Saugleistung beim Staubsauger: Pa, mbar und Airwatt erklärt

Pa, mbar, l/s oder Airwatt: was die Saugleistung beim Staubsauger in jeder Einheit misst, wie du umrechnest und welche Werte heutige Geräte erreichen.

Staubsauger Veröffentlicht am 10 Min. Lesezeit

In diesem Artikel
  1. Welche Zahl auf dem Datenblatt was misst
  2. Pa, kPa und mbar umrechnen
  3. Wie viel Pa Staubsauger heute haben
  4. Luftstrom in l/s und m³/h
  5. Saugleistung berechnen: Unterdruck mal Luftstrom
  6. Watt und Saugleistung: wie viel vom Strom ankommt
  7. Die maximale Saugleistung: was „max.“ bedeutet
  8. Warum sich die Werte nur grob vergleichen lassen
  9. Woran du ausreichende Saugleistung erkennst
  10. Fazit
  11. Häufige Fragen

Welche Zahl auf dem Datenblatt was misst

Unter dem Wort Saugleistung stehen in Datenblättern vier verschiedene Größen. Sie haben eigene Einheiten und lassen sich nur teilweise ineinander umrechnen:

AngabeEinheitWas sie misstTypisch bei
Unterdruck, oft „Saugkraft“Pa, kPa, mbarDruckunterschied zur Umgebung bei verschlossener ÖffnungSaugrobotern, Akkusaugern, Werkstattsaugern
Luftstrom, Volumenstroml/s, m³/hLuftmenge, die bei freier Öffnung durch das Gerät strömtWerkstattsaugern, wenigen Saugrobotern
Luftleistung, „Saugleistung“Airwatt (AW), WLeistung des Luftstroms, das Produkt aus Unterdruck und LuftmengeAkkusaugern, einzelnen Bodenstaubsaugern
LeistungsaufnahmeWElektrische Leistung, die das Gerät aus Netz oder Akku ziehtallen Geräten

Der Unterdruck beschreibt, wie kräftig das Gebläse an festsitzendem Schmutz zieht, etwa an Sand zwischen Teppichfasern. Der Luftstrom beschreibt, wie viel Material es abtransportieren kann. Die Luftleistung fasst beides in einer Zahl zusammen. Die Leistungsaufnahme gibt dagegen den Stromverbrauch an, der beim Saugen zum Teil als Wärme und Geräusch verloren geht.

Verwirrend wird es beim Watt. Kärcher nennt für den Aschesauger AD 2 eine Saugleistung von 190 W, gemeint ist die Luftleistung. Tineco schreibt beim Carpet One Cruiser 1.320 W Nennleistung und 130 W Saugleistung nebeneinander. Gleiche Einheit, zwei völlig verschiedene Größen.

Pa, kPa und mbar umrechnen

Pascal, Kilopascal und Millibar beschreiben dieselbe physikalische Größe, den Druck. Ein Pascal entspricht der Kraft von einem Newton auf einen Quadratmeter. Welche Schreibweise ein Hersteller wählt, hängt eher an der Gerätegattung als an der Technik. Saugroboter und viele Akkusauger werben mit Pa, Tineco schreibt kPa, Werkstatt- und Aschesauger nennen mbar. Ecovacs führt bei einem Roboter zusätzlich 0,22 bar.

PakPambar
5.000550
10.00010100
15.00015150
20.00020200
25.00025250
30.00030300
36.00036360

Die Faustregeln dazu: Pascal durch 1.000 ergibt Kilopascal, Pascal durch 100 ergibt Millibar. 230 mbar beim Kärcher AD 2 sind also 23.000 Pa, die 21 kPa des Tineco Pure One S70 sind 21.000 Pa. Einige US-Datenblätter geben den Unterdruck in Zoll Wassersäule an („inches of water lift“). Ein Zoll Wassersäule entspricht rund 249 Pa.

Wie viel Pa Staubsauger heute haben

Die Grafik ordnet die Herstellerangaben aus unseren Rezensionen nach Geräteart. Alle Werte gelten für die höchste Stufe:

Skala des maximalen Unterdrucks von 0 bis 40 Kilopascal nach Geräteart: Saugroboter von 4 bis 36 kPa bei 16 bis 22 Litern pro Sekunde, Akku-Stielsauger von 18 bis 30 kPa, Kärcher-Aschesauger bei 23 und 24 kPa, der Werkstattsauger Bosch GAS 35 M AFC bei 25,4 kPa und 74 Litern pro Sekunde. Die physikalische Grenze liegt bei 101,3 kPa.

Beim Unterdruck liegen Akkusauger, Aschesauger und Werkstattsauger eng beieinander. Der Werkstattsauger hebt sich erst über die Luftmenge ab.

Die wichtigsten Werte im Überblick:

GerätGeräteartUnterdruck laut Herstellerweitere Angabe
Xiaomi G20 LiteAkku-Stielsauger18.000 Pakein Airwatt-Wert
Tineco Pure One S70Akku-Stielsauger21 kPa200 AW
Dreame V20 ProAkku-Stielsauger24.000 Pa210 AW
Xiaomi G20Akku-Stielsauger25.000 Pa150 AW
Xiaomi G20 MaxAkku-Stielsauger25.000 Pa180 AW
Dreame V30Akku-Stielsauger30.000 Pa330 AW
Kärcher AD 2Aschesauger230 mbar190 W Saugleistung
Kärcher AD 4 PremiumAschesauger240 mbar190 W Saugleistung
Bosch GAS 35 M AFCWerkstattsauger254 mbar74 l/s

Bei klassischen Bodenstaubsaugern bleibt die Spalte meist leer. Miele, Bosch und Philips veröffentlichen für ihre aktuellen Geräte weder Pascal noch Airwatt, sie nennen nur die Leistungsaufnahme. Bosch verweist bei der Serie 8 auf Messungen nach der EU-Verordnung 666/2013 und der Norm EN 60312-1, deren Ergebnis eine Staubaufnahme in Prozent ist. Eine der seltenen Ausnahmen ist AEG mit 232 Airwatt für den Clean 6000 Öko.

Für Saugroboter gelten eigene Spielregeln, die Spanne reicht dort von 4.000 Pa beim eufy C10 bis 36.000 Pa beim Roborock Saros 20. Was die Pa-Zahl bei Robotern taugt und wie viel davon am Boden ankommt, erklärt der Ratgeber Was bedeutet Pa bei Saugrobotern.

Luftstrom in l/s und m³/h

Der Luftstrom ist die zweite Hälfte der Saugleistung, und ausgerechnet ihn nennen die wenigsten Hersteller. Gemessen wird er bei freier Öffnung, also am Gegenpol zum Unterdruck. Strömt die Luft ungehindert, ist der Unterdruck fast null und der Luftstrom am größten.

Zwei Einheiten sind üblich, Liter pro Sekunde und Kubikmeter pro Stunde. Die Umrechnung ist einfach, weil eine Stunde 3.600 Sekunden hat und ein Kubikmeter 1.000 Liter:

l/sm³/hBeispiel
1657,6Ecovacs Deebot T80 Omni
2279,2Ecovacs Deebot X12 Pro Omni
43154,8Kärcher T 12/1, Profi-Trockensauger laut Händlerlisting
74266,4Bosch GAS 35 M AFC

Liter pro Sekunde mal 3,6 ergibt Kubikmeter pro Stunde. Zentral- und Industriesauger werden meist in m³/h angegeben, Werkstattsauger und Saugroboter in l/s. US-Hersteller nennen „CFM“, Kubikfuß pro Minute. Ein CFM entspricht rund 0,47 l/s.

Der Luftstrom entscheidet über grobe und schwere Partikel. Ein Werkstattsauger mit 74 l/s trägt Sägespäne und Bauschutt durch den Schlauch, ein Saugroboter mit 22 l/s bei ähnlichem Unterdruck schafft das nicht. Auf glatten Böden mit Krümeln zählt die Luftmenge mehr, im tiefen Teppichflor der Unterdruck.

Saugleistung berechnen: Unterdruck mal Luftstrom

Die Luftleistung ergibt sich aus einer einfachen Formel:

Luftleistung in Watt = Unterdruck in Pascal × Luftstrom in m³/s

Für den Luftstrom in Kubikmetern pro Sekunde teilst du Liter pro Sekunde durch 1.000. Ein Sauger, der bei 12.000 Pa noch 25 l/s bewegt, liefert an diesem Arbeitspunkt 12.000 × 0,025 = 300 Watt Luftleistung, also 300 Airwatt.

Der häufigste Rechenfehler liegt darin, die beiden Maximalwerte aus dem Datenblatt zu multiplizieren. Der höchste Unterdruck gilt bei verschlossener Öffnung, der höchste Luftstrom bei freier Öffnung. Beide Zustände treten nie gleichzeitig auf, an jedem der beiden Endpunkte ist die Luftleistung null. Beim Bosch GAS 35 M AFC ergäben 25.400 Pa mal 0,074 m³/s rund 1.880 Watt, mehr als die 1.200 Watt, die das Gerät aus der Steckdose zieht.

Eine brauchbare Näherung gibt es trotzdem. Bei einer idealisiert geraden Kennlinie liegt die höchste Luftleistung dort, wo Unterdruck und Luftstrom jeweils die Hälfte ihres Maximums erreichen. Das ergibt ein Viertel des Produkts:

maximale Luftleistung ≈ (max. Unterdruck × max. Luftstrom) ÷ 4

Für den Bosch-Werkstattsauger wären das rund 470 Watt. Echte Gebläsekennlinien verlaufen gekrümmt, die Näherung liefert deshalb nur eine Größenordnung. Sie eignet sich, um zwei Geräte mit vollständigen Angaben grob zu vergleichen.

Airwatt-Werte messen Prüflabore genau so, über die ganze Kennlinie. Die Hersteller geben dafür Normen an. Roborock nennt für den H60 Hub eine Messung durch TÜV Rheinland nach IEC 62885-4, der Norm für Akkusauger, im Max-Modus ohne Zubehör. Der Begriff Airwatt selbst stammt aus der US-Norm ASTM F558.

Watt und Saugleistung: wie viel vom Strom ankommt

Die Leistungsaufnahme ist die bekannteste Zahl und die am wenigsten aussagekräftige. Wie viel davon im Luftstrom landet, zeigen Akkusauger, deren Hersteller beide Werte nennen:

GerätLeistungsaufnahmeLuftleistungAnteil
Xiaomi G20460 W150 AW33 %
Dreame V20 Pro610 W210 AW34 %
Samsung Jet 95 CompleteClean580 W210 AW36 %
Dreame V30880 W330 AW38 %

Rund ein Drittel der elektrischen Leistung kommt als Luftleistung an, der Rest geht in Motorverluste, Reibung der Luft in Kanälen und Filtern und in Wärme. Die Anteile liegen bei allen vier Geräten nah beieinander. Innerhalb dieser Gruppe ist die Wattzahl also ein grober Hinweis, für Geräte mit unterschiedlicher Bauart taugt sie nicht.

Bei Bodenstaubsaugern begrenzt die EU-Ökodesign-Verordnung 666/2013 die Leistungsaufnahme seit September 2017 auf unter 900 Watt. Gleichzeitig schreibt sie eine Mindest-Staubaufnahme vor: 75 Prozent auf Teppich und 98 Prozent auf Hartboden mit Fuge im genormten Test. Die Wattzahl alter Geräte mit 2.000 Watt taugt deshalb nicht als Maßstab für heutige. Warum die alten Wattzahlen so hoch waren, steht im Ratgeber zum Bodenstaubsauger mit 2.000 Watt.

Die maximale Saugleistung: was „max.“ bedeutet

Jede Pa- und Airwatt-Angabe im Datenblatt gilt für die höchste Stufe, je nach Marke Turbo, Boost, Max+ oder Jet genannt. Xiaomi vermerkt beim G20 Lite ausdrücklich den Turbomodus bei vollem Akku. Im Alltag läuft ein Akkusauger meist auf einer mittleren Stufe mit einem Bruchteil davon.

Wie groß der Abstand ist, zeigt Samsung, das für den Jet 95 CompleteClean jede Stufe einzeln ausweist:

StufeLuftleistungLaufzeit laut Samsung
Jet210 AW3 Minuten
Max125 AW10 Minuten
Mid40 AW30 Minuten
Min18 AW60 Minuten

Die beworbene Höchstleistung hält also drei Minuten, die beworbene Laufzeit gilt für weniger als ein Zehntel davon. Beides ist korrekt angegeben, gehört aber nie zum selben Betriebszustand.

Eine gesetzliche Obergrenze für die Saugleistung gibt es nicht. Die 900-Watt-Grenze betrifft nur die Leistungsaufnahme netzbetriebener Geräte, Akkusauger, Saugroboter, Nass-Trockensauger und Industriesauger nimmt die Verordnung ausdrücklich aus. Die harte Grenze setzt die Physik. Mehr Unterdruck als der gesamte Luftdruck von rund 101.300 Pa ist unmöglich, das wäre ein vollständiges Vakuum. Der stärkste Saugroboter in unseren Rezensionen nutzt mit 36.000 Pa gut ein Drittel davon.

Warum sich die Werte nur grob vergleichen lassen

Zwei Datenblätter mit derselben Einheit messen nicht automatisch dasselbe. Drei Punkte machen den Unterschied:

  • Der Messort. Bosch nennt die 254 mbar und 74 l/s des GAS 35 ausdrücklich an der Turbine. Am Ende von Schlauch und Rohr kommt weniger an. Roborock misst die Airwatt des H60 ohne Zubehör, also ohne Bodendüse.
  • Das Labor. Ein Teil der Werte stammt aus internen Herstellerlaboren, ein Teil aus Prüfberichten unabhängiger Institute. Dreame belegt die 330 AW des V30 mit einem Bericht des Labors Suzhou GTT, beim V20 Pro nennt Dreame interne Labordaten.
  • Die Gewichtung. Dreame V20 Pro und Xiaomi G20 trennen beim Unterdruck nur 1.000 Pa, bei der Luftleistung 60 Airwatt. Der V20 Pro hat dabei den kleineren Pa-Wert und die höhere Luftleistung. Wer nur Pascal vergleicht, hält die beiden für gleich stark.

Am verlässlichsten sind gemessene Ergebnisse am Boden, etwa die Staubaufnahme in Prozent aus Tests von Stiftung Warentest oder Fachportalen. Sie zeigen, was Gebläse, Düse und Abdichtung zusammen leisten. Dreame V30 nahm in der Messreihe von smarthomeassistent.de auf Laminat 99,72 Prozent des Prüfschmutzes auf, auf Hochflor 75,31 Prozent.

Woran du ausreichende Saugleistung erkennst

Aus den Angaben lässt sich eine einfache Reihenfolge ableiten, nach der du Datenblätter liest:

  1. Airwatt zuerst. Nennt der Hersteller einen AW-Wert, ist er die beste einzelne Zahl. Unter den Akkusaugern unserer Rezensionen liegen Einsteiger um 85 bis 115 AW, die Mittelklasse bei 150 bis 210 AW und die Spitze bei 240 bis 330 AW.
  2. Pascal als Ergänzung. Bei gleicher Luftleistung hilft mehr Unterdruck auf Teppich, wo Schmutz zwischen den Fasern festsitzt.
  3. Luftstrom bei grobem Schmutz. Für Späne, Asche und Bauschutt zählen l/s. Hier liegen Werkstattsauger weit vorn.
  4. Düse und Bürste. Eine Elektrobürste mit rotierender Walze löst Schmutz mechanisch und gleicht einen geringeren Unterdruck auf Teppich teilweise aus.
  5. Messwerte vor Datenblatt. Steht eine gemessene Staubaufnahme zur Verfügung, schlägt sie jede Herstellerzahl.

Fehlen Pa und AW ganz, wie bei vielen Bodenstaubsaugern, bleibt die EU-Mindest-Staubaufnahme als Untergrenze. Jedes seit September 2017 verkaufte Netzgerät muss sie im genormten Test erreichen.

Fazit

Saugleistung ist keine einzelne Zahl. Pascal, Kilopascal und Millibar messen den Unterdruck und lassen sich mit Faktor 1.000 und 100 sauber umrechnen. Luftstrom in l/s oder m³/h ergänzt die zweite Hälfte, und Airwatt fassen beides zusammen. Für den Kauf eines Akkusaugers ist der AW-Wert die nützlichste Angabe, bei Werkstattsaugern das Paar aus mbar und l/s.

Lässt die Saugleistung an deinem eigenen Gerät nach, liegt das meist an einer Engstelle im Luftweg. Wie du die Engstelle im Luftweg findest, zeigt der Ratgeber Staubsauger saugt nicht mehr stark.

Häufige Fragen

Wie viel Pa hat ein guter Akku-Staubsauger?

Aktuelle Akku-Stielsauger nennen auf der höchsten Stufe zwischen 18.000 und 30.000 Pa, also 18 bis 30 kPa. Der Xiaomi G20 Lite liegt mit 18.000 Pa am unteren Rand, der Dreame V30 mit 30.000 Pa am oberen. Aussagekräftiger ist bei Akkusaugern die Airwatt-Angabe, weil sie die Luftmenge einschließt. Die Mittelklasse liegt bei 150 bis 210 AW, Spitzenmodelle bei 240 bis 330 AW.

Wie rechne ich mbar in Pa um?

Ein Millibar entspricht 100 Pascal. Du multiplizierst den mbar-Wert also mit 100: 254 mbar sind 25.400 Pa oder 25,4 kPa. Umgekehrt teilst du den Pascal-Wert durch 100. Zehn Millibar ergeben ein Kilopascal, ein Bar sind 100.000 Pa.

Was ist besser, mehr Pa oder mehr Airwatt?

Airwatt beschreiben die Leistung des Luftstroms und kommen der Reinigungswirkung näher. Der Pa-Wert misst nur den Unterdruck bei verschlossener Öffnung, also an einem Punkt, an dem keine Luft fließt. Xiaomi G20 und G20 Max nennen beide 25.000 Pa, liefern aber 150 und 180 AW. Steht beides im Datenblatt, entscheidet beim Vergleich zweier Akkusauger der Airwatt-Wert.

Wie viel Saugleistung hat ein Bodenstaubsauger?

Das lässt sich oft gar nicht beziffern, weil Miele, Bosch und Philips für ihre Bodenstaubsauger weder Pascal noch Airwatt veröffentlichen. Sie geben die Leistungsaufnahme an, die bei Netzgeräten unter 900 Watt liegen muss. Eine der wenigen Ausnahmen ist AEG mit 232 Airwatt für den Clean 6000 Öko. Als Ersatz taugen Testergebnisse zur Staubaufnahme auf Teppich und Hartboden.

Was bedeutet Saugleistung in Watt?

Das hängt davon ab, welches Watt gemeint ist. Die große Zahl auf dem Karton ist meist die Leistungsaufnahme, also der Stromverbrauch. Steht dagegen ausdrücklich Saugleistung oder Luftleistung in Watt da, geht es um die Leistung des Luftstroms, die einem Airwatt-Wert entspricht. Tineco nennt beim Carpet One Cruiser beides: 1.320 W Leistungsaufnahme und 130 W Saugleistung.

Kann man die Saugleistung eines Staubsaugers selbst messen?

Grob ja, mit einem digitalen Differenzdruck-Messgerät am Rohrende ohne Düse. Es zeigt den Unterdruck bei verschlossener Öffnung, also den Wert, den Hersteller in Pa angeben. Der Luftstrom lässt sich mit einem Flügelrad-Anemometer und dem Rohrquerschnitt abschätzen. Für den Vergleich mit Datenblättern reicht das nicht, weil Hersteller teils direkt an der Turbine messen, ohne Schlauch und Rohr. Um Leistungsverlust am eigenen Gerät zu erkennen, genügt der Vergleich mit dem Neuzustand.

Gibt es eine gesetzliche Obergrenze für die Saugleistung?

Für die Saugleistung selbst nicht. Die EU begrenzt seit September 2017 die Leistungsaufnahme netzbetriebener Staubsauger auf unter 900 Watt und schreibt zugleich eine Mindest-Staubaufnahme vor. Akkusauger, Saugroboter, Nass-Trockensauger und Industriesauger sind von dieser Verordnung ausgenommen. Physikalisch ist bei rund 101.300 Pa Schluss, das entspricht dem gesamten Luftdruck.

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