Technische Daten
| Modellbezeichnung | Ecovacs Deebot T50 Pro Omni Gen3 (T50 PRO OMNI BLACK Gen3) |
|---|---|
| Gerätetyp | Saug-Wisch-Roboter mit Absaug-, Wasch- und Trockenstation |
| Markteinführung | April 2026 |
| Maximale Saugkraft | 25.000 Pa |
| Bauhöhe | 81 mm |
| Maße des Roboters | 352,7 × 351,6 × 81 mm |
| Navigation | vollintegriertes dToF-LiDAR, strukturiertes 3D-Licht, KI-RGB-Kamera (AIVI 3D 3.0, VLM-gesteuert) |
| Kartierung | TrueMapping 2.0, bis 100 m² in einem Durchgang |
| Randreinigung | TruEdge 2.0 mit ausfahrbarer Seitenbürste und stufenlos verstellbarem Wischpad, Randabstand 1 mm |
| Anti-Verheddern | ZeroTangle 3.0 mit V-Bürste im 45-Grad-Winkel, V-Spiralbürste und V-Kammzahnanordnung |
| Wischsystem | OZMO Turbo 2.0, zwei rotierende Wischpads mit Fünffach-Reinigung |
| Anheben der Wischpads | bis 9 mm |
| Teppichstrategien | 4 (nur Durchfahrt, nur Saugen, wie auf Boden, Zufahrtverbotsbereich) |
| Hindernisüberwindung mit Mopp | 20 mm |
| Wassertank im Roboter | 70 ml mit automatischem Nachfüllen aus der Station |
| Staubbehälter im Roboter | 0,26 l (Datenblatt testberichte.de); Ecovacs weist den Wert nicht aus |
| Station: Frischwasser | 4 l |
| Station: Schmutzwasser | 4 l |
| Station: Staubbeutel | 3 l |
| Wischpad-Wäsche | 75 °C Heißwasser mit dualen Abstreifern |
| Trocknung | Heißluft bei 45 °C, wahlweise 2, 3 oder 4 Stunden |
| Reinigungsmittel | automatische Zugabe aus abnehmbarem Tank |
| Wischfläche je Tankfüllung | bis 400 m² |
| Laufzeit | 210 Minuten im Leise-Modus (nur Saugen, Hartboden), 170 Minuten im Standardmodus (Saugen und Wischen) |
| Leistungsstufen | 35 W leise, 45 W Standard, 55 W stark, 75 W extra stark |
| Nennspannung | 14,4 V; die Akkukapazität weist Ecovacs nicht aus |
| Geräuschpegel | 63 dB im Betrieb, 63 dB(A) beim Moppwaschen |
| Laden | intelligente Nachtstrom-Ladeautomatik |
| Fachtest-Note | testberichte.de 2,0 (gut), ausgewertet aus Les Numériques und IMTEST plus eigener Redaktionsauswertung |
Unsere Rezension
Der T50 Pro Omni Gen3 ist Ecovacs Antwort auf ein konkretes Problem: Saugroboter kommen wegen ihres Lidar-Turms nicht unter niedrige Möbel. Ecovacs hat das Lasermodul vollständig ins Gehäuse gelegt und drückt die Bauhöhe damit auf 81 Millimeter, ohne auf Lidar zu verzichten. Dazu kommen 25.000 Pa, eine ausfahrbare Seitenbürste und eine Station, die absaugt, mit 75 Grad wäscht, trocknet und Reinigungsmittel selbst dosiert. Grundlage der Einordnung sind die Ecovacs-Produktseite, die Amazon-Listung und die bei testberichte.de gebündelten Fachtests von Les Numériques und IMTEST.
Das spricht dafür
- 81 Millimeter Bauhöhe bei vollwertiger Lidar-Navigation ist derzeit eine der flachsten Kombinationen am Markt, übliche Geräte mit Lidar-Turm bauen 95 bis 105 mm
- 25.000 Pa liegen am oberen Ende dessen, was Geräte dieser Preisklasse nennen
- Die Station übernimmt Absaugen, Waschen mit 75 °C, Trocknen und die Dosierung der Reinigungslösung, damit bleiben nur Wassertank und Staubbeutel als Handgriffe
- TruEdge 2.0 fährt Seitenbürste und Wischpad aus und erreicht damit einen Randabstand von 1 mm, der Klassiker unter den Schwächen runder Roboter
- Vier Teppichstrategien statt einer pauschalen Einstellung, du legst je Teppich fest, ob der Roboter durchfährt, nur saugt oder ihn ganz meidet
- 4 Liter Frischwasser reichen laut Ecovacs für 400 Quadratmeter Wischfläche, das deckt auch größere Wohnungen ohne Nachfüllen
- 170 Minuten Laufzeit beim gleichzeitigen Saugen und Wischen sind ein hoher Wert, der Roboter lädt zwischendurch nach und setzt fort
- Die Nachtstrom-Ladeautomatik verschiebt das Laden in Zeiten mit günstigerem Tarif, sofern dein Stromvertrag das hergibt
Das spricht dagegen
- Die ausgewerteten Fachtests bemängeln übereinstimmend die App-Steuerung und die Zuverlässigkeit der Hinderniserkennung
- Die Trocknungsluft erreicht nur 45 °C, während die Moppwäsche mit 75 °C arbeitet; andere Hersteller trocknen deutlich heißer
- Ecovacs weist die Akkukapazität nirgends aus, angegeben ist nur die Nennspannung von 14,4 V
- Der Roboter hat nur eine Seitenbürste, in Ecken muss er deshalb entsprechend ausgerichtet anfahren
- Der eigene Wassertank fasst 70 Milliliter, der Roboter muss also häufig zur Station zurück, um nachzufüllen
- Die Station arbeitet mit Staubbeutel statt beutellos, das bedeutet laufende Kosten
- Die Angaben bei testberichte.de sind teils fehlerhaft: Die Zusammenfassung nennt 15.000 Pa und ZeroTangle 2.0, das eigene Datenblatt derselben Seite dagegen korrekt 25.000 Pa
- Das Schwestermodell T50 Omni Gen3 ohne Pro kostet rund 95 Euro weniger und wird bei testberichte.de mit 1,7 sogar besser bewertet
81 Millimeter: warum diese Zahl das Kaufargument ist
Bei Saugrobotern entscheidet die Bauhöhe darüber, welcher Teil der Wohnung überhaupt gereinigt wird. Unter Sofa, Bett und Sideboard sammelt sich der meiste Staub, weil dort nie jemand geht und die Luft steht. Genau dort kommen viele Roboter nicht hin.
Der Grund ist fast immer derselbe: der Lidar-Turm. Der rotierende Laserscanner sitzt bei den meisten Geräten in einem Aufsatz auf der Oberseite und treibt die Bauhöhe auf 95 bis 105 Millimeter.
Ecovacs löst das anders. Das dToF-LiDAR-Modul ist vollständig ins Gehäuse integriert, wodurch der Roboter auf 81 Millimeter kommt, ohne auf Lasernavigation zu verzichten. Der Unterschied von zwei Zentimetern klingt klein, entscheidet in der Praxis aber über jedes Sideboard mit 9 Zentimetern Bodenfreiheit.
| Gerät | Bauhöhe | Navigation |
|---|---|---|
| Deebot T50 Pro Omni Gen3 | 81 mm | dToF-LiDAR im Gehäuse |
| Deebot T50 Omni Gen2 | 81 mm | LiDAR im Gehäuse |
| Deebot T30C Omni Gen2 | 100 mm | LiDAR-Turm |
| Dreame L10s Ultra Gen 3 | 97 mm | LiDAR-Turm |
Die Navigation: drei Systeme, die zusammenarbeiten
Ecovacs nennt das Paket AIVI 3D 3.0, und dahinter stecken drei getrennte Sensorprinzipien.
Das dToF-LiDAR misst Entfernungen über die Laufzeit eines Laserimpulses und baut daraus die Raumkarte. Es arbeitet unabhängig vom Licht und ist die Grundlage für die Routenplanung.
Das strukturierte 3D-Licht projiziert ein Muster auf den Boden vor dem Roboter und erkennt an dessen Verzerrung die Höhe von Hindernissen. Damit lassen sich Kabel, Socken und Tierhinterlassenschaften von flachen Schatten unterscheiden.
Die KI-RGB-Kamera ordnet zu, was da liegt. Ecovacs setzt dafür nach eigenen Angaben ein Vision-Language-Modell ein, das Objekte in Echtzeit benennt und ihre Umrisse als Grenzlinien für die Randreinigung nutzt.
Der Anspruch dahinter ist bemerkenswert: Der Roboter soll nah an Hindernissen reinigen, statt ihnen auszuweichen. Klassische Systeme halten Sicherheitsabstand und hinterlassen dadurch ungereinigte Ringe um jeden Stuhlfuß.
In der Praxis relativieren die ausgewerteten Fachtests diesen Anspruch. Sowohl Les Numériques als auch IMTEST kritisieren laut testberichte.de die Zuverlässigkeit der Hinderniserkennung. Das ist typisch für kamerabasierte Systeme: Bekannte Objekte werden sicher erkannt, ungewöhnliche Formen bringen das Modell aus dem Tritt. Was tun, wenn der Roboter dabei die Verbindung verliert, steht im Ratgeber Saugroboter verbindet sich nicht mit WLAN.
TruEdge 2.0 und das Eckenproblem
Ein runder Roboter kommt geometrisch nie in eine 90-Grad-Ecke. Das ist die dauerhafteste Kritik an dieser Bauform, und Hersteller lösen sie über ausfahrbare Teile.
Ecovacs fährt gleich zwei Komponenten aus: eine Seitenbürste, die seitlich über den Gehäuserand hinausreicht, und ein stufenlos verstellbares Wischpad, das sich ebenfalls nach außen schiebt. Der angegebene Randabstand liegt bei 1 Millimeter.
Das stufenlose Verstellen ist dabei der interessantere Teil. Ältere Systeme kannten nur zwei Zustände, eingefahren und ausgefahren. Ein stufenloser Antrieb kann das Pad genau so weit ausfahren, wie die erkannte Kante es verlangt, und dabei den Anpressdruck halten.
Ein Kritikpunkt bleibt: Der T50 Pro hat laut Datenblatt bei testberichte.de nur eine Seitenbürste. Geräte mit zwei Bürsten erreichen Ecken unabhängig von der Anfahrtsrichtung.
25.000 Pa und ZeroTangle 3.0
Die Saugkraft liegt mit 25.000 Pa am oberen Ende dessen, was Geräte um 450 Euro nennen. Zur Einordnung: 2024 waren 8.000 bis 12.000 Pa in dieser Klasse üblich, 2026 sind es 20.000 bis 30.000.
Wichtiger als die Zahl ist, was mit Haaren passiert. Hier setzt Ecovacs ZeroTangle 3.0 mit einer dreifachen V-Struktur an:
- Eine V-Bürste im 45-Grad-Winkel kehrt Haare zusammen, statt sie quer über die Walze zu verteilen.
- Eine V-förmige Spiralbürste führt sie zur Mitte, wo der Saugkanal sitzt.
- Eine V-Kammzahnanordnung trennt sie dynamisch von der Walze ab.
Das Prinzip erklärt, warum Anti-Verhedderungs-Systeme funktionieren: Sie halten Haare in Bewegung Richtung Saugmund, statt sie an einer Stelle festzuhalten. In Haushalten mit langhaarigen Bewohnern oder Hunden ist das der Unterschied zwischen wöchentlichem Bürstenreinigen und gar keinem. Wie viel Tierhaar sich in einer Wohnung überhaupt sammelt, ordnet der Ratgeber Hundehaare in der Wohnung entfernen ein.
Die Station: 75 Grad waschen, 45 Grad trocknen
Die Omni-Station übernimmt vier Aufgaben, und bei einer davon lohnt der genaue Blick.
Absaugen: Der 0,26-Liter-Behälter des Roboters wandert in einen 3-Liter-Staubbeutel in der Station.
Waschen: Zwei Abstreifer und 75 Grad heißes Wasser reinigen die beiden Wischpads. Das ist ein hoher Wert, viele Stationen arbeiten mit 60 oder 70 Grad, und Fett löst sich mit jedem Grad besser.
Trocknen: Hier fällt die Temperatur auf 45 Grad Heißluft, dafür läuft der Vorgang wahlweise zwei, drei oder vier Stunden. Andere Hersteller trocknen mit 55 bis 70 Grad in kürzerer Zeit. Der Ansatz ist also niedrigere Temperatur bei längerer Dauer, was für das Gewebe schonender ist und beim Stromverbrauch ungefähr auf dasselbe hinausläuft.
Dosieren: Ein abnehmbarer Tank gibt Reinigungslösung automatisch ins Wischwasser.
Der Wasservorrat der Station beträgt 4 Liter frisch und 4 Liter schmutzig, laut Ecovacs reicht das für 400 Quadratmeter Wischfläche. Das ist deutlich mehr, als ein Reinigungsdurchgang in einer normalen Wohnung braucht. Warum sich in diesen Wasserwegen mit der Zeit Kalk absetzt und was dagegen hilft, beschreibt der Ratgeber Saugroboter entkalken.
70 Milliliter im Roboter: die Konsequenz
Eine Konstruktionsentscheidung prägt den Rhythmus dieses Geräts stärker als jede Pascal-Zahl: Der Roboter trägt nur 70 Milliliter Wasser mit sich.
Bei zwei rotierenden Pads reicht diese Menge für eine überschaubare Fläche, danach fährt der Roboter zur Station, füllt nach und arbeitet weiter. Ecovacs nennt das automatisches Nachfüllen, und es funktioniert ohne Zutun.
Die Kehrseite: Der Roboter ist häufiger unterwegs zur Station als beim Wischen. Das verlängert die Gesamtdauer eines Durchgangs spürbar, insbesondere in weitläufigen Wohnungen mit langen Wegen. Wie oft man ein solches Gerät sinnvollerweise laufen lässt, ordnet der Ratgeber Saugroboter: wie oft laufen lassen ein.
Der Vorteil dieser Bauweise ist genau der, um den es bei diesem Modell geht: Ein großer Tank im Roboter würde Bauhöhe kosten, und die 81 Millimeter wären dahin.
Teppich: vier Strategien statt eines Schalters
Die meisten Saugroboter kennen beim Teppich zwei Zustände: Mopp anheben oder Teppich meiden. Ecovacs bietet vier Strategien je Teppich.
| Strategie | Verhalten | sinnvoll bei |
|---|---|---|
| Nur Durchfahrt | überfährt den Teppich ohne zu reinigen | empfindliche Einzelstücke |
| Nur Saugen | saugt, Wischpads bleiben oben | Kurzflor und Hochflor |
| Wie auf Boden | saugt und wischt normal | waschbare Flachgewebe |
| Zufahrtverbotsbereich | meidet den Teppich vollständig | Seide, Wolle, Sisal |
Die Erkennung läuft über Ultraschall und zusätzliche Sensoren, das Anheben der Pads erfolgt um bis zu 9 Millimeter. Die Herstellerempfehlung für Hochflor ist eindeutig: Ab einem gewissen Flor gehört der Teppich in die Ausschlussliste. Warum feuchte Pads bestimmten Teppichen dauerhaft schaden, beschreibt der Ratgeber Saugroboter macht Teppich kaputt. Und wenn der Roboter Teppiche gar nicht erst befährt, hilft der Ratgeber Saugroboter fährt nicht auf Teppich bei der Ursachensuche.
Widersprüche in den Quellen
Drei Punkte verdienen eine Klarstellung, bevor du kaufst.
Saugkraft bei testberichte.de: Die Zusammenfassung dort nennt „Hohe Saugleistung von 15.000 Pa” und „ZeroTangle 2.0”. Beides beschreibt die Vorgängergeneration. Das Datenblatt auf derselben Seite führt korrekt 25.000 Pa, und Ecovacs nennt für den Gen3 ausdrücklich ZeroTangle 3.0. Maßgeblich sind die Herstellerangaben.
Die Note: Der Seitentitel bei testberichte.de nennt 2,0 (gut) als Bündelnote über die ausgewerteten Tests, der Fazit-Block dagegen 1,9 als reine Redaktionsauswertung. Zitierfähig ist die Bündelnote.
Die Akkukapazität: Ecovacs weist auf der eigenen Produktseite lediglich „Lithium-Ionen-Akku” und 14,4 Volt Nennspannung aus. Die Kapazität in Milliamperestunden fehlt in allen greifbaren Quellen. Die Lücke bleibt bestehen, statt sie zu schätzen.
Was die Fachtests kritisieren
testberichte.de bündelt Les Numériques und IMTEST zur Note 2,0 (gut). Die genannten Stärken decken sich mit der Datenlage: Saugleistung, Anti-Verhedderungs-System, flache Bauform, Teppicherkennung mit automatischem Anheben.
Zwei Kritikpunkte tauchen unabhängig voneinander auf und wiegen deshalb schwerer.
Die App-Steuerung wird als problematisch beschrieben. Bei einem Gerät, dessen Teppichstrategien, Zonen und Zeitpläne komplett über die App laufen, ist das ein spürbarer Punkt im Alltag.
Die Hinderniserkennung arbeitet nach Einschätzung der Quellen nicht durchgängig zuverlässig. Das steht im Kontrast zum Werbeversprechen der VLM-gesteuerten Objekterkennung.
Eine Beobachtung am Rande: Das Basismodell T50 Omni Gen3 ohne Pro-Zusatz kommt bei testberichte.de auf 1,7 und liegt damit vor dem Pro. Genau die Kamera-Objekterkennung, die den Aufpreis rechtfertigen soll, ist die Funktion, an der die Kritik hängt.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Saugkraft | Bauhöhe | Station | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Deebot T50 Pro Omni Gen3 (dieses Modell) | 25.000 Pa | 81 mm | 75 °C Wäsche, 45 °C Trocknung, 3-l-Beutel | ab ca. 443 € | 4,2 / 5 |
| Ecovacs Deebot T50 Omni Gen2 | 21.000 Pa | 81 mm | Omni-Station mit Heißwasser | ab ca. 379 € | 4,1 / 5 |
| Ecovacs Deebot T30C Omni Gen2 | 25.000 Pa | 100 mm | Omni-Station mit Heißwasser | ab ca. 329 € | 4,3 / 5 |
| Dreame L10s Ultra Gen 3 | 25.000 Pa | 97 mm | Waschstation mit ausfahrbarem Mopp | ab ca. 379 € | 4,4 / 5 |
Der T50 Omni Gen2 baut genauso flach und kostet 64 Euro weniger, hat aber die schwächere Objekterkennung und weniger Saugkraft. Der T30C Omni Gen2 bietet dieselben 25.000 Pa für 114 Euro weniger, baut dafür 19 Millimeter höher und passt damit unter weniger Möbel. Der Dreame L10s Ultra Gen 3 punktet mit einem ausfahrbaren Mopp und liegt in der Bewertung vorn, ist mit 97 Millimetern aber ebenfalls kein Flachbau.
Fazit: für wen der T50 Pro Omni Gen3 passt
Der Ecovacs Deebot T50 Pro Omni Gen3 ist die richtige Wahl für Wohnungen mit niedrigen Möbeln, in denen ein Roboter mit Lidar-Turm regelmäßig scheitert. Die 81 Millimeter Bauhöhe bei vollwertiger Lasernavigation sind das eigentliche Kaufargument, und die Omni-Station nimmt dir bis auf Wassertank und Staubbeutel jede Wartung ab. 25.000 Pa, eine ausfahrbare Seitenbürste und vier Teppichstrategien machen das Paket rund.
Zwei Gruppen sollten rechnen. Wer auf kamerabasierte Objekterkennung verzichten kann, spart mit dem T50 Omni Gen3 rund 95 Euro und bekommt bei testberichte.de sogar die bessere Note. Und wer keine niedrigen Möbel im Weg hat, bekommt beim T30C Omni Gen2 dieselbe Saugkraft für 114 Euro weniger. Wer die flache Bauform braucht und mit der kritisierten App leben kann, findet hier eines der derzeit vielseitigsten Geräte seiner Klasse. Für die Pflege der Station selbst gilt anschließend, was für alle Wischroboter zählt: Wasserwege und Mopps im Blick behalten, wie im Ratgeber Wischroboter stinkt beim Wischen beschrieben.
Häufige Fragen
Wie schafft der T50 Pro Omni Gen3 die Bauhöhe von 81 Millimetern?
Ecovacs hat das dToF-LiDAR-Modul vollständig in das Gehäuse integriert, statt es wie üblich in einem Turm auf der Oberseite unterzubringen. Dieser Turm ist bei den meisten Saugrobotern der Grund, warum sie 95 bis 105 Millimeter hoch bauen. Ergänzt wird die Navigation durch strukturiertes 3D-Licht und eine KI-gesteuerte RGB-Kamera, die auch in schlecht beleuchteten Räumen arbeitet.
Passt der Roboter unter mein Sofa?
Mit 81 Millimetern Bauhöhe kommt er unter fast jedes Möbelstück, dessen Bodenfreiheit mindestens 9 Zentimeter beträgt. Bei Sofas und Betten liegt dieser Wert üblicherweise zwischen 10 und 15 Zentimetern. Ein Gerät mit Lidar-Turm bei 100 Millimetern scheitert an manchen Sideboards, an denen der T50 Pro noch durchfährt. Der Grundriss beträgt rund 35 mal 35 Zentimeter.
Wie gut kommt der T50 Pro Omni Gen3 in die Ecken?
Ecovacs nennt für TruEdge 2.0 einen Randabstand von unter 1 Millimeter. Dafür fährt eine Seitenbürste seitlich aus dem Gehäuse und ein stufenlos verstellbares Wischpad schiebt sich ebenfalls nach außen. Zusätzlich nutzt der Roboter die von der Kamera erkannten Hindernisumrisse als Grenzlinien, an denen er entlangreinigt. Ein runder Roboter hat in einer 90-Grad-Ecke bauartbedingt trotzdem einen kleinen toten Winkel.
Erkennt der Roboter Teppiche automatisch?
Ja, über Ultraschall-Teppicherkennung und Sensoren. Er erkennt Lage und Größe des Teppichs und hebt die Wischpads um bis zu 9 Millimeter an. Anschließend kannst du je Teppich zwischen vier Strategien wählen: nur durchfahren, nur saugen, wie auf Hartboden reinigen oder den Bereich ganz meiden. Bei hochflorigen Teppichen empfiehlt sich die letzte Einstellung, warum das wichtig ist, steht im Ratgeber zu Schäden durch Saugroboter auf Teppich.
Wie heiß wäscht die Station die Wischpads?
Mit 75 Grad heißem Wasser, dazu arbeiten zwei Abstreifer, die den gelösten Schmutz von den Pads schieben. Das ist ein guter Wert, viele Stationen kommen mit 60 oder 70 Grad. Die anschließende Trocknung läuft dagegen mit 45 Grad Heißluft und dauert je nach Einstellung zwei, drei oder vier Stunden. Die längere Trockenzeit gleicht die niedrigere Temperatur zum Teil aus.
Wie viel Fläche schafft eine Akkuladung?
Ecovacs nennt 210 Minuten im Leise-Modus beim reinen Saugen auf Hartboden und 170 Minuten im Standardmodus beim gleichzeitigen Saugen und Wischen. Bei einem üblichen Flächentempo von rund einem Quadratmeter pro Minute entspricht das etwa 170 Quadratmetern Kombi-Reinigung am Stück. Der Roboter fährt selbstständig zum Laden und setzt danach fort, größere Wohnungen sind damit kein Problem.
Was ist der Unterschied zum T50 Omni Gen3 ohne Pro?
Beide teilen sich das 81-Millimeter-Gehäuse und die Omni-Station. Der Pro kostet rund 443 Euro, das Basismodell rund 348 Euro. Der Aufpreis geht in die stärkere Hinderniserkennung mit AIVI 3D 3.0 und die weiter entwickelte Randreinigung. Interessant ist, dass testberichte.de das Basismodell mit 1,7 sogar besser bewertet als den Pro mit 2,0. Wer keine kamerabasierte Objekterkennung braucht, fährt mit dem günstigeren Modell gut.
Wie oft muss ich den Staubbeutel wechseln?
Der Beutel in der Station fasst 3 Liter, der Roboter selbst nur 0,26 Liter laut Datenblatt bei testberichte.de. In einem Zwei-Personen-Haushalt ohne Tiere hält ein Beutel üblicherweise mehrere Wochen. In Haushalten mit Hund oder Katze fällt deutlich mehr an, dort wirst du häufiger wechseln. Ecovacs bietet antibakterielle Ersatzbeutel für rund 19 Euro an.
Darf ich eigenes Reinigungsmittel in den Tank füllen?
Ecovacs sieht dafür einen eigenen abnehmbaren Tank vor und dosiert die Lösung automatisch zu. Verwenden solltest du nur die vom Hersteller freigegebene Reinigungslösung, weil Fremdreiniger Schaum in den internen Pumpen verursachen können. Welche Mittel überhaupt für Wischroboter zugelassen sind, ordnet der Ratgeber zu Wischroboter-Reinigern aus dem Supermarkt ein.
Wie laut ist der Roboter?
Ecovacs gibt 63 Dezibel für den Betrieb an, denselben Wert nennt der Hersteller für das Waschen der Mopps in der Station. Das entspricht ungefähr einem normalen Gespräch und liegt im üblichen Rahmen für Saugroboter. Deutlich lauter wird es beim automatischen Absaugen des Staubbehälters, dieser Vorgang dauert allerdings nur wenige Sekunden.