Technische Daten
| Modellbezeichnung | Q7 TF+ |
|---|---|
| Herstellercode | RRA0TAC |
| Gerätetyp | Saug-Wisch-Roboter mit Absaugstation |
| Saugkraft | 10.000 Pa (Herstellerangabe) |
| Navigation | LDS-Lasernavigation (LiDAR) |
| Hinderniserkennung | keine Kamera- oder Struktur-Licht-Erkennung |
| Hauptbürste | JawScrapers-Bürste mit Abstreifkante |
| Wischsystem | Wischpad mit elektronischem Wassertank, 3 Feuchtestufen |
| Mopp-Anhebung | keine (Wischhub 0 mm) |
| Teppicherkennung | vorhanden, erhöht die Saugstufe automatisch |
| Staubbehälter im Roboter | 200 ml |
| Wassertank im Roboter | 180 ml |
| Staubbeutel in der Station | 2,7 Liter, laut Roborock bis zu 7 Wochen |
| Stationsfunktionen | Absaugen und Laden (RockDock Plus) |
| Akku | Lithium-Ionen, 3.200 mAh |
| Laufzeit | bis 180 Minuten |
| Ladezeit | bis 360 Minuten |
| Maße Roboter | 325 × 325 × 99 mm |
| Gewicht Roboter | 4,7 kg |
| Maximale Schwellenhöhe | 2 cm |
| Lautstärke | 65 dB (Coolblue) bzw. 67 dB (Fachportal-Datenblatt) |
| Steuerung | Roborock-App, Alexa, Google Assistant, Siri |
| Kartenfunktionen | Mehrfachkarten, Raumaufteilung, virtuelle Sperrzonen |
| UVP | 299 € |
Unsere Rezension
Der Q7 TF+ ist Roborocks Weg, eine Absaugstation in die Einstiegsklasse zu bringen. Für rund 209 Euro bekommst Du LiDAR-Navigation, 10.000 Pa und einen 2,7-Liter-Beutel in der Station, eine Kombination, die vor zwei Jahren noch das Doppelte gekostet hat. Gespart wird an der Wischeinheit und an der Hinderniserkennung. Grundlage dieser Einordnung sind die Roborock-Datenblattwerte, die Händlerlistung bei Coolblue und der Vergleich innerhalb der Preisklasse.
Das spricht dafür
- 2,7-Liter-Beutel in der Station zum Preis vieler Roboter ohne Station
- LDS-Lasernavigation statt Zufallsfahrt: der Roboter kartiert und fährt in Bahnen
- 3.200-mAh-Akku mit bis zu 180 Minuten Laufzeit, ausreichend für große Wohnungen am Stück
- JawScrapers-Bürste mit Abstreifkante, die Haare beim Rotieren löst
- Teppicherkennung erhöht die Saugstufe automatisch
Das spricht dagegen
- Das Wischpad lässt sich nicht anheben: Auf Teppich fährt der feuchte Mopp mit, solange Du keine Sperrzone setzt
- Keine optische Hinderniserkennung, Kabel und Socken erkennt der Roboter nicht als Objekt
- Die Station saugt nur ab, sie wäscht und trocknet den Mopp nicht
- Ladezeit von bis zu 360 Minuten, doppelt so lang wie die Laufzeit
- Roborock und Händler nennen unterschiedliche Lautstärkewerte (65 dB und 67 dB)
10.000 Pa und eine Station für 209 Euro
Absaugstationen waren jahrelang das Merkmal, das Mittelklasse von Einstiegsklasse getrennt hat. Der Q7 TF+ verschiebt diese Grenze: 2,7 Liter Beutelvolumen in der RockDock-Plus-Station, dazu LDS-Lasernavigation und 10.000 Pa, zum Preis vieler Roboter, die ihren Staub selbst behalten.
Die Saugkraft ordnet sich damit klar ein. 10.000 Pa liegen über dem eufy Omni C20 mit 7.000 Pa und dem Ultenic T20 Pro mit 8.000 Pa. Sie liegen ebenso klar unter dem, was die 300-Euro-Klasse inzwischen bietet, wo der Ecovacs Deebot T30e Omni mit 25.000 Pa antritt. Pascal beschreibt den Unterdruck am Gebläse unter Herstellerbedingungen, eine genormte Messung für Saugroboter gibt es nicht. Vergleiche sind deshalb nur als grobe Richtung belastbar.
Praktisch heißt das: Auf Hartboden, Fliesen und Laminat arbeitet der Q7 TF+ sauber, dort entscheiden Bürstengeometrie und Kantenführung mehr als der Unterdruck. Auf Kurzflorteppich fehlt ihm gegenüber der Mittelklasse Reserve, weil Sand und Tierhaare zwischen den Fasern sitzen und dort mehr Sog gebraucht wird.
Was die 2,7-Liter-Station im Alltag ändert
Roborock nennt für den Beutel bis zu 7 Wochen. Diese Zahl gilt für einen durchschnittlichen Haushalt und ist nach oben gerechnet. Rechne mit Hund oder Katze und Teppichflächen eher mit drei bis vier Wochen.
Die eigentliche Rechnung geht anders auf. Der Roboter selbst fasst 200 Milliliter. Ohne Station müsstest Du diesen Behälter nach jedem oder jedem zweiten Lauf leeren, also grob 150 bis 200 Mal im Jahr. Mit Station sind es sieben bis fünfzehn Beutelwechsel. Dazu kommt der hygienische Punkt: Ein geschlossener Beutel wandert samt Inhalt in den Müll, ohne dass beim Ausklopfen Feinstaub in die Raumluft gerät. Wer darauf achtet, findet die Hintergründe im Ratgeber Staubsauger mit Beutel oder beutellos.
Was die Station nicht kann, gehört zur ehrlichen Einordnung: Sie saugt ab und lädt. Das Wischpad wäschst und trocknest Du von Hand.
Die Wischfunktion und ihre klare Grenze
Der Q7 TF+ bringt ein Wischpad mit elektronischem Wassertank und drei Feuchtestufen mit. Der Tank fasst 180 Milliliter, die Dosierung läuft über ein Ventil statt über Schwerkraft, was die Feuchtigkeit gleichmäßiger hält.
Der entscheidende Wert steht daneben: Der Wischhub liegt bei 0 Millimetern. Das Pad lässt sich nicht anheben. Fährt der Roboter im kombinierten Betrieb über Teppich, zieht er den feuchten Mopp mit darüber. Die Teppicherkennung hilft dabei nur begrenzt, sie erhöht die Saugstufe, hebt aber nichts an.
Damit ist die sinnvolle Arbeitsweise vorgezeichnet. Entweder Du trennst die Aufgaben und lässt den Roboter erst saugen und dann in einem zweiten Lauf ohne Teppichzugang wischen, oder Du markierst Teppichflächen in der App als Sperrzone. Beides funktioniert, beides ist ein Handgriff mehr als bei Robotern mit Mopp-Lifting. Welche Bauart wie wischt, ordnet der Ratgeber Wischroboter mit Walze oder Mop ein. Was ein dauerhaft feuchter Mopp auf empfindlichem Belag anrichten kann, steht im Ratgeber Saugroboter macht Teppich kaputt.
Navigation: Laser ja, Objekterkennung nein
Der Roboter kartiert per LDS-Lasersensor. Er fährt in geordneten Bahnen, erstellt eine Karte, teilt Räume auf und verwaltet mehrere Etagen. Virtuelle Sperrzonen und No-Mop-Zonen legst Du in der App an. Für die Preisklasse ist das die richtige Technik, denn sie trennt den Q7 TF+ von Zufallsfahrern, die dieselbe Stelle dreimal nehmen und andere auslassen.
Die Lücke sitzt eine Ebene darunter. Es gibt keine Kamera und keine Struktur-Licht-Erkennung. Der Laser sieht Wände und Möbelkanten, ein liegendes Ladekabel, eine Socke oder ein Hundenapf tauchen darin kaum auf. Der Roboter erkennt sie beim Anstoßen über den Stoßfänger, was für stabile Gegenstände genügt und bei Kabeln zum Verheddern führt.
Der praktische Umgang damit ist simpel: Vor dem Start einmal über den Boden schauen. Wer das nicht will, findet die Objekterkennung ab etwa 330 Euro, beim Roborock QV 35A etwa als Reactive Tech.
Der Akku und die lange Ladezeit
3.200 mAh und bis zu 180 Minuten Laufzeit sind für diese Klasse großzügig. Drei Stunden reichen für Wohnungen bis rund 120 Quadratmeter am Stück, sofern der Roboter nicht durchgehend in der höchsten Stufe fährt.
Auffällig ist die Gegenrichtung: bis zu 360 Minuten Ladezeit, doppelt so lang wie die Laufzeit. Bei einem Roboter, der ohnehin in der Station parkt, fällt das im Alltag kaum auf. Relevant wird es, wenn der Akku bei sehr großen Flächen mitten im Lauf leer wird, denn dann steht eine längere Ladepause an, bevor er weitermacht. Wenn die Laufzeit nach Jahren nachlässt, ist das normale Zellalterung; ob sich ein Tausch lohnt, steht im Ratgeber Saugroboter-Akku wechseln.
Wo Roborock spart, und ein Widerspruch in den Daten
Die Sparpunkte sind an drei Stellen sichtbar: keine Mopp-Anhebung, keine optische Hinderniserkennung, eine Station ohne Moppwäsche. Alle drei sind nachvollziehbar bei einem Gerät, das rund 209 Euro kostet, und alle drei solltest Du kennen, bevor Du bestellst.
Dazu kommt eine Unstimmigkeit in den Daten. Coolblue führt den maximalen Geräuschpegel mit 65 dB, ein Fachportal-Datenblatt nennt 67 dB. Wir geben beide Werte an, statt einen davon als gesichert auszuweisen. Die Größenordnung ist in beiden Fällen dieselbe: hörbar, aber im Rahmen dessen, was Roboter dieser Klasse erzeugen.
Einordnung gegen die Alternativen
| Modell | Saugkraft | Mopp-Anhebung | Station | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Roborock Q7 TF+ (dieses Modell) | 10.000 Pa | keine | saugt ab (2,7 l) | ab ca. 209 € |
| Ecovacs Deebot Mini | 9.000 Pa | vorhanden | saugt ab | ab ca. 229 € |
| Ultenic T20 Pro | 8.000 Pa | vorhanden | saugt ab | ab ca. 250 € |
| Ecovacs Deebot T30e Omni | 25.000 Pa | 9 mm | saugt ab, wäscht, trocknet (3 l) | ab ca. 299 € |
| Roborock QV 35A | 8.000 Pa | 10 mm | All-in-One-Dock | ab ca. 329 € |
Die Tabelle zeigt die Entscheidung klar. Der Q7 TF+ hat in dieser Runde die höchste Saugkraft und den größten Beutel, ihm fehlt als Einzigem die Mopp-Anhebung. Wer 90 Euro mehr ausgibt, bekommt beim Deebot T30e Omni die zweieinhalbfache Saugkraft und eine Station, die den Mopp selbst wäscht und trocknet.
Fazit: für wen der Q7 TF+ passt
Der Roborock Q7 TF+ ist die richtige Wahl, wenn Du überwiegend Hartboden hast und die Absaugstation der eigentliche Grund für den Kauf ist. Für rund 209 Euro bekommst Du LiDAR-Navigation, einen 2,7-Liter-Beutel und drei Stunden Laufzeit, eine Ausstattung, die in dieser Preislage bis vor kurzem nicht zu haben war. Das Wischpad nimmst Du dabei als Zugabe für den gelegentlichen Feuchtwisch auf Fliesen.
Weniger passend ist er in Wohnungen mit viel Teppich und dem Wunsch, saugen und wischen in einem Durchgang zu erledigen. Der fehlende Wischhub bedeutet dort dauerhaft Sperrzonen oder getrennte Läufe. Wer das vermeiden will, greift zum Deebot T30e Omni oder zum QV 35A und zahlt 90 bis 120 Euro mehr für eine Wischeinheit, die sich anheben und in der Station reinigen lässt.
Häufige Fragen
Wie stark saugt der Roborock Q7 TF+?
Roborock gibt 10.000 Pa an. Für die Einstiegsklasse ist das ein solider Wert, er liegt über dem eufy Omni C20 mit 7.000 Pa und dem Ultenic T20 Pro mit 8.000 Pa. Gegen die Mittelklasse ab 300 Euro, wo 20.000 bis 25.000 Pa üblich sind, hat er weniger Reserve. Spürbar wird der Unterschied vor allem auf Kurzflorteppich.
Wie lange hält der Staubbeutel in der Station?
Der Beutel fasst 2,7 Liter, Roborock nennt eine Standzeit von bis zu 7 Wochen. Das ist ein Laborwert für einen durchschnittlichen Haushalt. Mit Hund oder Katze und viel Teppich landest Du eher bei drei bis vier Wochen. Der Vorteil bleibt derselbe: Du fasst den Staub nur alle paar Wochen an, statt nach jedem Lauf einen 200-Milliliter-Behälter auszuklopfen.
Kann der Q7 TF+ das Wischpad auf Teppich anheben?
Nein. Der Wischhub liegt bei 0 Millimetern, das Pad bleibt auf Bodenhöhe. Wenn Du gleichzeitig saugen und wischen lässt, fährt der feuchte Mopp über den Teppich. Die Lösung führt über die App: Teppichflächen als Sperrzone für den Wischbetrieb markieren oder Saugen und Wischen in getrennten Läufen erledigen. Roboter mit angehobenem Mopp findest Du ab etwa 300 Euro.
Erkennt der Roboter Kabel und Socken auf dem Boden?
Der Q7 TF+ hat keine Kamera und keine Struktur-Licht-Erkennung. Er kartiert den Raum per Laser und weicht Wänden und Möbeln zuverlässig aus, kleine Gegenstände auf dem Boden erkennt er als Hindernis erst beim Anstoßen. Vor dem Start lohnt sich der Blick auf Ladekabel, Spielzeug und Teppichfransen.
Wie lange läuft und lädt der Akku?
Der Akku hat 3.200 mAh und läuft laut Datenblatt bis zu 180 Minuten. Das Laden dauert bis zu 360 Minuten, also ungefähr doppelt so lang. Für die meisten Wohnungen spielt das keine Rolle, weil der Roboter die Fläche in einem Durchgang schafft. Bei sehr großen Flächen kehrt er zwischendurch zur Station zurück, lädt nach und setzt die Reinigung fort.
Passt der Q7 TF+ unter niedrige Möbel?
Der Roboter baut 99 Millimeter hoch, weil der Lasersensor als Turm auf der Oberseite sitzt. Unter Möbel mit weniger als 10 Zentimetern Bodenfreiheit kommt er nicht. Flachere Alternativen gibt es: Der eufy Omni C20 misst 85 Millimeter, der Ecovacs Deebot T50 Omni Gen2 sogar nur 81 Millimeter.
Welche Schwellen schafft der Roboter?
Coolblue gibt die maximale Schwellenhöhe mit 2 Zentimetern an. Damit kommt er über normale Türschwellen und die Kante eines flachen Teppichs. Höhere Übergänge, etwa zu einem Wintergarten oder einer Badezimmerstufe, sind seine Grenze. Solche Bereiche bekommen in der App eine eigene Karte oder eine Sperrzone.
Lohnt sich der Aufpreis zum Roborock QV 35A?
Der QV 35A kostet rund 120 Euro mehr und bietet dafür 10 Millimeter Mopp-Lifting, die Reactive-Tech-Hindernisvermeidung und ein All-in-One-Dock, das den Mopp auch wäscht. Wenn Du Teppich hast und wischen lassen willst, ist dieser Aufpreis der sinnvollste, den Du in dieser Klasse machen kannst. Für reines Saugen auf Hartboden reicht der Q7 TF+.
Was kostet der Betrieb pro Jahr?
Die laufenden Kosten bestehen aus Staubbeuteln, Filtern, Seitenbürste und Wischpads. Bei rund sieben Wochen je Beutel brauchst Du etwa sieben bis acht Stück im Jahr, dazu zwei bis drei Filter. Je nach Anbieter landest Du bei 40 bis 70 Euro jährlich. Die Hauptbürste hält deutlich länger, sofern Du sie regelmäßig von Haaren befreist.
Wo liegt der Preis des Roborock Q7 TF+?
Die UVP von Roborock liegt bei 299 Euro, im Handel bewegt sich der Roboter darunter. Den Preis auf dieser Seite ziehen wir täglich aus dem Händler-Datenfeed, der Stand steht direkt unter dem Kauf-Button.