Saugroboter mit Wischfunktion · Ecovacs

Ecovacs Deebot X12 Pro Omni (Saugroboter mit Wischfunktion)

  • FocusJet: zwei Sprühdüsen behandeln angetrocknete Flecken vor dem Wischgang an
  • 22.000 Pa Saugkraft bei 22 Litern Luftstrom pro Sekunde
  • OZMO ROLLER 3.0: 27 cm breite Wischwalze, laut Ecovacs 50 Prozent länger als in der Vorgängergeneration
  • TruePass mit 4-Rad-Antrieb: 2,4 cm einzelne Schwelle, 4 cm bei zwei Stufen hintereinander
  • 4-Liter-Frischwassertank in der Station, der größte in der X12-Familie

Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

Rezension der dein-staubsauger.de-Redaktion · Veröffentlicht am 18. August 2026

Produktfotos bei Amazon ansehen*
Saugkraft
22.000 Pa bei 22 l/s
Wischwalze
27 cm, Dauerspülung
Schwellen
24 mm einzeln, 40 mm doppelt
Preis
ca. 899 €

Technische Daten

Modellbezeichnung DEEBOT X12 PRO OMNI
Gerätetyp Saug-Wisch-Roboter mit Omni-Station und Staubbeutel
Saugkraft 22.000 Pa bzw. 0,22 bar (Herstellerangabe)
Luftstrom 22 l/s (BLAST-Gebläse)
Wischsystem OZMO ROLLER 3.0, 27 cm breite Wischwalze
Walzenspülung kontinuierlich mit Frischwasser während der Fahrt
Fleckenvorbehandlung FocusJet, Sprühdüsen mit Fleckenerkennung
Mopphub 15 mm, zusätzlich ausfahrende Abdeckung über der Walze
Schwellenüberwindung 24 mm mit Mopp, 40 mm bei Doppelstufen (TruePass 4WD)
Navigation dToF-LiDAR
Hinderniserkennung AIVI 3D 4.0
Teppicherkennung Ultraschall
Kantenreinigung TruEdge 3.0, luftgefederte Rolle mit 25,8 mm Reichweite
Hauptbürste ZeroTangle 4.0, luftgeführtes Flügelrad mit Doppellagerung
Reinigungsmodi nur saugen, saugen und wischen, erst saugen dann wischen, nur wischen
Maße Roboter 353 × 351 × 98 mm
Staubbehälter im Roboter 0,25 l
Wassertank im Roboter 110 ml
Station Omni-Station mit antibakteriellem Staubbeutel
Frischwassertank 4 l
Schmutzwassertank 2,2 l
Moppwäsche Hochdruck-Direktpumpe mit 75 °C warmem Frischwasser
Mopp-Trocknung Heißluft mit 63 °C
Selbstreinigung Schmutzwasserbehälter Propeller mit bis zu 5.000 U/min
Akku Lithium-Ionen, 4.000 mAh, 17,8 V (rund 71 Wh)
Nennleistung Roboter 110 W
Ladezeit 2 Stunden 25 Minuten
Schnellladung PowerBoost Charging Plus, 13 % in 3 Minuten
Lautstärke 64,4 dB
Steuerung Ecovacs-Home-App, Sprachassistent AGENT YIKO 2.0

Unsere Rezension

Der Deebot X12 Pro Omni ist das zweite Gerät der X12-Familie und trägt dieselbe Reinigungstechnik wie das Flaggschiff X12 OmniCyclone: FocusJet-Sprühdüsen, 22.000 Pa bei 22 Litern Luftstrom, die 27 Zentimeter breite Wischwalze OZMO ROLLER 3.0. Der Unterschied steckt in der Station, die hier mit einem klassischen Staubbeutel arbeitet und dafür 100 Euro weniger kostet. Grundlage dieser Einordnung sind das Ecovacs-Datenblatt und die Händlerlistungen bei Ecovacs und Amazon.

Das spricht dafür

  • FocusJet sprüht angetrocknete Flecken gezielt vor, das leistet in dieser Form kaum ein Wettbewerber
  • 22.000 Pa und 22 l/s Luftstrom: beide Kennzahlen liegen auf Flaggschiff-Niveau, viele Konkurrenten weisen nur eine davon aus
  • 4-Liter-Frischwassertank, ein halber Liter mehr als beim teureren X12 OmniCyclone
  • OZMO ROLLER 3.0 mit 27 cm Walzenbreite und durchgehender Frischwasserspülung
  • TruePass mit vier angetriebenen Rädern schafft laut Ecovacs zwei Stufen hintereinander bis 4 cm
  • Moppwäsche mit 75 °C aus einer Hochdruck-Direktpumpe, Trocknung mit 63 °C Heißluft
  • PowerBoost Charging Plus lädt laut Ecovacs 13 Prozent Akku in drei Minuten nach

Das spricht dagegen

  • Der Staubbeutel bleibt ein laufender Kostenposten, Ecovacs verlangt 19 Euro für drei Stück
  • 899 Euro sind ein hoher Einstieg: Ecovacs verkauft mit dem X9 Pro Omni bereits für unter 400 Euro einen Walzenmopp mit Dauerspülung
  • 98 mm Bauhöhe: unter Sideboards mit weniger als 10 cm Bodenfreiheit kommt er nicht
  • Das Volumen des Stationsbeutels weist Ecovacs nicht aus, die Standzeit bis zum Wechsel bleibt damit offen
  • Der Schmutzwassertank fasst mit 2,2 Litern einen halben Liter weniger als beim X12 OmniCyclone
  • Zu diesem Modell liegen noch keine unabhängigen Messwerte vor, die Einordnung stützt sich auf Datenblatt und Ausstattung

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,5
Ausstattung 5,0
Saugleistung 4,5
Wischleistung 4,5
Navigation und Hinderniserkennung 4,5
Station und Wartungsaufwand 4,0

Gesamtwertung: 4,3 / 5

Ein Flaggschiff, zwei Stationen

Ecovacs hat die X12-Reihe in zwei Varianten aufgeteilt, und der Unterschied liegt an einer einzigen Stelle: in der Station. Der X12 OmniCyclone sammelt den Staub beutellos in einem Zyklonbehälter, der X12 Pro Omni benutzt einen Staubbeutel. Am Roboter selbst ändert das nichts. Beide fahren mit 22.000 Pa, 22 Litern Luftstrom pro Sekunde, der 27 Zentimeter breiten Wischwalze OZMO ROLLER 3.0 und den FocusJet-Sprühdüsen.

Das macht die Kaufentscheidung ungewöhnlich klar. Für 899 Euro bekommt man die komplette Reinigungstechnik des Flaggschiffs, spart 100 Euro und nimmt dafür Beutel als laufenden Posten in Kauf.

Bei den Tanks dreht sich das Verhältnis sogar zugunsten des günstigeren Modells. Der Pro Omni führt 4 Liter Frischwasser, der OmniCyclone 3,5. Umgekehrt fasst der Schmutzwassertank hier 2,2 Liter statt 2,7. Für Haushalte mit viel Hartboden zählt der Frischwasservorrat mehr, weil er darüber entscheidet, wie oft man während eines großen Wischdurchgangs nachfüllen muss.

FocusJet: der Sprühkopf vor der Walze

Wischroboter scheitern regelmäßig an derselben Sache: angetrockneten Flecken. Ein Kaffeetropfen, der zwei Stunden lag, löst sich nicht in dem Moment, in dem eine feuchte Walze darüberfährt. Reinigung braucht neben Feuchtigkeit auch Zeit, und ein Roboter im Durchgang bringt davon eine halbe Sekunde mit.

FocusJet setzt genau hier an. Sprühdüsen an der Front geben gezielt Wasser auf eine Stelle ab, die die Kamera als Fleck erkannt hat. Der Roboter fährt weiter, kommt zurück und arbeitet die vorbehandelte Stelle mit der Walze ab. Aus einer halben Sekunde Kontaktzeit werden damit einige Sekunden bis Minuten Einwirkzeit.

Wie weit die Erkennung trägt, hängt an der Kamera und am Kontrast des Flecks zum Untergrund. Unabhängige Messungen dazu liegen noch nicht vor. Die Mechanik dahinter ist schlüssig und in dieser Form bei kaum einem Wettbewerber zu finden.

22.000 Pa bei 22 Litern Luftstrom

Die meisten Hersteller nennen bei Saugrobotern nur eine Zahl, den Unterdruck in Pascal. Ecovacs gibt beim X12 beide relevanten Größen an, und das ist der aussagekräftigere Weg.

Unterdruck beschreibt die Kraft, mit der ein Partikel vom Untergrund gelöst wird. Er entscheidet, ob Sand aus der Basis einer Teppichfaser herauskommt. Luftstrom beschreibt die Luftmenge pro Zeit und entscheidet, ob der gelöste Schmutz auch ins Gerät transportiert wird. Ein Gerät mit hohem Unterdruck und kleinem Luftstrom löst viel und transportiert wenig.

Mit 22.000 Pa und 22 l/s liegt der X12 Pro Omni bei beiden Werten auf Flaggschiff-Niveau. Zum Einordnen innerhalb des eigenen Programms: Der Deebot X9 Pro Omni nennt 16.600 Pa bei 16,3 l/s, der T30e Omni 25.000 Pa ohne Luftstromangabe.

Eine Einschränkung gilt für alle diese Zahlen: Eine genormte Messvorschrift für Saugroboter existiert nicht, die Werte entstehen unter Herstellerbedingungen. Vergleichbar sind sie vor allem innerhalb einer Marke. Auf Hochflorteppich entscheidet ohnehin eher der Antrieb als die Saugkraft, und dort stoßen alle Modelle dieser Bauart an Grenzen. Welche Faktoren dabei zusammenkommen, ordnet der Ratgeber Saugroboter fährt nicht auf Teppich ein.

OZMO ROLLER 3.0: die Walze mit Dauerspülung

Beim Wischen arbeitet eine durchgehende Textilwalze von 27 Zentimetern Breite, die während der Fahrt fortlaufend mit Frischwasser gespült und abgestreift wird. Das Schmutzwasser geht direkt in den Sammeltank. Laut Ecovacs ist die Walze 50 Prozent länger als in der Vorgängergeneration, im reinen Wischmodus verdoppelt sich dadurch die Flächenleistung.

Der Vorteil gegenüber rotierenden Pads liegt in der Sauberkeit der Arbeitsfläche. Ein Pad nimmt Schmutz auf und wird dabei selbst zunehmend schmutziger, bis es den Schmutz eher verteilt. Eine dauergespülte Walze arbeitet über die ganze Fahrt mit weitgehend sauberer Oberfläche. Bei aufgenommener Flüssigkeit ist der Unterschied am größten, weil die Walze sie direkt abstreift. Welche Wischsysteme es sonst gibt und wo ihre Stärken liegen, klärt der Ratgeber Wischroboter: Walze oder Mopp.

Für Teppiche gibt es zwei Schutzstufen. Die Walze hebt sich um 15 Millimeter an, zusätzlich fährt eine Abdeckung darüber. Damit soll jeder Kontakt zwischen nassem Textil und Teppichfaser unterbunden werden, was bei reinen Hubsystemen nicht immer gelingt.

Gewaschen wird die Walze in der Station mit 75 Grad warmem Frischwasser aus einer Hochdruck-Direktpumpe, anschließend trocknet Heißluft mit 63 Grad. Die Warmwasserwäsche holt Fett aus dem Textil, die Trocknung verhindert muffigen Geruch aus feuchten Wischtextilien.

Was der Beutel im Alltag kostet

Hier liegt der einzige echte Nachteil gegenüber dem Schwestermodell, und er lässt sich rechnen. Ecovacs verlangt für den antibakteriellen Stationsbeutel 19 Euro im Dreierpack, also rund 6,30 Euro pro Stück.

WechselintervallBeutel pro JahrKosten pro JahrKosten über 5 Jahre
alle 4 Wochen13rund 82 €rund 410 €
alle 6 Wochen9rund 57 €rund 285 €
alle 8 Wochen6,5rund 41 €rund 205 €

Das Wechselintervall hängt am Haushalt. Haustiere und Teppichböden verkürzen es deutlich, ein Zwei-Personen-Haushalt mit Hartboden kommt am oberen Ende heraus. Wie man die Standzeit realistisch einschätzt, steht im Ratgeber Wie oft den Staubsaugerbeutel wechseln.

Der Vergleich mit dem OmniCyclone fällt damit differenziert aus. Die 100 Euro Ersparnis beim Kauf sind nach zwei bis drei Jahren durch Beutelkosten aufgebraucht. Wer das Gerät fünf Jahre und länger behalten will, fährt mit der beutellosen Station rechnerisch günstiger. Wer den niedrigeren Einstiegspreis braucht oder den Zyklonbehälter nicht selbst reinigen möchte, liegt hier richtig. Die grundsätzliche Abwägung zwischen beiden Systemen behandelt der Ratgeber Staubsauger mit Beutel oder beutellos.

Ein Detail spricht für den Beutel: Beim Wechsel versiegelt ein Kunststoffschieber die Öffnung, der Staub bleibt eingeschlossen. Beim Entleeren eines Zyklonbehälters greift man dagegen in die Nähe des Staubs, auch wenn der Schaberring des OmniCyclone das entschärft.

Kanten, Schwellen und Bauhöhe

TruEdge 3.0 arbeitet mit einer luftgefederten Rolle, die bis 25,8 Millimeter an die Wand heranfährt, ergänzt um eine feststehende Seitenbürste. Die Rolle stellt sich stufenlos nach, um über die ganze Fahrbahn gleichmäßigen Bodenkontakt zu halten.

In einer 90-Grad-Ecke bleibt trotzdem ein Zwickel übrig. Das trifft alle runden Roboter gleichermaßen: Eine ausfahrende Rolle verkleinert diesen Rest, sie beseitigt ihn nicht. Wer viele Ecken und wenig Fläche hat, sollte das einkalkulieren.

Bei den Schwellen ist das TruePass-System die eigentliche Neuheit. Alle vier Räder sind angetrieben, dadurch schafft der Roboter laut Ecovacs 2,4 Zentimeter an einer einzelnen Schwelle und 4 Zentimeter, wenn zwei Stufen direkt hintereinander liegen. Genau diese Situation gibt es an Balkontüren und an Übergängen zwischen Räumen mit unterschiedlichem Bodenaufbau, und dort scheitern viele Roboter mit zwei Antriebsrädern.

Die Bauhöhe von 98 Millimetern ist der Wert, den man vor dem Kauf mit dem Zollstock prüft. Unter Sideboards und Betten mit weniger als zehn Zentimetern Bodenfreiheit kommt er nicht. Wer diese Flächen mitreinigen lassen will, braucht einen flacheren Roboter wie den Deebot T50 Omni Gen2 mit 81 Millimetern.

Akku, Ladepausen und Reinigungszeit

4.000 mAh bei 17,8 Volt ergeben rund 71 Wattstunden. Für diese Klasse ist das ordentlich, eine Flächen- oder Laufzeitangabe macht Ecovacs beim Pro Omni allerdings nicht. Im kombinierten Betrieb mit Wischen, Dauerspülung und Sprühfunktion liegt der Verbrauch pro Quadratmeter erheblich höher als beim reinen Saugen.

Gegen die Ladepausen hilft PowerBoost Charging Plus. Ein programmierbares GaN-Netzteil liefert laut Ecovacs 13 Prozent Ladung in drei Minuten. Der Roboter setzt nach einer kurzen Pause fort, statt zweieinhalb Stunden zu stehen. Die vollständige Ladung dauert 2 Stunden 25 Minuten.

Zum Akku selbst nennt Ecovacs eine Pouch-Zelle in EV-Qualität mit rund 1,6-facher Lebensdauer gegenüber herkömmlichen Akkus. Diese Angabe lässt sich von außen nicht prüfen, sie zahlt aber auf einen Punkt ein, der bei Saugrobotern nach drei bis vier Jahren regelmäßig zum Thema wird: den Akkuwechsel.

Wo der Preis herkommt

899 Euro bleiben eine Ansage, auch für ein Flaggschiff. Der Blick ins eigene Programm zeigt, wie viel Reinigungsleistung Ecovacs für deutlich weniger anbietet: Der X9 Pro Omni mit Walzenmopp und Dauerspülung liegt derzeit unter 400 Euro, der T50 Omni Gen2 bei rund 380 Euro.

Was die Differenz kauft, lässt sich benennen:

Ob dieses Paket den Aufpreis trägt, hängt am Boden. Wer überwiegend Hartboden hat, häufig wischt und Flecken kennt, bekommt hier zwei Antworten, die es günstiger so nicht gibt. Wer vor allem Teppich saugt, findet den größeren Nutzen in der Mittelklasse.

Alternativen im Vergleich

ModellSaugkraftStationBesonderheitPreisBewertung
Deebot X12 Pro Omni22.000 Pa, 22 l/sBeutel, 4 l FrischwasserFocusJet, TruePass 4WDca. 899 €4,3
Deebot X12 OmniCyclone22.000 Pa, 22 l/sbeutellos, 1,6 l Zyklonkeine Beutelkostenca. 999 €4,5
Dreame X50 Ultra Complete20.000 PaBeutel, Omni-FunktionenHubbeine für hohe Schwellenca. 749 €4,7
Mova V50 Ultra Complete24.000 PaBeutel, UV-LichtWarmwasser-Wischen, 6 cm Schwellenca. 649 €4,7
Deebot X9 Pro Omni16.600 Pa, 16,3 l/sBeutel, Walzenwäsche 75 °CWalzenmopp mit Dauerspülungca. 389 €4,3

Die Tabelle macht zwei Dinge deutlich. Innerhalb der X12-Familie entscheidet allein die Stationsfrage, und die ist eine Rechenaufgabe über die geplante Nutzungsdauer. Gegen den Dreame X50 Ultra Complete steht der X12 Pro Omni bei den Kernwerten gut da, verliert aber beim Preis und bei der Schwellenüberwindung, weil ausfahrbare Hubbeine mechanisch mehr können als vier angetriebene Räder. Noch deutlicher fällt der Vergleich mit dem Mova V50 Ultra Complete aus: 250 Euro weniger, 6 Zentimeter Kletterhöhe und ein einfahrbarer Sensor, der die Bauhöhe auf 89,5 Millimeter senkt. Was der Ecovacs dagegen setzt, sind der ausgewiesene Luftstrom von 22 l/s und die Fleckenvorbehandlung.

Für wen sich der X12 Pro Omni lohnt

Passt gut, wenn du überwiegend Hartboden hast, regelmäßig wischst und die Flaggschiff-Technik zum niedrigeren Einstiegspreis willst. Die Kombination aus Dauerspülung, 75-Grad-Wäsche und Fleckenvorbehandlung ist auf Fliesen, Vinyl und versiegeltem Holz das aktuell durchdachteste Paket bei Ecovacs. Der 4-Liter-Frischwassertank ist dabei ein unterschätzter Vorteil gegenüber dem teureren Schwestermodell.

Passt schlecht, wenn du das Gerät fünf Jahre und länger behalten willst und Beutelnachschub als Ärgernis empfindest, wenn Möbel mit weniger als zehn Zentimetern Bodenfreiheit mitgereinigt werden sollen oder wenn viel Hochflorteppich liegt. Im ersten Fall lohnt der Blick auf den OmniCyclone, in den anderen beiden auf flachere oder auf kletterstärkere Modelle.

Fazit

Der Deebot X12 Pro Omni ist der pragmatische Weg in die X12-Familie. Reinigungstechnisch fehlt gegenüber dem 100 Euro teureren Flaggschiff nichts: FocusJet, 22.000 Pa bei 22 Litern Luftstrom, die 27 Zentimeter breite Walze mit Dauerspülung und die 75-Grad-Wäsche sind komplett an Bord. Beim Frischwasser liegt er sogar vorn.

Die Entscheidung fällt an der Station. Wer den Beutel akzeptiert, zahlt 899 statt 999 Euro und hat mit dem versiegelnden Schieber sogar den saubereren Wechselvorgang. Wer über fünf Jahre rechnet, kommt mit dem X12 OmniCyclone günstiger heraus, weil die Beutelkosten den Preisvorteil aufzehren.

Bleibt der Blick nach unten im eigenen Programm: Für weniger als die Hälfte bietet der X9 Pro Omni bereits Walzenmopp und Omni-Station. Den Aufpreis begründet man beim X12 Pro Omni über die Fleckenvorbehandlung, den Luftstrom und die Kletterfähigkeit, alles drei Punkte, die im Alltag mit Hartboden, Haustieren und Türschwellen tatsächlich zählen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen dem Deebot X12 Pro Omni und dem X12 OmniCyclone?

Der Roboter ist in beiden Fällen praktisch identisch: 22.000 Pa, 22 Liter Luftstrom, FocusJet-Sprühdüsen, OZMO ROLLER 3.0 und dieselbe Sensorik. Unterschiedlich ist die Station. Der Pro Omni sammelt den Staub in einem Beutel und kostet 899 Euro, der OmniCyclone trennt ihn beutellos in einem 1,6 Liter fassenden Zyklonbehälter und kostet 999 Euro. Beim Wasser dreht sich das Verhältnis: Der Pro Omni hat 4 Liter Frischwasser statt 3,5, dafür 2,2 Liter Schmutzwasser statt 2,7.

Was macht FocusJet beim Deebot X12 Pro Omni?

FocusJet bezeichnet Sprühdüsen an der Front des Roboters. Erkennt die Kamera einen angetrockneten Fleck, gibt der Roboter gezielt Wasser darauf ab, lässt es einwirken und arbeitet die Stelle danach mit der Wischwalze ab. Der Nutzen steckt in der Physik des Wischens: Eingetrocknete Rückstände lösen sich über Zeit und Feuchtigkeit, und beides bringt ein einzelner Überfahrt-Wischgang sonst nicht mit.

Wie hoch sind die Beutelkosten beim X12 Pro Omni?

Ecovacs verkauft den antibakteriellen Staubbeutel für die All-in-One-Station im Dreierpack für 19 Euro, also rund 6,30 Euro pro Stück. Bei einem Wechsel alle sechs bis acht Wochen sind das sechs bis neun Beutel im Jahr und damit etwa 38 bis 57 Euro. Über fünf Jahre summiert sich das grob auf 190 bis 285 Euro. Das Volumen des Beutels weist Ecovacs im Datenblatt nicht aus.

Kommt der Deebot X12 Pro Omni über Türschwellen?

Ecovacs gibt 24 Millimeter mit montiertem Mopp an. Über das TruePass-System mit vier angetriebenen Rädern soll er zusätzlich zwei aufeinanderfolgende Stufen von zusammen bis zu 4 Zentimetern schaffen, etwa an Balkontüren. Für übliche Türschwellen und Teppichkanten reicht das, an hohen Altbauschwellen wird es eng. Unabhängige Messungen zu diesem Modell liegen noch nicht vor.

Passt der Roboter unter niedrige Möbel?

Der Roboter misst 353 × 351 × 98 Millimeter. Mit 98 Millimetern liegt er auf der üblichen Bauhöhe für Geräte mit LiDAR-Turm. Unter Möbel mit weniger als 10 Zentimetern Bodenfreiheit kommt er nicht. Wer flache Sideboards oder Betten mit niedrigem Rahmen mitreinigen lassen will, braucht ein Modell mit eingelassenem Sensor, etwa den Deebot T50 Omni Gen2 mit 81 Millimetern Bauhöhe.

Wie warm wäscht die Station die Wischwalze?

Laut Ecovacs sprüht ein Hochdruck-Direktpumpensystem auf 75 Grad erhitztes Wasser direkt auf die Walze, zwei Abstreifer ziehen das Schmutzwasser ab. Getrocknet wird anschließend mit 63 Grad warmer Luft. Die Warmwasserwäsche ist der Punkt, der Fett aus dem Textil holt, die Trocknung der Punkt, der muffigen Geruch verhindert.

Wie groß darf die Wohnung sein?

Eine Flächenangabe macht Ecovacs beim X12 Pro Omni nicht. Der Akku mit 4.000 mAh bei 17,8 Volt entspricht rund 71 Wattstunden und liegt damit auf dem Niveau der Flaggschiff-Klasse. Im kombinierten Saug-Wisch-Betrieb mit Sprühfunktion liegt der Verbrauch deutlich höher als beim reinen Saugen. PowerBoost Charging Plus mildert die Pausen ab: 13 Prozent Ladung in drei Minuten reichen, um zügig weiterzumachen.

Was bedeutet ZeroTangle 4.0 an der Hauptbürste?

ZeroTangle 4.0 arbeitet mit einem Flügelrad, das über einen seitlichen Luftstrom Haare einzieht, bevor sie sich um die Bürstenwelle wickeln können. Dazu kommt eine weit gespannte Doppellagerung für ruhigen Lauf. In Haushalten mit langen Haaren oder Haustieren ist das die Funktion, die den Wartungsaufwand am stärksten senkt.

Braucht die Station einen festen Platz?

Ja. Sie führt 4 Liter Frischwasser, 2,2 Liter Schmutzwasser, den Staubbeutel, die Waschmechanik und die Heißluft-Trocknung. Genaue Außenmaße nennt Ecovacs im Datenblatt nicht, die Amazon-Listung führt für den Karton 44,3 × 39,4 × 52,8 Zentimeter. Geplant werden sollte ein Stellplatz an einer Wand mit Steckdose, ähnlich groß wie bei anderen Omni-Stationen.

Lohnt der Aufpreis gegenüber dem X9 Pro Omni?

Der X9 Pro Omni kostet bei Ecovacs derzeit unter 400 Euro und bringt bereits einen Walzenmopp mit Dauerspülung mit. Die Aufpreis-Punkte des X12 Pro Omni sind FocusJet, 22 statt 16,3 Liter Luftstrom, AIVI 3D 4.0, ZeroTangle 4.0 und die Schnellladung. Wer viel Hartboden mit häufigen Flecken hat, bekommt dafür einen echten Gegenwert. Wer vor allem Teppich saugt, findet den größeren Teil des Nutzens im günstigeren Modell.

Passende Ratgeber zum Thema