Technische Daten
| Modellbezeichnung | Xiaomi Robot Vacuum X20+ (BHR8124EU) |
|---|---|
| Gerätetyp | Saug-Wisch-Roboter mit Absaug-, Wasch- und Trockenstation |
| Maximale Saugkraft | 6.000 Pa |
| Wischsystem | zwei rotierende Wischpads, 180 U/min |
| Anheben der Wischpads | bis 7 mm, ab 5 mm Teppichdicke empfiehlt Xiaomi den Vermeidungsmodus |
| Navigation | LDS-Lasernavigation mit 360-Grad-Scan, S-Cross-Weitwinkel-Hindernisvermeidung |
| Sensorik | Hindernis-, Absturz- und Objektsensor; Teppicherkennung fehlt |
| Kartenverwaltung | 2D-Karte, mehrere Etagen, Fortsetzen nach Unterbrechung |
| Bauhöhe | 9,7 cm |
| Maße des Roboters | 350 × 350 × 97 mm |
| Gewicht des Roboters | 3,67 kg |
| Maximale Schwellenhöhe | 2 cm |
| Staubbehälter im Roboter | 0,35 l |
| Wassertank im Roboter | nicht vorhanden, Wasser kommt aus der Station |
| Akku | 5.200 mAh, 14,4 V |
| Laufzeit | 140 Minuten im Standardmodus laut Xiaomi, bis 160 Minuten laut Datenblatt |
| Nennleistung des Roboters | 75 W |
| Station: Maße | 586 × 427 × 340 mm |
| Station: Frischwasser | 4 l |
| Station: Schmutzwasser | 3,5 l laut Datenblatt |
| Station: Staubbeutel | Einwegbeutel, bis zu 75 Tage ohne Wechsel |
| Station: Leistungsaufnahme | 1.000 W beim Absaugen, je 30 W beim Waschen und Trocknen |
| Wischpad-Reinigung | Wasserstrahl in der Station, ohne Heizung |
| Reinigungsmodi | 4 (saugen, wischen, gleichzeitig, erst saugen dann wischen) |
| Lautstärke | 60 dB |
| Steuerung | Xiaomi Home / Mi Home App, Alexa, Google Assistant, OTA-Updates |
| Fachtest-Note | testberichte.de 1,9 (gut) aus 4 Fachtests, darunter CHIP Online "gut" (2,3) |
Unsere Rezension
Der X20+ ist Xiaomis Einstieg in die Klasse der Saug-Wisch-Roboter mit vollwertiger All-in-One-Station: Sie saugt den Staubbehälter ab, wäscht die Wischpads und trocknet sie. Der Roboter selbst bleibt technisch bewusst schlicht, ohne eigenen Wassertank und ohne Sensor für Teppichböden. Grundlage der Einordnung sind die Xiaomi-Produktseite, die Händlerlistungen und die vier bei testberichte.de gebündelten Fachtests.
Das spricht dafür
- Die Station übernimmt Absaugen, Waschen und Trocknen und kostet im Paket rund 310 Euro, das ist für diesen Funktionsumfang wenig
- Vier Liter Frischwasser in der Station bedeuten bis zu 280 Quadratmeter Wischfläche ohne Nachfüllen
- Der Staubbeutel fasst laut Xiaomi den Schmutz von bis zu 75 Tagen bei täglicher Reinigung von 100 Quadratmetern
- LDS-Lasernavigation mit 360-Grad-Scan kartiert schnell und beherrscht mehrere Etagen, testberichte.de nennt die Hindernisvermeidung eine Stärke
- Mit 9,7 cm Bauhöhe fährt der Roboter unter die meisten Sofas und Sideboards
- 60 dB machen ihn leise genug für den Betrieb, während jemand im Nebenraum arbeitet
- Die Wischpads werden zum Trocknen und auf dem Rückweg zur Station angehoben, damit landet kein Schmutzwasser auf schon gewischten Flächen
Das spricht dagegen
- Eine Teppicherkennung fehlt: Teppichzonen musst du in der App von Hand einzeichnen, sonst fährt der Roboter mit nassen Pads darüber
- Mehrere Fachtests bemängeln übereinstimmend, dass Ecken und Ränder kaum erreicht werden
- Der Roboter hat keinen eigenen Wassertank, die Pads nehmen nur mit, was sie beim Waschen in der Station aufgesogen haben
- Die Wischpads werden in der Station lediglich kalt gespült, eine Heizung für die Wäsche gibt es nicht
- Mit 6.000 Pa liegt die Saugkraft im Jahr 2026 im unteren Mittelfeld, aktuelle Geräte derselben Preisklasse nennen 8.000 bis 20.000 Pa
- CHIP Online kritisiert ein träges Arbeitstempo, eine ungenaue Akkustandsanzeige und dass Hindernisse nicht immer zuverlässig umfahren werden
- Die Station misst 586 × 427 × 340 mm und braucht damit eine echte Stellfläche in Steckdosennähe
- Die Angaben zum Schmutzwassertank widersprechen sich: Die Amazon-Listung nennt 4 Liter, das Datenblatt bei testberichte.de 3,5 Liter, Xiaomi selbst nennt nur den 4-Liter-Frischwassertank
6.000 Pa im Jahr 2026: wo der X20+ damit steht
Die 6.000 Pascal des X20+ waren bei seinem Marktstart 2024 ein solider Mittelklassewert. Zwei Jahre später nennen Geräte derselben Preisklasse 8.000 bis 20.000 Pa, teilweise für weniger Geld. Der Wert allein ist damit kein Kaufargument mehr.
Wie viel davon im Ergebnis ankommt, ist eine andere Frage. Alle vier bei testberichte.de ausgewerteten Fachtests bewerten die Saugergebnisse positiv, zwei davon ausdrücklich auf Hartböden. Pascal beschreibt den Unterdruck am Saugmund; ob Schmutz tatsächlich aus dem Teppichflor kommt, hängt zusätzlich an Bürstendesign, Anpressdruck und Luftstromführung.
Praktisch heißt das: Auf Fliesen, Laminat, Vinyl und kurzflorigen Teppichen macht der X20+ seine Arbeit. Bei tiefflorigen Teppichen mit eingetretenen Tierhaaren fehlt ihm Reserve, und genau dort wäre ein aktuelleres Gerät die bessere Wahl. Was Saugroboter auf Teppich überhaupt leisten können, ordnet der Ratgeber Saugroboter fährt nicht auf Teppich ein.
Die Station: absaugen, waschen, trocknen
Der eigentliche Wert des Geräts steckt in der All-in-One-Basis. Sie erledigt drei Aufgaben, für die es sonst drei Handgriffe braucht.
Absaugen: Ein duales System leert den 0,35-Liter-Staubbehälter des Roboters in 10 Sekunden in einen Einwegbeutel. Xiaomi nennt bis zu 75 Tage ohne Beutelwechsel, gemessen bei täglicher Reinigung von 100 Quadratmetern in einem Zwei-Personen-Haushalt.
Waschen: Die beiden Wischpads werden eingeweicht, gedreht und mit Wasserstrahlen gespült. Dafür stehen 4 Liter Frischwasser bereit, laut Datenblatt bei testberichte.de fasst der Schmutzwasserbehälter 3,5 Liter.
Trocknen: Anschließend läuft eine Lufttrocknung, damit die Pads nicht schimmeln. Sie läuft mit rund 30 Watt.
Der Haken liegt im Detail: Die Wäsche erfolgt kalt. Zwei der vier Fachtests nennen das explizit als Schwäche. Warmes Wasser löst Fett deutlich besser, und genau darum werben Konkurrenten mit 60, 70 oder 80 Grad. Rechne deshalb damit, die Pads gelegentlich selbst in die Waschmaschine zu geben.
Kein Wassertank im Roboter: was daraus folgt
Eine Konstruktionsentscheidung prägt den Alltag mehr als jede Pascal-Zahl: Der Roboter hat keinen eigenen Wassertank. Das Wasser für die Wischpads kommt ausschließlich aus der Station, die Pads nehmen mit, was sie beim Waschgang aufgesogen haben. Zwei der Fachtests führen das als Kritikpunkt.
Was daraus folgt, ist eine begrenzte Feuchtigkeitsmenge je Fahrtabschnitt. Der Roboter kehrt in Intervallen zur Station zurück, spült die Pads und tränkt sie neu. Xiaomi nennt als Testbedingung für die 280 Quadratmeter Wischfläche eine Pad-Reinigungsfrequenz von 10 Quadratmetern, also alle 10 Quadratmeter ein Boxenstopp.
Der Vorteil dieser Bauweise ist ein flacher, leichter Roboter mit 9,7 cm Höhe. Der Nachteil zeigt sich bei angetrockneten Flecken, bei denen ein Gerät mit eigenem Tank gezielt mehr Wasser nachlegen kann. Wie sich rotierende Pads gegenüber Walzensystemen schlagen, vergleicht der Ratgeber Wischroboter: Walze oder Mop.
Teppich: Anheben ja, Erkennen nein
Hier liegt die wichtigste Einschränkung des Geräts, und sie taucht in mehreren Quellen auf.
Der X20+ hebt seine Wischpads um bis zu 7 Millimeter an. Das Datenblatt bei testberichte.de führt die Teppicherkennung aber als fehlend, und zwei Fachtests kritisieren genau das. Xiaomi bestätigt es in einer eigenen Fußnote: Teppichbereiche müssen in der Xiaomi-Home-App hinzugefügt und eingerichtet werden.
Die Amazon-Listung liest sich anders, dort steht “Automatisches Anheben auf Teppichen oder durch Einteilung von wischfreien Zonen”. Verlässlich ist die Herstellerangabe: Ohne markierte Zone gibt es kein automatisches Anheben.
Für dich bedeutet das eine einmalige Einrichtungsarbeit nach der ersten Kartierung. Ist sie erledigt, funktioniert die Automatik zuverlässig. Wird sie vergessen, fährt der Roboter mit feuchten Pads über den Teppich. Ab 5 Millimetern Teppichdicke empfiehlt Xiaomi ohnehin, den Vermeidungsmodus zu setzen. Welche Schäden feuchte Pads auf empfindlichen Teppichen anrichten können, beschreibt der Ratgeber Saugroboter macht Teppich kaputt.
Navigation: LDS-Laser plus S-Cross-Weitwinkel
Bei der Orientierung ist der X20+ auf der Höhe der Zeit. Ein LDS-Laserscanner dreht sich im Turm und tastet die Umgebung in einem 360-Grad-Scan ab. Daraus entsteht binnen einer Fahrt eine 2D-Karte, die Xiaomi Home in Räume aufteilt. Mehrere Etagen lassen sich speichern, und nach dem Aufladen setzt der Roboter dort fort, wo er unterbrochen hat.
Für niedrige Hindernisse ergänzt Xiaomi die S-Cross-Weitwinkel-Technologie, ein Linienlaser-System, das laut Herstellerfußnote im Bereich bis 500 Millimeter eine Abweichung von ±5 Millimetern erreicht und auch bei schlechten Lichtverhältnissen arbeitet.
testberichte.de nennt die Hindernisvermeidung eine ausdrückliche Stärke. CHIP Online sieht das differenzierter und bemängelt, dass Hindernisse nicht immer zuverlässig umfahren werden. Zwischen beiden Urteilen liegt vermutlich die Art der Hindernisse: Möbelkanten und Türschwellen liest der Laser sicher, herumliegende Kabel und Socken bleiben für ein System ohne Kamera-Objekterkennung schwierig.
Laufzeit, Bauhöhe und Stellfläche
Der Akku hat 5.200 mAh bei 14,4 Volt. Xiaomi nennt 140 Minuten bei gleichzeitigem Saugen und Wischen im Standardmodus, das Datenblatt bei testberichte.de führt 160 Minuten als Maximum, vermutlich im reinen Saugbetrieb.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Laufzeit laut Xiaomi (Standard, saugen + wischen) | 140 min |
| Laufzeit laut Datenblatt (Maximum) | 160 min |
| Wischfläche je Stationsfüllung | bis 280 m² |
| überschlagene Fläche je Ladung | rund 140 m² |
Da der Roboter selbstständig nachlädt und fortsetzt, spielt die Laufzeit erst in großen Häusern eine Rolle.
Bei den Maßen zahlst du den Preis für die Stationsfunktionen: Der Roboter bleibt mit 350 × 350 × 97 mm kompakt, die Basis misst dagegen 586 × 427 × 340 mm. Das ist eine echte Stellfläche, die einen Stromanschluss und freie Anfahrt braucht. Beim Absaugen zieht die Station kurzzeitig 1.000 Watt, beim Waschen und Trocknen je 30 Watt.
Mit 60 dB gehört der X20+ zu den leiseren Robotern. Wie oft ein solches Gerät sinnvollerweise läuft, ordnet der Ratgeber Saugroboter: wie oft laufen lassen ein.
Was die vier Fachtests gemeinsam kritisieren
testberichte.de bündelt vier Prüfungen zur Note 1,9 (gut) und stützt sich zusätzlich auf 5.349 Nutzermeinungen mit einem Schnitt von 4,2 Sternen.
| Quelle | Datum | Urteil |
|---|---|---|
| CHIP Online | 15.10.2024 | ”gut” (2,3), Preis-Leistung “günstig” (2,3) |
| Fachtest | 09.09.2024 | ”gut” (83 von 100 Punkten) |
| Fachtest | 03.05.2024 | 4 von 5 Sternen |
| Fachtest | 30.04.2024 | ohne Endnote |
| testberichte.de | Bündelnote | 1,9 (gut) |
Zwei Kritikpunkte tauchen in mehreren Tests unabhängig voneinander auf und wiegen deshalb schwer:
Ecken und Ränder werden kaum erreicht. Drei der vier Tests nennen das. Rotierende Wischpads sitzen mittig unter dem Gehäuse, ein runder Roboter kommt damit nie ganz in die Zimmerecke. Die Nachfolger mit ausfahrbarem Pad-Arm lösen genau dieses Problem.
Fehlende Teppicherkennung, wie oben beschrieben.
CHIP Online ergänzt drei eigene Punkte: wenig mitgeliefertes Zubehör, eine ungenaue Anzeige des Akkustands und ein träges Arbeitstempo. Der letzte Punkt ist typisch für Geräte, die häufig zum Pad-Waschen zurückfahren.
Widersprüche in den Datenangaben
Drei Werte weichen zwischen den Quellen ab, und du solltest sie kennen, bevor du kaufst.
Schmutzwassertank: Die Amazon-Listung nennt “4L Frischwasser- und 4L Abwassertank”. Das Datenblatt bei testberichte.de führt 4 Liter Frischwasser und 3,5 Liter Schmutzwasser. Xiaomi selbst spricht auf der Produktseite nur vom “großen 4-Liter-Wassertank” und lässt den Schmutzwasserbehälter offen. Der Wert von 3,5 Litern ist der plausiblere, weil ein Schmutzwassertank üblicherweise kleiner ausfällt.
Laufzeit: 140 Minuten laut Xiaomi im Standardmodus, 160 Minuten laut Datenblatt als Maximum.
Teppichanhebung: Die Amazon-Listung suggeriert automatisches Anheben auf Teppichen, Xiaomis eigene Fußnote verlangt manuell eingerichtete Zonen.
In allen drei Fällen gilt die Herstellerangabe als maßgeblich.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Saugkraft | Station | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Xiaomi X20+ (dieses Modell) | 6.000 Pa | absaugen, waschen, lufttrocknen | ab ca. 312 € | 3,9 / 5 |
| Roborock QV 35A | 8.000 Pa | absaugen, waschen | ab ca. 330 € | 4,0 / 5 |
| Ecovacs Deebot T50 Omni Gen2 | 15.000 Pa | Omni-Station mit Heißwasser | ab ca. 379 € | 4,1 / 5 |
| Ultenic T20 Pro | 6.000 Pa | Absaugstation mit 3,5-l-Beutel | ab ca. 220 € | 3,7 / 5 |
Der Roborock QV 35A liegt preislich fast gleichauf und bringt mehr Saugkraft mit. Der Deebot T50 Omni Gen2 kostet rund 67 Euro mehr, wäscht die Mopps aber mit Heißwasser und baut mit 81 mm noch flacher. Nach unten grenzt der Ultenic T20 Pro ab: gleiche Saugkraft, günstiger, ohne Wischpad-Wäsche in der Station.
Fazit: für wen der X20+ passt
Der Xiaomi X20+ ist die richtige Wahl für Wohnungen mit überwiegend Hartboden, in denen eine Station gewünscht ist, die Absaugen, Waschen und Trocknen selbst erledigt. Für rund 312 Euro bekommst du diesen Komfort mit LDS-Lasernavigation und einer Bauhöhe, die unter die meisten Möbel passt. Vier Fachtests bestätigen solide Saug- und Wischergebnisse, die Bündelnote 1,9 ordnet ihn im guten Mittelfeld ein.
Zwei Gruppen sollten sich anders entscheiden. Wer viel Teppich hat, kämpft mit der fehlenden Erkennung und den 6.000 Pa; dort lohnt der Griff zu einem Gerät mit Teppichsensor und mehr Saugreserve. Und wer Wert auf saubere Zimmerecken legt, findet in Modellen mit ausfahrbarem Wischarm die passende Antwort, weil der Randbereich die durchgängigste Kritik an diesem Roboter ist. Für die regelmäßige Pflege der Station und der Wasserwege hilft anschließend der Ratgeber Saugroboter entkalken.
Häufige Fragen
Erkennt der Xiaomi X20+ Teppiche automatisch?
Nein. Das Datenblatt bei testberichte.de führt die Teppicherkennung als fehlend, und zwei der vier ausgewerteten Fachtests kritisieren genau das. Xiaomi bestätigt es indirekt: In der Fußnote der Produktseite steht, dass Teppichbereiche in der Xiaomi-Home-App hinzugefügt und eingerichtet werden müssen. Das automatische Anheben der Pads funktioniert also nur in Zonen, die du selbst markiert hast.
Wie hoch dürfen Teppiche für den X20+ sein?
Die Wischpads heben sich um bis zu 7 Millimeter an. Xiaomi empfiehlt aber ab einer Teppichdicke von 5 Millimetern, in der App den Modus zur Teppichvermeidung zu wählen. Für Hochflorteppiche ist das Gerät im Wischbetrieb damit nicht geeignet, im reinen Saugmodus überfährt es sie problemlos.
Wie viel Fläche schafft der X20+ mit einer Ladung?
Xiaomi nennt 140 Minuten Akkulaufzeit im Standardmodus bei gleichzeitigem Saugen und Wischen, das Datenblatt bei testberichte.de führt bis zu 160 Minuten als Maximum. Bei einem üblichen Flächentempo von rund 1 Quadratmeter pro Minute entspricht das etwa 140 Quadratmetern. Der Roboter fährt zum Aufladen zurück und setzt die Reinigung anschließend fort, größere Wohnungen sind damit kein Problem.
Wie lange hält der Staubbeutel in der Station?
Xiaomi gibt bis zu 75 Tage an. Der Messaufbau dahinter steht in der Fußnote: tägliche Reinigung einer 100 Quadratmeter großen, von zwei Personen bewohnten Fläche mit Teppichboden. In einem Haushalt mit Hund oder Katze wirst du den Beutel deutlich früher wechseln.
Passt der Roboter unter meine Möbel?
Der X20+ baut 9,7 cm hoch und misst 35 × 35 cm in der Grundfläche. Damit kommt er unter die meisten Sofas und Sideboards, deren Bodenfreiheit üblicherweise zwischen 10 und 15 cm liegt. Schwellen überwindet er bis 2 cm Höhe.
Wie werden die Wischpads gereinigt?
In der Station werden sie kurz eingeweicht, gedreht und mit Wasserstrahlen abgespült, danach an der Luft getrocknet. Eine Heizung für Wasser oder Trocknungsluft gibt es nicht, zwei Fachtests führen das ausdrücklich als Schwäche. Fett und angetrocknete Rückstände lösen sich mit kaltem Wasser schlechter, weshalb du die Pads von Zeit zu Zeit von Hand waschen solltest.
Was unterscheidet X20+, X20 Pro und X20 Max?
Alle drei teilen sich die Bauform, unterscheiden sich aber in Saugkraft und Wischtechnik. Der X20+ kommt auf 6.000 Pa und kostet rund 312 Euro, der X20 Pro auf 7.000 Pa für rund 350 Euro, der X20 Max auf 8.000 Pa mit ausfahrbarem Wischpad-Arm für rund 396 Euro. Der Arm des Max ist der einzige echte Funktionsunterschied, weil er den bei allen dreien kritisierten Randbereich besser erreicht.
Reichen 6.000 Pa Saugkraft aus?
Für Hartböden und kurzflorige Teppiche in einem Haushalt ohne Tiere reicht das aus, die Fachtests bewerten die Saugergebnisse durchweg positiv. Im Vergleich zum aktuellen Marktangebot ist der Wert allerdings niedrig: Geräte derselben Preisklasse nennen 2026 zwischen 8.000 und 20.000 Pa. Bei tiefflorigen Teppichen mit eingetretenen Tierhaaren stößt der X20+ an seine Grenzen.
Brauche ich Reinigungsmittel für das Wischwasser?
Xiaomi sieht dafür keinen eigenen Behälter vor, das Wasser kommt pur aus dem 4-Liter-Frischwassertank der Station. Viele Hersteller verbieten Fremdreiniger ausdrücklich, weil Schaum die internen Pumpen stört. Welche Mittel überhaupt für Wischroboter zugelassen sind, ordnet der Ratgeber zu Wischroboter-Reinigern aus dem Supermarkt ein.
Wie viel Platz braucht die Station?
Die All-in-One-Basis misst 586 × 427 × 340 mm, das entspricht in der Grundfläche etwa einem halben Meter Regalbreite. Sie braucht einen Stromanschluss und rund einen halben Meter freien Anfahrtsbereich davor, damit der Roboter zuverlässig andockt.