Saug-Wisch-Roboter mit Omni-Station · Ecovacs

Ecovacs Deebot T50 Omni Gen3 (Saug-Wisch-Roboter)

  • 25.000 Pa Saugkraft, derselbe Wert wie beim 95 Euro teureren Pro-Modell
  • Nur 81 mm Bauhöhe, weil das Navigationsmodul vollständig im Gehäuse sitzt
  • TruEdge 2.0 arbeitet mit weniger als 1 mm Abstand entlang der Kanten
  • Omni-Station wäscht die Wischpads mit 75 °C und trocknet sie mit Heißluft, wahlweise 2, 3 oder 4 Stunden
  • 4 Liter Frischwasser in der Station reichen laut Ecovacs für 400 m² Wischfläche

Preise: Stand 12.09.2026, Amazon 18:17 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der dein-staubsauger.de-Redaktion · Veröffentlicht am 12. September 2026

Ecovacs DEEBOT T50 OMNI Gen3

Technische Daten

Modellbezeichnung Ecovacs Deebot T50 Omni Gen3 (Teilenummer T50 OMNI WHITE Gen3 bzw. BLACK Gen3)
Gerätetyp Saug-Wisch-Roboter mit Absaug-, Wasch- und Trockenstation
Markteinführung April 2026
Maximale Saugkraft 25.000 Pa
Bauhöhe 81 mm
Maße des Roboters 352,7 × 351,6 × 81 mm
Navigation Ecovacs nennt im Datenblatt Mini-ToF, im Beschreibungstext derselben Seite ein vollständig integriertes dToF-LiDAR-Modul
Hinderniserkennung TrueDetect 3D, ohne KI-Kamera
Kartierung TrueMapping 2.0, bis 100 m² in einem Durchgang
Randreinigung TruEdge 2.0, weniger als 1 mm Abstand, 100 % Bodenabdeckung laut Ecovacs
Anti-Verheddern ZeroTangle 3.0
Wischsystem OZMO Turbo 2.0, zwei rotierende Wischpads mit Fünffach-Reinigung
Anheben der Wischpads bis 9 mm
Teppicherkennung vorhanden, zusätzlich Ultraschall-Teppicherkennung
Reinigungsmodi nur saugen, nur wischen, saugen und wischen, erst saugen dann wischen
Anpassung der Saugkraft manuell (Datenblatt Ecovacs)
Hindernisüberwindung mit Mopp 20 mm
Staubbehälter im Roboter 260 ml
Wassertank im Roboter 70 ml mit automatischem Nachfüllen aus der Station
Station: Staubbeutel 3 l
Station: Frischwasser 4 l
Station: Schmutzwasser 4 l
Wischpad-Wäsche 75 °C Heißwasser
Trocknung Heißluft bei 45 °C, wahlweise 2, 3 oder 4 Stunden
Wischfläche je Tankfüllung bis 400 m²
Laufzeit Ecovacs lässt das Feld im Datenblatt leer
Ladezeit 4 Stunden von 15 % auf 100 %
Akku Lithium-Ionen, 14,4 V; die Kapazität weist Ecovacs nicht aus
Geräuschpegel 63 dB
Gewicht des Roboters 3,44 kg (Händlerlistung); Ecovacs weist den Wert nicht aus
Lieferumfang Roboter, Ladestation, 1 Seitenbürste, Netzteil, 2 Wischtücher, 2 Einweg-Wischtücher, Handbuch
Fachtest-Note testberichte.de 1,7 (gut) als reine Redaktionsauswertung, ein Fachmagazin-Test liegt dort nicht vor
Kundenbewertung 138 Meinungen bei Amazon (Stand testberichte.de)

Unsere Rezension

Der Deebot T50 Omni Gen3 ist Ecovacs Mittelklasse-Saugroboter mit kompletter Omni-Station und die dritte Generation der T50-Reihe. Er saugt mit 25.000 Pa, wischt mit zwei rotierenden Pads, baut nur 81 Millimeter hoch und lässt seine Wischpads in der Station mit 75 Grad waschen und mit Heißluft trocknen. Gegenüber dem teureren T50 Pro Omni Gen3 fehlen ihm die KI-Kamera und die automatische Reinigungsmittelnachfüllung, die Kernwerte sind identisch. Grundlage der Einordnung sind die Ecovacs-Produktseite mit vollständiger Spezifikationstabelle, die Amazon- und OTTO-Listungen sowie die Auswertung von testberichte.de.

Das spricht dafür

  • 25.000 Pa Saugkraft entsprechen dem Wert des Pro-Modells, das rund 95 Euro mehr kostet
  • 81 mm Bauhöhe kommen unter Möbel, vor denen Roboter mit LiDAR-Turm stehen bleiben
  • TruEdge 2.0 wischt mit weniger als einem Millimeter Abstand entlang der Sockelleisten
  • Die Wischpads werden mit 75 °C gewaschen, das hält den typischen Wischgeruch klein
  • Die Heißlufttrocknung läuft wahlweise 2, 3 oder 4 Stunden, damit lässt sie sich auf Nachtruhe und Tagesbetrieb einstellen
  • 4 Liter Frisch- und 4 Liter Schmutzwasser in der Station reichen laut Ecovacs für 400 m² Wischfläche
  • Der 3-Liter-Beutel in der Station nimmt den Roboterbehälter von 260 ml über Wochen auf
  • Die Wischpads heben um bis zu 9 mm an, Teppiche bleiben beim kombinierten Betrieb trocken
  • 20 mm Hindernisüberwindung mit montiertem Mopp reichen für Türschwellen und Teppichkanten
  • Zwei Wischtücher und zwei Einweg-Wischtücher liegen bei, der erste Monat läuft ohne Nachkauf

Das spricht dagegen

  • Ecovacs widerspricht sich auf derselben Seite: Das Datenblatt nennt Mini-ToF als Navigationstyp, der Beschreibungstext ein vollständig integriertes dToF-LiDAR-Modul
  • Die KI-Kamera AIVI 3D 3.0 fehlt, Hindernisse erkennt nur TrueDetect 3D ohne Bilderkennung
  • Die automatische Reinigungsmittelnachfüllung der Station bleibt dem Pro-Modell vorbehalten
  • testberichte.de nennt Probleme mit der App-Steuerung und mit der Zuverlässigkeit der Hinderniserkennung bei einigen Nutzern
  • Die Note 1,7 ist eine reine Redaktionsauswertung, ein Fachmagazin-Test liegt dort nicht vor
  • Die Laufzeit lässt Ecovacs im Datenblatt leer, ebenso die Akkukapazität
  • Die Saugkraft passt sich laut Datenblatt nur manuell an, eine automatische Regelung über den Verschmutzungsgrad fehlt
  • Nur eine Seitenbürste liegt bei, ein Ersatzteil ist also schon zu Beginn sinnvoll
  • Händlerlistungen beschreiben das Gerät teils als beutellos und nennen im selben Text einen Staubbeutel, die Station arbeitet mit 3-Liter-Beutel
  • OTTO verlangt 399 Euro, Amazon rund 348 Euro; der Preisunterschied zwischen den Kanälen ist bei diesem Modell groß

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 4,5
Ausstattung 4,0
Navigation und Hinderniserkennung 3,5
Station 4,5

Gesamtwertung: 4,1 / 5

Was diesen Roboter in der Mittelklasse hält

Der Deebot T50 Omni Gen3 ist Ecovacs Angebot für alle, die eine komplette Omni-Station wollen, ohne in die Oberklasse zu greifen. Die Station saugt den Roboter ab, wäscht die Wischpads mit heißem Wasser, trocknet sie und füllt Wasser nach.

Technisch teilt das Gerät die Kernwerte mit dem teureren Pro-Modell: 25.000 Pa Saugkraft, 81 Millimeter Bauhöhe, TruEdge 2.0 für die Randreinigung und ZeroTangle 3.0 gegen Haarwickel. Gespart wird an der Wahrnehmung, und darauf kommt dieser Text später zurück.

Markteinführung war der April 2026, der Straßenpreis liegt inzwischen bei rund 348 Euro. Ecovacs selbst ruft im eigenen Shop 349 Euro auf, OTTO verlangt 399 Euro. Der Preisunterschied zwischen den Kanälen ist bei diesem Modell groß genug, um vor dem Kauf zu vergleichen.

81 Millimeter: warum die Bauhöhe hier zählt

Die meisten Saugroboter mit Laser-Navigation tragen einen Turm auf dem Deckel, in dem der rotierende Sensor sitzt. Das kostet Bauhöhe, und Bauhöhe entscheidet darüber, wohin der Roboter kommt.

Ecovacs hat das Modul beim T50 ins Gehäuse verlegt. Das Ergebnis sind 81 Millimeter, und damit fährt der Roboter unter Betten mit 9 Zentimetern Bodenfreiheit, unter tiefe Sofas und unter Sideboards. Zum Vergleich: Der Ecovacs Deebot T30e Omni baut 100,35 Millimeter hoch und bleibt an denselben Möbeln stehen.

Der Nutzen ist größer, als er klingt. Unter dem Bett sammelt sich der Staub, der später wieder in die Raumluft geht, und genau dort kommt ein Handgerät selten hin. Woraus dieser Staub besteht, ordnet der Ratgeber Woraus besteht Hausstaub ein.

Die Maße des Roboters liegen bei 352,7 × 351,6 × 81 Millimetern, das Gewicht gibt eine Händlerlistung mit 3,44 Kilogramm an. Ecovacs selbst weist es nicht aus.

Die Station: 75 Grad, 45 Grad und drei Liter

Die Omni-Station ist der Grund, warum dieses Gerät mehr kostet als ein einfacher Saugroboter, und sie ist gut ausgestattet.

Nach jedem Lauf saugt die Station den 260-Milliliter-Behälter des Roboters in einen 3-Liter-Beutel ab. Bei täglichem Betrieb reicht der mehrere Wochen, und Du greifst nur zum Beutelwechsel an das Gerät.

Die Wischpads werden mit 75 Grad heißem Wasser gewaschen. Anschließend läuft die Heißlufttrocknung mit 45 Grad, wahlweise zwei, drei oder vier Stunden. Die Wahlmöglichkeit ist mehr als Spielerei: Vier Stunden nachts sind unkritisch, tagsüber bei Anwesenheit wählst Du zwei.

Der Frischwassertank fasst 4 Liter, der Schmutzwassertank ebenfalls. Daraus ergeben sich laut Ecovacs bis zu 400 Quadratmeter Wischfläche, bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung also grob fünf Durchgänge. Der Roboter selbst trägt nur 70 Milliliter und füllt während der Fahrt automatisch nach, ein Niedrigwasser-Alarm meldet sich rechtzeitig.

Warum die Heißwäsche mehr wert ist als eine kalte Spülung, zeigt sich nach zwei Wochen Betrieb. Feucht abgestellte Pads riechen, und der Geruch wandert mit dem nächsten Wischgang zurück in die Wohnung. Die Ursachen dafür beschreibt der Ratgeber Wischroboter stinkt beim Wischen.

Wo Ecovacs spart: die Wahrnehmung

Hier liegt der eigentliche Unterschied zum Pro-Modell, und er betrifft das Erkennen, nicht das Reinigen.

Der T50 Omni Gen3 arbeitet mit TrueDetect 3D, also mit strukturiertem Licht. Kabel, Schuhe, Möbelbeine und Türschwellen erkennt er damit. Was fehlt, ist AIVI 3D 3.0, die KI-Kamera des Pro-Modells, die Objekte auch benennt und daraus Verhalten ableitet. Ebenfalls gestrichen ist der KI-Wischmopp mit sofortiger Nachwischfunktion, der einen erkannten Fleck ein zweites Mal überfährt.

Genau an dieser Stelle setzt die Kritik von testberichte.de an. Dort stehen Probleme mit der App-Steuerung und mit der Zuverlässigkeit der Hinderniserkennung bei einigen Nutzern als Schwäche. Das ist keine Messung, es ist eine Auswertung von Nutzerrückmeldungen, und es passt zur technischen Ausstattung.

Ein zweiter Verzicht betrifft die Station: Die automatische Reinigungsmittelnachfüllung bleibt dem T50 Pro Omni Gen3 vorbehalten, ebenso die Ladeautomatik für Nachtstrom. Fremde Reinigungsmittel gehören ohnehin nicht in den Tank, Ecovacs verbietet das in den Handbüchern der Reihe wegen Schaum in den Pumpen. Welche Mittel überhaupt in Frage kommen, ordnet der Ratgeber Wischroboter-Reiniger aus dem Supermarkt ein.

Und die Saugkraft passt sich laut Datenblatt nur manuell an. Der Roboter erkennt also keinen Verschmutzungsgrad und regelt nicht selbst hoch. Wer das will, stellt es in der App je Raum ein.

Ein Widerspruch im eigenen Datenblatt

Bei der Navigation widerspricht sich Ecovacs auf derselben Produktseite, und das gehört offengelegt.

Die Spezifikationstabelle nennt als Navigationstyp Mini-ToF. Der Beschreibungstext oberhalb spricht von einem vollständig integrierten dToF-LiDAR-Modul, dem die 81 Millimeter Bauhöhe zu verdanken sind. Beides sind Laufzeitmessverfahren, ein dToF-LiDAR ist allerdings die präzisere und teurere Variante.

Auffällig ist außerdem, dass die Tabelle des Pro-Modells an derselben Stelle ebenfalls Mini-ToF nennt, obwohl Ecovacs dort AIVI 3D 3.0 bewirbt. Die Vermutung liegt nahe, dass die Tabellenspalte für beide Geräte gleich gepflegt wird. Für die Praxis heißt das: Die Kartierung über TrueMapping 2.0 erfasst laut Hersteller bis zu 100 Quadratmeter in einem Durchgang, und diese Angabe steht in beiden Quellen gleich.

Ebenfalls leer bleibt im Datenblatt das Feld zur Laufzeit, und die Akkukapazität fehlt auch. Angegeben sind nur 14,4 Volt Nennspannung und vier Stunden Ladezeit von 15 auf 100 Prozent. Diese Seite trägt dort bewusst keinen Schätzwert ein.

Teppich, Kanten und Haare

Drei Alltagsprobleme entscheiden bei Saug-Wisch-Robotern über die Zufriedenheit, und dieses Gerät hat für alle drei eine Antwort.

Teppiche. Die Wischpads heben um bis zu 9 Millimeter an, dazu kommt eine Ultraschall-Teppicherkennung. Der Roboter fährt also über den Teppich, ohne ihn zu befeuchten. Passiert das trotzdem, liegt es meist an den Einstellungen der Teppichstrategie; Wege dahin beschreibt der Ratgeber Saugroboter fährt nicht auf Teppich.

Kanten. TruEdge 2.0 geht laut Ecovacs bis auf weniger als einen Millimeter an die Sockelleiste heran und erreicht 100 Prozent Bodenabdeckung. Der ungewischte Randstreifen ist die klassische Schwäche runder Roboter, und testberichte.de nennt diese Technik ausdrücklich unter den Stärken.

Haare. ZeroTangle 3.0 soll verhindern, dass sich Haare um die Bürstenwalze wickeln. Ecovacs nennt für dieses Modell keine Prüfberichtsnummer, anders als Roborock bei den F25-Geräten. Die Technik ist in der Reihe eingeführt und funktioniert nach dem Prinzip abgewinkelter Bürstenstege mit Kammzähnen.

Die 20 Millimeter Hindernisüberwindung mit montiertem Mopp reichen für normale Türschwellen und für die Kante eines flachen Teppichs. Höhere Schwellen bleiben eine Grenze, und daran ändert keine Software etwas.

Was der Handel durcheinanderbringt

Bei diesem Gerät lohnt der Blick auf die Artikelbeschreibung, weil sich die Händlertexte widersprechen.

Eine Listung beschreibt den T50 Omni Gen3 als beutellos und nennt im selben Satz einen Staubbeutel mit 0,26 Litern. Richtig ist: Der Roboter hat einen 260-Milliliter-Behälter, und die Station arbeitet mit einem 3-Liter-Staubbeutel. Beutellose Stationen führt Ecovacs unter dem Namen OmniCyclone, und dieses Gerät gehört nicht dazu.

Auch die Preise streuen deutlich. Amazon verkauft für rund 348 Euro über den eigenen Versand, Ecovacs selbst für 349 Euro, OTTO für 399 Euro. Zwei Farbvarianten sind im Umlauf, Weiß und Schwarz, technisch identisch und bei Amazon wenige Cent auseinander.

Quellenlage: eine Note ohne Fachtest

Die Bewertungsgrundlage ist bei diesem Gerät schmaler als beim Pro-Modell.

testberichte.de führt den T50 Omni Gen3 mit der Note 1,7 (gut). Anders als beim Pro-Modell, zu dem dort Tests von Les Numériques und IMTEST ausgewertet sind, steht hinter dieser Note kein Fachmagazin-Test. Sie ist eine redaktionelle Auswertung der Datenlage.

Als Stärken nennt das Portal die 25.000 Pa, ZeroTangle 3.0 für Tierhaare, die Bauhöhe von 8,1 Zentimetern und TruEdge 2.0. Als Schwäche stehen dort die genannten Nutzerprobleme mit App und Hinderniserkennung.

Die Breite der Kundenmeinungen liegt bei 138 Bewertungen bei Amazon. Das ist für ein Gerät, das seit April 2026 im Handel ist, eine brauchbare Stichprobe.

Alternativen im Vergleich

Ecovacs staffelt die T-Reihe eng, und die Unterschiede liegen in der Sensorik und in der Station. Alle drei Vergleichsgeräte sind auf dieser Seite einzeln besprochen.

GerätSaugkraftBauhöheBesonderheitPreisBewertung
Ecovacs Deebot T50 Omni Gen3 (dieses Modell)25.000 Pa81 mmTruEdge 2.0, 75 °C Moppwäscheab ca. 348 €4,1 / 5
Ecovacs Deebot T50 Pro Omni Gen325.000 Pa81 mmKI-Kamera AIVI 3D 3.0, Reinigungsmittel-Dosierungab ca. 443 €4,2 / 5
Ecovacs Deebot T50 Omni Gen221.000 Pa81 mmVorgänger, ausfahrende Seitenbürsteab ca. 299 €4,1 / 5
Ecovacs Deebot T30e Omni25.000 Pa100,35 mm3-l-Beutel, günstigster Omni-Einstiegab ca. 274 €4,1 / 5

Die Tabelle zeigt eine enge Staffel mit klaren Entscheidungspunkten. Der Aufpreis zum Pro-Modell von rund 95 Euro kauft die KI-Kamera und die Reinigungsmittel-Dosierung, also Komfort und Hinderniserkennung. Der Gen2 spart rund 50 Euro und kostet 4.000 Pa Saugkraft plus die neuere Kanten- und Anti-Wickel-Technik. Und der T30e Omni ist rund 75 Euro günstiger, baut aber zwei Zentimeter höher und kommt damit nicht unter niedrige Möbel.

Fazit: für wen der T50 Omni Gen3 passt

Der Ecovacs Deebot T50 Omni Gen3 ist die richtige Wahl für Wohnungen mit niedrigen Möbeln und gemischten Bodenbelägen, in denen eine Station die Arbeit übernehmen soll. Für rund 348 Euro bekommst Du die volle Saugkraft von 25.000 Pa, 81 Millimeter Bauhöhe, eine Randreinigung bis auf einen Millimeter, zwei rotierende Wischpads, die in der Station mit 75 Grad gewaschen und mit Heißluft getrocknet werden, und eine Station mit 4 Litern Frischwasser für bis zu 400 Quadratmeter. Das ist dieselbe Reinigungstechnik wie im Pro-Modell zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Zwei Gruppen sollten anders entscheiden. Wer viele lose Gegenstände auf dem Boden hat, Tiere im Haus oder Kinderzimmer mit Spielzeug, greift zum T50 Pro Omni Gen3: Die KI-Kamera erkennt mehr als strukturiertes Licht, und genau bei der Hinderniserkennung liegt die dokumentierte Schwäche dieses Modells. Und wer keine niedrigen Möbel hat, spart mit dem T30e Omni rund 75 Euro bei gleicher Saugkraft. Für alle anderen bleibt der praktische Rat, vor dem Kauf die Preise der Kanäle zu vergleichen, denn zwischen Amazon und OTTO liegen bei diesem Gerät rund 50 Euro, und den Schmutzwassertank der Station regelmäßig auszuspülen. Daran hängt der Geruch stärker als an der Waschtemperatur.

Häufige Fragen

Was unterscheidet den T50 Omni Gen3 vom T50 Pro Omni Gen3?

Die Kernwerte sind gleich: 25.000 Pa, 81 Millimeter Bauhöhe, TruEdge 2.0, ZeroTangle 3.0, 9 Millimeter Mopphub, Station mit 4 Litern Frisch- und Schmutzwasser, 75 Grad Moppwäsche und Heißlufttrocknung. Das Pro-Modell bringt drei Dinge zusätzlich mit: die KI-Kamera AIVI 3D 3.0 für die Hinderniserkennung, den KI-Wischmopp mit sofortiger Nachwischfunktion für erkannte Flecken und eine Station, die Reinigungsmittel selbst nachfüllt und den Ladevorgang in die Nachtstromzeit legt. Der Aufpreis liegt bei rund 95 Euro.

Wie hoch baut der Roboter und wo kommt er damit hin?

Mit 81 Millimetern gehört der T50 Omni Gen3 zu den flachsten Saugrobotern mit Wischfunktion. Erreicht wird das, weil das Navigationsmodul komplett im Gehäuse sitzt und kein Turm auf dem Deckel steht. Praktisch bedeutet das: Er fährt unter Betten mit 9 Zentimetern Bodenfreiheit, unter tiefe Sofas und unter Sideboards. Geräte mit LiDAR-Turm brauchen dort meist 10 Zentimeter und mehr, der Ecovacs T30e Omni beispielsweise baut 100 Millimeter hoch.

Welche Laufzeit hat der Akku?

Ecovacs lässt dieses Feld im Datenblatt leer, und auch die Akkukapazität in Milliamperestunden fehlt. Angegeben sind nur die Nennspannung von 14,4 Volt und die Ladezeit von vier Stunden für den Weg von 15 auf 100 Prozent. Wir tragen hier bewusst keinen Schätzwert ein. Für die Praxis ist die Lücke verkraftbar, weil der Roboter selbstständig zur Station zurückfährt, nachlädt und die Reinigung an derselben Stelle fortsetzt.

Wie gut kommt der Roboter an Kanten und in Ecken?

TruEdge 2.0 ist Ecovacs Antwort darauf. Ecovacs nennt einen Abstand von weniger als einem Millimeter entlang der Kanten und eine Bodenabdeckung von 100 Prozent. Beim Pro-Modell fährt dafür eine Seitenbürste aus und das Wischpad lässt sich stufenlos verschieben. Der Randstreifen ist die klassische Schwachstelle runder Saugroboter, und testberichte.de führt TruEdge 2.0 ausdrücklich unter den Stärken dieses Geräts.

Muss ich die Station nachfüllen und wie oft?

Die Station hält 4 Liter Frischwasser und 4 Liter Schmutzwasser. Daraus ergeben sich laut Ecovacs bis zu 400 Quadratmeter Wischfläche, bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung also grob fünf Durchgänge. Der Roboter selbst trägt nur 70 Milliliter und füllt zwischendurch automatisch nach. Ein Niedrigwasser-Alarm meldet, wenn es knapp wird. Der 3-Liter-Staubbeutel hält bei täglichem Betrieb mehrere Wochen.

Kann ich Reinigungsmittel in den Wassertank geben?

Beim T50 Omni Gen3 gehört kein Fremdreiniger in den Tank. Ecovacs verbietet das in den Handbüchern der Deebot-Reihe ausdrücklich und begründet es mit Schaum in den internen Pumpen. Das Pro-Modell hat für die hauseigene Lösung einen eigenen abnehmbaren Tank samt automatischer Dosierung, dieses Gerät nicht. Welche Mittel überhaupt freigegeben sind, ordnet der Ratgeber zu Wischroboter-Reinigungsmitteln aus dem Supermarkt ein.

Riechen die Wischpads nach einigen Tagen?

Das ist die typische Schwachstelle von Wischrobotern, und die Station arbeitet hier dagegen. Sie wäscht die Pads mit 75 Grad heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit 45 Grad warmer Luft, wahlweise zwei, drei oder vier Stunden. Damit bleibt kaum Restfeuchte für Bakterien. Wichtig bleibt trotzdem, den Schmutzwassertank regelmäßig zu leeren und auszuspülen, denn dort entsteht der Geruch zuerst. Die Ursachenkette beschreibt der Ratgeber zum Geruch beim Wischen.

Wie zuverlässig weicht der Roboter Hindernissen aus?

Der T50 Omni Gen3 arbeitet mit TrueDetect 3D, also mit strukturiertem Licht ohne Kamera. Kabel, Schuhe und Möbelbeine erkennt er damit, an kleinen und flachen Objekten liegt die Grenze niedriger als bei kamerabasierten Systemen. testberichte.de nennt genau hier eine Schwäche und führt Probleme mit der Zuverlässigkeit der Hinderniserkennung bei einigen Nutzern auf. Wer Tiere hat, sollte das im Hinterkopf behalten und Räume vor dem ersten Lauf freiräumen.

Welche Farbe soll ich nehmen?

Ecovacs liefert das Gerät in Weiß und in Schwarz, die Teilenummern lauten T50 OMNI WHITE Gen3 und T50 OMNI BLACK Gen3. Technisch sind die beiden identisch, und die Preise liegen bei Amazon wenige Cent auseinander. Praktisch spricht für Weiß, dass Staub auf hellen Flächen weniger auffällt, für Schwarz, dass Kratzer und Gebrauchsspuren weniger sichtbar sind.

Lohnt der Aufstieg vom T50 Omni Gen2?

Der Gen2 saugt mit 21.000 Pa, der Gen3 mit 25.000 Pa. Beide bauen 81 Millimeter hoch, beide waschen die Pads mit 75 Grad, beide haben eine Station mit je 4 Litern. Der eigentliche Zugewinn liegt bei ZeroTangle 3.0 und TruEdge 2.0, also bei Haarwickeln und Randreinigung. Wer einen funktionierenden Gen2 besitzt, hat keinen zwingenden Grund zum Wechsel. Wer neu kauft, nimmt den Gen3, weil die Preise inzwischen nah beieinander liegen.

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