Technische Daten
| Modellbezeichnung | Xiaomi Robot Vacuum S40C, Modell E101, Artikelnummer BHR9664EU; Ladestation E101CDZ |
|---|---|
| Gerätetyp | Saug- und Wischroboter mit Ladestation, ohne Absaugstation |
| Saugkraft | 5.000 Pa (Turbomodus, voller Akku, Xiaomi-Labor) |
| Saugstufen | 4 (Leise, Standard, Leistung, Turbo) |
| Nennleistung | 55 W |
| Akku | 2.600 mAh (nominale Kapazität), 2.400 mAh Nennkapazität, 14,4 V |
| Laufzeit | weist Xiaomi nicht aus; bis 100 Minuten laut Datenblatt testberichte.de |
| Ladezeit | 360 Minuten (Datenblatt testberichte.de) |
| Nachladen und Fortsetzen | ja, fährt bei niedrigem Akku zur Station und setzt die Reinigung danach fort (Xiaomi-FAQ) |
| Navigation | LDS-Laser mit 360-Grad-Raumscan |
| Hindernisumgehung | mechanischer Stoßfänger, Infrarotsensor vorn, Absturzsensoren; keine Erkennung kleiner Objekte (Xiaomi-FAQ) |
| Teppicherkennung | nein (Xiaomi-FAQ); Teppichbereiche lassen sich in der App festlegen |
| Staubbehälter | 520 ml, Filter waschbar |
| Wischsystem | mitgezogenes Wischpad, 260-ml-Wassertank, 3 Wasserstufen; keine Mopp-Anhebung, keine automatische Pad-Reinigung |
| Warnmeldungen | keine Warnung bei vollem Staubbehälter oder niedrigem Wasserstand (Xiaomi-FAQ) |
| Fahrgeschwindigkeit | 0,3 m/s |
| Schwellenhöhe | bis 20 mm (mit trockenem Wischpad) |
| Maße Roboter | 340 × 340 × 97 mm |
| Gewicht Roboter | 3,44 kg |
| Ladestation | reine Ladestation, 130 × 121 × 95 mm, 20 V / 0,6 A |
| Lautstärke | 63 dB (Datenblatt testberichte.de); Xiaomi nennt keinen Wert |
| WLAN | nur 2,4 GHz |
| Steuerung | Xiaomi Home App (Karte, Räume, Zonen, virtuelle Wände, Zeitpläne, Nicht-stören-Modus, Kindersicherung), Amazon Alexa, Google Assistant |
| Lieferumfang | Roboter mit Hauptbürste und Staubbehälter, Wisch- und Wassertankeinheit mit Pad, Seitenbürste, Netzteil, Ladestation, Anleitung |
| Fachtest-Urteile | kein Fachmagazin-Test; testberichte.de führt 1,6 (gut) als Auswertung von Hersteller-, Händler- und Kurzberichten |
Unsere Rezension
Der S40C ist Xiaomis Einstiegs-Saugroboter mit LDS-Laser und Wischpad, ohne Absaugstation. Er deckt die Grundfunktionen ab: Raumkarte, Zonen, Zeitpläne und Sprachsteuerung. Saugkraft, Akku und Sensorik sind dagegen knapp bemessen, und im Wettbewerbsumfeld um 190 Euro gibt es mehr Ausstattung. Grundlage der Einordnung sind die Xiaomi-Produktseite samt Datenblatt, die ausführliche Xiaomi-FAQ, die Amazon-Listung und das Datenblatt von testberichte.de.
Das spricht dafür
- LDS-Laser mit Raumkarte, Raumaufteilung, Zonen und virtuellen Wänden
- Vier Saugstufen, darunter ein Leise-Modus für Abendfahrten
- 520-ml-Behälter für einen Roboter ohne Station ordentlich groß
- Nachladen und Fortsetzen, Nicht-stören-Zeiten und Kindersicherung
- Xiaomi legt in der FAQ offen, was das Gerät kann und was nicht
Das spricht dagegen
- 5.000 Pa sind in der Preisklasse wenig: Der Dreame D20 nennt 13.000 Pa für rund 40 Euro weniger
- Keine Teppicherkennung und keine Saugkraft-Anhebung auf Teppich
- Keine Erkennung kleiner Objekte, Gegenstände unter 3 Zentimetern räumst Du vorher weg
- Kleiner 2.600-mAh-Akku, Xiaomi nennt keine Laufzeit, das Datenblatt 6 Stunden Ladezeit
- Das Wischpad wird nur mitgezogen und muss nach jeder Fahrt von Hand gereinigt werden
- Keine Warnung bei vollem Behälter oder leerem Wassertank
- Kein Fachmagazin-Test, die Einordnung beruht auf Hersteller- und Datenblattwerten
5.000 Pa in vier Stufen
Xiaomi nennt für den S40C 5.000 Pa Saugkraft, erreicht im Turbomodus bei vollem Akku. In der Fußnote steht versehentlich „5000 kPa“; der dort genannte Messbereich des Vakuummeters von 0 bis 35 kPa zeigt, dass 5.000 Pa gemeint sind. Die Leistung verteilt sich auf vier Stufen: Leise, Standard, Leistung und Turbo.
Für Hartböden reicht das im Alltag. Auf Teppich wird es eng, zumal der S40C laut Xiaomi-FAQ keine Teppicherkennung hat und die Saugkraft dort nicht selbst anhebt. Zum Vergleich: Der Dreame D20 nennt 13.000 Pa, der Xiaomi H40 10.000 Pa. Pascal-Werte beschreiben nur den Unterdruck am Saugmund, sie sind trotzdem ein brauchbarer Anhaltspunkt innerhalb einer Preisklasse. Warum ein Roboter auf Teppich hängen bleiben oder ihn meiden kann, erklärt der Ratgeber Saugroboter fährt nicht auf Teppich.
Akku: 2.600 mAh ohne Laufzeitangabe
Beim Akku spart Xiaomi am deutlichsten. Der S40C hat 2.600 mAh bei 14,4 Volt, das sind rund 37 Wattstunden. Viele Roboter der Mittelklasse haben 5.200 mAh, also doppelt so viel. Eine Laufzeit nennt Xiaomi auf der Produktseite nicht. Das Datenblatt von testberichte.de führt bis zu 100 Minuten, was bei 55 Watt Nennleistung und den unteren Saugstufen plausibel ist.
Hilfreich ist die Funktion Nachladen und Fortsetzen: Wird der Akku knapp, fährt der Roboter zur Station, lädt vollständig und macht danach weiter. Das Datenblatt nennt dafür 360 Minuten Ladezeit, eine große Wohnung wird also über Stunden verteilt gereinigt. Mit 0,3 Metern pro Sekunde fährt der S40C bewusst langsam, damit er gründlich arbeitet. Wie oft ein Roboter überhaupt fahren sollte, ordnet der Ratgeber Wie oft Saugroboter laufen lassen ein.
Wischen: Pad zum Mitziehen
Zum Wischen setzt Du die Wisch- und Wassertankeinheit ein. Das Pad liegt flach auf und wird mitgezogen, das Wasser aus dem 260-ml-Tank tropft in drei Stufen nach. Das reicht, um den feinen Staubfilm auf Fliesen und Laminat aufzunehmen. Für hartnäckige Flecken empfiehlt Xiaomi selbst, sie vorher mit Wasser einzuweichen.
Das Pad hebt sich nicht an, eine Station zum Auswaschen gibt es nicht. Laut Xiaomi-FAQ reinigst Du es nach jedem Einsatz von Hand, und der Roboter warnt nicht, wenn der Tank leer ist. Welche Wischsysteme mehr leisten, vergleicht der Ratgeber Wischroboter: Walze oder Mopp.
Navigation per LDS-Laser
Oben auf dem Gehäuse sitzt ein LDS-Laser mit 360-Grad-Scan. Beim ersten Lauf reinigt der S40C in bogenförmigen Zonen von 4,5 × 4,5 Metern und legt dabei die Karte an. Gespeichert wird sie erst nach einem vollständigen Durchgang, deshalb sollten beim ersten Mal alle Türen offen sein. Danach teilst Du in der Xiaomi Home App Räume auf, setzt virtuelle Wände und Sperrbereiche und planst Zeiten.
Vorn arbeiten ein mechanischer Stoßfänger und ein Infrarotsensor, dazu kommen Absturzsensoren. Eine Erkennung kleiner Objekte hat der Roboter laut Xiaomi nicht. Gegenstände unter 3 Zentimetern wie Kabel, Waagen oder Steckdosenleisten räumst Du vorher weg, sonst fährt er dagegen oder verheddert sich. Die Seitenbürste empfiehlt Xiaomi bei Wicklungen sofort zu säubern.
Was im Alltag fehlt
Die Xiaomi-FAQ ist beim S40C ungewöhnlich offen und listet mehrere Lücken auf:
- keine Warnung bei vollem Staubbehälter oder niedrigem Wasserstand
- kein 5-GHz-WLAN, nur 2,4 GHz; Tipps bei Verbindungsproblemen gibt der Ratgeber Saugroboter verbindet sich nicht mit dem WLAN
- keine automatische Pad-Reinigung, keine UV-Entkeimung
- keine Teppicherkennung und keine Objekterkennung
Dafür gibt es eine Kindersicherung, einen voreingestellten Nicht-stören-Zeitraum von 22 bis 8 Uhr und OTA-Updates. Für die Pflege nennt Xiaomi klare Intervalle:
| Teil | Reinigen | Tauschen |
|---|---|---|
| Hauptbürste | wöchentlich | alle 6–12 Monate |
| Seitenbürste | alle 2 Wochen | alle 3–6 Monate |
| Filter | wöchentlich | alle 3–6 Monate |
| Wischpad | nach jedem Einsatz | alle 3–6 Monate |
Welche Filter in Robotern stecken und was sie gegen Feinstaub leisten, erklärt der Ratgeber Saugroboter mit HEPA-Filter.
Preis und Quellenlage
Die Preisempfehlung lag laut china-gadgets.de bei 189,99 Euro, zum Marktstart verkaufte Xiaomi den S40C im eigenen Shop für 159,99 Euro. Bei Amazon kostet er aktuell rund 189 Euro.
Einen Fachmagazin-Test gibt es nicht. testberichte.de vergibt 1,6 (gut), wertet dafür aber nur Hersteller-, Händler- und Kurzberichte aus. Die Kernwerte stammen aus Xiaomis Labor, Laufzeit, Ladezeit und Lautstärke allein aus dem Datenblatt von testberichte.de. Beim Wassertank nennt Xiaomi 260 Milliliter, smarthomeassistent.de 240 Milliliter. Und während die Produktseite „Einstellungen für Teppichreinigung“ bewirbt, verneint die FAQ eine Teppicherkennung; gemeint sind manuell eingezeichnete Teppichbereiche.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Saugkraft | Station | Wischen | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Xiaomi S40C (dieses Modell) | 5.000 Pa | nur Laden | mitgezogenes Pad | ab ca. 189 € | 2,7 / 5 |
| Dreame D20 | 13.000 Pa | nur Laden | mitgezogenes Pad | ab ca. 150 € | 3,6 / 5 |
| Xiaomi H40 | 10.000 Pa | Absaugen, 4-l-Beutel | festes Pad | ab ca. 198 € | 3,6 / 5 |
| eufy C10 | 4.000 Pa | Absaugen, 3-l-Beutel | nein | ab ca. 186 € | 3,6 / 5 |
Die Tabelle zeigt das Problem des S40C: Er liegt preislich im Mittelfeld der Runde und bietet die knappste Ausstattung. Der Dreame D20 kostet rund 40 Euro weniger und bringt mehr Saugkraft, den doppelten Akku und eine Doppelbürste gegen Haare. Für rund 9 Euro mehr gibt es beim Xiaomi H40 eine Absaugstation und ebenfalls den größeren Akku. Der eufy C10 saugt schwächer, ist aber flacher und leert sich selbst.
Fazit: für wen der Xiaomi S40C passt
Der Xiaomi S40C erfüllt die Grundaufgaben eines Saugroboters: Lasernavigation mit Karte, Zonen, Zeitpläne und ein einfaches Wischpad. Für eine kleine Wohnung mit Hartboden, in der Du den Boden vor dem Start freiräumst und den Behälter regelmäßig leerst, genügt das.
Zum aktuellen Preis von rund 189 Euro ist er allerdings schwer zu empfehlen. Wer ohne Station leben kann, bekommt mit dem Dreame D20 mehr Leistung für weniger Geld. Wer den Behälter nicht selbst leeren will, legt ein paar Euro drauf und nimmt den Xiaomi H40. Interessant wird der S40C erst, wenn er wieder in die Nähe seines Startpreises von rund 160 Euro fällt.
Häufige Fragen
Hat der Xiaomi S40C eine Absaugstation?
Nein. Im Lieferumfang steht eine reine Ladestation mit 130 × 121 × 95 Millimetern. Den 520-ml-Staubbehälter leerst Du von Hand, eine Warnung bei vollem Behälter gibt der Roboter laut Xiaomi nicht aus. Mit Absaugstation bietet Xiaomi den H40 an, der bei Amazon aktuell rund 9 Euro mehr kostet.
Wie lange hält der Akku des Xiaomi S40C?
Xiaomi nennt keine Laufzeit, nur die Akkukapazität von 2.600 mAh bei 14,4 Volt. Das Datenblatt von testberichte.de führt bis zu 100 Minuten und 360 Minuten Ladezeit. Reicht eine Ladung nicht, fährt der Roboter zur Station, lädt vollständig nach und setzt die Reinigung danach fort.
Erkennt der Xiaomi S40C Teppiche?
Nein, laut Xiaomi-FAQ unterstützt der S40C keine Teppicherkennung. In der App kannst Du Teppichbereiche auf der Karte festlegen und für Wischfahrten sperren. Die Saugkraft erhöht er auf Teppich nicht selbstständig, dafür wählst Du vorab eine höhere Stufe.
Kann der Xiaomi S40C gleichzeitig saugen und wischen?
Ja. Xiaomi beschreibt einen Saug- und Wischmodus, für den Du die Wisch- und Wassertankeinheit einsetzt. Das Datenblatt von testberichte.de führt dagegen nur getrenntes Saugen und Wischen, im Zweifel gilt der Hersteller. Für den ersten Lauf in einer staubigen Wohnung empfiehlt Xiaomi, zunächst nur zu saugen.
Erkennt der Xiaomi S40C Kabel und Socken?
Nein. Der Roboter arbeitet mit LDS-Laser, einem mechanischen Stoßfänger und einem Infrarotsensor vorn, eine Erkennung kleiner Objekte hat er laut Xiaomi nicht. Gegenstände unter 3 Zentimetern wie Kabel, Waagen oder Steckdosenleisten solltest Du vor dem Start wegräumen. An Tisch- und Stuhlbeinen reinigt er entlang der Kanten.
Was ist der Unterschied zwischen Xiaomi S40C und Xiaomi H40?
Der H40 bringt eine Absaugstation mit 4-Liter-Beutel, 10.000 Pa und einen 5.200-mAh-Akku mit Laufzeitangabe (bis 180 Minuten). Der S40C hat nur eine Ladestation, 5.000 Pa und 2.600 mAh. Beide nutzen einen LDS-Laser und ein festes Wischpad. Bei Amazon liegen die Preise aktuell nur rund 9 Euro auseinander.
Funktioniert der Xiaomi S40C mit 5-GHz-WLAN?
Nein, laut Xiaomi-FAQ unterstützt der S40C nur 2,4-GHz-Netze. Viele Router senden beide Bänder, dann verbindest Du den Roboter mit dem 2,4-GHz-Netz. Klappt die Einrichtung nicht, empfiehlt Xiaomi, den Roboter dafür 1 bis 2 Meter vom Router entfernt aufzustellen.
Wie laut ist der Xiaomi S40C?
Xiaomi nennt keinen Wert. Das Datenblatt von testberichte.de führt 63 dB, ohne die Stufe anzugeben. Für die Nacht gibt es den Leise-Modus, außerdem ist ein Nicht-stören-Zeitraum von 22 bis 8 Uhr voreingestellt, in dem der Roboter keine Ansagen macht und die Reinigung nicht automatisch fortsetzt.
Wie oft muss ich beim Xiaomi S40C Bürsten und Filter wechseln?
Xiaomi empfiehlt, die Hauptbürste alle 6 bis 12 Monate zu tauschen, Seitenbürste, Filter, Bürstenabdeckung und Wischpad alle 3 bis 6 Monate. Gereinigt werden Hauptbürste und Filter wöchentlich, die Seitenbürste alle zwei Wochen und das Wischpad nach jedem Einsatz. Den Filter spülst Du nur mit klarem Wasser und lässt ihn vollständig trocknen.
Wie hoch ist der Xiaomi S40C?
Der Roboter misst 340 × 340 × 97 Millimeter. Unter Möbeln mit rund 10 Zentimetern Bodenfreiheit kommt er damit durch. Schwellen bis 20 Millimeter überwindet er laut Xiaomi, gemessen mit trockenem Wischpad.