Technische Daten
| Modellbezeichnung | SwitchBot K11+ (W3003105) |
|---|---|
| Gerätetyp | Mini-Saugroboter mit Absaugstation und Wischtuch-Aufsatz |
| Saugkraft | 6.000 Pa (SwitchBot) |
| Saugstufen | 4 (Leise, Standard, Stark, Max) |
| Maße Roboter | 248 × 248 mm; Gehäusehöhe 9,2 cm, mit ausgefahrenem LDS-Turm 9,85 cm |
| Gewicht Roboter | 2,3 kg |
| Maße Station | 24,0 × 18,0 × 25,0 cm (Testmessung) |
| Gewicht Station | 4,2 kg |
| Navigation | LDS-Laser mit SLAM-Kartierung |
| Hindernisumgehung | Infrarot plus PSD-Abstandssensoren, keine Kamera und keine KI-Objekterkennung |
| Absturzsensor | vorhanden, erkennt Abstiege ab 8 cm |
| Schwellenhöhe | 1,7 cm (Datenblatt), Kanten bis 2 cm laut Test |
| Hauptbürste | verhedderungsresistente Rollbürste |
| Seitenbürste | Anti-Verhedderungs-Doppelseitenbürste, nicht ausfahrbar |
| Wischsystem | abnehmbarer Aufsatz mit feuchtem Tuch, kein Wassertank |
| Staubbehälter Roboter | Angaben widersprüchlich: 150 ml (Hersteller-Datenblätter), 200 ml (Testmessung) |
| Filter | HEPA-Filter |
| Staubbeutel Station | 4 Liter, antibakteriell, laut SwitchBot bis zu 90 Tage |
| Akkukapazität | 3.200 mAh |
| Akkulaufzeit | bis zu 150 Minuten (Datenblatt), 140 Minuten in einer Testmessung |
| Ladezeit | ca. 300 Minuten |
| Reinigungsfläche | bis zu 225 m² je Ladung (SwitchBot) |
| Lautstärke | 45 dB |
| Etagen-Speicher | 5 Karten |
| Steuerung | SwitchBot-App, Fernbedienung, Gerätetasten, Sprachassistent |
| Smart Home | Matter, Apple Home, Alexa, Google Home; WLAN 2,4 GHz plus Bluetooth |
| Garantie | 2 Jahre |
Unsere Rezension
Der K11+ ist der Versuch, einen vollwertigen Saugroboter auf Handtellergröße zu schrumpfen. Mit 24,8 Zentimetern Durchmesser ist er rund zehn Zentimeter schmaler als ein Standardmodell, und die dazugehörige Absaugstation belegt weniger Fläche als ein A4-Blatt. Die Rechnung geht bei Navigation und Saugleistung auf, bei der Wischfunktion bleibt vom Konzept nur ein feuchtes Tuch übrig. Grundlage dieser Einordnung sind das SwitchBot-Datenblatt, die Händlerlistung und die bei testberichte.de gesammelten Fachtests.
Das spricht dafür
- 24,8 cm Durchmesser: Der Roboter fährt hinter die Toilette, zwischen Stuhlbeine und in Nischen, die für Standardmodelle gesperrt sind
- Vollwertige LDS-Lasernavigation im Miniformat, in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit
- Absaugstation im A4-Format mit 4-Liter-Beutel, das ist ein größerer Beutel als bei vielen doppelt so großen Stationen
- Matter direkt ohne Zusatz-Hub, damit läuft er nativ in Apple Home, Alexa und Google Home
- 45 dB Maximalpegel, damit ist er für den Betrieb tagsüber im bewohnten Raum leise genug
- 2,3 kg Gewicht: Für den Etagenwechsel im Haus trägt man ihn mit einer Hand
Das spricht dagegen
- Die Wischfunktion ist ein feuchtes Tuch ohne Wassertank, für echte Nassreinigung taugt sie nicht, das kritisieren alle ausgewerteten Tests
- Keine Kamera und keine KI-Objekterkennung, der Roboter weicht Kabeln und Socken nicht gezielt aus
- Nur 1,7 cm Schwellenhöhe, jede höhere Türschwelle wird zur Reviergrenze
- Ein Test berichtet, dass sich Haare trotz Anti-Tangle-Bürste im Gerät verheddern
- Die Seitenbürste fährt nicht aus, an Kanten bleibt ein Streifen stehen
- 300 Minuten Ladezeit bei 150 Minuten Laufzeit, das Verhältnis ist ungünstig
- Für Hochflorteppiche reichen 6.000 Pa und die kleine Bürste nicht
Warum ein kleiner Roboter mehr Fläche erreicht
Ein Standard-Saugroboter misst 33 bis 35 Zentimeter im Durchmesser. Diese Zahl ist der Grund, warum in jeder Wohnung Flächen übrig bleiben, an die er nie kommt: der Spalt zwischen Toilette und Wand, der Bereich zwischen den Beinen eines Esstischs mit Querstrebe, die Nische neben dem Kühlschrank, der Zwischenraum unter einem Sideboard mit Mittelfuß.
Der K11+ misst 248 Millimeter. Das sind knapp zehn Zentimeter weniger, und weil ein runder Roboter eine Lücke braucht, die etwas breiter ist als er selbst, verschiebt sich die Grenze des Befahrbaren deutlich. Praktisch heißt das: Stellen, an denen du bisher einmal pro Woche mit dem Handsauger nacharbeitest, erledigt der Roboter mit.
Die Bauhöhe ist mit 9,2 Zentimetern Gehäuse und 9,85 Zentimetern samt ausgefahrenem LiDAR-Turm Durchschnitt. Unter sehr niedrige Möbel kommt er also nicht, dort ist der Formfaktor kein Vorteil.
LiDAR im Miniformat: der eigentliche Trick
Günstige kleine Saugroboter fahren traditionell nach dem Zufallsprinzip: Sie stoßen an, drehen ab und hoffen auf statistische Abdeckung. Das dauert lange und lässt Lücken.
Der K11+ hat stattdessen einen LDS-Lasersensor mit SLAM-Kartierung, also die Technik, die sonst erst ab der Mittelklasse verbaut wird. Er baut eine Karte auf, fährt in geordneten Bahnen, merkt sich bis zu fünf Etagen und nimmt nach dem Nachladen die Fahrt an der Abbruchstelle wieder auf. Sperrzonen lassen sich in der App ziehen.
Das ist die Ausstattung, die den Preis rechtfertigt. Zwei der ausgewerteten Fachtests loben die Navigation ausdrücklich, ein dritter nennt sie “unbeholfen” bei komplexen Grundrissen. Was der Roboter dagegen nicht hat, ist eine Kamera oder KI-Objekterkennung. Er weicht Möbeln aus, erkennt aber kein Ladekabel und keine Socke. Wer den Boden vorher freiräumt, hat davon nichts, wer das nicht tut, holt regelmäßig etwas aus der Bürste.
Die Station: 4 Liter in einem A4-Format
Der zweite Kniff steckt in der Station. Sie misst laut Testmessung 24 × 18 × 25 Zentimeter und braucht damit weniger Stellfläche als ein DIN-A4-Blatt. Übliche Absaugstationen belegen 35 × 45 Zentimeter und stehen wie ein Möbelstück im Raum.
Der Beutel darin fasst trotzdem 4 Liter, was mehr ist als bei vielen doppelt so großen Stationen: Der Roborock QV 35A kommt auf 2,7 Liter, der eufy C10 auf 3 Liter. SwitchBot nennt bis zu 90 Tage ohne Wechsel, und das ist in dieser Preisklasse der längste Intervall. Wie sich solche Angaben in der Praxis verhalten und wovon der Wechselrhythmus wirklich abhängt, ordnet der Ratgeber Wie oft Staubsaugerbeutel wechseln ein.
Ein HEPA-Filter ist im Roboter verbaut, das ist bei Geräten dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Was ein solcher Filter im Saugroboter tatsächlich leistet, steht im Ratgeber HEPA-Filter im Saugroboter.
Wo das Konzept an seine Grenze kommt: die Wischfunktion
Hier muss man deutlich werden, weil die Produktbezeichnung “Saugerroboter mit Mopp” mehr verspricht, als das Gerät kann. Der K11+ hat keinen Wassertank. Der Wischaufsatz ist eine Halterung mit einem Tuch, das du von Hand anfeuchtest und ansteckst. Es gibt keine Pumpe, keine Dosierung und keine Nachbefeuchtung während der Fahrt.
Alle ausgewerteten Fachtests nennen das als Schwäche, teilweise sehr direkt: “Wisch-Funktionalität kaum der Rede wert”, “nur oberflächlich und nicht für gründliche Nassreinigung gedacht”. Die Einschätzung ist berechtigt. Für frischen Staub auf Fliesen reicht ein feuchtes Tuch, für einen Fettfilm in der Küche oder eingetrockneten Saft reicht es nicht.
Wer echtes Wischen automatisiert haben will, ist bei einem Modell mit Tank und Anpressdruck richtig. Was der Unterschied zwischen den Bauarten praktisch bedeutet, erklärt der Ratgeber Wischroboter mit Walze oder Mopp.
Der zweite Schwachpunkt: 1,7 Zentimeter Schwelle
Das Datenblatt nennt 1,7 Zentimeter maximale Schwellenhöhe, ein Test kommt auf 2 Zentimeter. Das ist der niedrigste Wert unter allen Robotern, die wir bisher besprochen haben, und er hat einen bauartbedingten Grund: Kleine Räder an einem leichten Chassis erzeugen wenig Hebelwirkung.
Für eine Neubauwohnung mit schwellenlosen Übergängen ist das irrelevant. In einem Altbau mit 2,5 bis 3 Zentimeter hohen Holzschwellen zerfällt die Wohnung dagegen in Reviere, und du trägst den Roboter von Zimmer zu Zimmer. Mit 2,3 Kilogramm geht das zwar leicht, aber der Automatisierungsgedanke ist dann dahin.
Miss deine Türschwellen nach, bevor du bestellst. Das ist bei diesem Gerät die entscheidende Zahl.
Einordnung gegen die Nachbarmodelle
| Modell | Durchmesser | Saugkraft | Navigation | Beutel | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| SwitchBot K11+ (dieses Modell) | 24,8 cm | 6.000 Pa | LDS-Laser | 4 l / 90 Tage | ab ca. 178 € |
| eufy C10 | ca. 32 cm | 4.000 Pa | Gyroskop | 3 l / 60 Tage | ab ca. 186 € |
| Ultenic T20 Pro | ca. 35 cm | 8.000 Pa | LiDAR | 3,5 l / 70 Tage | ab ca. 253 € |
| Roborock QV 35A | ca. 35 cm | 8.000 Pa | LiDAR | 2,7 l | ab ca. 300 € |
Die Tabelle zeigt, wo der K11+ steht. Beim reinen Saugwert liegt er hinter Ultenic und Roborock, beim Beutelvolumen und beim Wechselintervall vorn, und beim Formfaktor ist er konkurrenzlos. Der eufy C10 kostet ähnlich viel, baut deutlich flacher und kommt damit unter mehr Möbel, navigiert aber ohne Laser. Wer echtes Wischen braucht, greift zum Ultenic T20 Pro oder eine Klasse höher.
Fazit: für wen der SwitchBot K11+ passt
Der K11+ ist die richtige Wahl für kleine Wohnungen mit vielen Engstellen und schwellenlosen Übergängen: Einzimmerwohnung, Souterrain, Studentenbude, Büro. Dort spielt er seine beiden echten Stärken aus, nämlich den schmalen Korpus und die winzige Station, die keinen halben Quadratmeter belegt. Für rund 180 Euro bekommst du dabei Lasernavigation und einen 4-Liter-Beutel, eine Kombination, die es sonst kaum gibt.
Weniger passend ist er in Wohnungen mit hohen Türschwellen, viel Teppich oder Anspruch an die Wischfunktion. Für diese Fälle gibt es ab etwa 250 Euro Geräte, die deutlich mehr abdecken. Und wenn du niedrige Möbel hast, unter die der Roboter soll, ist der flachere eufy C10 die bessere Wahl, obwohl er ohne Laser navigiert.
Häufige Fragen
Wie groß ist der SwitchBot K11+ genau?
Der Roboter misst 248 × 248 Millimeter in der Grundfläche. Bei der Höhe stehen zwei Werte nebeneinander: Das Gehäuse ist 9,2 Zentimeter hoch, mit ausgefahrenem LDS-Turm gibt SwitchBot 9,85 Zentimeter an. Für die Frage, unter welche Möbel er kommt, zählt der größere Wert.
Wischt der SwitchBot K11+ richtig nass?
Nein. Der Wischaufsatz ist ein Tuch, das du von Hand anfeuchtest und ansteckst. Einen Wassertank, eine Pumpe oder eine Dosierung gibt es nicht. Das reicht, um frischen Staub aufzunehmen und Hartboden nachzuwischen. Angetrocknete Flecken, Fettfilme oder klebrige Stellen bekommst du damit nicht weg, und alle ausgewerteten Tests nennen genau das als Schwäche.
Welche Schwellenhöhe schafft der K11+?
Das Datenblatt nennt 1,7 Zentimeter, ein Test spricht von Kanten bis 2 Zentimetern. Das ist wenig. Eine typische Altbauschwelle mit 2,5 bis 3 Zentimetern hält den Roboter auf. Bevor du bestellst, miss die Übergänge zwischen deinen Zimmern nach, das entscheidet darüber, ob der Roboter die ganze Wohnung erreicht.
Wie oft muss ich den Staubbeutel des K11+ wechseln?
Der antibakterielle Beutel in der Station fasst 4 Liter, SwitchBot nennt bis zu 90 Tage. Das ist ein ungewöhnlich großer Beutel für eine so kleine Station und das längste Intervall in dieser Preisklasse. Bei täglicher Reinigung mit Haustier im Haushalt ist eher mit sechs bis acht Wochen zu rechnen.
Braucht der SwitchBot K11+ einen Hub für Matter?
Nein, SwitchBot gibt an, dass der K11+ Matter nativ unterstützt und sich ohne zusätzliche Bridge in Apple Home, Alexa und Google Home einbinden lässt. Ein ausgewerteter Test nennt dagegen einen Hub als Voraussetzung. Wenn dieser Punkt für dich kaufentscheidend ist, prüfe ihn vor der Bestellung an deinem eigenen System.
Kommt der K11+ mit Teppich zurecht?
Mit Kurzflor und Läufern ja, er erkennt Teppich und erhöht die Saugstufe. Bei Hochflor stößt er an seine Grenzen: 6.000 Pa und eine kleine Bürstenwalze reichen nicht, um Schmutz aus tiefen Fasern zu holen. Zwei Tests führen die Teppichleistung ausdrücklich als Schwäche auf.
Erkennt der K11+ Kabel und Gegenstände auf dem Boden?
Nur eingeschränkt. Der Roboter arbeitet mit Infrarot und PSD-Abstandssensoren und hat weder eine Kamera noch eine KI-gestützte Objekterkennung. Er weicht Möbelbeinen und Wänden zuverlässig aus, Kabel und Socken erkennt er nicht als solche. Räum vor dem Start auf, dann läuft er sauber durch.
Wie lange läuft der SwitchBot K11+ mit einer Akkuladung?
Der Akku hat 3.200 mAh. Das Datenblatt nennt bis zu 150 Minuten Laufzeit, eine Testmessung kam auf 140 Minuten und einen Verbrauch von 22 Prozent für eine 46-minütige Reinigung. Die Ladezeit liegt bei rund fünf Stunden. Bis 225 Quadratmeter je Ladung gibt SwitchBot als Flächenleistung an.