Roborock Saugroboter, der Treppen steigt: Saros Rover

Roborock Treppen steigen: Der Saros Rover klettert auf zwei Radbeinen und saugt dabei jede Stufe. Stand nach CES und IFA 2026, Technik und kaufbare Alternativen.

Saugroboter Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit

In diesem Artikel
  1. Was der Roborock Saros Rover ist
  2. So steigt der Saros Rover eine Stufe hinauf
  3. Saugt der Saros Rover die Treppe?
  4. Wann kommt der Saros Rover, und was kostet er?
  5. Was kaufbare Roborock-Roboter an Stufen schaffen
  6. Ein Roborock im Haus mit Treppe
  7. Die Treppe selbst: mit dem Akkusauger
  8. Fazit
  9. Häufige Fragen

Was der Roborock Saros Rover ist

Roborock-Präsident Quan Gang stellte den Saros Rover im Januar 2026 auf der CES in Las Vegas vor, im September folgte der erste Auftritt in Europa auf der IFA in Berlin. Roborock nennt ihn den ersten Saugroboter mit Radbein-Architektur. Statt zwei fest montierter Antriebsräder hat er zwei Beine, an deren Enden Räder sitzen. Jedes Bein lässt sich unabhängig heben und senken.

Auf ebenem Boden fährt der Rover wie jeder andere Saugroboter. An einer Stufe, einer Schräge oder einem Hindernis verstellt er die Beine und hält den Körper dabei waagerecht. Für die Orientierung kombiniert er laut Roborock Bewegungssensoren mit dreidimensionalen Raumdaten. In den Vorführungen auf der CES machte er kleine Sprünge, wechselte im Fahren die Richtung und fing sich wieder, wenn ihn Tennisbälle trafen.

Damit unterscheidet er sich grundsätzlich von den Lösungen der Konkurrenz. Dreame und eufy bauen einen Träger, der einen herkömmlichen Roboter über die Treppe bringt. Beim Rover steigt der Saugroboter selbst. Wie die drei Systeme im Vergleich abschneiden, steht im Ratgeber zu Saugrobotern, die Treppen steigen.

So steigt der Saros Rover eine Stufe hinauf

Aus den Vorführungen und den Beschreibungen von Fachjournalisten ergibt sich ein Ablauf in vier Schritten:

  1. Anfahren: Der Rover fährt mit beiden Rädern an die Stufe heran und erkennt Höhe und Kante.
  2. Bein heben: Ein Bein fährt nach oben und setzt sein Rad auf die nächste Trittfläche.
  3. Nachziehen: Das zweite Bein folgt, der Körper wird dabei waagerecht gehalten und schwenkt über die Kante.
  4. Stufe saugen: Der Rover dreht sich quer auf die Stufe, stützt sich mit einem Bein auf der Stufe darunter ab und saugt die Trittfläche. Danach geht es zur nächsten Stufe.

Beim Abstieg hält der Rover die Balance auf den beiden Rädern und senkt sich Stufe für Stufe ab. Wie viele Sekunden er pro Stufe braucht, hat Roborock nicht genannt.

Vier Schemata einer Stufe von der Seite, nummeriert von links nach rechts. Erstens: der Saros Rover steht mit beiden Radbeinen vor der Stufe. Zweitens: ein Bein ist ausgefahren und setzt sein Rad auf die obere Trittfläche, der Körper bleibt waagerecht. Drittens: das zweite Bein ist nachgezogen, der Roboter steht auf der Stufe. Viertens: der Roboter steht quer auf der Stufe, ein Bein stützt sich auf der Stufe darunter ab, ein Pfeil zeigt die Saugbahn über die Trittfläche.

Beim Saros Rover übernehmen zwei Radbeine die Arbeit, die bei Dreame und eufy ein eigener Träger leistet.

Saugt der Saros Rover die Treppe?

Nach allem, was Roborock gezeigt hat, ja. In den Vorführungen saugte der Rover jede Trittfläche, während er die Treppe hinaufstieg. Roborock beschreibt ihn als Roboter, der Treppen und Schrägen bewältigt und dabei reinigt. Damit ist er das einzige der bisher vorgestellten Systeme, das die Stufen selbst gründlich saugen soll. Der Dreame Cyber X kehrt beim Abstieg nur leicht, der eufy MarsWalker transportiert.

Offen bleiben drei Fragen, die erst ein fertiges Gerät beantworten kann:

  • Setzstufen und Kanten: Ob der Rover die senkrechten Flächen und die Ecken an der Wand erreicht, zeigen die Vorführungen nicht.
  • Wischen: Gewischt hat der Rover auf CES und IFA nicht.
  • Station: Wie Absaugen, Laden und gegebenenfalls Moppwäsche bei einem Roboter mit Beinen gelöst werden, hat Roborock nicht erklärt.

Wann kommt der Saros Rover, und was kostet er?

Einen Preis und einen Termin hat Roborock bisher nicht genannt, auch nicht zur IFA 2026. Bloomberg beschrieb den Rover zur CES als Konzeptgerät ohne bestätigten Marktstart, andere Berichte sprechen von einem Produkt in Entwicklung. Preisangaben, die im Netz kursieren, sind Schätzungen ohne Herstellerangabe.

Einen Anhaltspunkt liefert die Konkurrenz. Dreame verlangt für sein Treppen-Modul Cyber X 1.199 Euro UVP, ohne Roboter. Roborocks Spitzenmodelle der Saros-Reihe liegen bereits ohne Treppenfunktion in der oberen Preisklasse. Wer jetzt ein Haus mit Treppe ausstattet, plant darum ohne den Rover und entscheidet neu, sobald es einen Preis gibt.

Was kaufbare Roborock-Roboter an Stufen schaffen

Den Schritt zur Stufe hat Roborock bei den Serienmodellen mit dem AdaptiLift-Fahrwerk vorbereitet. Die Räder lassen sich unabhängig voneinander verstellen. Vor einer Kante richtet sich das Gehäuse auf und setzt hinter ihr wieder ab, statt mit fester Bodenfreiheit gegen die Schwelle zu stoßen.

Modelleinzelne StufeDoppelschwelleFahrwerk
Q7 TF+2 cm–starr
Qrevo Edge S5A4 cm–AdaptiLift
Saros 10R4 cm–AdaptiLift
Saros Z704 cm–AdaptiLift
Saros 204,5 cm8,8 cmAdaptiLift 3.0
Qrevo Edge 3 Pro (IFA 2026)–8,8 cmAdaptiLift 3.0
Saros 20 Flow Complete (IFA 2026)–8,8 cmAdaptiLift

Herstellerangaben, beim Saros 20 aus einem Roborock-Labortest. Die beiden IFA-Neuheiten haben wir noch nicht rezensiert.

Die Doppelschwelle ist der Wert, der die größten Zahlen liefert. Beim Saros 20 gilt er für zwei aufeinanderfolgende Kanten im Abstand von 12 bis 14 Zentimetern, die erste darf höchstens 4,5 Zentimeter hoch sein. Wohnungen mit Stufen zwischen Räumen oder Übergangsprofilen in Altbauten profitieren davon. Eine Treppenstufe mit 14 bis 20 Zentimetern bleibt aber außer Reichweite. Was der Saros 20 sonst kann, steht in der Rezension zum Roborock Saros 20.

Ein Roborock im Haus mit Treppe

Bis der Rover zu kaufen ist, arbeiten Roborock-Roboter auf mehreren Etagen nach demselben Prinzip wie alle anderen. Drei Punkte zählen dabei.

Treppenkante sichern. Absturzsensoren an der Unterseite stoppen den Roboter vor der Kante. Eine Sperrzone vor der Treppe in der App gibt eine zweite Sicherung, die auch dann greift, wenn ein Sensor verschmutzt ist.

Eine Karte je Etage. In der Roborock-App stellst du den Gebäudetyp auf mehrere Etagen. Die erste Karte entsteht an der Station, für jede weitere trägst du den Roboter allein in die andere Etage. Laut Roborock-Support kehrt er nach der Kartierungsfahrt an seinen Startpunkt zurück und speichert die Karte. Je nach Modell sind drei oder vier Karten möglich, der Qrevo Curv 2 Pro speichert drei, der Qrevo Curv 2 Flow vier. Wo die Einstellungen in der App sitzen, zeigt der Ratgeber zur Roborock App.

Station bleibt unten. Auf der Etage ohne Station saugt der Roboter ohne Absaugung und wischt nur so lange, wie der kleine Bordtank reicht. Er fährt danach auch nicht von allein zur Station zurück, weil sie auf einer anderen Etage steht.

Die Treppe selbst: mit dem Akkusauger

Für die Stufen bleibt heute der Handsauger das Werkzeug der Wahl. Ein Akkusauger im Handbetrieb mit Fugendüse erreicht Kanten, Ecken und Setzstufen, die auch der Rover nach den bisherigen Vorführungen kaum abdecken wird. Roborock bietet dafür die H60-Reihe an, wahlweise mit Wandhalterung oder mit Absaugstation, die den Staubbehälter nach jeder Runde leert.

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Fazit

Der Saros Rover ist der einzige Saugroboter, der Treppen ohne Träger steigt und dabei jede Stufe saugt. Roborock hat ihn auf zwei großen Messen gezeigt, hält sich bei Preis und Termin aber bedeckt. Für eine Kaufentscheidung in den nächsten Monaten spielt er deshalb noch keine Rolle.

Wer heute einen Roborock für ein Haus mit Treppe sucht, wählt ein Modell mit AdaptiLift, wenn Schwellen und Stufen zwischen Räumen ein Thema sind, legt eine Karte je Etage an und nimmt für die Treppe einen Akkusauger. Sobald Roborock Preis und Marktstart nennt, lohnt der Vergleich mit dem Dreame Cyber X, dem bisher einzigen Treppensteiger mit Preis.

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Häufige Fragen

Kann ein Roborock Saugroboter Treppen steigen?

Der Saros Rover kann es, er ist aber noch nicht erhältlich. Roborock hat ihn im Januar 2026 auf der CES und im September 2026 auf der IFA gezeigt, beide Male ohne Preis und Marktstart. Die kaufbaren Roborock-Modelle klettern über Schwellen, der Saros 20 laut Roborock über einzelne Stufen bis 4,5 Zentimeter und Doppelschwellen bis 8,8 Zentimeter. Eine Treppenstufe schaffen sie nicht.

Wann kommt der Roborock Saros Rover auf den Markt?

Einen Termin hat Roborock bisher nicht genannt, auch nicht auf der IFA 2026 in Berlin. Berichte von der CES beschreiben den Rover als Produkt in Entwicklung. Wer gerade ein Haus mit Treppe ausstattet, sollte darum nicht auf ihn warten.

Was kostet der Roborock Saros Rover?

Roborock hat keinen Preis genannt. Zum Vergleich hat Dreame für sein Treppen-Modul Cyber X 1.199 Euro UVP angekündigt, dort kommt der Roboter noch dazu. Zahlen, die einzelne Webseiten für den Rover nennen, sind Schätzungen ohne Herstellerangabe.

Saugt der Saros Rover die Treppe?

Ja, nach den Vorführungen saugt er jede Stufe, während er steigt. Er dreht sich dafür quer auf die Trittfläche, stützt sich mit einem Bein auf der Stufe darunter ab und saugt die Fläche, bevor er weitersteigt. Wie gründlich das an Kanten und Setzstufen gelingt, lässt sich aus den Messe-Vorführungen nicht ablesen.

Kann der Roborock Saros Rover wischen?

In den Vorführungen auf CES und IFA hat der Saros Rover nur gesaugt, eine Wischfunktion zeigte Roborock nicht. Ob das fertige Gerät wischt und ob es eine Station mit Absaugung bekommt, ist offen.

Welcher Roborock klettert am höchsten?

Unter den Modellen in unseren Rezensionen der Saros 20 mit 4,5 Zentimetern für eine einzelne Stufe und 8,8 Zentimetern für eine Doppelschwelle, beides aus Roborocks Labor. Auf der IFA 2026 nannte Roborock 8,8 Zentimeter für Doppelschwellen auch beim Qrevo Edge 3 Pro und beim Saros 20 Flow Complete.

Wie nutze ich einen Roborock auf mehreren Etagen?

In der Roborock-App den Gebäudetyp auf mehrere Etagen stellen und für jede Etage eine eigene Karte anlegen. Die erste Karte entsteht an der Station, für die weiteren trägst du den Roboter allein in die andere Etage. Je nach Modell speichert er drei oder vier Karten und erkennt die Etage beim Start wieder.

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