Technische Daten
| Modellbezeichnung | Dreame D20, Modell RLD35GA (Amazon-Teilenummer RLD35GA-BK, Schwarz) |
|---|---|
| Gerätetyp | Saug- und Wischroboter mit Ladestation, ohne Absaugstation |
| Saugkraft | 13.000 Pa (Dreame, internes Labor) |
| Saugstufen | 5 |
| Hauptbürste | HyperStream Detangling DuoBrush: Gummibürste mit Borsten plus TPU-Vollgummibürste; „100 % verhedderungsfrei“ laut TÜV-SÜD-Zertifikat |
| Seitenbürste | 1 |
| Akku | 5.200 mAh |
| Laufzeit | bis 285 Minuten (Dreame, internes Labor im Saug- und Wischmodus) |
| Ladezeit | 360 Minuten (Datenblatt testberichte.de); Dreame nennt keinen Wert |
| Nachladen und Fortsetzen | ja, fährt bei niedrigem Akku zur Station und setzt die Reinigung danach fort |
| Navigation | LDS-Laser (Pathfinder) mit 360-Grad-Umgebungserkennung |
| Hindernisumgehung | Hindernis- und Absturzsensoren; keine Kamera, keine Objekterkennung (Datenblatt testberichte.de) |
| Teppicherkennung | vorhanden laut Datenblatt testberichte.de |
| Staubbehälter | 700 ml |
| Wischsystem | abnehmbares, mitgezogenes Wischpad; 350-ml-Wassertank; 32 Feuchtigkeitsstufen (Amazon-Listung) |
| Station | reine Ladestation, 130 × 126 × 93 mm, 0,37 kg |
| Maße Roboter | 350 × 350 × 96,9 mm |
| Gewicht Roboter | 3,51 kg (Dreame); 3,58 kg laut Datenblatt testberichte.de |
| Schwellenhöhe | bis 20 mm |
| Lautstärke | 74 dB (Datenblatt testberichte.de) |
| Wechselakku | nein (Datenblatt testberichte.de) |
| Steuerung | Dreamehome-App (Karten, Räume, Sperrzonen, Zeitpläne), Alexa, Siri, Google Home |
| Lieferumfang | Roboter, Ladestation, Hauptbürste mit Bürstenschutz, Seitenbürste, Staubbehälter, Wassertank, Wischpad, Wischpad-Halterung |
| Fachtest-Urteile | kein Fachmagazin-Test; testberichte.de führt 1,9 (gut) als reine Auswertung des Produktdatenblatts |
Unsere Rezension
Der D20 ist Dreames Einstiegs-Saugroboter ohne Absaugstation. Er kombiniert eine hohe Saugkraft von 13.000 Pa mit der HyperStream-Doppelbürste, die Dreame sonst in deutlich teureren Modellen verbaut, und einer sehr langen Laufzeit. Gespart wird bei Station, Hinderniserkennung und Wischsystem. Grundlage der Einordnung sind die Dreame-Produktseite samt technischen Daten und Fußnoten, die Amazon-Listung und das Datenblatt von testberichte.de.
Das spricht dafür
- 13.000 Pa und fünf Saugstufen sind für rund 150 Euro ein hoher Wert
- Die DuoBrush aus Borsten- und Gummibürste stammt aus Dreames Oberklasse und ist laut TÜV SÜD verhedderungsfrei
- Bis 285 Minuten Laufzeit plus Nachladen und Fortsetzen reichen auch für große Wohnungen
- Der 700-ml-Staubbehälter ist für einen Roboter ohne Station groß
- LDS-Laser mit Raumaufteilung, Sperrzonen und Zeitplänen in der App
- Die Ladestation ist mit 13 × 12,6 Zentimetern winzig
Das spricht dagegen
- Keine Absaugstation: den Behälter leerst Du nach jeder größeren Fahrt von Hand
- Keine Kamera und keine Objekterkennung, Kabel und Socken musst Du vorher wegräumen
- Das Wischpad wird nur mitgezogen, es rotiert nicht, vibriert nicht und hebt sich nicht an
- Zur Frage, ob der D20 gleichzeitig saugt und wischt, widersprechen sich die Quellen
- Laut Datenblatt 360 Minuten Ladezeit und kein Wechselakku
- Dreame nennt weder Lautstärke noch Ladezeit; alle Kernwerte stammen aus dem internen Labor
- Kein Fachmagazin-Test, die Note von testberichte.de beruht allein auf dem Datenblatt
13.000 Pa und fünf Stufen
Dreame nennt für den D20 13.000 Pa, erzeugt vom hauseigenen Vormax-Saugsystem und gemessen im internen Labor. Pascal beschreibt den Unterdruck bei geschlossenem Saugmund, ein gutes Reinigungsergebnis hängt zusätzlich an Luftstrom, Bürste und Abdichtung. In der Preisklasse um 150 Euro ist der Wert trotzdem hoch: Der Xiaomi H40 nennt 10.000 Pa, der eufy C10 4.000 Pa.
Die Leistung verteilt sich auf fünf Saugstufen. Für den täglichen Durchgang auf Hartboden reicht eine niedrige Stufe, Teppiche vertragen mehr. Laut Datenblatt von testberichte.de hat der D20 eine Teppicherkennung. Dreame selbst verspricht, dass der Roboter 100 Prozent der großen Partikel aufnimmt, ebenfalls auf Basis interner Labordaten. Wie oft ein Roboter überhaupt fahren sollte, ordnet der Ratgeber Wie oft Saugroboter laufen lassen ein.
Die DuoBrush: Oberklasse-Technik im Einstieg
Das auffälligste Bauteil sitzt unter dem Gehäuse. Die HyperStream Detangling DuoBrush besteht aus zwei Bürsten: einer Gummibürste mit Borsten, die in Fugen von Hartböden greift, und einer TPU-Vollgummibürste, die Staub aus Teppichen löst. Beide sind luftdurchströmt und führen Haare direkt in den Behälter, ohne dass sie sich um die Achse legen.
Dreame nennt die Bürste „100 Prozent verhedderungsfrei“ und beruft sich auf ein TÜV-SÜD-Zertifikat. Dieselbe Bürstenfamilie verkauft Dreame als Ersatzteil für Oberklasse-Modelle wie Matrix10, Aqua10 und X50. Im Einstiegssegment ist das ein echtes Unterscheidungsmerkmal, weil günstige Roboter meist eine einzelne Borstenwalze haben, um die sich lange Haare legen.
Für Haushalte mit Hund, Katze oder langen Haaren ist das der Hauptgrund für den D20. Ergänzende Tipps gegen Fell auf Böden und Polstern sammelt der Ratgeber Hundehaare in der Wohnung entfernen.
Ohne Station: 700 Milliliter von Hand leeren
Der D20 hat keine Absaugstation. Die mitgelieferte Station ist eine reine Ladestation mit 130 × 126 × 93 Millimetern und 370 Gramm. Sie passt hinter jede Tür, übernimmt aber nur das Laden.
Den 700-ml-Staubbehälter leerst Du selbst. Für einen Roboter ohne Station ist das ein großzügiges Volumen, auch china-gadgets.de hebt die große Staubkammer hervor. In einer 60-Quadratmeter-Wohnung ohne Tiere reicht eine Füllung für mehrere Fahrten. Mit Hund oder Katze und täglichen Einsätzen gehört das Leeren zur Routine. Wie das ohne Staubwolke gelingt, beschreibt der Ratgeber Beutellosen Staubsauger leeren.
Wer diesen Handgriff vermeiden will, findet bei Dreame zwei Schwestermodelle mit Absaugstation: den D20 Air Plus (laut Amazon-Listung 20.000 Pa, bei Amazon und im Dreame-Shop aktuell 179 Euro) und den D20 Pro Plus (13.000 Pa, Absaugstation und Laser-Hindernisvermeidung, bei Amazon 199 Euro). Dreame führt außerdem einen D20 Plus und einen D20 Ultra, die hier nicht eingeordnet sind.
Wischen: Pad zum Mitziehen
Für das Wischen setzt Du die Wischpad-Halterung mit dem 350-ml-Wassertank ein. Das Pad liegt flach auf dem Boden und wird mitgezogen. Die Feuchtigkeit regelst Du laut Amazon-Listung in 32 Stufen in der App.
Das Pad rotiert nicht, vibriert nicht und hebt sich nicht an. Die feine Staubschicht auf Fliesen und Laminat nimmt es mit, eingetrocknete Flecken löst es kaum. Welche Wischsysteme mehr leisten, vergleicht der Ratgeber Wischroboter: Walze oder Mopp. Bleiben Schlieren zurück, liegt es oft an zu viel Wasser; Hinweise dazu gibt der Ratgeber Wischroboter zieht Streifen.
Einen Widerspruch gibt es beim Ablauf. Dreame bewirbt „Staubsaugen und Wischen in einem Durchgang“, das Datenblatt von testberichte.de führt dagegen nur getrenntes Saugen und Wischen. Da sich das Pad nicht anhebt, solltest Du für Wischfahrten die Teppiche in der App sperren oder das Pad abnehmen, wenn nur gesaugt werden soll.
Navigation und Hindernisse
Oben auf dem Gehäuse sitzt ein LDS-Laser, den Dreame unter dem Namen Pathfinder führt. Er tastet die Umgebung mit 360 Grad ab und baut eine Karte, in der Du Räume aufteilst, Sperrzonen setzt und Zeitpläne anlegst. Gesteuert wird über die Dreamehome-App oder per Sprache mit Alexa, Siri und Google Home.
Vorn fehlt die Sensorik für kleine Gegenstände. Das Datenblatt von testberichte.de führt Hindernis- und Absturzsensoren, aber keine Kamera und keine Objekterkennung. Möbel und Wände umfährt der D20 zuverlässig, Ladekabel, Socken und Spielzeug erkennt er nicht gezielt. Räume vor dem Start den Boden frei, sonst kann sich ein Kabel in der Seitenbürste verfangen. Was nach einem Missgeschick mit Tierkot zu tun ist, beschreibt der Ratgeber Saugroboter nach Hundekot reinigen.
Türschwellen bis 20 Millimeter überwindet der Roboter. Mit 96,9 Millimetern Höhe passt er unter Möbel mit rund 10 Zentimetern Bodenfreiheit.
Akku und Laufzeit: 285 Minuten
Der 5.200-mAh-Akku ist so groß wie bei vielen Robotern dieser Klasse, die Laufzeit fällt mit 285 Minuten trotzdem lang aus. Dreame hat den Wert im internen Labor im Saug- und Wischmodus ermittelt, also vermutlich auf niedriger Stufe. Mit höherer Saugleistung und auf Teppich wird die Laufzeit deutlich kürzer, eine Zahl dafür nennt Dreame nicht.
Praktisch ist die Funktion Nachladen und Fortsetzen: Wird der Akku knapp, fährt der Roboter zur Station, lädt und macht an der richtigen Stelle weiter. Das Datenblatt von testberichte.de nennt 360 Minuten Ladezeit, im Alltag heißt das eine lange Pause mitten in der Reinigung großer Wohnungen. Einen Wechselakku führt das Datenblatt nicht. Wie Du einen Roboterakku nach Jahren tauschst, erklärt der Ratgeber Saugroboter-Akku wechseln.
Preis und Quellenlage
Dreame verkauft den D20 im eigenen Shop für 199 Euro, die Preisempfehlung lag laut china-gadgets.de bei 209 Euro. Bei Amazon kostet er aktuell rund 150 Euro.
Zum D20 existiert kein Fachmagazin-Test. testberichte.de vergibt 1,9 (gut), wertet dafür aber ausdrücklich nur das Produktdatenblatt aus. Die Kernwerte zu Saugkraft, Laufzeit und Behältervolumen stammen aus Dreames internem Labor. Lautstärke (74 dB) und Ladezeit (360 Minuten) kommen allein aus dem testberichte.de-Datenblatt. Beim Gewicht nennt Dreame 3,51 Kilogramm, das Datenblatt 3,58 Kilogramm.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Saugkraft | Station | Wischen | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Dreame D20 (dieses Modell) | 13.000 Pa | nur Laden | mitgezogenes Pad | ab ca. 150 € | 3,6 / 5 |
| Xiaomi H40 | 10.000 Pa | Absaugen, 4-l-Beutel | festes Pad | ab ca. 198 € | 3,6 / 5 |
| eufy C10 | 4.000 Pa | Absaugen, 3-l-Beutel | nein | ab ca. 186 € | 3,6 / 5 |
| Roborock Q7 TF+ | 10.000 Pa | Absaugen, 2,7-l-Beutel | ja | ab ca. 216 € | 3,4 / 5 |
Die Tabelle zeigt, was die fehlende Station kostet: Rund 36 bis 66 Euro mehr bringen bei den Alternativen eine Absaugstation mit. Der Xiaomi H40 hat dafür weniger Saugkraft und eine einfachere Bürste. Der eufy C10 ist deutlich flacher, wischt aber nicht. Der D20 hält dagegen mit der stärksten Saugkraft, der DuoBrush und der längsten Laufzeit.
Fazit: für wen der Dreame D20 passt
Der Dreame D20 ist ein starker Sauger für wenig Geld. Die Doppelbürste gegen Haarwicklungen, 13.000 Pa und fast fünf Stunden Laufzeit machen ihn zu einer guten Wahl für Tierhaushalte und große Wohnungen, in denen Du das Leeren des 700-ml-Behälters in Kauf nimmst und den Boden vor dem Start freiräumst.
Wer den Behälter nicht selbst leeren will, zahlt für eine Station bei Dreame selbst nur wenig mehr: Der D20 Air Plus und der D20 Pro Plus liegen rund 30 bzw. 50 Euro darüber. Außerhalb von Dreame ist der Xiaomi H40 die naheliegende Alternative mit großem Beutel. Und wer ernsthaft wischen will, braucht ein Gerät mit rotierenden Pads oder Walze, dort spielt der D20 nicht mit.
Häufige Fragen
Hat der Dreame D20 eine Absaugstation?
Nein. Im Lieferumfang steht eine reine Ladestation mit 130 × 126 × 93 Millimetern. Den 700-ml-Staubbehälter leerst Du von Hand. Mit Absaugstation bietet Dreame die Schwestermodelle D20 Air Plus und D20 Pro Plus an, die bei Amazon aktuell rund 30 bzw. 50 Euro mehr kosten.
Wie lange hält der Akku des Dreame D20?
Dreame nennt bis zu 285 Minuten, gemessen im internen Labor im Saug- und Wischmodus. Das ist ein Bestwert auf niedriger Stufe, auf höheren Stufen und auf Teppich sinkt die Laufzeit. Reicht eine Ladung nicht, fährt der Roboter zur Station, lädt nach und setzt die Reinigung fort. Das Datenblatt von testberichte.de nennt 360 Minuten Ladezeit.
Kann der Dreame D20 gleichzeitig saugen und wischen?
Dreame bewirbt Staubsaugen und Wischen in einem Durchgang, dafür wird die Wischpad-Halterung mit Wassertank eingesetzt. Das Datenblatt von testberichte.de führt dagegen nur getrenntes Saugen und Wischen. Fest steht: Das Pad wird mitgezogen, rotiert nicht und hebt sich nicht an, für angetrocknete Flecken reicht das kaum.
Ist der Dreame D20 für Tierhaare geeignet?
Das ist seine Stärke. Die HyperStream Detangling DuoBrush kombiniert eine Gummibürste mit Borsten und eine Vollgummibürste aus TPU. Dreame nennt sie laut TÜV-SÜD-Zertifikat 100 Prozent verhedderungsfrei, sie befördert Haare direkt in den Behälter. Mit 700 Millilitern fasst der Behälter zudem viel Fell zwischen zwei Leerungen.
Erkennt der Dreame D20 Hindernisse?
Er erkennt Möbel und Wände über den LDS-Laser und Hindernissensoren, Treppen über Absturzsensoren. Eine Kamera oder eine Objekterkennung für kleine Gegenstände hat er laut Datenblatt nicht. Kabel, Socken und Spielzeug solltest Du vor dem Start vom Boden räumen.
Wie hoch ist der Dreame D20?
Dreame gibt 96,9 Millimeter an. Unter Möbeln mit rund 10 Zentimetern Bodenfreiheit kommt der Roboter damit durch. Türschwellen bis 20 Millimeter überwindet er laut Hersteller.
Was ist der Unterschied zwischen Dreame D20 und D20 Pro Plus?
Beide nennen 13.000 Pa und die DuoBrush. Der D20 Pro Plus bringt laut Amazon-Listung eine Absaugstation und eine Hindernisvermeidung mit Laser mit, dazu eine Eckenreinigung. Der D20 hat nur eine Ladestation und arbeitet ohne Front-Laser. Bei Amazon liegt der Preisunterschied aktuell bei rund 50 Euro.
Wie laut ist der Dreame D20?
Dreame nennt keinen Wert. Das Datenblatt von testberichte.de führt 74 dB. Für welche Saugstufe der Wert gilt, ist dort nicht angegeben; mit fünf Stufen hast Du im Alltag leisere Optionen.
Lässt sich der Dreame D20 per Sprache steuern?
Ja, über Alexa, Siri und Google Home, jeweils mit einem passenden Gerät mit Sprachassistent. Karten, Raumaufteilung, Sperrzonen, Saug- und Feuchtigkeitsstufen stellst Du in der Dreamehome-App ein.