Staub aus der Raumluft entfernen: Lüften, Filtern, Wischen

Warum Staub in der Luft schwebt, wie lange er zum Absinken braucht und wie Lüften, Luftreiniger und feuchtes Wischen ihn wirksam aus dem Raum holen.

Reinigung & Pflege Veröffentlicht am 10 Min. Lesezeit

In diesem Artikel
  1. Warum Staub überhaupt in der Luft schwebt
  2. Die drei Wege, auf denen Staub die Luft verlässt
  3. Lüften: der schnellste Weg
  4. Luftreiniger: was sie leisten und wo ihre Grenze liegt
  5. Was sich gesetzt hat, holt das feuchte Tuch
  6. Weniger aufwirbeln: die Luftquellen im Raum
  7. Was die Luft nicht sauberer macht
  8. Sonderfall Renovieren: wenn der Staub besonders fein ist
  9. Fazit
  10. Häufige Fragen

Wer im Sonnenlicht die Staubteilchen tanzen sieht, möchte sie am liebsten einfach aus der Luft holen. Das geht, allerdings auf zwei sehr verschiedenen Wegen, und welcher wirkt, entscheidet die Größe der Teilchen. Der grobe Anteil fällt von allein und wird von den Flächen geholt, der feine muss mit der Luft aus dem Raum. Hier steht, wie beides funktioniert und was du dafür konkret tun kannst.

Warum Staub überhaupt in der Luft schwebt

Jedes Staubteilchen fällt, nur unterschiedlich schnell. Für kleine Teilchen gilt das Gesetz von Stokes: Die Sinkgeschwindigkeit wächst mit dem Quadrat des Durchmessers. Ein doppelt so großes Teilchen fällt also viermal so schnell, ein zehnmal so großes hundertmal so schnell. Dieser Zusammenhang erklärt fast alles, was du über Staub in der Luft wissen musst.

Logarithmische Zeitachse mit neun Staubteilchen und ihrer Fallzeit aus 2,5 Metern Höhe in ruhender Luft: 100 Mikrometer 10 Sekunden, 50 Mikrometer 33 Sekunden, 20 Mikrometer 3,5 Minuten, 10 Mikrometer 14 Minuten, 5 Mikrometer 54 Minuten, 2,5 Mikrometer 3,5 Stunden, 1 Mikrometer 20 Stunden, 0,3 Mikrometer 7 Tage, 0,1 Mikrometer 33 Tage. Bei 10 Mikrometern teilt ein Band die Achse in den Bereich, der sich in Minuten setzt und gewischt wird, und den Bereich, der schwebt und nur durch Lüften oder Filtern den Raum verlässt.

Bei rund 10 Mikrometern liegt die Grenze: Größerer Staub fällt in Minuten, feinerer bleibt Stunden bis Wochen in der Luft.

Die Werte in der Grafik gelten für ruhende Luft und Teilchen mit der Dichte von Wasser. Als Tabelle mit typischen Vertretern jeder Größe:

Teilchengrößetypische VertreterFallzeit für 2,5 m
100 µmSandkörner, Haare, grobe Fasernrund 10 Sekunden
20 µmPollen, Milbenkot, Hautschuppenrund 3,5 Minuten
10 µmfeine Fasern, Bruchstücke von Milbenkotrund 14 Minuten
5 µmSchimmelsporenknapp eine Stunde
2,5 µmFeinstaub (PM2,5)rund 3,5 Stunden
1 µmfeiner Abrieb, gealterter Rauchrund 20 Stunden
0,1 µmfrischer Koch- und Kerzenrauch, Rußüber einen Monat

In einer bewohnten Wohnung wird die Rechnung noch deutlicher. Warme Luft steigt über jedem Heizkörper auf, Menschen laufen durch den Raum, Türen gehen auf und zu. Diese Luftbewegungen liegen bei einigen Zentimetern pro Sekunde und damit weit über der Sinkgeschwindigkeit feiner Teilchen. Alles unter etwa 10 Mikrometern fällt in einer bewohnten Wohnung praktisch nicht mehr von allein, es wird mit der Raumluft herumgetragen, bis es an einer Wand haftet, im Filter hängen bleibt oder mit der Luft hinausgeht.

Reale Staubteilchen sind meist dichter als Wasser, mineralischer Staub etwa zwei- bis dreimal so dicht. Sie fallen entsprechend schneller, die Grenze verschiebt sich dadurch aber nur wenig. Für Allergiker hat das eine praktische Folge: Milbenallergen hängt überwiegend an den großen Kotkügelchen von 10 bis 40 Mikrometern, die sich nach dem Aufwirbeln innerhalb von Minuten wieder setzen. Katzenallergen haftet dagegen zu einem erheblichen Teil an sehr kleinen Partikeln und bleibt stundenlang in der Luft. Wer auf Katzen reagiert, profitiert deshalb besonders von Lüften und Filtern. Woraus der Staub insgesamt besteht, erklärt der Ratgeber woraus Hausstaub besteht.

Die drei Wege, auf denen Staub die Luft verlässt

Staub verschwindet aus der Raumluft auf genau drei Arten:

  1. Absinken und Anhaften. Große Teilchen fallen auf Boden und Möbel, kleine prallen an Wände, Vorhänge und Oberflächen und bleiben dort hängen. Von dort holt sie das Wischtuch oder der Staubsauger. Aus der Luft sind sie damit verschwunden, aus der Wohnung erst nach dem Putzen.
  2. Luftaustausch. Die Raumluft geht samt Staub hinaus und wird durch Außenluft ersetzt. Das ist der Weg für alles Feine, und er funktioniert, solange die Außenluft sauberer ist als die Innenluft.
  3. Filtration. Ein Gerät saugt die Raumluft an, hält die Teilchen im Filter zurück und bläst gereinigte Luft aus. Das funktioniert auch bei geschlossenem Fenster.

Wie schnell die Wege 2 und 3 arbeiten, hängt an der Zahl der Luftwechsel pro Stunde. Ein Luftwechsel bedeutet, dass einmal das gesamte Raumvolumen ausgetauscht oder gefiltert wurde. Weil sich frische und alte Luft dabei mischen, sinkt die Staubmenge mit jedem Luftwechsel auf gut ein Drittel des vorherigen Werts, genau genommen auf rund 37 Prozent. Für den schwebenden, feinen Anteil ergibt sich daraus diese Rechnung:

SituationLuftwechsel pro Stundenoch in der Luft nach 10 Minutennach 30 Minuten
Fenster und Türen zu0,1–0,3rund 97 %rund 90 %
Fenster gekippt0,8–2,5rund 78 %rund 47 %
Luftreiniger, 6-fach, Fenster zu6rund 36 %rund 5 %
Fenster ganz offen9–15rund 14 %unter 1 %
Durchzug (Querlüften)über 20rund 2 %praktisch 0 %

Die Luftwechselzahlen je Fensterstellung stammen aus den Lüftungsempfehlungen des Instituts Wohnen und Umwelt. Die Restanteile sind mit dem Mittelwert jeder Spanne und idealer Durchmischung gerechnet, ohne neue Staubquelle im Raum. Die Tabelle zeigt vor allem eines: Ein geschlossener Raum wird seinen feinen Staub über Stunden nicht los, und ein gekipptes Fenster ändert daran weniger, als es sich anfühlt.

Lüften: der schnellste Weg

Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster ist die wirksamste und billigste Maßnahme gegen Staub in der Luft. Fünf bis zehn Minuten reichen, im Winter wegen des größeren Temperaturunterschieds oft schon weniger. Mit zwei gegenüberliegenden offenen Fenstern ist die Luft in wenigen Minuten getauscht.

Den größten Nutzen hat das Lüften direkt nach allem, was Staub aufwirbelt:

  • nach dem Staubsaugen und Fegen
  • nach dem Aufschütteln von Betten, Kissen und Decken
  • nach dem Kochen, vor allem nach dem Braten
  • nach dem Ausklopfen von Teppichen und Polstern im Raum
  • nach Bastel- und Renovierungsarbeiten mit Schleifpapier, Säge oder Bohrer

Zwei Einschränkungen gibt es. An einer stark befahrenen Straße bringt die Außenluft selbst Feinstaub mit. Dann lüftest du besser zu verkehrsarmen Zeiten und über Fenster zur ruhigeren Hausseite. Für Pollenallergiker gilt eine ähnliche Regel mit anderen Uhrzeiten: Allergikerverbände empfehlen, in der Stadt frühmorgens zu lüften und auf dem Land eher abends, weil die Pollenkonzentration dort jeweils am niedrigsten ist.

Das dauerhaft gekippte Fenster ist die schwächste Form. Es tauscht wenig Luft aus, kühlt im Winter aber Laibung und Sturz aus. Die Stellen, an denen sich dabei Feuchte niederschlägt, zeigt der Ratgeber zum muffigen Geruch im Schlafzimmer.

Luftreiniger: was sie leisten und wo ihre Grenze liegt

Ein Luftreiniger mit Partikelfilter ist der zweite Weg und sinnvoll, wenn Lüften allein nicht reicht: an einer Hauptstraße, während der Pollensaison, bei Katzenallergie oder bei einer Quelle im Raum, die sich nicht abstellen lässt.

Drei Punkte entscheiden über die Wirkung:

  • Der Filter. Schwebstofffilter nach EN 1822 in der Klasse H13 halten mindestens 99,95 Prozent der Teilchen in der am schwersten abscheidbaren Größe zurück, H14 mindestens 99,995 Prozent. Das Umweltbundesamt empfiehlt für mobile Luftreiniger H13 oder H14 und weist darauf hin, dass einfachere Filter der Klassen F7 bis F9 einen Teil der feinsten Partikel durchlassen.
  • Die Leistung. Das Umweltbundesamt setzt für Klassenräume mindestens das Sechsfache des Raumvolumens pro Stunde an. Für Wohnräume sind vier bis sechs Luftwechsel ein sinnvoller Bereich. Wie sich daraus der passende CADR-Wert für dein Zimmer berechnet, steht im Ratgeber zu Feinstaub in der Wohnung.
  • Der Filterwechsel. Ein voller Filter bremst den Luftstrom und senkt damit die Leistung. Das Umweltbundesamt nennt Wechselintervalle von sechs bis zwölf Monaten, maßgeblich ist die Angabe des Herstellers.

Seine Grenze hat ein Luftreiniger beim groben Staub. Fasern, Sand und Pollen fallen zu Boden, bevor sie das Gerät erreichen, der Luftreiniger sieht davon nur einen kleinen Teil. Gegen sichtbaren Staub auf Möbeln hilft er deshalb wenig, gegen den feinen Anteil in der Luft dagegen deutlich.

Für den Betrieb gilt: frei aufstellen, mit Abstand zu Wand und Möbeln, damit er ungehindert ansaugen kann, und lieber dauerhaft auf mittlerer Stufe laufen lassen als kurz auf voller. Und er bleibt eine Ergänzung. Das Umweltbundesamt betont, dass Luftreiniger weder Kohlendioxid noch Wasserdampf aus dem Raum holen und das Fensterlüften deshalb nicht ersetzen.

Was sich gesetzt hat, holt das feuchte Tuch

Der grobe Anteil liegt nach einer halben Stunde wieder auf den Flächen. Von dort muss er so aufgenommen werden, dass er nicht gleich wieder in die Luft geht. Das gelingt mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch am besten: Die Feuchtigkeit bindet die Teilchen, und die feinen Fasern halten sie fest. Ein trockener Staubwedel verteilt dagegen einen großen Teil wieder in der Raumluft, wo er eine halbe Stunde später erneut landet.

Die Reihenfolge spart doppelte Arbeit:

  1. Aufwirbeln zuerst. Betten machen, Kissen aufschütteln, Teppich saugen.
  2. Stoßlüften, fünf bis zehn Minuten.
  3. Feucht wischen von oben nach unten. Regale und Schränke zuerst, dann Fensterbänke und Heizkörper, zuletzt der Boden.

Beim Staubsaugen selbst entscheidet das Gerät darüber, wie viel Feinstaub zurück in die Luft kommt. Eine Untersuchung der Queensland University of Technology mit 21 Staubsaugern fand Unterschiede über mehrere Zehnerpotenzen: Die Feinstaub-Emission reichte von unter einem bis über 5.000 Mikrogramm pro Minute. Neuere und hochwertigere Geräte schnitten tendenziell besser ab, ein HEPA-Filter allein war keine Garantie, weil auch ein undichtes Gehäuse Staub an ihm vorbeiführt. Worauf es bei der Filterung ankommt, beschreibt der Ratgeber zu Staubsauger-Filtern für Allergiker.

Weniger aufwirbeln: die Luftquellen im Raum

Viel Staub gerät nur deshalb in die Luft, weil etwas ihn von den Flächen löst. Wer diese Stellen kennt, hat weniger zu entfernen:

  • Heizkörper. Die aufsteigende Warmluft trägt Staub aus den Lamellen und von der Fensterbank durch den ganzen Raum. Zwischen den Lamellen sammelt sich über den Sommer eine dicke Schicht, die beim ersten Heizen verteilt wird. Wie du sie herausbekommst, steht im Ratgeber zum Heizkörper innen reinigen.
  • Bettzeug. Beim Aufschütteln fliegen Hautschuppen und Fasern in großer Menge. Am offenen Fenster ausschütteln oder direkt danach lüften.
  • Ventilatoren. Die Flügel eines Deckenventilators sammeln Staub und schleudern ihn beim ersten Einschalten nach Wochen im ganzen Raum herum. Vor der Saison feucht abwischen.
  • Textilien. Vorhänge, Kissen und Polster geben bei jeder Bewegung Fasern ab und nehmen Staub auf. Regelmäßiges Waschen oder Absaugen senkt den Nachschub.
  • Haustiere. Bürsten im Freien oder auf dem Balkon hält Haare und Hautschuppen aus der Raumluft.

Welche dieser Maßnahmen im Verhältnis zum Aufwand am meisten bringt, sortiert der Ratgeber was gegen Hausstaub hilft.

Was die Luft nicht sauberer macht

Einige Mittel werden gegen Staub in der Luft empfohlen, ohne dass es dafür einen belastbaren Beleg gibt. Manche verschlechtern die Lage sogar:

MittelEinordnung
ZimmerpflanzenGegen Schwebstaub ohne messbare Wirkung. Selbst für gasförmige Schadstoffe errechnete eine Auswertung der Drexel University, dass für den Effekt eines normalen Luftwechsels 10 bis 1.000 Pflanzen pro Quadratmeter nötig wären.
SalzkristalllampenKein Nachweis einer Wirkung auf Partikel in der Raumluft.
Ultraschall-Luftbefeuchter mit LeitungswasserVernebeln gelöste Mineralien, die als weißer Staub auf Möbeln landen und die Feinstaubwerte erhöhen. Mit destilliertem Wasser oder als Verdunster betreiben.
OzongeräteDas Umweltbundesamt lehnt eine Behandlung der Raumluft mit Ozon grundsätzlich ab, Ozon ist ein Reizgas.
IonisatorenLaden Teilchen elektrisch auf, damit sie an Flächen haften. Belastbare Daten zur Wirksamkeit fehlen laut Umweltbundesamt, manche Geräte bilden Ozon.
Duftkerzen und RäucherstäbchenErzeugen beim Brennen selbst Feinstaub und Ruß.

Sonderfall Renovieren: wenn der Staub besonders fein ist

Schleifen, Bohren und Stemmen erzeugen Staub, der zu großen Teilen im feinen Bereich liegt. Gips- und Zementstaub bleiben deshalb lange in der Luft und setzen sich über Tage in jeder Ritze ab. Die Sinkzeiten aus der Tabelle erklären ein bekanntes Phänomen: Wer nach dem Schleifen am Abend alles gewischt hat, findet am nächsten Morgen eine neue graue Schicht. Das ist der Anteil um ein Mikrometer, der rund 20 Stunden für den Weg nach unten braucht.

Für Renovierungen gelten deshalb eigene Regeln:

  • An der Quelle absaugen. Schleifgeräte direkt an einen Sauger anschließen, am besten an ein Gerät der Staubklasse M. Was dabei zu beachten ist, steht im Ratgeber zum Staub beim Schleifen vermeiden.
  • Den Raum abschotten. Tür schließen, Spalt mit Folie abkleben, damit der Staub in der Wohnung nicht wandert.
  • Während der Arbeit lüften, am besten mit Durchzug durch den Arbeitsraum nach außen.
  • Zweimal wischen: am Abend der Arbeit und am nächsten Tag noch einmal, wenn sich der feine Anteil gesetzt hat.

Ob ein Industriesauger für solchen Staub einen Filterbeutel braucht, klärt der Ratgeber zum Industriestaubsauger ohne Filterbeutel.

Fazit

Staub aus der Raumluft zu entfernen heißt, zwei Arten von Staub unterschiedlich zu behandeln. Der grobe Anteil ab etwa 10 Mikrometern fällt in Minuten auf Boden und Möbel, und dort holt ihn ein feuchtes Mikrofasertuch, nachdem du den Raum gelüftet hast. Der feine Anteil bleibt über Stunden in der Luft und verschwindet nur mit ihr: durch ein weit geöffnetes Fenster, das die Luft in wenigen Minuten tauscht, oder durch einen Luftreiniger mit H13-Filter, der vier- bis sechsmal pro Stunde das Raumvolumen filtert.

Im Alltag reicht eine einfache Gewohnheit: nach allem, was Staub aufwirbelt, fünf bis zehn Minuten stoßlüften und danach von oben nach unten feucht wischen. Pflanzen, Salzlampen und Ozongeräte kannst du dir dabei sparen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis sich Staub in der Luft wieder setzt?

Das hängt fast nur an der Teilchengröße. In ruhiger Luft braucht ein Teilchen mit 10 Mikrometern Durchmesser für 2,5 Meter Raumhöhe rund 14 Minuten, ein 20-Mikrometer-Teilchen etwa 3,5 Minuten. Ein Teilchen mit 1 Mikrometer ist dagegen rund 20 Stunden unterwegs, und schon die Luftbewegung einer Heizung hält es praktisch dauerhaft in der Schwebe. Sichtbarer Staub liegt deshalb nach einer halben Stunde wieder, der feine Anteil bleibt.

Hilft ein Luftreiniger gegen Staub in der Luft?

Gegen den feinen, schwebenden Anteil ja, sofern das Gerät einen H13-Filter hat und zur Raumgröße passt. Für Wohnräume sind vier bis sechs Luftwechsel pro Stunde ein sinnvoller Bereich, bei 50 Kubikmetern Raum also 200 bis 300 Kubikmeter gefilterte Luft pro Stunde. Groben Staub erreicht ein Luftreiniger kaum, weil der vorher auf Boden und Möbel fällt. Das Lüften ersetzt er nicht, weil er weder Kohlendioxid noch Feuchte abführt.

Wie oft sollte ich gegen Staub lüften?

Mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten mit weit geöffnetem Fenster und zusätzlich nach allem, was Staub aufwirbelt: nach dem Saugen, dem Bettenmachen, dem Kochen oder Arbeiten mit Schleifpapier. Ein ganz geöffnetes Fenster tauscht die Raumluft in vier bis sieben Minuten einmal aus, mit Durchzug in bis zu drei Minuten. Ein gekipptes Fenster braucht dafür 24 bis 75 Minuten.

Warum sieht man Staub nur im Sonnenlicht?

Im schrägen Lichtstrahl streuen die Teilchen Licht zur Seite ab, und vor dem dunkleren Hintergrund des Raums werden sie dadurch sichtbar. Was dort tanzt, sind vor allem die größeren Teilchen wie Fasern und Hautschuppen, die sich nach wenigen Minuten wieder setzen. Den feinen Anteil unter wenigen Mikrometern sieht man einzeln gar nicht, er ist trotzdem da und macht bei Feinstaub die gesundheitlich relevante Menge aus.

Welcher Filter hält feinen Staub zurück?

Schwebstofffilter nach der Norm EN 1822. Die Klasse H13 hält mindestens 99,95 Prozent der Teilchen in der am schwersten abscheidbaren Größe zurück, H14 mindestens 99,995 Prozent. Das Umweltbundesamt empfiehlt für mobile Luftreiniger H13 oder H14. Einfachere Filter der früheren Klassen F7 bis F9 lassen einen Teil der feinsten Partikel durch.

Hilft ein Luftbefeuchter gegen Staub in der Luft?

Gegen Staub gibt es dafür keinen belastbaren Beleg. Bei Ultraschall-Befeuchtern kann es sogar umgekehrt kommen: Sie vernebeln das Wasser samt gelöster Mineralien, und mit Leitungswasser setzt sich dieser Kalk als weißer Staub auf Möbeln ab und erhöht die Feinstaubwerte im Raum. Wer die Luftfeuchte anheben möchte, nimmt einen Verdunster oder betreibt einen Ultraschall-Befeuchter mit destilliertem Wasser.

Wirbelt Staubsaugen den Staub erst in die Luft?

Teilweise ja. Bürste und Luftstrom lösen Staub vom Boden, und jedes Gerät bläst einen Teil der feinen Partikel mit der Abluft wieder aus. Eine Untersuchung der Queensland University of Technology mit 21 Staubsaugern fand dabei Unterschiede über mehrere Zehnerpotenzen, ältere und günstige Geräte gaben tendenziell mehr ab. Nach dem Saugen deshalb lüften und die Flächen erst danach feucht abwischen.

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