Technische Daten
| Modellbezeichnung | Roborock H60 Ultra |
|---|---|
| Gerätetyp | Akku-Stielstaubsauger, beutellos, ohne Absaugstation |
| Saugleistung | 210 AW (Max-Modus, TÜV Rheinland nach IEC 62885-4:2020/5.8, ohne Zubehör) |
| Leistungsstufen | 3 (Eco, Med, Max) |
| Laufzeit | bis 90 Minuten in der Eco-Stufe mit Fugenbürste (Roborock), rund 30 Minuten in der mittleren Stufe (connect) |
| Akku | 2.800 mAh, abnehmbarer Softpack-Akku |
| Ladezeit | 4 Stunden |
| Staubbehälter | 500 ml, waschbar |
| Filtersystem | 5-stufig, 99,95 % Rückhalt bei 0,3 µm, waschbar |
| Abscheidung | 9-Zyklonen-System mit spiralförmigem Metallnetzfilter im Behälter |
| Hauptbürste | JawScrapers-Hybridwalze aus Haifischzahn-Profil und Faser-Gummi-Kombination |
| Klopfwirkung der Gummielemente | 7.200 Schläge pro Minute (Herstellerangabe) |
| Saugrohr | bis 90 Grad knickbar, erreicht Spalten ab 5,6 cm; zur Aufbewahrung um 180 Grad faltbar |
| Beleuchtung | grünes Bodenlicht mit 140 Grad Abstrahlwinkel |
| Anzeige | LED-Display mit Modus und Restlaufzeit |
| Gewicht | 1,7 kg Nettogewicht laut Roborock (betriebsbereites Gesamtgewicht weist der Hersteller nicht aus) |
| Maße der Verpackung | 753 × 313 × 180 mm |
| Zubehör | 2-in-1-Fugenbürste, motorisierte Minibürste, Wandhalterung |
| Absaugstation | nicht vorhanden (dafür gibt es die H60-Hub-Reihe) |
| Fachtest-Urteile | connect „sehr gut"; smarthomeassistent.de Teilergebnis 2,8 nach 63 % der Kriterien, Saugnote dort noch offen |
| Gemessene Aufnahme (smarthomeassistent.de) | 99,12 % auf Hartboden, 52,93 % auf Teppich |
Unsere Rezension
Der H60 Ultra ist Roborocks Akku-Stielsauger der Einstiegs- bis Mittelklasse und die Variante ohne Absaugstation, dafür mit knickbarem Rohr. Er kombiniert 210 Airwatt mit einem Wechselakku, einem 500-Milliliter-Behälter und einer Anti-Verhedderungs-Walze und liegt damit preislich zwischen den einfachen Stielsaugern und der Oberklasse mit Station. Grundlage der Einordnung sind die Roborock-Produktseite, die Amazon-Listung sowie die Testberichte von connect und smarthomeassistent.de.
Das spricht dafür
- 210 Airwatt sind für rund 185 Euro ein hoher Wert, viele Geräte dieser Preisklasse liegen zwischen 120 und 180 AW
- Die Saugleistung ist vom TÜV Rheinland nach IEC 62885-4 geprüft, Prüfbericht und Messbedingungen weist Roborock offen aus
- Das um 90 Grad knickbare Rohr erreicht Spalten ab 5,6 cm Höhe, du kommst unter Sofa und Sideboard ohne dich hinzuknien
- Der Akku lässt sich abnehmen, ein Ersatzakku verlängert damit die Reinigung und die Lebensdauer des Geräts
- Staubbehälter und Filter sind waschbar, laufende Kosten für Wechselfilter entfallen weitgehend
- Der 500-Milliliter-Behälter ist für einen Stielsauger großzügig, viele Konkurrenten liegen bei 300 bis 400 ml
- connect bewertet Gerät und Schwestermodell mit „sehr gut" und hebt hervor, dass sich Haare nicht in der Walze verheddern
- Das Rohr faltet sich zur Aufbewahrung um 180 Grad, das Gerät passt damit in schmale Abstellnischen
Das spricht dagegen
- smarthomeassistent.de misst auf Teppich nur 52,93 % Schmutzaufnahme gegenüber 99,12 % auf Hartboden, das ist der auffälligste Wert im Datensatz
- Die 90 Minuten Laufzeit gelten für die Eco-Stufe mit der Fugenbürste, connect kommt auf der mittleren Stufe auf rund 30 Minuten
- Vier Stunden Ladezeit für 2.800 mAh sind lang, ein zweiter Akku ist damit fast Pflicht, wenn du eine große Wohnung am Stück saugen willst
- Eine automatische Leistungsanpassung an den Bodenbelag fehlt, du stellst die Stufe von Hand
- Der Staubbehälter wird von Hand geleert, eine Absaugstation gibt es nur bei der H60-Hub-Reihe
- Zur Filterklasse macht Roborock keine Angabe, genannt wird nur der Rückhaltewert von 99,95 % bei 0,3 µm
- Roborock nennt 1,7 kg als Nettogewicht, das betriebsbereite Gewicht mit Rohr und Bodendüse steht nirgends
- Zum H60 Ultra selbst liegt bei testberichte.de keine Note vor, dort ist nur das Schwestermodell H60 Hub Ultra mit 1,9 erfasst
210 Airwatt: warum diese Zahl mehr sagt als Pascal
Bei Akku-Stielsaugern kursieren zwei Kennzahlen, und sie sind nicht gleichwertig. Pascal beschreibt den Unterdruck bei geschlossenem Saugmund, also die Kraft, mit der das Gerät zieht, wenn nichts durchströmt. Airwatt rechnet Unterdruck und Luftvolumenstrom zusammen und beschreibt damit die Leistung, die tatsächlich am Boden ankommt.
Der H60 Ultra kommt auf 210 AW. Roborock nennt dafür Messnorm und Prüfbericht: TÜV Rheinland nach IEC 62885-4:2020/5.8, Max-Modus, voller Akku, Prüfrohr mit 10 Millimetern Durchmesser, ohne Zubehör. Diese Offenlegung ist bemerkenswert, weil viele Hersteller nur eine Zahl ohne Messbedingung nennen.
Zur Einordnung: Geräte um 200 Euro liegen üblicherweise zwischen 120 und 180 AW, die Oberklasse über 500 Euro erreicht 250 bis 280 AW. Der H60 Ultra sitzt damit am oberen Rand seiner Preisklasse. Warum Saugkraft im Alltag trotzdem oft nachlässt, ordnet der Ratgeber Staubsauger saugt nicht mehr stark ein.
Das Knickrohr: die eigentliche Besonderheit
Was den Ultra vom Basismodell H60 abhebt, ist ein Gelenk im Saugrohr. Es lässt sich um bis zu 90 Grad abwinkeln, wodurch die Bodendüse flach unter Möbel fährt, während du aufrecht stehst. Roborock gibt an, dass Spalten ab 5,6 Zentimetern Höhe erreichbar sind.
Das klingt nach einem Detail, verändert aber die Nutzung deutlich. Unter Sofa, Bett und Sideboard sammelt sich der meiste Staub der Wohnung, weil dort nie ein Fuß hinkommt und die Luft steht. Ohne Knickrohr bedeutet jede dieser Stellen einen Kniefall.
Dasselbe Gelenk hat einen zweiten Nutzen: Zur Aufbewahrung faltet das Rohr um 180 Grad zusammen, das Gerät steht dann etwa halb so hoch. In einer Abstellkammer oder unter der Treppe macht das den Unterschied zwischen „passt” und „passt nicht”. Bosch löst dieselbe Aufgabe beim Unlimited 7 BSS715CARP ebenfalls über ein 90-Grad-Knickrohr, allerdings für rund den doppelten Preis.
Neun Zyklonen und fünf Filterstufen
Hinter dem Saugmund arbeitet ein zweistufiges System, dessen Aufgabe es ist, die Saugleistung über die gesamte Behälterfüllung konstant zu halten.
Die neun Zyklonen schleudern gröberen Staub durch Fliehkraft an die Behälterwand, bevor er den Filter erreicht. Genau das ist der Trick beutelloser Sauger: Je weniger Material am Filtervlies hängen bleibt, desto länger bleibt der Luftweg frei. Ein zusätzlicher spiralförmiger Metallnetzfilter im Behälter leitet Haare gleichmäßig nach unten, damit sich im Sieb kein Haarpfropf bildet.
Dahinter sitzt die fünfstufige Filtration mit einem Rückhalt von 99,95 Prozent bei 0,3 Mikrometern. Das ist der Partikeldurchmesser, bei dem Filter am schlechtesten arbeiten, weil er zwischen zwei Abscheidemechanismen fällt. Ein Wert über 99,9 Prozent an dieser Stelle ist ordentlich.
Eine Einschränkung gehört dazu: Roborock nennt keine Filterklasse nach EN 1822. Ohne diese Angabe lässt sich der Sauger nicht als HEPA-Gerät nach Norm einordnen, auch wenn der genannte Zahlenwert in diesem Bereich liegt. Was hinter dem Begriff steckt, erklärt der Ratgeber HEPA-Filter: Definition und Klassen. Die Amazon-Listung nennt übrigens 99,9 Prozent statt der 99,95 Prozent von Roborocks Produktseite, maßgeblich ist die Herstellerangabe.
Praktisch relevant ist noch etwas anderes: Behälter und Filter sind waschbar. Wie man dabei vorgeht, ohne das Vlies zu beschädigen, steht im Ratgeber Akku-Staubsauger reinigen.
Laufzeit: 90 Minuten und was davon übrig bleibt
Die Zahl auf der Verpackung lautet 90 Minuten. Die Messbedingung dazu steht in Roborocks eigener Fußnote: Eco-Modus, voller Akku, 2-in-1-Fugenbürste. Bei diesem Aufsatz läuft die motorisierte Bodenbürste nicht mit, das spart einen erheblichen Teil des Stroms.
connect misst beim normalen Saugen auf der mittleren Stufe rund 30 Minuten. Beide Werte sind korrekt, sie beschreiben nur verschiedene Szenarien.
| Betrieb | Laufzeit | Quelle |
|---|---|---|
| Eco mit Fugenbürste | bis 90 min | Roborock, interner Test |
| Mittlere Stufe mit Bodenbürste | rund 30 min | connect |
| Ladezeit von leer auf voll | 4 h | Roborock |
Daraus ergibt sich eine praktische Rechnung. Wer mit rund einer Minute pro Quadratmeter arbeitet, schafft auf der mittleren Stufe etwa 30 Quadratmeter am Stück. Für eine Zweizimmerwohnung reicht das, für ein Haus auf zwei Etagen wird es knapp. Die vier Stunden Ladezeit machen diesen Punkt zusätzlich spürbar, weshalb ein zweiter Akku bei größeren Flächen die sinnvollere Investition ist als ein teureres Gerät. Wie lange so ein Akku über die Jahre durchhält, behandelt der Ratgeber Wie lange hält ein Staubsauger-Akku.
Teppich: hier liegt der Widerspruch in den Quellen
Zwei unabhängige Tests kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen, und das gehört offengelegt.
smarthomeassistent.de misst die Schmutzaufnahme mit standardisiertem Prüfgut und kommt auf 99,12 Prozent auf Hartboden und 52,93 Prozent auf Teppich. Der Hartbodenwert ist praktisch perfekt, der Teppichwert liegt unter dem, was ein Gerät dieser Leistungsklasse erwarten lässt. Wichtig zur Einordnung: Dieses Testergebnis ist ein Zwischenstand nach 63 Prozent der Kriterien, die Gesamtnote steht dort bei 2,8, und die Teilnote Saugen ist ausdrücklich als ausstehend markiert.
connect vergibt dagegen „sehr gut” und schreibt, das Gerät funktioniere zuverlässig auf Hochflorteppichen.
Eine plausible Erklärung liegt in der Konstruktion. Die Hybridwalze ist auf Haarhandling optimiert, ihre Gummielemente klopfen mit 7.200 Schlägen pro Minute in den Flor. Ein solches Design bringt Fasern in Bewegung und löst obenauf liegenden Schmutz sehr gut. Tief eingetretener Feinstaub braucht dagegen Anpressdruck und einen abgedichteten Luftweg, und beides ist bei einer leichten Bauweise mit 1,7 Kilogramm begrenzt.
Für dich heißt das: Auf Fliesen, Laminat, Vinyl und Parkett ist der H60 Ultra eine klare Empfehlung. Bei überwiegend Teppichboden mit Tierhaaren solltest du die offene Saugnote abwarten oder zu einem Gerät mit spezialisierter Teppichbürste greifen. Welche Bürstenbauart dort den Unterschied macht, beschreibt der Ratgeber Staubsauger mit Elektrobürste für Tierhaare.
Der 500-Milliliter-Behälter und was er ersetzt
Roborock verkauft dasselbe Grundgerät in zwei Linien, und der Unterschied ist genau eine Frage: Wer leert den Behälter?
Der H60 Ultra fasst 500 Milliliter und wird von Hand entleert. Das ist für einen Stielsauger reichlich, viele Konkurrenten kommen mit 300 bis 400 Millilitern aus. In einem Zwei-Personen-Haushalt ohne Tiere hält eine Füllung mehrere Durchgänge.
Die H60-Hub-Reihe hängt an einer Absaugstation, die den Behälter nach jedem Einsatz selbst leert und den Staub in einem 3-Liter-Beutel sammelt. Das kostet Aufpreis, Stellfläche und laufend Beutel, erspart dafür den Staubwolken-Moment über der Mülltonne.
| Modell | Station | Preis | Bewertung testberichte.de |
|---|---|---|---|
| H60 Ultra (dieses Modell) | keine | ab ca. 185 € | keine Note vorhanden |
| H60 Hub Ultra | Absaugstation, 3-l-Beutel | ab ca. 299 € | 1,9 (gut) |
Für Allergiker ist der Unterschied größer, als es der Preis vermuten lässt, weil das Entleeren von Hand regelmäßig Feinstaub freisetzt. Welche Kriterien dabei zählen, ordnet der Ratgeber Staubsauger-Filter für Allergiker ein.
Was fehlt
Drei Dinge macht der H60 Ultra nicht, und sie sollten vor dem Kauf klar sein.
Keine automatische Leistungsanpassung. Der Sauger erkennt den Bodenbelag nicht und regelt die Stufe nicht selbst nach. Du drückst die Taste. Bei einem Gerät mit knapper Laufzeit auf der mittleren Stufe wäre eine Automatik ein echter Gewinn gewesen.
Kein Betriebsgewicht auf dem Datenblatt. Roborock nennt 1,7 Kilogramm Nettogewicht. Das betriebsbereite Gewicht mit Rohr und Bodendüse weist der Hersteller nirgends aus, und die Amazon-Listung führt lediglich 1,78 Kilogramm als Artikelgewicht. Beim direkten Vergleich mit anderen Stielsaugern fehlt damit eine belastbare Zahl.
Kein Nass-Betrieb. Der H60 Ultra saugt trocken. Wer verschüttete Flüssigkeiten in einem Zug mit aufnehmen will, braucht einen Nass-Trockensauger.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Saugleistung | Laufzeit | Wechselakku | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Roborock H60 Ultra (dieses Modell) | 210 AW | bis 90 min (Eco) | ja | ab ca. 185 € | 3,9 / 5 |
| Samsung Jet 65 Pet | 150 W | bis 40 min | ja | ab ca. 218 € | 3,9 / 5 |
| Samsung Jet 75E | 200 W | bis 60 min | ja | ab ca. 275 € | 4,1 / 5 |
| Bosch Unlimited 7 BSS715CARP | 18 V / 5,0 Ah | bis 35 min | ja | ab ca. 359 € | 4,3 / 5 |
Der Vergleich der Leistungsangaben ist mit Vorsicht zu lesen, weil Samsung in Watt Saugleistung angibt und Bosch über Akkuspannung und Kapazität argumentiert. Preislich ist der H60 Ultra der günstigste der vier und der einzige mit knickbarem Rohr in dieser Preislage. Der Bosch punktet mit dem Power-For-All-Akkusystem, zehn Jahren Motorgarantie und 1:11 Stunden Ladezeit, kostet dafür aber fast das Doppelte.
Fazit: für wen der H60 Ultra passt
Der Roborock H60 Ultra ist die richtige Wahl für Wohnungen mit überwiegend Hartboden, in denen ein leichter, schnell greifbarer Sauger gefragt ist. Für rund 185 Euro bekommst du 210 geprüfte Airwatt, ein Knickrohr, das Möbelunterseiten ohne Kniefall erreicht, einen 500-Milliliter-Behälter und einen Wechselakku. Der gemessene Hartbodenwert von 99,12 Prozent bestätigt, dass die Leistung dort auch ankommt.
Zwei Gruppen sollten anders entscheiden. Wer viel Teppich hat, findet in der offenen Saugnote und dem gemessenen Teppichwert von 52,93 Prozent zwei Hinweise, die für ein spezialisierteres Gerät sprechen. Und wer den Staubbehälter nicht selbst leeren möchte, greift zum H60 Hub Ultra mit Absaugstation. Für alle anderen bleibt der Rat, gleich einen zweiten Akku einzuplanen, denn vier Stunden Ladezeit sind der spürbarste Kompromiss dieses Geräts. Was sich noch ergänzen lässt, zeigt der Ratgeber Zubehör für Akku-Staubsauger.
Häufige Fragen
Was bedeuten 210 Airwatt beim Roborock H60 Ultra?
Airwatt beschreibt die tatsächlich am Saugmund verfügbare Luftleistung, also das Produkt aus Unterdruck und Luftvolumenstrom. Anders als der Pascal-Wert, den viele Hersteller nennen, berücksichtigt Airwatt beides. 210 AW sind für einen Akku-Stielsauger dieser Preisklasse ein hoher Wert. Roborock hat ihn vom TÜV Rheinland nach IEC 62885-4:2020/5.8 prüfen lassen, im Max-Modus, ohne Zubehör und mit vollem Akku.
Wie lange hält der Akku des H60 Ultra wirklich?
Roborock nennt bis zu 90 Minuten, gemessen intern im Eco-Modus mit der 2-in-1-Fugenbürste. Diese Kombination zieht am wenigsten Strom, weil die motorisierte Bodenbürste dabei stillsteht. connect kommt bei normalem Saugen auf der mittleren Stufe auf rund 30 Minuten. Für eine Wohnung bis etwa 80 Quadratmeter reicht eine Ladung damit in aller Regel.
Lässt sich der Akku wechseln?
Ja. Der H60 Ultra nutzt einen abnehmbaren Softpack-Akku mit 2.800 mAh, der sich getrennt vom Gerät laden lässt. Das ist aus zwei Gründen wertvoll: Du kannst mit einem zweiten Akku durchsaugen, und ein nachlassender Akku bedeutet nach ein paar Jahren keinen Neukauf des ganzen Geräts. Warum das bei Akkusaugern über die Lebensdauer entscheidet, steht im Ratgeber zum austauschbaren Staubsaugerakku.
Wie gut ist der H60 Ultra auf Teppich?
Hier gehen die Quellen auseinander. smarthomeassistent.de misst 52,93 Prozent Schmutzaufnahme auf Teppich gegenüber 99,12 Prozent auf Hartboden. connect schreibt dagegen, das Gerät funktioniere zuverlässig auf Hochflorteppichen. Beide Angaben stehen nebeneinander, wobei der Messwert aus einem noch unfertigen Test stammt, bei dem die Saugnote ausdrücklich als ausstehend markiert ist. Für Wohnungen mit viel Teppich lohnt es sich, diese Lücke im Blick zu behalten.
Was unterscheidet H60, H60 Ultra, H60 Hub und H60 Hub Ultra?
Roborock führt zwei Linien. Die H60-Serie besteht aus H60 und H60 Ultra und arbeitet ohne Station, der Ultra hat zusätzlich das knickbare Rohr und die höhere Saugleistung. Die H60-Hub-Serie umfasst H60 Hub, H60 Hub Pro und H60 Hub Ultra, alle drei mit Absaugstation, die den Behälter selbst entleert. Der H60 Hub Ultra kostet rund 299 Euro und ist bei testberichte.de mit 1,9 bewertet.
Wie tief kommt das Gerät unter Möbel?
Das Saugrohr lässt sich um bis zu 90 Grad abknicken. Roborock gibt an, dass der H60 Ultra damit Spalten ab 5,6 Zentimeter Höhe erreicht. Praktisch heißt das: Du schiebst die Bodendüse flach unter Sofa, Bett oder Sideboard, während du aufrecht stehen bleibst. Ohne Knickrohr müsstest du dich für dieselbe Stelle hinknien und das Gerät fast waagerecht halten.
Muss ich Filter nachkaufen?
Nicht zwingend. Roborock legt das Gerät auf waschbaren Betrieb aus, Staubbehälter und Filter dürfen unter fließendes Wasser. Wichtig ist, dass beide vor dem Wiedereinsetzen vollständig trocken sind, sonst setzt sich Feuchtigkeit im Filtervlies fest und riecht. Ersatzfilter für die H60-Serie bietet Roborock im Doppelpack für rund 20 Euro an.
Wozu dient das grüne Licht an der Bodendüse?
Der grüne LED-Streifen strahlt mit 140 Grad flach über den Boden und wirft dadurch Schlagschatten, die feinen Staub und Haare sichtbar machen. Auf dunklen Hartböden und in Randbereichen zeigt sich damit Schmutz, den du bei Deckenlicht übersiehst. Die Technik selbst reinigt nichts, sie verändert nur, wie gründlich du arbeitest.
Verheddern sich Haare in der Bürste?
Roborock verbaut eine Hybridwalze, die Haifischzahn-Profil und eine Kombination aus Fasern und Gummi verbindet. Die geschwungenen Zähne führen Haare zur Seite und trennen sie ab, statt sie um die Walze zu wickeln. connect bestätigt im Test, dass Haare eingesaugt werden und sich nicht verheddern. Bei sehr langen Haaren lohnt ein gelegentlicher Blick auf die Achse trotzdem.
Wie viel Staub passt in den Behälter?
Der Staubbehälter fasst 500 Milliliter, das ist für einen Akku-Stielsauger überdurchschnittlich. Zum Vergleich: Viele Geräte dieser Klasse liegen zwischen 300 und 400 Millilitern. In einem Zwei-Personen-Haushalt ohne Tiere reicht das für mehrere Saugdurchgänge, bevor du leeren musst. Eine Absaugstation, die das automatisch übernimmt, gibt es nur bei der H60-Hub-Reihe.