Technische Daten
| Saugkraft | 8.000 Pa (HyperForce) |
|---|---|
| Hauptbürste | Vollgummi, spiralförmig |
| Seitenbürste | Zero-Tangle-Arc, asymmetrisch (SGS-geprüft auf 0 % Haarverwicklung) |
| Wischsystem | zwei rotierende Mopps, 200 U/min |
| Mopp-Anhebung | 10 mm |
| Wasserstufen | 30 |
| Navigation | PreciSense-LiDAR, 360°-Scan |
| Hinderniserkennung | Reactive Tech (strukturiertes Licht) |
| Kartenspeicher | bis zu 4 Etagen |
| Akku | 5.200 mAh, Lithium-Ionen |
| Laufzeit | bis zu 180 Minuten (Herstellerangabe) |
| Staubbehälter im Roboter | 330 ml |
| Wassertank im Roboter | rund 80 ml |
| Station, Frischwasser | 4,0 l |
| Station, Schmutzwasser | 3,5 l |
| Station, Staubbeutel | 2,7 l (7 bis 9 Wochen laut Roborock) |
| Stationsfunktionen | Absaugen, Moppwäsche, Kaltlufttrocknung, Wassernachfüllung |
| Überfahrbare Schwellenhöhe | bis 2 cm |
| Maße Roboter | 353 × 350 × 96,5 mm |
| Maße Station | 340 × 487 × 519 mm |
| Gewicht Set | 11,8 kg (Amazon-Listung) |
| Geräuschpegel | 64 dB (Amazon-Listung) |
| Steuerung | Roborock-App, Alexa, Google Assistant, Siri, Tasten am Gerät |
| WLAN | 2,4 GHz (5 GHz wird nicht unterstützt) |
| UVP | 599,99 € |
Unsere Rezension
Der QV 35A ist Roborocks Einstieg in die Klasse mit vollautomatischer Station: Der Roboter saugt mit 8.000 Pa, wischt mit zwei rotierenden Mopps und fährt danach in eine Station, die den Staub absaugt, die Mopps wäscht und den Wassertank nachfüllt. Grundlage dieser Einordnung sind die Roborock-Datenblätter, die Amazon-Listung und der Vergleich mit den Nachbarmodellen der Serie.
Das spricht dafür
- Station übernimmt Absaugen, Moppwäsche und Wassernachfüllung, dadurch bleiben im Alltag nur die Tanks
- Staubbeutel mit 2,7 l hält laut Roborock 7 bis 9 Wochen
- Vollgummi-Hauptbürste und asymmetrische Seitenbürste reduzieren Haarwickel spürbar
- Wischmodul fährt 10 mm hoch und lässt Kurzflorteppiche trocken
- LiDAR-Navigation mit Karten für bis zu vier Etagen
- Straßenpreis liegt deutlich unter der UVP von 599,99 €
Das spricht dagegen
- Moppwäsche läuft mit kaltem Wasser, Fett und Geruch bleiben hartnäckiger als bei Heißwasser-Stationen
- Kaltlufttrocknung braucht mehrere Stunden, bis die Pads wirklich trocken sind
- Reactive Tech erkennt Hindernisse per strukturiertem Licht, kleine Objekte wie Kabel oder Socken bleiben ein Risiko
- Der Roboter baut mit 9,65 cm Höhe auf, unter niedrige Sofas passt er damit nicht überall
- Station braucht rund 34 × 49 cm Stellfläche plus Freiraum davor
Der QV 35A im Detail
8.000 Pa: was die Zahl im Alltag bedeutet
Pascal misst den Unterdruck, den das Gebläse erzeugt. Die Zahl sagt also, wie kräftig der Roboter zieht, wenn der Kanal geschlossen ist; wie viel Staub am Ende im Behälter landet, hängt zusätzlich an Bürste, Dichtung und Bodenbelag. Auf Hartboden entscheidet ohnehin die Bürste über das Ergebnis, dort ist der QV 35A mit seinen 8.000 Pa reichlich ausgestattet. Interessant wird der Wert auf Teppich, weil der Flor Luft durchlässt und Saugkraft schluckt.
Für Kurzflor und den täglichen Durchgang trägt diese Klasse gut. Bei Hochflor, tief eingetretenem Tierhaar oder feinem Sand aus dem Katzenklo bleibt sichtbar mehr liegen als bei Modellen mit 15.000 Pa und mehr. Wer hauptsächlich Tierhaare bekämpft, findet im Ratgeber zum Entfernen von Tierhaaren von Polstern die Handarbeit, die ein Roboter ohnehin nicht abnimmt.
Zwei rotierende Mopps mit 200 Umdrehungen
Das Wischmodul arbeitet mit zwei runden Pads, die sich mit 200 Umdrehungen pro Minute drehen. Der Unterschied zu einem geschleppten Wischtuch ist mechanisch: Ein Tuch verteilt Wasser auf der Fläche, ein rotierendes Pad übt zusätzlich Druck aus und löst damit auch angetrocknete Flecken. Für Küchenboden mit Fettspritzern oder Flurfliesen nach Regenwetter ist das der spürbarere Fortschritt gegenüber älteren Robotern.
Erkennt der Roboter Teppich, hebt er das Modul um 10 mm an. Diese Anhebung reicht für Kurzflor und Läufer zuverlässig, bei dickeren Teppichen solltest du im Grundriss der App eine Sperrzone setzen. Die 30 Wasserstufen sind mehr als Marketing: Auf geöltem Parkett fährst du die Menge herunter, auf Fliesen im Bad hoch.
Die Station nimmt dir vier Handgriffe ab
Der eigentliche Sprung gegenüber einem einfachen Saugroboter liegt in der Station. Sie saugt den 330-ml-Behälter des Roboters in einen 2,7-l-Beutel ab, wäscht die Mopps, trocknet sie mit Kaltluft und füllt den kleinen Wassertank des Roboters aus einem 4-l-Frischwassertank nach. Für dich bleibt übrig: Frischwasser auffüllen, Schmutzwasser (3,5 l) ausleeren und alle paar Wochen den Beutel wechseln.
Rechnerisch bedeutet der Beutel mit 2,7 l gegenüber dem Roboterbehälter mit 330 ml ungefähr acht Entleerungen, die du nicht selbst machst. Roborock nennt 7 bis 9 Wochen, was zu einem Haushalt ohne Tiere passt. Mit Hund oder Katze verkürzt sich das Intervall deutlich.
Kaltwasser und Kaltluft: der Punkt, den du kennen solltest
Gewaschen wird mit kaltem Wasser, getrocknet mit Kaltluft. Das spart Strom und Bauteile, hat aber zwei Folgen. Erstens lösen sich Fettfilme mit kaltem Wasser schlechter, in der Küche bleibt mehr im Pad zurück. Zweitens dauert Kaltlufttrocknung mehrere Stunden, und ein Pad, das feucht in der Station liegt, ist die klassische Ursache für den muffigen Geruch, den viele Nutzer nach ein paar Wochen bemerken. Was dagegen hilft, steht im Ratgeber zum Geruch beim Wischroboter.
Praktisch heißt das: Trocknungsdauer in der App möglichst hoch einstellen und die Pads etwa alle zwei Wochen von Hand mit heißem Wasser ausspülen. Damit ist der Nachteil beherrschbar, verschwinden tut er nicht.
Reactive Tech: was strukturiertes Licht leistet
Die Navigation läuft über einen PreciSense-LiDAR-Turm, der die Wohnung mit einem rotierenden Laser vermisst. Das ist die zuverlässigste Technik für Grundriss und Wegplanung, sie funktioniert auch im Dunkeln. Für Hindernisse auf dem Boden ist ein zweites System zuständig: Reactive Tech projiziert strukturiertes Licht und erkennt daraus Umrisse vor dem Roboter.
Die Grenze dieser Lösung sitzt bei kleinen, flachen Objekten. Ein Ladekabel, eine Socke oder ein Spielzeugteil erkennen kamerabasierte Systeme der Oberklasse mit Objekterkennung besser. Wer regelmäßig Kabel auf dem Boden hat, sollte vor dem Start kurz aufräumen. Dafür entfällt hier die Kamera im Wohnraum, was manchem beim Datenschutz lieber ist.
Haare: Vollgummi-Bürste und asymmetrische Seitenbürste
Die Hauptbürste besteht aus einem spiralförmigen Vollgummi-Profil, die Seitenbürste ist asymmetrisch geformt und laut Roborock SGS-geprüft auf eine Verwicklungsrate von 0 %. Beides zielt auf das größte Ärgernis im Haushalt mit langen Haaren: das Auswickeln der Bürstenwalze mit der Schere.
Vollgummi führt die Haare an den Rand der Walze und von dort in den Saugkanal, wo sie im Behälter landen. In Haushalten mit langen Haaren ist das der Unterschied zwischen wöchentlicher und gelegentlicher Pflege. Die Seitenbürste bleibt trotzdem das Bauteil, das du regelmäßig kontrollierst.
Laufzeit und Fläche: der ehrliche Überschlag
Die 5.200 mAh und die genannten 180 Minuten sind Bestwerte aus der sparsamsten Stufe ohne Wischen. Rechnest du mit 25 bis 30 m² pro Stunde im kombinierten Saug-Wisch-Betrieb, landest du bei 75 bis 90 m² pro Ladung. Das deckt eine typische Drei-Zimmer-Wohnung ab.
Bei größeren Flächen greift die Wiederaufnahme: Der Roboter lädt zwischendurch nach und setzt an der Stelle fort, an der er aufgehört hat. Die Reinigung dauert dadurch länger, sie bleibt aber vollständig. Rechne bei 120 m² mit einem Durchgang über den halben Tag, was bei einer Zeitplanung während der Arbeitszeit keine Rolle spielt.
Wo Roborock spart
Der Preisunterschied zur Qrevo-Oberklasse steckt in drei Punkten: Heißwasser-Moppwäsche, Warmlufttrocknung und ein seitlich ausfahrbarer Mopp-Arm für Kanten. Dazu kommt die Hinderniserkennung ohne Kamera. Wer diese Funktionen braucht, landet beim Qrevo S Pro und zahlt fast das Doppelte.
Für den Alltag wiegt die Kombination aus Absaugstation, Moppwäsche und LiDAR-Navigation zum Straßenpreis dieses Modells jedoch schwer. Genau das macht den QV 35A zum sinnvollen Einstieg in die vollautomatische Klasse.
Was du im Betrieb einplanen solltest
Verschleißteile sind Staubbeutel, Wischpads, Filter und Seitenbürste. Der Beutel ist der einzige feste Posten, alles andere hält länger, wenn du es pflegst: Filter regelmäßig ausklopfen, Pads von Hand nachwaschen, Bürsten kontrollieren. Wie oft ein Filter wirklich getauscht werden muss, hängt am Haushalt, die Grundlagen dazu stehen im Ratgeber zur HEPA-Filter-Definition.
Kommt der Roboter irgendwann nicht mehr zuverlässig an die Ladekontakte oder bleibt der Akku früh stehen, lohnt ein Blick in die Ratgeber zum Saugroboter, der nicht mehr lädt und zum Akkuwechsel beim Saugroboter. Beides sind typische Themen nach zwei bis drei Jahren Betrieb.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Saugkraft | Station | Straßenpreis |
|---|---|---|---|
| Roborock QV 35A | 8.000 Pa | Absaugen, Moppwäsche kalt, Kaltlufttrocknung | ca. 329,99 € |
| Roborock Q7 L5+ | 8.000 Pa | Absaugstation ohne Moppwäsche | ca. 249,99 € |
| Roborock Qrevo S Pro | 18.500 Pa | Absaugen, Moppwäsche mit 75 °C, Warmluft | ca. 599,99 € |
Preise sind Amazon-Straßenpreise vom 11. August 2026 und schwanken. Der Sprung vom Q7 L5+ zum QV 35A kostet rund 80 € und bringt die Moppwäsche in der Station, also den Handgriff, der im Alltag am meisten nervt. Der Sprung zum Qrevo S Pro kostet noch einmal das Doppelte und bringt Heißwasser, Warmluft und mehr als die doppelte Saugkraft.
Für wen sich der Roborock QV 35A lohnt
Der QV 35A passt in Wohnungen bis etwa 100 m² mit überwiegend Hartboden und Kurzflorteppichen, in denen der Boden ohne tägliche Handgriffe sauber bleiben soll. Für Haushalte mit langen Haaren ist die Kombination aus Vollgummi-Bürste und asymmetrischer Seitenbürste ein echtes Argument, und der 2,7-l-Beutel nimmt die Entleerung für Wochen aus dem Alltag.
Gegen ihn spricht ein Zuhause mit viel Hochflor, mit häufig herumliegenden Kabeln oder mit hohem Anspruch an die Wischleistung in der Küche. Dort führt der Weg zu einem Modell mit Heißwasser-Station und Kamera-Hinderniserkennung. Wer dagegen den Einstieg in die vollautomatische Klasse sucht, ohne 600 € auszugeben, findet hier das derzeit stimmigste Paket. Der aktuelle Preis steht auf der Produktseite des Roborock QV 35A bei Amazon*.
Häufige Fragen
Wie stark saugt der Roborock QV 35A wirklich?
Roborock gibt 8.000 Pa Unterdruck an. Der Wert beschreibt die Kraft am Saugkanal, die tatsächlich aufgenommene Staubmenge hängt zusätzlich an Bürste und Dichtung. Für Hartboden und Kurzflorteppich reicht diese Klasse für den täglichen Durchgang aus. Bei Hochflor oder tief sitzendem Tierhaar arbeiten Modelle ab etwa 15.000 Pa sichtbar gründlicher.
Wäscht die Station des QV 35A die Mopps mit Warmwasser?
Die Station wäscht mit kaltem Wasser und trocknet anschließend mit Kaltluft. Heißwasser-Reinigung bei rund 60 bis 80 °C bieten erst die größeren Modelle der Qrevo-Reihe. Praktisch heißt das: Fettfilme in der Küche und Geruchsbildung im Pad musst du hier stärker im Blick behalten.
Wie oft muss ich den Staubbeutel wechseln?
Der Beutel in der Station fasst 2,7 l, Roborock nennt 7 bis 9 Wochen bis zum Wechsel. Wie lange es wirklich dauert, hängt an Haustieren, Teppichfläche und Reinigungsfrequenz. In einem Haushalt mit Hund oder Katze ist eher das untere Ende realistisch.
Kommt der QV 35A auf Teppich zurecht?
Auf Kurzflor ja. Der Roboter erkennt Teppich und hebt das Wischmodul um 10 mm an, sodass der Flor trocken bleibt. Hochflor über etwa 2 cm ist die Grenze, dort verheddert sich die Bürste leichter und der Roboter kommt schwerer auf die Fläche. Warum das so ist, steht im Ratgeber zum Saugroboter auf Teppich.
Wie groß darf die Wohnung sein?
Roborock nennt bis zu 180 Minuten Laufzeit. Rechnet man mit 25 bis 30 m² pro Stunde im kombinierten Saug-Wisch-Betrieb, sind das rechnerisch 75 bis 90 m² pro Ladung. Reicht der Akku nicht, fährt der Roboter zur Station, lädt nach und setzt die Reinigung an derselben Stelle fort.
Passt der Roborock QV 35A unter niedrige Möbel?
Der Roboter ist 9,65 cm hoch. Unter Sofas und Kommoden mit mindestens 10,5 cm Bodenfreiheit fährt er zuverlässig, darunter wird es eng. Miss die niedrigste Stelle deiner Möbel aus, bevor du dich festlegst, das ist bei jedem Modell mit LiDAR-Turm die kritische Größe.
Welchen Platz braucht die Station?
Die Station misst 340 × 487 × 519 mm. Rechne die Stellfläche plus etwa einen halben Meter freien Raum davor ein, damit der Roboter sauber andocken kann. Ein Stromanschluss in der Nähe ist Pflicht, ein Wasseranschluss ist bei diesem Modell nicht vorgesehen.
Was kostet der Betrieb im Jahr?
Laufende Kosten entstehen durch Staubbeutel, Wischpads, Filter und Seitenbürste. Der Beutel ist der einzige Posten, der sich nicht umgehen lässt, die übrigen Teile hältst du mit regelmäßiger Reinigung länger fit. Rechne bei normaler Nutzung mit einem Beutelwechsel alle zwei Monate.
Funktioniert der QV 35A ohne App?
Starten und zur Station schicken kannst du ihn über die Tasten am Gerät. Alles Weitere, also Karten, Sperrzonen, Wasserstufen, Zeitpläne und Etagenverwaltung, läuft über die Roborock-App. Ohne App verschenkst du den größten Teil der Steuerung.
Warum verbindet sich der Roboter nicht mit meinem WLAN?
Der QV 35A funkt ausschließlich im 2,4-GHz-Band. Viele Router bündeln 2,4 und 5 GHz unter einem Netznamen, dann landet das Handy im 5-GHz-Netz und die Kopplung scheitert. Trenne die Bänder während der Einrichtung oder schalte am Handy vorübergehend das 5-GHz-Netz ab.