Trocknung
- 2,5 Liter Frischwasser reichen für mehrere Wischläufe ohne Nachfüllen
- Mopp-Anhebung von 10,5 mm hebt das Pad auf Teppich zuverlässig ab
- Mit 58 dB der leiseste Wert unter den hier eingeordneten Robotern
Das spricht dagegen
- 7.000 Pa sind der niedrigste Saugkraftwert dieser Preisklasse, auf Teppich fehlt Reserve
- Ladezeit von 330 Minuten steht 160 Minuten Laufzeit gegenüber
- eufy weist für die Moppwäsche keine Wassertemperatur aus
- Die App arbeitet nur mit 2,4-GHz-WLAN, bei kombinierten Funknetzen kann die Einrichtung haken
- Herstellerangabe und Händlerdatenblatt weichen bei der Schwellenhöhe ab (18 mm und 2 cm)
85 Millimeter: der eigentliche Grund für dieses Modell
Die meisten Saugroboter mit voller Waschstation scheitern an derselben Stelle. Auf ihrer Oberseite sitzt der Lasersensor als Turm, und damit landen sie bei 95 bis 105 Millimetern Bauhöhe. Die typische Bodenfreiheit unter Sofas, Sideboards und Betten liegt bei 9 bis 10 Zentimetern, also genau in diesem Bereich.
Der Omni C20 misst 85 Millimeter. eufy hat die Lasernavigation so verbaut, dass kein Turm nach oben ragt. Der Roboter fährt damit unter Möbel, vor denen höhere Modelle stehenbleiben oder sich verkeilen. Genau dort sammelt sich der Staub, der beim Wischen von Hand regelmäßig übersehen wird.
Das ist kein Nebenmerkmal, es ist der Kaufgrund. Wer Möbel mit knapper Bodenfreiheit hat, bekommt sonst zwei Optionen: einen flachen Roboter ohne Waschstation oder einen mit Station, der die Flächen unter den Möbeln auslässt. Der C20 löst beides in einem Gerät.
Was die Station übernimmt, und was eufy offen lässt
Die Basis leistet vier Dinge: Sie saugt den 0,25-Liter-Behälter des Roboters in einen 3,1-Liter-Beutel ab, sie wäscht die Wischpads, sie trocknet sie, und sie füllt Wasser nach aus einem 2,5-Liter-Frischwassertank. Dazu kommt eine selbstreinigende Bodenplatte, damit sich in der Wanne kein Schmutzrand bildet.
Die Wassermengen sind großzügig: 2,5 Liter frisch, 2,4 Liter schmutzig. Bei einer Wohnung um 80 Quadratmeter reicht das für mehrere Wischläufe, bevor Du an die Tanks musst. Beim Beutel nennt eufy rund 60 Tage. Diese Zahl gilt für einen Haushalt ohne Haustier, mit Hund oder Katze landest Du eher bei vier bis sechs Wochen.
Eine Lücke bleibt im Datenblatt. eufy beschreibt die Moppwäsche und die Trocknung, nennt aber keine Waschwassertemperatur. Andere Hersteller stellen genau diesen Wert nach vorn, Ecovacs bewirbt beim T50 Omni Gen2 ausdrücklich 75 Grad. Wo eine Angabe fehlt, während sie im Wettbewerb Verkaufsargument ist, setzen wir sie nicht voraus. Für den Alltag heißt das: Die Pads werden gewaschen und getrocknet, die zusätzliche Fettlösekraft heißen Wassers ist unbelegt. Warum der Geruch beim Wischen meist an der Trocknung hängt und nicht am Fett, steht im Ratgeber Wischroboter stinkt beim Wischen.
7.000 Pa: die Rechnung, die eufy aufmacht
Die Saugkraft ist der Punkt, an dem der C20 Federn lässt. 7.000 Pa sind der niedrigste Wert unter den Robotern dieser Preisklasse. Der Roborock Q7 TF+ nennt 10.000 Pa bei rund der Hälfte des Preises, der Ecovacs Deebot T30e Omni 25.000 Pa für rund 100 Euro weniger.
Diese Zahlen taugen nur bedingt zum Vergleich zwischen Marken, weil jeder Hersteller unter eigenen Laborbedingungen misst. Die Größenordnung stimmt trotzdem: Der C20 hat weniger Reserve als seine Preisklasse.
Wo das zählt, lässt sich eingrenzen. Auf Hartboden arbeitet er sauber, dort erledigen Rollbürste und Seitenbürste die Arbeit und der Unterdruck spielt eine untergeordnete Rolle. Auf Kurzflorteppich dagegen sitzt der Schmutz unter der Faseroberfläche, und dort löst mehr Sog messbar mehr heraus. Wenn Dein Zuhause überwiegend Teppich hat, ist der C20 die falsche Wahl.
Gegen Haare arbeitet eufy mit der Pro-Detangle Comb an der Seitenbürste. Diese Kante streift aufgewickelte Haare beim Rotieren ab. Gerade die Seitenbürste ist bei vielen Robotern die Stelle, an der sich ein fester Haarkranz bildet, weil sie mit dünnen Borsten in Ecken fährt. Wartungsfrei wird trotzdem kein Bürstensystem, und wer Tiere im Haus hat, findet die Routine dazu im Ratgeber Hundehaare in der Wohnung entfernen.
MopMaster: 180 Umdrehungen und 6 Newton
Beim Wischen nennt eufy zwei Werte, die andere Hersteller gern weglassen: 180 Umdrehungen pro Minute und 6 Newton Anpressdruck.
Der Anpressdruck ist die interessantere Zahl. 6 Newton entsprechen grob dem Gewicht von 600 Gramm, das dauerhaft auf die Pads drückt. Ohne diesen Druck gleiten rotierende Mopps über angetrocknete Flecken hinweg und verteilen nur Feuchtigkeit. Mit Druck und Rotation entsteht die mechanische Komponente, die einen Fleck tatsächlich löst.
Die Mopp-Anhebung von 10,5 Millimetern ergänzt das sinnvoll. Erkennt der Roboter Teppich, hebt er die Pads ab, statt sie feucht darüberzuziehen. Bei Kurzflor funktioniert das zuverlässig, bei Hochflor stößt jede Anhebung dieser Größenordnung an ihre Grenze. Dort ist eine Sperrzone in der App die sichere Lösung, wie auch der Ratgeber Saugroboter fährt nicht auf Teppich beschreibt.
Akku, Ladezeit und ein ungünstiges Verhältnis
160 Minuten Laufzeit stehen 330 Minuten Ladezeit gegenüber. Der Roboter lädt also gut doppelt so lang, wie er fährt.
Für die meisten Haushalte bleibt das folgenlos. Eine Wohnung um 80 Quadratmeter schafft der C20 in einem Durchgang, danach hat er den ganzen Tag Zeit zum Laden. Spürbar wird das Verhältnis erst bei großen Flächen oder wenn Du zweimal täglich reinigen lässt, denn dann steht zwischen den Läufen eine mehrstündige Pause.
Mit 58 dB ist der C20 zugleich der leiseste Roboter in diesem Vergleich. Das passt zur niedrigeren Saugleistung, denn Lautstärke und Unterdruck hängen am selben Gebläse. Für einen Lauf am Abend, während Du im selben Raum sitzt, ist das ein echter Vorteil.
Einordnung gegen die Alternativen
| Modell | Saugkraft | Bauhöhe | Station | Preis |
|---|---|---|---|---|
| eufy Omni C20 (dieses Modell) | 7.000 Pa | 85 mm | absaugen, waschen, trocknen, nachfüllen | ab ca. 408 € |
| Roborock Q7 TF+ | 10.000 Pa | 99 mm | nur absaugen (2,7 l) | ab ca. 209 € |
| Ecovacs Deebot T30e Omni | 25.000 Pa | 100,35 mm | absaugen, waschen, trocknen (3 l) | ab ca. 299 € |
| Ecovacs Deebot T50 Omni Gen2 | 21.000 Pa | 81 mm | absaugen, waschen mit 75 °C, trocknen | ab ca. 299 € |
| eufy Clean L60 SES | 5.000 Pa | 72 mm | nur absaugen | ab ca. 250 € |
Die Zeile, die dem C20 wehtut, ist die vierte. Der Deebot T50 Omni Gen2 baut mit 81 Millimetern noch flacher, saugt mit 21.000 Pa dreimal so stark, wäscht mit ausgewiesenen 75 Grad und kostet rund 110 Euro weniger. Wer allein nach Datenblatt entscheidet, kommt an dieser Zeile nicht vorbei.
Für den C20 spricht dagegen die Station mit dem automatischen Wassernachfüllen, die Tankgrößen von 2,5 und 2,4 Litern und die Lautstärke von 58 dB. Wer schon im eufy-Ökosystem ist und die eufy-Clean-App nutzt, hat einen weiteren Grund.
Fazit: für wen der Omni C20 passt
Der eufy Omni C20 ist die richtige Wahl, wenn Deine Wohnung überwiegend Hartboden hat und Möbel mit knapper Bodenfreiheit das eigentliche Problem sind. Die 85 Millimeter Bauhöhe in Kombination mit einer Station, die wäscht und trocknet, ist eine Kombination, die es nicht oft gibt. Dazu kommen großzügige Tanks und ein leiser Betrieb.
Weniger passend ist er bei viel Teppich. 7.000 Pa sind für Kurzflor knapp bemessen, und daran ändert auch die gute Wischeinheit nichts. Wer flach bauen und trotzdem kräftig saugen will, sollte sich den Deebot T50 Omni Gen2 ansehen, der beides zu einem niedrigeren Preis bietet. Wer nur eine Absaugstation braucht und auf die Moppwäsche verzichten kann, kommt mit dem Roborock Q7 TF+ für die Hälfte hin.
Häufige Fragen
Wie flach ist der eufy Omni C20 wirklich?
Der Roboter misst 85 Millimeter in der Höhe. Damit gehört er zu den flachsten Modellen, die trotzdem eine volle Waschstation mitbringen. Zum Vergleich: Roboter mit LiDAR-Turm auf der Oberseite liegen meist zwischen 95 und 105 Millimetern. Die typische Bodenfreiheit unter Sofas und Sideboards beträgt 9 bis 10 Zentimeter, genau in dieser Lücke spielt der C20 seinen Vorteil aus.
Wie stark saugt der Omni C20?
eufy gibt 7.000 Pa an. Das ist der niedrigste Wert unter den Robotern dieser Preisklasse; der Roborock Q7 TF+ nennt 10.000 Pa, der Ecovacs Deebot T30e Omni 25.000 Pa. Auf Hartboden reicht die Leistung problemlos, dort entscheiden Bürste und Kantenführung. Auf Kurzflorteppich merkst Du die fehlende Reserve, weil Sand und Tierhaare tief zwischen den Fasern sitzen.
Was macht die All-in-One-Station des C20?
Die Station saugt den Staubbehälter des Roboters in einen 3,1-Liter-Beutel ab, wäscht die Wischpads, trocknet sie und füllt den Wassertank des Roboters aus einem 2,5-Liter-Frischwassertank nach. Dazu kommt eine selbstreinigende Bodenplatte. Damit gehört sie zur Vollausstattung, wie sie sonst erst ab etwa 500 Euro üblich ist.
Wäscht die Station mit heißem Wasser?
eufy nennt für den Omni C20 eine automatische Moppwäsche und eine Trocknung, weist aber keine Waschwassertemperatur aus. Wo ein Wert im Datenblatt fehlt, während ihn andere Hersteller prominent bewerben, gehen wir nicht davon aus, dass er vorhanden ist. Wer Heißwasserwäsche belegt haben will, findet sie beim Ecovacs Deebot T50 Omni Gen2 mit ausgewiesenen 75 Grad.
Wie lange hält der Staubbeutel in der Station?
Der Beutel fasst 3,1 Liter, eufy gibt eine Standzeit von rund 60 Tagen an. Dieser Wert gilt für einen durchschnittlichen Haushalt ohne Haustier. Mit Hund oder Katze rechne mit vier bis sechs Wochen. Der Roboter selbst fasst nur 0,25 Liter, ohne Station müsstest Du diesen Behälter praktisch nach jedem Lauf leeren.
Wie lange läuft der Akku, und wie lange lädt er?
Die maximale Laufzeit liegt bei 160 Minuten, die Ladezeit bei 330 Minuten. Das Verhältnis ist ungünstig: Der Roboter lädt gut doppelt so lange, wie er fährt. Für Wohnungen bis etwa 100 Quadratmeter fällt das nicht ins Gewicht, weil eine Ladung reicht. Bei größeren Flächen plant der Roboter eine Ladepause ein und macht danach an derselben Stelle weiter.
Hebt der C20 den Wischmopp auf Teppich an?
Ja, die Mopp-Anhebung beträgt 10,5 Millimeter. Damit hebt er die Pads zuverlässig von Kurzflorteppich ab, sobald die Teppicherkennung anspringt. Bei Hochflorteppich stößt jede Anhebung dieser Größenordnung an ihre Grenze, dort ist eine Sperrzone in der App die sichere Lösung.
Welche Schwellen schafft der Omni C20?
eufy nennt eine Kletterhöhe von 18 Millimetern, das Händlerdatenblatt führt 2 Zentimeter. Wir geben beide Werte an, statt einen als gesichert auszuweisen. In der Praxis heißt das: Normale Türschwellen und flache Teppichkanten schafft er, höhere Stufen zwischen Räumen sind seine Grenze.
Warum funktioniert die Einrichtung nur mit 2,4-GHz-WLAN?
Der Omni C20 unterstützt ausschließlich das 2,4-GHz-Band, wie die meisten Saugroboter. Viele Router fassen 2,4 und 5 GHz unter einem gemeinsamen Netznamen zusammen, dann findet der Roboter das Netz während der Einrichtung teilweise nicht. Die Lösung besteht darin, die Bänder im Router vorübergehend zu trennen oder ein separates 2,4-GHz-Gastnetz anzulegen.
Wie schneidet der Omni C20 in Tests ab?
testberichte.de führt den Omni C20 mit der Note 2,2 gut und dem Urteil "Komfortabler Saug- und Wischroboter für Haushalte mit moderaten Ansprüchen" (Stand 08.11.2024). Das trifft die Datenlage gut: Die Ausstattung liegt über der Preisklasse, die Saugkraft darunter.