Was der Dreame Cyber X ist
Der Cyber X ist ein Kletter-Modul für einen vorhandenen Dreame-Roboter. Der Roboter fährt in das Gestell, der Cyber X hebt ihn an und bringt ihn über die Treppe auf die andere Etage. Dort setzt er ihn ab, und der Roboter reinigt die Fläche wie gewohnt. Gezeigt hat Dreame das System erstmals auf der IFA 2025, eine überarbeitete Fassung folgte im Mai 2026 mit Preis.
Laut Dreame stecken darin diese Bauteile:
- Bionic Quad-Track: vier Kletterarme mit Gummiketten, die sich der Stufe anpassen und mit großer Auflage greifen.
- 3D-ToF-Sensorik: erfasst Stufenkanten, Höhe und Tiefe der Stufen sowie Hindernisse auf der Treppe.
- Dreifaches Bremssystem und eine Struktur gegen Abscheren, die das Modul auch mit dem Roboter auf dem Rücken auf der Stufe hält.
- Reinigungsmodul mit zwei ausfahrbaren Bürstenarmen für den Abstieg.
- Akku mit 5.200 mAh, nach Herstellerangabe für die Arbeit über mehrere Etagen ausgelegt.
Wie sich der Cyber X von den anderen Ansätzen unterscheidet, etwa dem Roborock-Roboter mit eigenen Beinen, vergleicht der Ratgeber zu Saugrobotern, die Treppen steigen.
Mit welchen Dreame-Robotern funktioniert der Cyber X?
Dreame gibt den Cyber X für drei Roboter frei, alle aus der X60-Pro-Reihe:
| Roboter | Station | Hinweis |
|---|---|---|
| X60 Pro Ultra Complete | Absaug- und Wischstation mit 100-Grad-Moppwäsche | Typnummer RLX96DE |
| X60 Pro Ultra Matrix | Station für wechselnde Wischpads | Schwamm-, Scheuer- und Thermo-Pads |
| X60 Pro Master | 24,9 cm hohe Slimline-Station mit Festwasseranschluss | Typnummer RLX97DE |
Ältere Modelle wie der X50 Ultra und die L-Reihe arbeiten nicht mit dem Cyber X zusammen. Dreame hat angekündigt, die Liste später zu erweitern, ohne Modelle oder Termine zu nennen.
Eine Falle steckt im Namen. Der X60 Ultra ohne „Pro“ ist ein eigenes, flacheres Modell mit der Typnummer RLX86DE und steht nicht auf der Liste. Wer den Cyber X später nachrüsten will, achtet beim Roboterkauf deshalb auf das „Pro“ und die Typnummer.
Welche Treppen der Cyber X schafft
Laut Dreame kommt der Cyber X mit fast allen Treppenformen im Wohnhaus zurecht:
- gerade Treppen
- L-förmige Treppen mit Podest oder gewendelten Stufen
- Wendeltreppen
- offene Treppen ohne Setzstufen
- Treppen mit Teppichbelag
Für die erste Stufe nennen Berichte zum Marktstart bis 30 Zentimeter, zur Messe-Fassung von 2025 hieß es 25 Zentimeter. Beide Werte liegen über einer normalen Stufe, die nach der Treppennorm DIN 18065 im Wohnhaus 14 bis 20 Zentimeter misst. Für die Neigung nennen die meisten Berichte bis 42 Grad. Die steilste Treppe, die die Norm im Wohnhaus zulässt, kommt mit 20 Zentimetern Steigung und 23 Zentimetern Auftritt auf rund 41 Grad.
Insgesamt bedient der Cyber X laut Dreame bis zu vier Etagen. Er eignet sich damit auch für Stadthäuser mit Keller, zwei Wohnetagen und Dachgeschoss.
Wie lange braucht der Cyber X für eine Treppe?
Dreame nennt rund 27 Sekunden pro Stufe und eine Fahrgeschwindigkeit von 0,2 Metern pro Sekunde. Wie viele Stufen eine Treppe hat, hängt an der Geschosshöhe. Bei 2,75 Metern und rund 17 Zentimetern Steigung sind es 16 Stufen.
| Strecke | Stufen | Zeit hinauf |
|---|---|---|
| halbe Treppe zum Zwischenpodest | 8 | 3,6 Minuten |
| Kellertreppe | 13 | 5,9 Minuten |
| eine Geschosstreppe | 16 | 7,2 Minuten |
| zwei Geschosse | 32 | 14,4 Minuten |
| drei Geschosse | 48 | 21,6 Minuten |
Rechnung mit 27 Sekunden je Stufe nach Herstellerangabe, Fahrwege auf den Etagen nicht eingerechnet.
Für den Abstieg nennt Dreame keinen eigenen Wert. Weil der Cyber X dabei die Stufen kehrt, ist eher mit ähnlicher oder längerer Dauer zu rechnen. Im Alltag stört das wenig, solange die Reinigung tagsüber ohne Aufsicht läuft. Einplanen sollte man die Zeit trotzdem, denn ein Reinigungsplan über drei Etagen braucht allein für die Treppen hinauf und hinunter eine gute halbe Stunde.

Eine Geschosstreppe kostet den Cyber X gut sieben Minuten, über drei Etagen summiert sich das auf mehr als eine Viertelstunde.
Reinigt der Cyber X die Treppe mit?
Teilweise. Beim Abstieg fahren hinten zwei kleine Arme mit rotierenden Bürsten aus und kehren den Staub von den Trittflächen. Bildmaterial des Herstellers nennt dafür 6.000 Pa Saugkraft. Notebookcheck beschreibt die Stufenreinigung als begrenzt, andere Berichte sprechen von leichtem Kehren.
Drei Stellen bleiben dabei offen:
- Setzstufen: Die senkrechten Flächen zwischen den Stufen erreichen die Bürsten nicht.
- Kanten und Ecken: Am Übergang zur Wand und an der Stufenvorderkante sammeln sich Staub und Haare, dort bleibt ein Rand.
- Nässe: Auf der Treppe wird nicht gewischt. Der X60 Pro wischt nur auf den Etagen.
Für eine Treppe, die regelmäßig gründlich sauber sein soll, bleibt darum ein Akkusauger mit Fugendüse nötig. Das Kehren beim Abstieg hält die Stufen zwischen zwei Handreinigungen ansehnlich.
Was kostet der Dreame Cyber X?
Dreame nennt 1.199 Euro UVP, und das ist der Preis für das Kletter-Modul allein. Der passende Roboter der X60-Pro-Reihe kommt dazu, zusammen liegt das Gespann über 2.000 Euro. Den Marktstart für Europa hat Dreame für September 2026 angekündigt.
Ob sich das rechnet, hängt an der Zahl der Etagen. Bei zwei Etagen reinigt ein zweiter, einfacher Dreame-Roboter die obere Etage für einen Bruchteil des Modulpreises, jeden Tag und ohne Wartezeit an der Treppe. Ab drei oder vier Etagen dreht sich die Rechnung: Dann ersetzt der Cyber X zwei oder drei zusätzliche Roboter samt Stationen. Fachberichte kommen zum selben Schluss und sehen den Cyber X vor allem in Häusern mit mindestens drei Etagen.
Was Dreame-Roboter ohne Cyber X an Stufen schaffen
Ohne Modul entscheidet das Fahrwerk, wie weit ein Dreame-Roboter kommt. Dreame setzt dafür mehrere Systeme ein. EasyLeap hebt den Roboter mit Hilfsrädern an, FlexRise arbeitet mit einer Luftfederung, ProLeap und die Hubbeine des Matrix10 fahren Beine aus und heben das ganze Gehäuse über die Kante. Die Werte aus unseren Rezensionen:
| Modell | einzelne Stufe | Doppelstufe | Fahrwerk |
|---|---|---|---|
| D20 | 2 cm | – | starr |
| L40s Pro Ultra | 2,2 cm | 4 cm | EasyLeap |
| L50s Pro Ultra | 2,2 cm | 4 cm | EasyLeap |
| Matrix10 Ultra | 4 cm | 8 cm | Hubbeine |
| Aqua10 Ultra Roller Complete | 4,2 cm | 8 cm | FlexRise |
| X50 Ultra Complete | 4,2 cm | 6 cm | ProLeap |
| X60 Ultra | – | 8,8 cm | ProLeap |
| X60 Pro Ultra Complete | 5,2 cm | 10 cm | ProLeap |
Herstellerangaben, teils aus Dreames Labor.
Die Doppelstufe meint zwei kurz aufeinanderfolgende Kanten, wie an Übergangsprofilen oder einer flachen Stufe vor dem Podest. Mit 10 Zentimetern kommt der X60 Pro dort weiter als jeder andere Roboter in unseren Rezensionen. Eine Treppenstufe bleibt trotzdem außer Reichweite, sie ist bis doppelt so hoch.
Mehrere Etagen mit Dreame ohne Treppensteiger
Wer keinen X60 Pro hat oder den Aufpreis scheut, kommt mit zwei bewährten Wegen durchs Haus.
Tragen und eine Karte je Etage. Aktuelle Dreame-Roboter speichern mehrere Karten. In der Dreamehome-App stellst du in der Kartenverwaltung den Haustyp auf mehrere Etagen und legst für jede Etage eine eigene Karte an. Danach trägst du den Roboter nach oben, wählst die passende Karte und startest. Die Station bleibt unten, oben wird ohne Absaugen und Moppwäsche gereinigt. Die einzelnen Schritte stehen im Ratgeber Dreame Saugroboter: Karte erstellen.
Zweiter Roboter oben, Akkusauger für die Treppe. Ein einfacher Dreame-Roboter mit Lasernavigation wie der D20 bekommt auf der oberen Etage eine eigene Ladestation und läuft nach Zeitplan. Die Treppe übernimmt ein Akkusauger im Handbetrieb, der auch Setzstufen und Kanten erreicht.
Fazit
Mit dem Cyber X hat Dreame als erster Hersteller einen Treppensteiger mit Preis angekündigt. Er trägt einen Roboter der X60-Pro-Reihe über gerade, gewendelte und offene Treppen und kehrt die Stufen beim Abstieg leicht. Wer ihn nutzen will, kauft den Roboter mit „Pro“ im Namen und plant für das Gespann über 2.000 Euro ein.
Am meisten bringt der Cyber X in Häusern mit drei oder vier Etagen, in denen sonst mehrere Roboter laufen müssten. Bei zwei Etagen bleibt ein zweiter, einfacher Roboter für oben günstiger, und die Treppe putzt in beiden Fällen am gründlichsten der Akkusauger.
Häufige Fragen
Kann ein Dreame Saugroboter Treppen steigen?
Mit dem Cyber X ja. Das Kletter-Modul nimmt einen Roboter der X60-Pro-Reihe auf und trägt ihn auf vier Kettenarmen Stufe für Stufe in die andere Etage. Ohne das Modul schaffen Dreame-Roboter höchstens Schwellen und Doppelstufen, beim X60 Pro Ultra Complete laut Dreame bis 10 Zentimeter.
Welche Dreame-Modelle passen zum Cyber X?
Laut Dreame der X60 Pro Ultra Complete, der X60 Pro Ultra Matrix und der X60 Pro Master. Ältere Modelle wie der X50 Ultra werden nicht unterstützt, weitere Roboter will Dreame später ergänzen. Vorsicht beim X60 Ultra ohne Pro: Er ist ein eigenes, flacheres Modell und steht nicht auf der Liste.
Welche Treppen schafft der Dreame Cyber X?
Dreame nennt gerade Treppen, L-förmige Treppen, Wendeltreppen und offene Treppen ohne Setzstufen, auch mit Teppich, und bis zu vier Etagen. Für die erste Stufe nennen Berichte zum Marktstart bis 30 Zentimeter. Übliche Stufen in Wohnhäusern messen 14 bis 20 Zentimeter.
Wie lange braucht der Cyber X für eine Treppe?
Dreame rechnet mit rund 27 Sekunden pro Stufe. Eine typische Geschosstreppe mit 16 Stufen dauert damit gut 7 Minuten hinauf. Für den Abstieg nennt Dreame keinen eigenen Wert. Bei drei Etagen kommen so allein für den Aufstieg über 14 Minuten zusammen.
Saugt der Dreame Cyber X die Treppenstufen?
Leicht. Beim Abstieg fahren hinten zwei kleine Arme mit rotierenden Bürsten aus und kehren die Trittflächen, Herstellerbilder nennen dafür 6.000 Pa. Fachberichte beschreiben das als begrenzte Reinigung. Setzstufen und Kanten erreicht der Cyber X nicht, nass gewischt wird auf der Treppe nicht.
Was kostet der Dreame Cyber X?
Dreame nennt 1.199 Euro UVP für das Kletter-Modul allein. Der passende Roboter der X60-Pro-Reihe kommt dazu, das Gespann liegt damit über 2.000 Euro. Für Häuser mit zwei Etagen ist ein zweiter, einfacher Dreame-Roboter für die obere Etage meist die günstigere Lösung.
Passt der Cyber X zum Dreame X50 Ultra?
Nein, Dreame gibt den Cyber X nur für die X60-Pro-Reihe frei. Der X50 Ultra Complete klettert mit seinem ProLeap-Fahrwerk laut Dreame über einzelne Stufen bis 4,2 Zentimeter und Doppelstufen bis 6 Zentimeter. Für eine Treppe reicht das nicht, dort hilft nur Tragen und eine eigene Karte je Etage.