Welche Saugroboter steigen Treppen?
Drei Hersteller haben bis Herbst 2026 Systeme gezeigt, die einen Saugroboter über eine Treppe bringen. Sie unterscheiden sich in Bauweise, Marktreife und darin, ob sie die Stufen auch reinigen.
| System | Hersteller | Bauweise | Stufen reinigen | passende Roboter | Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| Cyber X | Dreame | Träger mit vier Kettenarmen | leicht, beim Abstieg | X60 Pro Ultra Complete, X60 Pro Ultra Matrix, X60 Pro Master | 1.199 € UVP, Marktstart für Europa angekündigt |
| MarsWalker | eufy | Träger mit Kettenfahrwerk und vier Armen | nein, nur Transport | ausgewählte eufy-Modelle, darunter Omni S2 | vorgestellt auf der IFA 2025, kein Preis |
| Saros Rover | Roborock | Saugroboter mit zwei Radbeinen | ja, jede Stufe beim Steigen | eigenständiges Gerät | Prototyp, gezeigt auf CES und IFA 2026, kein Preis |
Die Tabelle zeigt, dass der Begriff „Saugroboter, der Treppen steigt“ zwei verschiedene Dinge meint. Bei Dreame und eufy klettert ein eigenes Fahrzeug, der Saugroboter fährt nur mit. Bei Roborock steigt der Saugroboter selbst.
Zwei Bauweisen: Träger oder Radbeine
Der Träger ist die naheliegende Lösung. Ein flacher Saugroboter mit Station bleibt, wie er ist, und ein zweites Gerät übernimmt die Treppe. Es holt den Roboter ab, klettert mit Gummiketten von Stufe zu Stufe und setzt ihn auf der anderen Etage wieder ab. Der Vorteil liegt in der Kraft: Ketten und Arme können ein Gewicht von vier bis fünf Kilogramm sicher tragen, weil sie mit großer Auflagefläche auf der Stufe stehen.
Das Radbein geht den anderen Weg. Der Roboter hat statt fester Antriebsräder zwei Beine mit Rädern an den Enden, die sich einzeln heben und senken lassen. Er stellt ein Bein auf die nächste Stufe, zieht den Körper nach und hält ihn dabei waagerecht. Auf ebenem Boden fährt er wie ein normaler Saugroboter. Das System braucht kein zweites Gerät, ist mechanisch aber anspruchsvoller, weil der Roboter sich auf der Stufe selbst ausbalancieren muss.

Kletterfahrwerke schaffen höchstens die halbe Stufe. Für die ganze Treppe braucht es einen Träger oder Beine.
Dreame Cyber X: der Träger für den X60 Pro
Dreame zeigte den Cyber X erstmals auf der IFA 2025 und nannte Ende Mai 2026 eine UVP von 1.199 Euro. Das Gerät ist ein Kletter-Modul mit vier Armen und Gummiketten, die Dreame „Bionic Quad-Track“ nennt. Eine 3D-ToF-Kamera erfasst Stufenkanten und Hindernisse, ein dreifaches Bremssystem hält das Modul auf der Treppe fest.
Der Cyber X arbeitet mit drei Robotern zusammen: X60 Pro Ultra Complete, X60 Pro Ultra Matrix und X60 Pro Master. Laut Dreame schafft er gerade, L-förmige, gewendelte und offene Treppen, auch mit Teppich, und bedient bis zu vier Etagen. Pro Stufe rechnet Dreame mit rund 27 Sekunden. Auf dem Weg nach unten fegt er die Stufen mit zwei kleinen Bürstenarmen. Wie lange die Treppe dauert und was das Gespann im Alltag leistet, steht im Ratgeber zum Dreame Saugroboter für Treppen.
eufy MarsWalker: der Träger für den Omni S2
eufy stellte den MarsWalker ebenfalls auf der IFA 2025 vor. Auch er ist ein Träger: Ein Kettenfahrwerk mit vier einzeln gesteuerten Armen passt sich der Treppe an, nimmt den Roboter auf, bringt ihn auf die andere Etage und setzt ihn dort ab. Der MarsWalker hat eine eigene Ladestation. eufy nennt gerade, L-förmige und U-förmige Treppen.
Gedacht ist er für ausgewählte eufy-Modelle, allen voran den Omni S2, das Spitzenmodell mit Absaug- und Wischstation. Roboter anderer Marken trägt er nicht. Zur Vorstellung kündigte eufy den Marktstart für das erste Halbjahr 2026 an. Einen Preis oder einen bestätigten Verkaufsstart haben wir bis heute nicht gefunden. Die Stufen selbst reinigt der MarsWalker nach den bisherigen Angaben nicht.
Roborock Saros Rover: der Roboter mit Beinen
Roborock zeigte den Saros Rover im Januar 2026 auf der CES und im September 2026 erstmals in Europa auf der IFA in Berlin. Er ist das einzige der drei Systeme, das ohne Träger auskommt. Zwei Beine mit Rädern an den Enden heben und senken sich unabhängig voneinander. Damit steigt der Roboter Stufe für Stufe, hält den Körper auf Schrägen waagerecht und macht kleine Sprünge über Hindernisse.
In den Vorführungen saugte er dabei jede Stufe. Er dreht sich quer auf die Stufe, stützt sich mit einem Bein auf der Stufe darunter ab und saugt die Trittfläche. Eine Wischfunktion zeigte Roborock nicht. Preis und Marktstart nannte der Hersteller auch auf der IFA nicht, der Rover ist ein Entwicklungsgerät. Was er nach den Vorführungen kann und was Roborock-Modelle bis dahin schaffen, steht im Ratgeber zum Roborock Saugroboter, der Treppen steigt.
Reinigen die Roboter auch die Treppe?
Wer einen Saugroboter für die Treppe sucht, meint oft zwei Dinge: Der Roboter soll auf die andere Etage kommen, und er soll die Stufen sauber machen. Die drei Systeme erfüllen das zweite sehr unterschiedlich.
- Saros Rover: saugt nach Roborocks Vorführungen jede Trittfläche, während er steigt. Das kommt dem Wunsch am nächsten, ist aber noch nicht zu kaufen.
- Cyber X: fegt beim Abstieg mit zwei Seitenbürsten. Fachberichte beschreiben das als leichte Reinigung, die einen Staubsauger auf der Treppe nicht ersetzt.
- MarsWalker: reinigt nach den bisherigen Angaben nicht, er transportiert nur.
Keines der Systeme erreicht die Setzstufen, also die senkrechten Flächen zwischen den Stufen, und keines wischt die Stufen nass. An der Stufenkante, wo sich Staub und Tierhaare sammeln, bleibt ein schmaler Streifen, den ein runder Roboter nicht erreicht. Für eine gründliche Treppenreinigung bleibt der Akkusauger mit Fugendüse oder Mini-Turbobürste das schnellere Werkzeug.
Gibt es Wischroboter, die Treppen steigen?
Die Frage taucht oft auf, weil die Träger wischende Roboter transportieren. Der Cyber X trägt einen X60 Pro, der MarsWalker einen Omni S2, beide saugen und wischen. Gewischt wird aber nur auf den Etagen: Auf der Treppe arbeiten weder Mopp noch Wassertank.
Hinzu kommt die Station. Ein Wischroboter wäscht seine Mopps in der Station und füllt dort Wasser nach. Auf der Etage ohne Station wischt er nur so lange, wie der kleine Bordtank reicht, und kommt mit verschmutztem Mopp zurück. Der Saros Rover hat in den Vorführungen nur gesaugt. Nasse Stufen bleiben damit Handarbeit, und auf Holztreppen ist das ohnehin die sicherere Wahl, weil sich Wasser an Kanten und Fugen sammelt.
Was kostet ein Saugroboter, der Treppen steigt?
Belastbar ist bisher nur der Preis des Dreame Cyber X mit 1.199 Euro UVP, und das gilt für das Kletter-Modul allein. Der passende Roboter der X60-Pro-Reihe kommt dazu, und dieser Spitzenklasse-Roboter kostet selbst deutlich über 1.000 Euro. Zusammen liegt das Gespann damit über 2.000 Euro.
Für den eufy MarsWalker und den Roborock Saros Rover haben die Hersteller noch keine Preise genannt.
Die Rechnung gegen einen zweiten Roboter fällt für die meisten Häuser deutlich aus. Ein einfacher Saugroboter mit Lasernavigation für die obere Etage kostet einen Bruchteil des Kletter-Moduls, reinigt jeden Tag ohne Umweg über die Treppe und hat oben eine eigene Ladestation. Der Träger lohnt sich dort, wo sonst drei oder vier Geräte nötig wären, oder wenn auf jeder Etage der volle Funktionsumfang einer Absaug- und Wischstation gebraucht wird.
Was heutige Saugroboter an Stufen schaffen
Solange die Treppensteiger nicht breit erhältlich sind, entscheidet die Kletterhöhe, wie viel Wohnung ein Roboter allein erreicht. Spitzenmodelle haben dafür ausfahrbare Beine oder ein anhebbares Fahrwerk und kommen deutlich weiter als die übliche Mittelklasse.
| Modell | einzelne Stufe | Doppelstufe | Fahrwerk |
|---|---|---|---|
| typische Einstiegsklasse | 1,7 bis 2,2 cm | – | starr |
| eufy Omni S2 | 4,2 cm | – | hebt das Chassis an |
| Dreame Aqua10 Ultra Roller Complete | 4,2 cm | 8 cm | FlexRise |
| Roborock Saros 20 | 4,5 cm | 8,8 cm | AdaptiLift 3.0 |
| Dreame X60 Pro Ultra Complete | 5,2 cm | 10 cm | ProLeap |
Herstellerangaben aus unseren Rezensionen, teils aus Laborversuchen der Hersteller.
Eine Doppelstufe besteht aus zwei kurz aufeinanderfolgenden Kanten, wie sie an Übergangsprofilen oder vor Podesten vorkommen. Für eine Treppe reicht keiner dieser Werte. Die Treppennorm DIN 18065 sieht für Wohnhäuser Stufenhöhen von 14 bis 20 Zentimetern vor, auch der beste Kletterer schafft damit rund die Hälfte einer Stufe. An der Treppenkante oben verlassen sich alle Modelle deshalb auf ihre Absturzsensoren, und eine Sperrzone in der App sichert zusätzlich ab.
Drei Wege für Häuser mit Treppe
Bis Treppensteiger breit erhältlich und bezahlbar sind, haben sich drei Lösungen bewährt.
- Tragen und mehrere Karten speichern. Aktuelle Laser-Roboter speichern drei bis fünf Karten. Du trägst den Roboter nach oben, er erkennt die Etage und reinigt dort mit den gespeicherten Räumen und Sperrzonen. Die Station bleibt unten, oben wird ohne Absaugen und Moppwäsche gereinigt.
- Ein zweiter Roboter für die andere Etage. Ein einfaches Lasergerät mit eigener Ladestation läuft nach Zeitplan, ohne dass jemand ihn trägt. Für Etagen mit wenig Fläche reicht oft ein Modell ohne Absaugstation.
- Die Treppe mit dem Akkusauger. Ein Akkusauger im Handbetrieb mit Fugendüse und Mini-Turbobürste erledigt eine Treppe samt Kanten und Setzstufen in wenigen Minuten.
Welcher Weg zu welchem Haus passt und was auf der Etage ohne Station fehlt, zeigt der Ratgeber Saugroboter auf zwei Etagen.
Fazit
Für Häuser mit Treppe gibt es die ersten Saugroboter-Systeme, die selbst die Etage wechseln. Wer heute kaufen will, findet mit dem Dreame Cyber X das erste System mit Preis, muss aber einen Roboter der X60-Pro-Reihe dazu nehmen und über 2.000 Euro einplanen. Für Häuser mit drei oder mehr Etagen kann das aufgehen, bei zwei Etagen bleibt ein zweiter, einfacher Roboter die günstigere Lösung.
Beobachten lohnt sich der Roborock Saros Rover, weil er als einziges System die Stufen selbst saugt. Sobald Roborock und eufy Preise nennen, lässt sich die Rechnung neu aufmachen. Bis dahin sind eine Karte je Etage und ein guter Akkusauger für die Treppe die verlässlichste Kombination.
Häufige Fragen
Gibt es Saugroboter, die Treppen steigen können?
Ja, drei Hersteller haben solche Systeme vorgestellt. Dreame hat für den Cyber X als einziger einen Preis genannt, 1.199 Euro UVP für das Kletter-Modul, das einen Roboter der X60-Pro-Reihe trägt. eufy (MarsWalker) und Roborock (Saros Rover) haben ihre Geräte auf Messen gezeigt, aber noch keinen Preis und keinen festen Marktstart genannt.
Was kostet ein Saugroboter, der Treppen steigt?
Für den Dreame Cyber X nennt Dreame 1.199 Euro UVP, und das ist nur das Kletter-Modul. Dazu kommt ein passender Roboter der X60-Pro-Reihe, zusammen liegt das Gespann damit über 2.000 Euro. Für den eufy MarsWalker und den Roborock Saros Rover gibt es noch keine Preise.
Kann ein Saugroboter die Treppe saugen?
Nur eingeschränkt. Der Roborock Saros Rover saugt in den Vorführungen jede Stufe, während er steigt, ist aber noch nicht erhältlich. Der Dreame Cyber X fegt die Stufen beim Abstieg mit zwei kleinen Bürstenarmen. Für eine gründliche Treppenreinigung mit Kanten und Setzstufen bleibt ein Akkusauger mit Fugen- oder Polsterdüse das schnellere Werkzeug.
Gibt es Wischroboter, die Treppen steigen?
Nicht für die Stufen selbst. Der Dreame Cyber X trägt einen wischenden X60 Pro und der eufy MarsWalker einen wischenden Omni S2 auf die andere Etage, gewischt wird aber nur auf den Etagen. Der Roborock Saros Rover hat in den Vorführungen nur gesaugt. Nass gewischte Stufen bleiben Handarbeit.
Wie hoch können normale Saugroboter klettern?
Einfache Modelle schaffen 1,7 bis 2,2 Zentimeter, Geräte mit Kletterfahrwerk deutlich mehr. Der Dreame X60 Pro Ultra Complete kommt laut Dreame auf 5,2 Zentimeter für eine einzelne Stufe und 10 Zentimeter für eine Doppelstufe, der Roborock Saros 20 auf 4,5 und 8,8 Zentimeter. Eine Treppenstufe ist damit immer noch rund doppelt so hoch.
Lohnt sich ein Treppensteiger oder ein zweiter Saugroboter?
Bei zwei Etagen meist der zweite Roboter. Ein günstiges Lasergerät für die obere Etage kostet einen Bruchteil des Cyber X allein und reinigt täglich ohne Wartezeit an der Treppe. Der Treppensteiger spielt seine Stärke in Häusern mit drei oder vier Etagen aus, wo sonst mehrere Geräte nötig wären.