Schlechte Gerüche in der Wohnung: Ursachen nach Geruchsart

Kanal, Fisch, faule Eier, muffig oder chemisch: welcher Geruch in der Wohnung auf welche Ursache hinweist, welche ein Warnsignal sind und was dann zu tun ist.

Reinigung & Pflege Veröffentlicht am 9 Min. Lesezeit

In diesem Artikel
  1. Die Geruchsart verrät die Ursache
  2. Gerüche, bei denen du sofort handelst
  3. Faulig und nach Kanal: Abfluss und Siphon
  4. Muffig und modrig: Feuchtigkeit und Schimmel
  5. Süßlich und verwest: tote Tiere
  6. Chemisch, stechend oder nach Mottenkugeln: Schadstoffe
  7. Säuerlich, ranzig, nach nassem Hund: Geräte und Textilien
  8. Rauch und Essen von den Nachbarn
  9. So findest du eine unbekannte Quelle
  10. Fazit
  11. Häufige Fragen

Ein schlechter Geruch in der Wohnung ist lästig, aber er ist auch eine Information. Die Art des Geruchs verrät in den meisten Fällen ziemlich genau, wo die Quelle sitzt, und bei einigen wenigen Gerüchen, dass schnell gehandelt werden muss. Hier steht, welcher Geruch was bedeutet, von harmlos bis gefährlich, und wie du die Ursache findest.

Die Geruchsart verrät die Ursache

Die Nase unterscheidet Gerüche erstaunlich präzise, und viele Quellen haben einen typischen Geruch. Die folgende Übersicht ordnet die häufigsten Gerüche ihren Ursachen zu und sagt, wie eilig es ist:

Geruchmögliche UrsacheDringlichkeit
faule Eier, Knoblauch, lösungsmittelartig an GasgerätenGas aus Leitung, Herd oder Thermesofort
fischig, verschmorter Kunststoffüberhitzte Steckdose, Schalter oder Gerätsofort
Brandgeruch, RauchSchwelbrand, Gerät, Kabelsofort
faulig, nach Kanalausgetrockneter Siphon, Ablagerungen, Rohrbelüftungselbst beheben
muffig, modrig, erdigFeuchtigkeit, Schimmel, oft verdecktzeitnah klären
süßlich, verwesttotes Tier in Decke, Wand oder Rollladenkastenzeitnah klären
nach Mottenkugeln, teerigNaphthalin aus altem Parkettkleberzeitnah klären
chemisch, stechendneue Möbel, Farbe, Bodenbelag, Formaldehydlüften, bei Dauer messen
säuerlich, faulig in der KücheKühlschrank, Mülleimer, Spülmaschineselbst beheben
Rauch, Essen, Parfüm von nebenanNachbarn über Türen, Schächte, Elektrodosenselbst beheben, abdichten
Schematischer Grundriss einer Wohnung mit acht nummerierten Geruchsquellen, farbig nach Dringlichkeit. Sofort handeln: Gasgeruch an Herd oder Therme in der Küche und fischiger Geruch an einer überhitzten Steckdose im Wohnzimmer. Zeitnah klären: muffiger Geruch durch Schimmel hinter dem Schrank an der Außenwand im Schlafzimmer, süßlich-verwester Geruch durch ein totes Tier im Rollladenkasten und Mottenkugel-Geruch aus altem teerhaltigem Parkettkleber. Selbst beheben: Kanalgeruch aus dem ausgetrockneten Siphon im Bad, säuerlicher Geruch aus Kühlschrank und Mülleimer, Rauch und Essen von den Nachbarn an der Wohnungstür.

Zwei Gerüche sind Notfälle, drei gehören zeitnah geklärt, und die häufigsten lassen sich in wenigen Minuten selbst beheben.

Die ersten drei Zeilen der Tabelle sind die einzigen, bei denen keine Zeit für eine gründliche Suche bleibt. Alle anderen lassen sich mit Ruhe eingrenzen, und dafür gibt es weiter unten einen eigenen Abschnitt.

Gerüche, bei denen du sofort handelst

Gas. Erdgas ist von Natur aus geruchlos. Damit ein Leck auffällt, setzen die Netzbetreiber einen Warngeruch zu. Der verbreitete Stoff Tetrahydrothiophen riecht nach Angaben des DVGW nach faulen Eiern oder Knoblauch. Einige Netze verwenden schwefelfreie Mittel, die eher lösungsmittelartig und chemisch riechen, fast wie Klebstoff. Wahrnehmbar ist der Warngeruch schon bei weniger als 0,5 Prozent Gas in der Raumluft. Bei Gasgeruch gelten die Regeln des DVGW:

  1. Kein offenes Feuer, keine Zigarette, kein Feuerzeug.
  2. Keine Lichtschalter und Klingeln betätigen, keine Stecker ziehen, nicht in der Wohnung telefonieren.
  3. Fenster und Türen weit öffnen.
  4. Wenn möglich, den Gashahn schließen.
  5. Mitbewohner und Nachbarn durch Klopfen warnen.
  6. Das Haus verlassen und von draußen den Notruf 112 oder den Entstördienst des Gasversorgers anrufen.

Fischgeruch ohne Fisch. Kunststoffe in Steckdosen, Schaltern, Verteilerdosen und Geräten geben beim Überhitzen Stoffe ab, die auffällig nach Fisch riechen. Elektriker und Feuerwehren nennen diesen Geruch als typisches Warnzeichen für einen beginnenden Kabelbrand, oft bevor Rauch sichtbar ist. Verdächtige Geräte ausstecken, die Sicherung des betroffenen Stromkreises ausschalten und einen Elektriker rufen. Ist eine Wand oder Steckdose warm oder steigt Rauch auf, sofort die Feuerwehr alarmieren.

Brandgeruch. Rauch oder verbrannter Geruch ohne erkennbare Ursache, etwa aus einem Gerät, einer Steckdose oder dem Sicherungskasten, gehört ebenfalls sofort untersucht. Rauchwarnmelder sind in allen Bundesländern in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren vorgeschrieben, die zu Aufenthaltsräumen führen.

Eine Gefahr lässt sich überhaupt nicht riechen: Kohlenmonoxid. Es entsteht bei unvollständiger Verbrennung in Gasthermen, Kaminöfen oder Gas-Durchlauferhitzern und ist farb- und geruchlos. In Wohnungen mit solchen Feuerstätten schützt nur ein CO-Melder.

Faulig und nach Kanal: Abfluss und Siphon

Der mit Abstand häufigste unangenehme Geruch in Wohnungen kommt aus dem Abfluss. Jeder Ablauf hat einen Geruchsverschluss, meist einen Siphon, in dem ein Rest Wasser steht und die Kanalgase zurückhält. Wird ein Abfluss selten benutzt, verdunstet dieses Sperrwasser, und das Gas steigt ungehindert in den Raum.

Typische Kandidaten:

  • Gäste-WC, Zweitbad, Dusche, die wochenlang nicht genutzt werden
  • Bodenablauf im Keller oder Hauswirtschaftsraum
  • Überlauf des Waschbeckens, in dem sich Seifenreste und Haare zersetzen
  • Ablauf der Waschmaschine und der Spülmaschine
  • Alle Abläufe nach dem Urlaub, besonders im Sommer

Die Lösung dauert Sekunden: einen Liter Wasser in jeden Abfluss gießen. Bleibt der Geruch, sitzen Ablagerungen im Siphon, der sich unter den meisten Waschbecken von Hand aufschrauben und reinigen lässt. Riecht es im ganzen Haus nach Kanal, besonders beim Ablaufen von Wasser in anderen Wohnungen, kann die Belüftung der Abwasserleitung gestört sein. Das ist ein Fall für die Hausverwaltung. Wie hoch das Sperrwasser stehen muss und welche Stellen im Bad sonst riechen, beschreibt der Ratgeber zum muffigen Geruch im Bad.

Muffig und modrig: Feuchtigkeit und Schimmel

Ein muffiger, erdiger oder modriger Geruch ist ein ziemlich zuverlässiges Zeichen für Feuchtigkeit. Schimmelpilze und Bakterien bilden beim Wachsen flüchtige Stoffe, die genau so riechen, und die Nase nimmt sie wahr, lange bevor ein Fleck zu sehen ist.

Wo es muffig riecht, lohnt die Suche an den kältesten Stellen und dort, wo keine Luft hinkommt: hinter Schränken an Außenwänden, hinter dem Kopfteil des Bettes, unter Matratzen, in Fensterlaibungen und Rollladenkästen, unter Teppichen auf kalten Böden. Je nach Raum gibt es dafür eigene Ratgeber: im Schlafzimmer, im Keller und im Schrank.

Ein Hygrometer gibt schnell eine erste Antwort. Liegt die relative Luftfeuchte über Tage deutlich über 60 Prozent oder beschlagen morgens regelmäßig die Fenster, ist Feuchte das Grundproblem. Kleine Schimmelstellen lassen sich selbst behandeln, größere Flächen und wiederkehrender Befall deuten auf eine bauliche Ursache hin und gehören in Mietwohnungen dem Vermieter gemeldet. Wie lose Sporen dabei nicht in die Raumluft gelangen, zeigt der Ratgeber zum HEPA-Staubsauger bei Schimmel.

Einen Sonderfall gibt es in älteren Fertighäusern. Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW mussten nach DIN 68800 von 1956 bis 1989 alle tragenden Holzbauteile mit Holzschutzmitteln behandelt werden. Aus Wirkstoffen wie PCP können über die Jahre Chloranisole entstehen, die modrig und schimmelartig riechen, auch ohne jeden sichtbaren Befall. Der sogenannte Fertighausgeruch hängt dann in Textilien und sogar in der Kleidung. Hier helfen nur eine Raumluftmessung und ein Sanierungskonzept eines unabhängigen Sachverständigen. Bis dahin rät die Verbraucherzentrale zu verstärktem Lüften und regelmäßigem feuchtem Staubwischen.

Süßlich und verwest: tote Tiere

Ein süßlich-fauliger Verwesungsgeruch, der in einem Bereich der Wohnung deutlich stärker ist als im Rest, stammt meist von einem toten Tier. Mäuse, Ratten oder Vögel sterben an versteckten Stellen: in Zwischendecken und Hohlwänden, im Rollladenkasten, hinter der Küchenzeile, unter Einbaumöbeln oder im Kamin. Häufig sammeln sich in der Nähe Fliegen.

Der Geruch hält an, bis der Kadaver vollständig ausgetrocknet ist, bei einer Maus meist einige Wochen, bei größeren Tieren und Wärme länger. Ist die Stelle erreichbar, das Tier mit Handschuhen in einer Tüte entfernen, die Fläche reinigen und desinfizieren. Liegt es in einer Decke oder Wand, hilft ein Schädlingsbekämpfer, in Mietwohnungen die Hausverwaltung. Ein gelegentlich übersehener, harmloser Verwandter dieses Geruchs ist die Tropfschale hinter dem Kühlschrank, in der sich Kondenswasser mit Lebensmittelresten sammelt.

Chemisch, stechend oder nach Mottenkugeln: Schadstoffe

Gerüche mit chemischem Charakter haben ihre Quelle meist in Einrichtung und Baustoffen:

  • Neue Möbel, Matratzen, Farben und Bodenbeläge geben in den ersten Wochen und Monaten flüchtige Stoffe ab. Der Geruch ist lösungsmittelartig und nimmt mit der Zeit ab. Viel lüften beschleunigt das Abklingen. Wie schnell ein offenes Fenster die Raumluft austauscht, steht im Ratgeber zum Staub aus der Raumluft entfernen, die Lüftungswerte gelten für Gerüche genauso.
  • Ein stechender Geruch, der die Augen reizt, kann auf Formaldehyd hinweisen, etwa aus älteren Spanplatten. Die Verbraucherzentrale NRW nennt den Richtwert des Umweltbundesamts von 0,1 Milligramm pro Kubikmeter. Hält der Geruch an, gibt eine Raumluftmessung Klarheit.
  • Ein Geruch nach Mottenkugeln in Altbauten stammt oft von Naphthalin aus teerhaltigem Parkettkleber, der bis in die 1970er Jahre verbreitet war. Das Umweltbundesamt hat für Naphthalin Richtwerte festgelegt, der Vorsorgewert liegt bei 10 Mikrogramm pro Kubikmeter. Wer den Geruch in einer Altbauwohnung mit Parkett bemerkt, sollte messen lassen, besonders wenn Kleinkinder auf dem Boden spielen.

Säuerlich, ranzig, nach nassem Hund: Geräte und Textilien

Die meisten Alltagsgerüche kommen aus Haushaltsgeräten und Textilien, die Feuchtigkeit und organische Reste halten:

Geruchtypische Quelle
säuerlich, muffigWaschmaschine: Türdichtung, Flusensieb, Waschmittelfach
fauligSpülmaschine: Bodensieb, Sprüharme
süßlich-fauligKühlschrank: Tropfschale, Ablaufrinne, Dichtung
organisch, säuerlichMülleimer: Reste unter dem Beutel, Deckelrand
staubig-warm, ranzigStaubsauger: voller Beutel, feuchter Behälter, alter Filter
nach nassem HundTeppich oder Polster, die feucht geworden und schlecht getrocknet sind

Wie du diese Quellen der Reihe nach abarbeitest und die gespeicherten Gerüche aus Polstern und Teppichen herausbekommst, beschreibt der Ratgeber Geruch aus der Wohnung bekommen. Welche Hausmittel dabei wirklich helfen, steht im Ratgeber zum Geruch entfernen mit Hausmitteln.

Rauch und Essen von den Nachbarn

Riecht es nach Zigarettenrauch oder fremdem Essen, obwohl in der eigenen Wohnung niemand raucht oder kocht, kommt der Geruch von nebenan. Die Luft findet dafür überraschend viele Wege:

  • Die Wohnungstür, besonders ohne umlaufende Dichtung und mit Spalt am Boden
  • Installationsschächte für Wasser, Abwasser und Heizung, die durch alle Stockwerke laufen
  • Elektrodosen und Steckdosen in Wänden zu Nachbarwohnungen
  • Lüftungsschächte von Bad und Küche ohne Rückschlagklappe
  • Fugen an Rohrdurchführungen unter Waschbecken und an Heizungsrohren

Abhilfe schaffen eine Türdichtung und eine Bodendichtung an der Wohnungstür, das Abdichten offener Rohrdurchführungen und ein Gespräch mit der Hausverwaltung, wenn Schächte oder Lüftung das Problem sind. Bis die Wege abgedichtet sind, verdünnt regelmäßiges Stoßlüften den Geruch.

So findest du eine unbekannte Quelle

Wenn die Geruchsart nicht eindeutig ist, hilft ein systematisches Vorgehen:

  1. Die Nase neutralisieren. Sie gewöhnt sich innerhalb kurzer Zeit an einen Geruch und meldet ihn dann kaum noch. Vor der Suche zehn Minuten an die frische Luft gehen.
  2. Raum für Raum prüfen. Alle Innentüren schließen und jeden Raum einzeln betreten. Wo der Geruch am stärksten ist, liegt die Quelle.
  3. Auf den Zeitpunkt achten. Riecht es morgens stärker, nach Regen, beim Heizen, bei Wind oder nach dem Duschen? Morgens und nach Regen deutet auf Feuchte, beim Heizen auf Staub auf den Heizkörpern, bei Wind auf Schächte und Undichtigkeiten.
  4. Nah herangehen. An Abflüssen, Steckdosen, Fußleisten und hinter Möbeln riechen. Eine Taschenlampe zeigt Flecken und Feuchtigkeit.
  5. Ein Hygrometer aufstellen. Es trennt Feuchte-Probleme von allen anderen.

Ein verbrannter Geruch in den ersten Tagen der Heizperiode hat übrigens meist eine harmlose Ursache: Staub, der sich über den Sommer auf und zwischen den Heizkörperlamellen gesammelt hat und beim ersten Heizen verschwelt. Wie du ihn vorher entfernst, steht im Ratgeber zum Heizkörper innen reinigen.

Fazit

Schlechte Gerüche in der Wohnung sind fast immer ein Hinweis auf eine konkrete Quelle, und die Geruchsart grenzt sie ein. Gas, fischig-verschmorte Elektrik und Brandgeruch verlangen sofortiges Handeln nach klaren Regeln. Muffige Gerüche deuten auf Feuchte und Schimmel, süßlich-verweste auf ein totes Tier, chemische auf Einrichtung oder alte Baustoffe, und diese Fälle gehören zeitnah geklärt.

Der häufigste Fall ist zugleich der einfachste: ein ausgetrockneter Siphon, den ein Liter Wasser behebt. Wer die Quelle nicht auf Anhieb findet, geht mit frischer Nase Raum für Raum vor und achtet darauf, wann der Geruch auftritt. Und wer eine Gastherme oder einen Kaminofen betreibt, hängt einen CO-Melder auf, denn gegen Kohlenmonoxid hilft keine Nase.

Häufige Fragen

Wonach riecht Gas in der Wohnung?

Erdgas selbst ist geruchlos, die Netzbetreiber setzen ihm einen Warngeruch zu. Der verbreitete Stoff Tetrahydrothiophen riecht nach Angaben des DVGW nach faulen Eiern oder Knoblauch. Manche Netze verwenden schwefelfreie Odoriermittel, die eher lösungsmittelartig und chemisch riechen, fast wie Klebstoff. Der Warngeruch ist schon bei weniger als 0,5 Prozent Gas in der Raumluft wahrnehmbar, also lange bevor es gefährlich wird.

Warum riecht es in der Wohnung nach Fisch?

Wenn kein Fisch im Spiel ist, ist das ein Warnzeichen für überhitzte Elektrik. Kunststoffe in Steckdosen, Schaltern, Verteilerdosen oder Geräten geben beim Überhitzen Stoffe ab, die fischig riechen, oft bevor Rauch zu sehen ist. Betroffene Geräte ausstecken, die Sicherung des Stromkreises ausschalten und einen Elektriker rufen. Bei Rauch oder Hitze an der Wand sofort die Feuerwehr unter 112 alarmieren.

Warum riecht es in der Wohnung nach Kanal?

In den meisten Fällen ist der Wasserverschluss in einem selten genutzten Abfluss ausgetrocknet. Ohne das Sperrwasser im Siphon steigt Kanalgas aus der Leitung in den Raum. Ein Liter Wasser in jeden Abfluss behebt das in Sekunden, auch im Gäste-WC, in der Dusche, im Bodenablauf im Keller und im Überlauf des Waschbeckens. Kommt der Geruch trotzdem wieder, lohnt der Blick auf Ablagerungen im Siphon und auf die Rohrbelüftung des Hauses.

Die Wohnung riecht muffig, aber ich sehe keinen Schimmel. Was steckt dahinter?

Oft sitzt der Schimmel an Stellen, die man nicht sieht: hinter Schränken an Außenwänden, unter Matratzen, hinter Tapeten oder in Fensterlaibungen. Die Nase meldet ihn früher als das Auge. In Fertighäusern aus den 1960er bis 1980er Jahren kann ein modrig-muffiger Geruch auch von Chloranisolen stammen, Abbauprodukten alter Holzschutzmittel. Dann hilft eine Raumluftmessung durch einen unabhängigen Sachverständigen.

Wie lange riecht ein totes Tier in der Zwischendecke?

So lange, bis der Kadaver vollständig ausgetrocknet ist, bei einer Maus meist einige Wochen, bei größeren Tieren und in warmen Räumen länger. Der süßlich-verweste Geruch ist in einem Bereich deutlich stärker als im Rest der Wohnung, oft sammeln sich dort auch Fliegen. Wenn die Stelle erreichbar ist, das Tier mit Handschuhen entfernen und die Fläche reinigen, sonst hilft ein Schädlingsbekämpfer oder die Hausverwaltung.

Kann ich Kohlenmonoxid riechen?

Nein. Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos und entsteht bei unvollständiger Verbrennung, etwa in einer defekten Gastherme, einem Kaminofen oder einem Gas-Durchlauferhitzer. Weil kein Geruch warnt, schützt nur ein Kohlenmonoxid-Melder in Räumen mit solchen Feuerstätten. Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit bei mehreren Personen gleichzeitig sind ein Alarmzeichen.

Warum riecht es beim ersten Heizen verbrannt?

Weil sich über den Sommer Staub auf und zwischen den Heizkörperlamellen gesammelt hat, der bei den ersten warmen Stunden verschwelt. Das ist harmlos und nach kurzer Zeit vorbei. Wer den Heizkörper vor der Heizperiode reinigt, vermeidet den Geruch ganz. Hält ein verbrannter Geruch an oder kommt er aus einer Steckdose, einem Gerät oder dem Sicherungskasten, ist das dagegen ein Fall für den Elektriker.

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