Technische Daten
| Modellbezeichnung | Roborock H60 Hub Ultra |
|---|---|
| Gerätetyp | Akku-Stielstaubsauger mit Auto-Entleerungs-Ladedock |
| Saugleistung | 210 AW (MAX-Modus, TÜV Rheinland nach IEC 62885-4:2020/5.8, ohne Zubehör, 10-mm-Prüfrohr, Bericht CN253JHD001) |
| Leistungsstufen | 3 (ECO, MED, MAX) |
| Laufzeit | bis 90 Minuten (Roborock, ECO-Modus mit 2-in-1-Fugenbürste) |
| Akku | Lithium-Ionen-Polymer, 8 Zellen mit je 2.964 mAh, 29,6 V, abnehmbar |
| Ladezeit | 240 Minuten (Datenblatt testberichte.de) |
| Staubbehälter im Gerät | 0,5 Liter, waschbar (Datenblatt testberichte.de) |
| Beutel in der Station | 3 Liter, versiegelt, Wechsel laut Roborock nach rund 100 Tagen |
| Absaugvorgang | unter 10 Sekunden (Herstellerangabe) |
| Filtration im Gerät | 5-stufig (Zyklonfilter, Metallgitter, Multizyklon, Schaumstofffilter, HEPA), 99,95 % Rückhalt bei 0,3 µm |
| Filtration in der Station | 4-stufig |
| Abscheidung | 9-Zyklonen-System |
| Hauptbürste | JawScrapers-Hybridwalze aus Haifischzahn-Profil und Faser-Gummi-Rolle |
| Rohrtyp | Teleskoprohr mit zwei Längen (die H60-Serie ohne Station hat stattdessen ein biegbares Rohr) |
| Beleuchtung | grünes Bodenlicht mit 140 Grad Abstrahlwinkel |
| Anzeige | LED-Display mit Modus und Akkustand |
| Lautstärke | 75 dB(A) (Roborock und Datenblatt testberichte.de) |
| Gewicht Handgerät | 1.780 g (Datenblatt testberichte.de) |
| Nettogewicht komplett | 9,8 kg (Roborock, Sauger samt Ladedock) |
| Maße mit Ladedock | 393 × 290 × 1.071 mm, Einstellhöhe des Docks 848 mm |
| Leistungsaufnahme Ladedock | 1.050 W (Roborock); Händlerlistungen nennen abweichend 630 W |
| Keimreduktion | 99 % bei Staphylococcus aureus und Escherichia coli (SGS, Berichte SHFT250200007571 und SHFT250200007471) |
| Zubehör | Bodenbürste, motorisierte Minibürste, 2-in-1-Fugenbürste, Ersatzbeutel |
| Fachtest-Urteile | TopTechNews 8,8 von 10 („Gold“, Preis-Leistung 9 von 10); TechRadar 4 von 5 Sternen; Bündelnote testberichte.de 1,9 (gut) |
Unsere Rezension
Der H60 Hub Ultra ist das Spitzenmodell der Roborock-H60-Hub-Reihe und damit die Variante mit Absaugstation. Er verbindet 210 geprüfte Airwatt mit einem Ladedock, das den Behälter nach jedem Einsatz selbst in einen 3-Liter-Beutel leert und den Akku dabei auflädt. Innerhalb der Reihe steht er über dem Hub Pro (170 AW) und dem Hub (115 AW). Grundlage der Einordnung sind die Roborock-Produktseite samt Prüfbericht-Fußnoten, die Amazon-Listung sowie die Datenblätter und Testbündelung von testberichte.de.
Das spricht dafür
- 210 Airwatt sind für 299 Euro inklusive Station ein hoher Wert, vergleichbare Sauger mit Dock liegen oft darunter oder nennen gar keine Airwatt
- Die Saugleistung ist vom TÜV Rheinland nach IEC 62885-4 geprüft, Roborock legt Messbedingungen und Prüfberichtsnummer offen
- Die Station leert den Behälter in unter 10 Sekunden in einen versiegelten 3-Liter-Beutel, für Allergiker entfällt damit der staubigste Arbeitsschritt
- Rund 100 Tage bis zum Beutelwechsel sind ein langes Intervall, viele Stationen fassen nur 1,5 bis 2 Liter
- Die fünfstufige Filtration ist vom TÜV Rheinland nach ASTM F1977-22 für Partikel von 0,3 bis 5 µm geprüft, Behälter und Filter bleiben trotzdem waschbar
- Das Dock lagert motorisierte Minibürste und Fugenbürste mit, eine Wandhalterung und ein zweiter Stauplatz entfallen
- Mit 848 Millimetern Einstellhöhe ist das Dock niedrig gebaut, der Sauger wird zum Andocken nicht angehoben
- Der Akku lässt sich abnehmen und getrennt laden, ein Ersatzakku verlängert die Reinigung und die Lebensdauer des Geräts
Das spricht dagegen
- Die H60-Hub-Reihe hat ein Teleskoprohr, das biegbare Rohr der H60-Serie ohne Station fehlt hier: unter niedrige Möbel kommst Du damit nur im Bücken
- Die 90 Minuten gelten laut Fußnote für den ECO-Modus mit der Fugenbürste, also ohne laufende Bodenbürste; TechRadar notiert im Test einen schnell fallenden Akkustand
- Vier Stunden Ladezeit sind lang, ein zweiter Akku wird damit für große Wohnungen faktisch zur Pflichtausstattung
- Eine automatische Leistungsanpassung an den Bodenbelag gibt es nicht, die Stufe stellst Du von Hand
- 75 dB(A) sind für einen Akkusauger laut, testberichte.de führt den Wert ausdrücklich als Schwäche
- Die Station verursacht laufende Kosten und Stellfläche: 393 × 290 Millimeter Grundfläche plus Beutelnachschub
- Roborock nennt 9,8 Kilogramm als Nettogewicht des Gesamtpakets; das betriebsbereite Gewicht des Saugers allein weist der Hersteller nirgends aus, das Datenblatt von testberichte.de führt 1.780 Gramm
- Zur Leistungsaufnahme des Docks widersprechen sich die Quellen: Roborock nennt 1.050 Watt, mehrere Händlerlistungen 630 Watt
- Eine App-Anbindung fehlt der kompletten H60-Reihe
210 Airwatt: die Zahl und ihre Messbedingungen
Bei Akku-Stielsaugern konkurrieren zwei Kennzahlen. Pascal beschreibt den Unterdruck bei geschlossenem Saugmund. Airwatt rechnet Unterdruck und Luftvolumenstrom zusammen und beschreibt damit die Leistung, die am Boden ankommt.
Der H60 Hub Ultra kommt auf 210 AW und ist damit das stärkste Gerät der Hub-Reihe. Wichtiger als die Zahl ist hier, dass Roborock die Messbedingungen offenlegt: TÜV Rheinland nach IEC 62885-4:2020/5.8, MAX-Modus, voller Akku, Prüfrohr mit 10 Millimetern Durchmesser, ohne Zubehör, Prüfbericht CN253JHD001. Viele Hersteller nennen an dieser Stelle nur eine Zahl.
Zur Einordnung innerhalb der eigenen Reihe: Der Hub Pro liegt bei 170 AW, der Hub bei 115 AW. Zwischen dem Einstieg und dem Spitzenmodell liegen also fast 100 Airwatt, während der Preisabstand deutlich kleiner ausfällt. Warum Saugkraft im Alltag trotzdem nachlässt, ordnet der Ratgeber Staubsauger saugt nicht mehr stark ein.
Die Station: was sie leistet und was sie kostet
Das Auto-Entleerungs-Ladedock ist der eigentliche Grund für dieses Modell. Stellst Du den Sauger hinein, zieht die Station den Inhalt des 0,5-Liter-Behälters in unter 10 Sekunden in einen versiegelten 3-Liter-Beutel und lädt gleichzeitig den Akku.
Der praktische Gewinn liegt im Beutel. Roborock rechnet mit rund 100 Tagen bis zum Wechsel, gerechnet auf interne Tests. Selbst wenn Du diesen Wert halbierst, weil Tiere im Haushalt leben, bleibt ein Intervall von etwa zwei Monaten. Zum Vergleich: Der Behälter im Gerät fasst 0,5 Liter und müsste ohne Station regelmäßig über der Mülltonne ausgeklopft werden. Wie man dabei möglichst wenig Staub aufwirbelt, steht im Ratgeber Beutellosen Staubsauger leeren.
Der Preis dafür ist konkret: 393 × 290 Millimeter Stellfläche, eine dauerhaft belegte Steckdose und laufende Beutelkosten. Das 12er-Pack Originalbeutel liegt bei rund 40 Euro, bei einem Wechsel alle 100 Tage sind das etwa 13 Euro im Jahr. Wie sich solche Intervalle in anderen Bauarten verhalten, zeigt der Ratgeber Wie oft Staubsaugerbeutel wechseln.
Gut gelöst ist die Höhe. Roborock gibt 848 Millimeter als Einstellhöhe an, der Sauger wird zum Andocken also nicht angehoben. Zusätzlich lagert das Dock die motorisierte Minibürste und die Fugenbürste mit, was einen zweiten Stauplatz erspart.
Das Teleskoprohr: der Preis für die Station
Hier steckt der auffälligste Kompromiss dieses Modells, und er wird in den meisten Produktbeschreibungen übergangen.
Roborock führt die H60-Familie in zwei Linien. Die H60-Serie ohne Station (H60 und H60 Ultra) hat laut Herstellervergleich ein biegbares Rohr, das sich um bis zu 90 Grad abwinkeln lässt und Spalten ab 5,6 Zentimetern erreicht. Die komplette H60-Hub-Serie dagegen steht im selben Vergleich mit dem Rohrtyp teleskopisch.
Für den Alltag heißt das: Unter Sofa, Bett und Sideboard kommst Du mit dem Hub Ultra über das Absenken des ganzen Geräts, also im Bücken. Das Knickgelenk, das genau diese Bewegung ersetzt, bleibt der günstigeren Linie vorbehalten. Wer diese Stellen als Hauptproblem sieht, findet das im Roborock H60 Ultra für rund 185 Euro gelöst, verliert dafür die Station.
Ein zweiter Punkt fällt in Nutzerberichten auf: Zum Andocken muss das ausgefahrene Teleskoprohr wieder eingefahren werden, sonst passt der Sauger nicht in die Station. Bei täglichem Einsatz ist das ein zusätzlicher Handgriff.
Neun Zyklonen und fünf Filterstufen
Der Luftweg im Handgerät arbeitet zweistufig, und beide Stufen haben dieselbe Aufgabe: die Saugleistung über die Behälterfüllung konstant halten.
Die neun Zyklonen schleudern gröberen Staub durch Fliehkraft an die Behälterwand, bevor er den Filter erreicht. Je weniger Material am Vlies hängen bleibt, desto länger bleibt der Luftweg frei. Dahinter sitzt die fünfstufige Filtration aus Zyklonfilter, Metallgitter, Multizyklon-Komponente, Schaumstofffilter und HEPA-Filter, geprüft vom TÜV Rheinland nach ASTM F1977-22 für Partikel von 0,3 bis 5 Mikrometern.
Der Rückhaltewert liegt laut Roborock bei 99,95 Prozent bei 0,3 Mikrometern. Das ist der Partikeldurchmesser, bei dem Filter am schlechtesten arbeiten, ein Wert über 99,9 Prozent ist dort ordentlich. Die Amazon-Listung nennt an derselben Stelle 99,9 Prozent, maßgeblich ist die Herstellerangabe. Eine Filterklasse nach EN 1822 weist Roborock nicht aus, was den Sauger normativ nicht als HEPA-Gerät einordnet; die Begriffe erklärt der Ratgeber HEPA-Filter: Definition und Klassen.
In der Station sitzt zusätzlich eine vierstufige Filterung, damit die Abluft des Absaugvorgangs den Staub nicht wieder in den Raum trägt. Genau dieser Moment ist bei Geräten ohne Station der kritische, worauf es für Allergiker sonst ankommt, ordnet der Ratgeber Staubsauger für Allergiker ein.
Laufzeit: 90 Minuten und was davon bleibt
Die 90 Minuten stehen groß auf der Verpackung, die Fußnote schränkt sie deutlich ein: gemessen im ECO-Modus mit der 2-in-1-Fugenbürste. In dieser Kombination steht die motorisierte Bodenbürste still und zieht keinen Strom.
Sobald Du mit der Bodenbürste auf der mittleren Stufe arbeitest, sinkt der Wert. Roborock weist dafür keine Zahl aus. TechRadar beschreibt im Test einen schnell fallenden Akkustand und zieht den Punkt ausdrücklich ab, während Nutzerberichte auf der Herstellerseite für 50 Quadratmeter Mischfläche auf Stufe 2 noch 75 Prozent Restladung melden. Beide Beobachtungen passen zusammen, wenn man die Fläche und die Stufe mitliest.
Der Akku ist ein Lithium-Ionen-Polymer-Pack aus acht Zellen mit je 2.964 mAh bei 29,6 Volt Spannung. Das Datenblatt von testberichte.de rundet auf 3.000 mAh. Er lässt sich abnehmen und getrennt laden, was zwei Dinge bringt: durchsaugen mit einem zweiten Pack und Weiterbetrieb, wenn die Kapazität nach Jahren nachlässt. Warum das über die Lebensdauer eines Akkusaugers entscheidet, steht im Ratgeber Wie lange hält ein Staubsauger-Akku.
Die Ladezeit von vier Stunden ist der spürbarste Kompromiss. Bei 90 Minuten Bestwert bedeutet das ein Verhältnis von etwa 1:2,7 zwischen Reinigung und Warten.
Was die Fachtests sagen
Zum H60 Hub Ultra liegen drei ausgewertete Quellen vor, testberichte.de bündelt sie zur Note 1,9 (gut).
| Quelle | Datum | Urteil |
|---|---|---|
| TopTechNews | 25.10.2025 | 8,8 von 10 Punkten, „Gold“, Preis-Leistung 9 von 10 |
| TechRadar | 09.10.2025 | 4 von 5 Sternen, Preis-Leistung 3,5 von 5 |
| notebookcheck.com | 23.10.2025 | ohne Endnote |
| testberichte.de | Bündelnote 1,9 (gut) |
Die Stärken decken sich quer über die Quellen: hohe Saugleistung, die automatische Entleerung mit versiegeltem Beutel, das grüne Licht an der Düse und die Aufbewahrung im Dock. Auffällig ist, dass TechRadar den Punkt „kann direkt unter Möbelstücke fahren“ positiv vermerkt, während dieselbe Quelle das Rückwärtsziehen des Saugers als schwergängig kritisiert.
Die Kritik läuft an drei Stellen zusammen: der Akku unter Last, das Fehlen eines Automatikmodus und das Gewicht bei längerem Arbeiten. Der Hinweis auf die sperrige Station taucht ebenfalls in mehreren Zusammenfassungen auf.
Ein Wort zur Quellenlage: Der Eintrag von notebookcheck.com ist bei testberichte.de als KI-erstellte Zusammenfassung gekennzeichnet und trägt keine Endnote. Er fließt hier deshalb nicht als Fachtest-Urteil in die Bewertung ein.
Das grüne Licht und die Walze
Zwei Details heben den Alltagsnutzen, ohne auf dem Datenblatt viel Platz zu brauchen.
Der grüne LED-Streifen strahlt mit 140 Grad flach über den Boden und wirft Schlagschatten, die feinen Staub sichtbar machen. Auf dunklen Hartböden und in Randbereichen zeigt sich damit Schmutz, den Du bei Deckenlicht übersiehst. Die Technik reinigt selbst nichts, sie verändert nur, wie gründlich Du arbeitest. Nutzer auf der Herstellerseite nennen genau diesen Punkt auffällig oft.
Die JawScrapers-Hybridwalze kombiniert ein gebogenes Haifischzahn-Profil mit einer Faser-Gummi-Rolle. Die Zähne führen Haare zur Seite und trennen sie ab, statt sie um die Achse wickeln zu lassen. Für Haushalte mit langen Haaren oder Tieren ist das der Unterschied zwischen einmal im Monat Walze freischneiden und gar nicht. Ergänzende Aufsätze und Ersatzteile ordnet der Ratgeber Akku-Staubsauger Zubehör ein.
Was fehlt
Drei Dinge macht der H60 Hub Ultra nicht, und sie gehören vor den Kauf.
Keine automatische Leistungsanpassung. Der Sauger erkennt den Bodenbelag nicht und regelt die Stufe nicht nach. Bei einem Gerät, dessen Laufzeit stark an der Stufe hängt, wäre eine Automatik ein echter Gewinn gewesen. Alle drei ausgewerteten Quellen führen diesen Punkt.
Keine App. Die komplette H60-Reihe arbeitet ohne Anbindung, Filterstandszähler und Wartungserinnerungen laufen über das LED-Display am Gerät.
Kein Nassbetrieb. Der H60 Hub Ultra saugt trocken. Wer verschüttete Flüssigkeiten in einem Zug mit aufnehmen will, braucht einen Nass-Trockensauger wie den Roborock F25 LT.
Dazu kommt ein Punkt bei der Lautstärke: 75 dB(A) sind für einen Akkusauger dieser Klasse normal, aber nicht leise. Welche Werte in dieser Gerätegattung erreichbar sind, zeigt der Ratgeber Leiser Akku-Staubsauger.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Saugleistung | Laufzeit | Station | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Roborock H60 Hub Ultra (dieses Modell) | 210 AW | bis 90 min (ECO) | Beutel, 3 l | ab ca. 299 € | 3,8 / 5 |
| Roborock H60 Ultra | 210 AW | bis 90 min (ECO) | keine | ab ca. 185 € | 3,9 / 5 |
| Shark Detect Clean & Empty IW3612EU | keine AW-Angabe | bis 60 min | ja | ab ca. 277 € | 3,9 / 5 |
| Shark Clean & Self-Empty BU3521EU | keine AW-Angabe | bis 40 min | beutellos | ab ca. 200 € | 3,8 / 5 |
Der Vergleich der Leistungsangaben ist mit Vorsicht zu lesen: Shark gibt für beide Modelle allein die Leistungsaufnahme in Watt an, eine Airwatt-Zahl fehlt dort. Beim Laufzeit-Vergleich liegt der Hub Ultra vorn, beim Entleerungsprinzip unterscheiden sich die Wege: Roborock und Shark Detect setzen auf Beutel, der BU3521EU sammelt beutellos in der Station und spart damit Folgekosten, hält den Staub dafür weniger dicht eingeschlossen.
Fazit: für wen der H60 Hub Ultra passt
Der Roborock H60 Hub Ultra ist die richtige Wahl für Haushalte, in denen das Entleeren das eigentliche Ärgernis ist. Für 299 Euro bekommst Du 210 geprüfte Airwatt, eine Station, die den Behälter in Sekunden in einen versiegelten 3-Liter-Beutel zieht, eine Anti-Verhedderungs-Walze und eine Filterkette mit offengelegtem Prüfbericht. In Wohnungen mit Tieren, mit Allergikern oder einfach mit wenig Geduld für Staubwolken über der Mülltonne rechnet sich dieser Aufpreis schnell.
Zwei Gruppen sollten anders entscheiden. Wer viel unter niedrigen Möbeln saugt, verliert mit dem Teleskoprohr genau den Vorteil, den das biegbare Rohr der H60-Serie bietet; hier ist der Roborock H60 Ultra für rund 114 Euro weniger das passendere Gerät. Und wer eine große Wohnung am Stück saugen will, sollte die vier Stunden Ladezeit ernst nehmen und einen zweiten Akku gleich mit einplanen. Womit sich der Sauger sonst noch ergänzen lässt, zeigt der Ratgeber Akku-Staubsauger Zubehör.
Häufige Fragen
Was unterscheidet den H60 Hub Ultra vom H60 Hub Pro und vom H60 Hub?
Alle drei teilen sich Station, Beutelprinzip und Bedienung, getrennt werden sie über Saugleistung und Laufzeit. Der Hub Ultra liefert 210 Airwatt und bis zu 90 Minuten, der Hub Pro 170 Airwatt und bis zu 80 Minuten, der Hub 115 Airwatt und bis zu 60 Minuten. Beim Beutelvolumen liegen Ultra und Pro bei 3 Litern, der Hub bei 2 Litern. Nur Ultra und Pro haben zusätzlich einen Stauplatz für die Aufsätze im Dock.
Lohnt sich der Aufpreis gegenüber dem H60 Ultra ohne Station?
Der H60 Ultra kostet rund 185 Euro und hat dieselben 210 Airwatt, denselben 0,5-Liter-Behälter und dieselbe Walze. Die rund 114 Euro Aufpreis bezahlst Du für das Ladedock, den 3-Liter-Beutel und den Stauplatz. Gleichzeitig gibst Du dafür das biegbare Rohr auf, das die H60-Serie ohne Station mitbringt. Die Entscheidung läuft also auf eine Frage hinaus: staubfreies Entleeren oder bequemer Zugang unter Möbel.
Wie oft muss ich den Beutel wechseln?
Roborock nennt rund 100 Tage für den 3-Liter-Beutel, gerechnet auf Basis interner Tests. Das ist ein Richtwert für einen durchschnittlichen Haushalt ohne Tiere. Mit Hund oder Katze, langen Haaren oder viel Teppich läuft der Beutel deutlich schneller voll. Das 12er-Pack Originalbeutel kostet bei Roborock rund 40 Euro, was bei diesem Intervall etwa 13 Euro Beutelkosten pro Jahr ergibt.
Was bedeuten 210 Airwatt beim H60 Hub Ultra?
Airwatt beschreibt die Leistung, die tatsächlich am Saugmund ankommt, gerechnet aus Unterdruck und Luftvolumenstrom. Der oft genannte Pascal-Wert misst dagegen nur den Unterdruck bei geschlossener Düse. Roborock hat die 210 Airwatt vom TÜV Rheinland nach IEC 62885-4:2020/5.8 prüfen lassen, im MAX-Modus, mit vollem Akku, ohne Zubehör und mit einem 10-Millimeter-Prüfrohr. Die Prüfberichtsnummer CN253JHD001 steht in der Fußnote der Produktseite.
Wie lange hält der Akku im Alltag?
Die 90 Minuten gelten für den ECO-Modus mit der 2-in-1-Fugenbürste, bei der die motorisierte Bodenbürste stillsteht. Sobald die Bodenbürste mitläuft und Du auf die mittlere Stufe gehst, sinkt die Laufzeit deutlich. TechRadar beschreibt im Test einen schnell fallenden Akkustand, Roborock selbst weist keinen Wert für die mittlere Stufe aus. Für eine Wohnung bis etwa 80 Quadratmeter reicht eine Ladung in der Regel.
Ist der H60 Hub Ultra für Allergiker geeignet?
Die Kombination spricht dafür: fünfstufige Filtration mit HEPA-Stufe, 99,95 Prozent Rückhalt bei 0,3 Mikrometern, dazu ein versiegelter Beutel, der beim Wechsel geschlossen bleibt. Genau das manuelle Entleeren über der Mülltonne setzt sonst regelmäßig Feinstaub frei. Eine Filterklasse nach EN 1822 nennt Roborock allerdings nicht, geprüft ist die Filtration vom TÜV Rheinland nach ASTM F1977-22 für Partikel von 0,3 bis 5 Mikrometern.
Verheddern sich Haare in der Bürste?
Roborock verbaut die JawScrapers-Hybridwalze, die ein gebogenes Haifischzahn-Profil mit einer Faser-Gummi-Rolle verbindet. Die Zähne führen Haare zur Seite und trennen sie ab, statt sie um die Achse wickeln zu lassen. Das ist derselbe Aufbau wie beim H60 Ultra ohne Station. Bei sehr langen Haaren lohnt trotzdem ein gelegentlicher Blick auf die Walzenachse.
Wie laut ist das Gerät?
Roborock nennt 75 dB(A) im Betrieb und bewirbt das als leise, das Datenblatt von testberichte.de führt denselben Wert und wertet ihn als Schwäche. Beide haben recht, je nach Bezugspunkt: Für einen Sauger mit dieser Saugleistung ist der Wert normal, im Vergleich zu den leisesten Akkusaugern liegt er hoch. Dazu kommt der Absaugvorgang in der Station, der kurz deutlich lauter wird.
Kommt der Sauger unter das Sofa?
Nur eingeschränkt. Die H60-Hub-Reihe nutzt ein Teleskoprohr mit zwei Längen, ein Gelenk zum Abknicken gibt es dort nicht. Die Bodendüse ist flach gebaut und fährt unter normale Möbelhöhen, für den Spalt unter einem niedrigen Sofa musst Du den Sauger jedoch von Hand absenken. Wer diesen Punkt hoch gewichtet, findet ihn beim H60 Ultra ohne Station gelöst.
Brauche ich für die Station eine Steckdose in der Nähe?
Ja. Das Ladedock lädt den Sauger und saugt den Behälter ab, es hängt dauerhaft am Netz. Roborock gibt die Leistungsaufnahme des Docks mit 1.050 Watt an, mehrere Händlerlistungen nennen 630 Watt. Diese Leistung fließt nur während des Absaugens von wenigen Sekunden, im Ladebetrieb liegt der Verbrauch weit darunter. Für die Stellfläche brauchst Du etwa 40 mal 30 Zentimeter.