Technische Daten
| Modellbezeichnung | Roborock F25 (WD5M1A512-00) |
|---|---|
| Gerätetyp | Akku-Wischsauger für Hartboden, mit Basisstation |
| Saugkraft | 20.000 Pa (Herstellerangabe) |
| Bürstendrehzahl | 450 U/min |
| Schmutzerkennung | DirTect-Sensor, misst die Trübung des Schmutzwassers |
| Kantenabstand | bis 1 mm |
| Lay-Flat-Winkel | flach anlegbar, Möbelunterkante ab 12,5 cm |
| Frischwassertank | 870 ml |
| Schmutzwassertank | 720 ml |
| Akku | 4.000 mAh, Lithium-Ionen |
| Laufzeit | 40 Minuten Auto-Modus, 60 Minuten Eco-Modus |
| Selbstreinigung | 90 °C Heißwasser in der Basisstation |
| Trocknung | 5 Minuten Schnellmodus, 20 Minuten Leisemodus |
| Display | Statusanzeige am Griff |
| Maße | 1.100 × 261,8 × 242 mm |
| Gewicht | 6,2 kg |
| Steuerung | Roborock-App, Tasten am Griff |
| UVP | 446,00 € |
Unsere Rezension
Der Roborock F25 ist ein Wischsauger, also ein Gerät, das Krümel aufnimmt und den Boden im selben Zug feucht wischt. Die Besonderheit liegt in der Regelung: Ein Sensor misst, wie trüb das abgesaugte Wasser ist, und passt Wassermenge, Bürstendrehzahl und Saugkraft laufend daran an. Zusätzlich lässt sich der Griff flach anlegen, womit das Gerät unter Möbel ab 12,5 Zentimetern Höhe kommt. Grundlage dieser Einordnung sind das Roborock-Datenblatt, die Händlerlistung und der Vergleich mit den Wischsaugern derselben Preisklasse.
Das spricht dafür
- DirTect-Regelung nimmt dir die Entscheidung ab, wie viel Wasser eine Fläche braucht
- Selbstreinigung mit 90 °C und Trocknung in fünf Minuten, damit bleibt die Walze zwischen zwei Einsätzen geruchsfrei
- Lay-Flat-Gelenk erreicht Möbelunterseiten, an die ein starrer Wischsauger nicht herankommt
- Kantenabstand von einem Millimeter, deutlich näher als die meisten runden Wischsauger
- Straßenpreis liegt rund 190 Euro unter der UVP
Das spricht dagegen
- 6,2 Kilogramm sind spürbar, das Gerät schiebt sich zwar von selbst, das Anheben über Türschwellen bleibt Arbeit
- Der Frischwassertank fasst 870 ml, bei größeren Hartbodenflächen füllst du während der Reinigung nach
- Ausschließlich für Hartboden, auf Teppich ist das Gerät keine Option
- Die F25-Serie hat viele Varianten mit ähnlichen Namen, die Modellnummer sollte man beim Kauf gegenprüfen
Was ein Wischsauger im Haushalt ersetzt
Der klassische Ablauf beim Hartboden geht in zwei Schritten: erst saugen, dann wischen. Wer beides ordentlich macht, ist in einer 80-Quadratmeter-Wohnung gut eine Stunde beschäftigt und braucht zwei Geräte plus Eimer.
Ein Wischsauger fasst beides zusammen. Unter dem Gerät läuft eine Textilwalze, die permanent mit Frischwasser benetzt wird. Sie nimmt Krümel mechanisch auf, wischt die Fläche feucht und ein Abstreifer zieht das Schmutzwasser samt Partikeln in einen eigenen Tank. Der entscheidende Unterschied zum Wischmopp: Schmutzwasser landet nie wieder auf dem Boden. Beim Eimer-Verfahren tauchst du den Mopp nach jedem Zug in Wasser, das mit jedem Mal schmutziger wird.
Für welche Böden das taugt, ist klar umrissen: Fliesen, Vinyl, Laminat und versiegeltes Parkett. Wie viel Feuchtigkeit die einzelnen Beläge vertragen, steht im Ratgeber Vinylboden reinigen und pflegen und für Laminat im Ratgeber Laminat reinigen ohne Schlieren.
Der DirTect-Sensor: die eigentliche Neuerung
Die meisten Wischsauger haben drei Stufen, zwischen denen du wählst. Das Problem daran: Kaum jemand wechselt die Stufe mitten im Raum, also läuft das Gerät entweder überall zu nass oder überall zu trocken.
Der F25 misst stattdessen. Der DirTect-Sensor prüft die Trübung des abgesaugten Wassers und leitet daraus ab, wie verschmutzt der Boden gerade ist. Daraus regelt das Gerät drei Größen gleichzeitig: die Wassermenge auf der Walze, deren Drehzahl von bis zu 450 Umdrehungen pro Minute und die Saugkraft.
Der Nutzen zeigt sich an zwei Stellen. Vor dem Küchenherd, wo Fettspritzer und eingetrocknete Reste liegen, fährt das Gerät hoch. Im Flur, wo nur Staub liegt, arbeitet es sparsam und lässt weniger Feuchtigkeit zurück. Das spart Wasser, verkürzt die Trockenzeit und nimmt dir die Entscheidung ab, die du sonst ohnehin nicht triffst.
Derselbe Sensor beobachtet auch den Zustand der Walze und startet die Zwischenreinigung, wenn sie zu schmutzig wird. Damit wischt das Gerät nicht mit einem Lappen weiter, der seine Aufnahmefähigkeit längst erreicht hat.
Lay-Flat: die 12,5 Zentimeter unter dem Möbelstück
Wischsauger haben eine geometrische Schwäche. Der Griff steht in einem festen Winkel zur Bodeneinheit, und dieser Winkel begrenzt, wie weit du unter ein Möbelstück kommst. Bei starren Geräten ist bei etwa 20 Zentimetern Möbelhöhe Schluss.
Der F25 hat ein Gelenk, das den Griff nahezu flach anlegen lässt. Damit erreichst du Unterseiten ab 12,5 Zentimetern. In der Praxis bedeutet das: unter Betten, hoch stehenden Kommoden und Schränken mit Sockelfreiraum. Unter ein typisches Polstersofa mit 10 Zentimetern Bodenfreiheit kommt auch dieses Gerät nicht.
Der zweite Geometriepunkt ist die Kante. Roborock gibt an, dass die Walze bis auf einen Millimeter an die Fußleiste heranreicht. Das ist der Unterschied zwischen einem gewischten Raum und einem gewischten Raum mit sichtbarem Rand entlang der Wände, den du hinterher von Hand nacharbeitest.
90 Grad Selbstreinigung: warum die Temperatur zählt
Nach dem Einsatz steckt der F25 in der Basisstation, und dort passiert das, was über die Lebensdauer der Walze entscheidet. Die Station spült sie mit 90 °C heißem Wasser und trocknet sie anschließend, im Schnellmodus in fünf Minuten, im leisen Modus in 20 Minuten.
Beide Werte sind wichtiger, als sie klingen. Die Temperatur löst Fett und Eiweißreste, die bei kaltem Wasser auf der Faser bleiben und dort die Grundlage für Bakterienwachstum bilden. Die Trocknungszeit entscheidet darüber, ob die Walze feucht in den Schrank kommt. Eine feuchte Textilwalze riecht nach zwei Tagen, das ist die häufigste Beschwerde bei Wischsaugern und Wischrobotern gleichermaßen. Warum das passiert, erklärt der Ratgeber Wischroboter stinkt beim Wischen.
Was die Station nicht übernimmt: Die Auffangmulde, in der die Walze gespült wird, sammelt Haare und Faserreste. Sie gehört alle paar Wochen ausgewischt, sonst entsteht dort genau der Geruch, den die Heißwasserreinigung verhindern soll.
Die Tanks bestimmen den Rhythmus
870 Milliliter Frischwasser stehen 720 Millilitern Schmutzwasser gegenüber. Das Verhältnis passt: Ein Teil des Wassers bleibt als Feuchtigkeit auf dem Boden und verdunstet, entsprechend fällt weniger Schmutzwasser an, als Frischwasser eingefüllt wurde.
Was die Zahl für den Alltag bedeutet: Bei mittlerer Dosierung reicht eine Füllung für etwa 60 bis 80 Quadratmeter Hartboden. Wer eine große Wohnung oder ein Haus in einem Durchgang wischen will, füllt zwischendurch nach und leert den Schmutztank. Das ist bei allen Wischsaugern dieser Bauform so, die Tankgrößen liegen quer über die Klasse ähnlich.
Der Akku ist bei dieser Rechnung selten der begrenzende Faktor. 40 Minuten im Auto-Modus und 60 Minuten im Eco-Modus aus einem 4.000-mAh-Paket überdauern in der Regel mehrere Tankfüllungen.
Das Gewicht: 6,2 Kilogramm richtig einordnen
6,2 Kilogramm klingen nach viel für ein Handgerät. Beim Wischen selbst merkst du davon wenig, weil die angetriebene Walze das Gerät nach vorn zieht: Du führst es eher, als dass du es schiebst. Dieser Selbstantrieb ist einer der Gründe, warum Wischsauger körperlich weniger anstrengen als ein Schrubber.
Spürbar wird das Gewicht an anderer Stelle. Über eine Türschwelle heben, in ein anderes Stockwerk tragen, die Bodeneinheit zum Filterwechsel umdrehen: Dort sind 6,2 Kilogramm eine echte Größe. In einem Haus über mehrere Etagen wird das zum Argument, in einer Wohnung auf einer Ebene kaum.
Die Namensfalle der F25-Serie
Ein praktischer Hinweis, der beim Kauf Geld sparen kann: Roborock führt unter der Bezeichnung F25 eine ganze Familie. Neben diesem Modell gibt es unter anderem LT, GT, XT, ACE, ACE Pro, Steam und Ultra.
Die Unterschiede sind real und teils groß. Die Steam-Variante arbeitet mit 180 °C Dampf, die Ultra liegt bei 22 kPa und höherer Selbstreinigungstemperatur, die LT hat eine längere Laufzeit bei geringerer Ausstattung. Die Preise reichen von rund 180 bis über 530 Euro.
Weil die Namen sich nur um zwei Buchstaben unterscheiden, lohnt sich beim Kauf der Blick auf die Modellnummer. Dieses Gerät trägt die Nummer WD5M1A512-00. Steht bei einem Angebot eine andere Nummer, ist es ein anderes Gerät mit anderen Werten.
Einordnung gegen die Nachbarmodelle
| Modell | Schmutzerkennung | Selbstreinigung | Tanks (frisch/schmutzig) | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Roborock F25 (dieses Modell) | DirTect, misst die Wassertrübung | 90 °C Heißwasser | 870 / 720 ml | ab ca. 256 € |
| Tineco Floor One S5 | iLoop-Sensor | mit Frischwasser, auf Knopfdruck | 800 / 700 ml | ab ca. 189 € |
| Dreame H15 Pro Heat | RGB-Sensor | 100 °C, wischt mit 85 °C | 800 / 650 ml | ab ca. 570 € |
Alle drei regeln die Wassermenge automatisch, sie unterscheiden sich in der Temperatur. Der Tineco S5 reinigt seine Walze mit Frischwasser und ist der günstigste Einstieg. Der Dreame H15 Pro Heat wischt als einziger mit heißem Wasser und reinigt sich mit 100 °C, kostet dafür mehr als das Doppelte. Der F25 liegt bei der Selbstreinigung nah am Dreame und hat die größten Tanks der drei.
Fazit: der vernünftige Einstieg in die Klasse
Der Roborock F25 lohnt sich für Haushalte mit überwiegend Hartboden, in denen das Wischen bisher an der Umständlichkeit gescheitert ist. Er nimmt dir zwei Arbeitsschritte ab, entscheidet die Wasserdosierung selbst und reinigt sich anschließend so gründlich, dass keine Nacharbeit anfällt.
Der Preis von rund 256 Euro macht ihn zur vernünftigen Mitte dieser Gerätegattung. Gegenüber der UVP von 446 Euro ist das ein Abstand, der die Rechnung deutlich verändert: Für die Heißwasser-Selbstreinigung und die automatische Regelung zahlst du hier weniger als die Hälfte dessen, was Geräte mit vergleichbarer Ausstattung aufrufen.
Zwei Punkte gehören in die Planung. Erstens ersetzt er keinen Staubsauger, wenn du Teppiche hast, dafür brauchst du weiterhin ein zweites Gerät. Zweitens sind 6,2 Kilogramm im Haus über mehrere Etagen eine spürbare Größe. In einer Wohnung mit durchgehendem Hartboden gibt es dagegen wenig, was gegen ihn spricht.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Wischsauger und einem Staubsauger?
Ein Wischsauger nimmt in einem Zug Krümel auf und wischt die Fläche feucht nach. Die Walze wird dabei permanent mit Frischwasser benetzt, das Schmutzwasser landet in einem eigenen Tank. Ein klassischer Staubsauger saugt nur trocken, das Wischen kommt danach mit Wischmopp und Eimer.
Was macht der DirTect-Sensor im Roborock F25?
Er misst die Trübung des abgesaugten Schmutzwassers und leitet daraus ab, wie stark der Boden verschmutzt ist. Auf dieser Grundlage regelt das Gerät Wassermenge, Bürstendrehzahl und Saugkraft. Auf einer wenig belasteten Fläche arbeitet es sparsam, an einer eingetrockneten Stelle fährt es hoch, ohne dass du eine Taste drücken musst.
Kommt der Roborock F25 unter Möbel?
Der Griff lässt sich flach anlegen, damit erreicht das Gerät Möbelunterseiten ab 12,5 Zentimetern Höhe. Unter ein typisches Sofa mit 10 Zentimetern Bodenfreiheit passt es nicht, unter höher stehende Betten, Kommoden und Schränke dagegen schon.
Wie lange läuft der Akku des F25?
Roborock nennt 40 Minuten im Auto-Modus und 60 Minuten im Eco-Modus. Der Akku fasst 4.000 mAh. Praktisch bestimmt allerdings meist der Wassertank die Länge einer Reinigung: 870 Milliliter Frischwasser sind bei mittlerer Dosierung nach etwa 60 bis 80 Quadratmetern aufgebraucht.
Wie reinigt sich der Roborock F25 selbst?
Nach dem Einsatz stellst du ihn in die Basisstation. Dort spült sie die Walze mit 90 °C heißem Wasser und trocknet sie anschließend, wahlweise in fünf Minuten im Schnellmodus oder in 20 Minuten im leisen Modus. Die hohe Temperatur ist der Grund, warum die Walze zwischen zwei Einsätzen nicht muffig riecht.
Eignet sich der F25 für Teppich?
Nein. Der F25 ist ein Hartbodengerät für Fliesen, Vinyl, Laminat und versiegeltes Parkett. Auf Teppich würde die nasse Walze den Flor durchfeuchten, ohne den Schmutz zu lösen. Für Teppichflächen brauchst du weiterhin einen Staubsauger mit Elektrobürste.
Wie nah kommt der Roborock F25 an die Fußleiste?
Roborock gibt einen Kantenabstand von bis zu einem Millimeter an. Erreicht wird das über eine asymmetrisch gelagerte Walze, die bis fast an den Gehäuserand reicht. Bei runden Wischsaugern bleibt an der Wand üblicherweise ein deutlich breiterer Streifen ungewischt.
Wie schwer ist der Roborock F25?
Er wiegt 6,2 Kilogramm. Beim Wischen merkst du davon wenig, weil die angetriebene Walze das Gerät nach vorn zieht und du es eher führst als schiebst. Spürbar wird das Gewicht beim Anheben, etwa über Türschwellen oder beim Tragen in ein anderes Stockwerk.
Welche Varianten der F25-Serie gibt es?
Roborock führt neben dem F25 unter anderem die Varianten LT, GT, XT, ACE, ACE Pro, Steam und Ultra. Sie unterscheiden sich bei Saugkraft, Laufzeit, Selbstreinigungstemperatur und Ausstattung teils deutlich, tragen aber sehr ähnliche Namen. Beim Kauf lohnt sich der Abgleich der Modellnummer, hier WD5M1A512-00.
Was kostet der Roborock F25?
Die UVP liegt bei 446 Euro, im Handel bewegt sich das Gerät um 256 Euro. Die Preise auf dieser Seite ziehen wir täglich aus den Händler-Datenfeeds, der Stand steht direkt unter dem Kauf-Button.